11. Europäisches Filmfestival der Generationen – Filme über das Älterwerden für Alt und Jung
Speyer – Vom 19. bis 23. Oktober heißt es auch in Speyer wieder „Film ab!“ – denn in diesem Zeitraum beteiligt sich die Stadt auf Initiative des Seniorenbüros auch in diesem Jahr wieder am 11. Europäische Filmfestival der Generationen. Gezeigt werden fünf Filme zu unterschiedlichen Themenbereichen, die Alt und Jung gleichermaßen ansprechen.
Ziel des Festivals ist die Förderung des Dialogs zwischen den Generationen. Das Publikum ist daher im Anschluss an jede Filmvorführung zu einer Podiumsdiskussion mit Fachleuten aus der Praxis eingeladen. Die gezeigten Filme dienen dabei als Kommunikationsmittel, um ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu diskutieren. Die jeweiligen Filmbotschaften werden vertieft und darüber hinaus auf die lokalen Angebote zum Thema hingewiesen. Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei.
Die Filme beschäftigen sich mit Demenz, der Mitverantwortung zwischen den Generationen, ethischen und kulturellen Fragen über den Umgang mit Sterben und Tod sowie Neuanfängen und völlig neu gedachten Lebensentwürfe auch im fortgeschrittenen Alter. Darüber hinaus werden ganz aktuelle Themen wie regionale und nachhaltige Produktionsformen und Klimawandel aufgegriffen.
Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie gibt es in diesem Jahr einige Besonderheiten zu beachten. Zunächst ist eine vorherige Anmeldung zu jeder einzelnen Filmvorführung im Seniorenbüro unbedingt erforderlich. Die Besucher*innen sind angehalten, 30 Minuten vor Filmbeginn am Veranstaltungsort zu erscheinen, da sonst aufgrund der geltenden Hygienebestimmungen nicht pünktlich begonnen werden kann.
Die Plätze werden zugewiesen. Es ist nicht möglich, die Sitzplatzanordnung zu verändern. Auf den Stühlen sind Ausfüllbögen zur Kontaktdatenerfassung vorbereitet, die alle Besucher*innen vor Filmbeginn ausfüllen müssen. Die Bögen werden durch die Verantwortlichen eingesammelt.
Für Rückfragen stehen die Mitarbeiter*innen des Seniorenbüros gerne zur Verfügung, Telefon: 0 62 32 – 14 26 62, E-Mail: Ria.Krampitz@stadt-speyer.de.
Cosplay-Wochenende im Technik Museum Speyer am 26. und 27. September 2020
„Abgespeckte“ Alternative zum abgesagten Science Fiction Treffen
Speyer – Für viele war die Absage des beliebten Science Fiction Treffen des Technik Museum Speyer vorhersehbar. Dennoch stimmte die Entscheidung viele Fans der Veranstaltung traurig, denn bisher fanden in Deutschland kaum Conventions oder Fanevents zu den Themen SciFi, Comic und Games statt. Trotz Absage des großen Treffens konnte das Museum nun eine Möglichkeit schaffen die dem aktuell geltenden Hygienekonzept entspricht und bietet eine „abgespeckte“ Alternative für Cosplay-Fans. Am 26. und 27. September gestalten eine Handvoll befreundete Clubs und Vereinen zwischen 10 Uhr und 16 Uhr ein lockeres Cosplay-Wochenende.
Mit dabei sind Star Wars Cosplayer der Kostümgruppe German Garrison, die bei ausgewiesenen Fotopoints (mit Abstand) für Fotos zur Verfügung stehen und es werden Fan Cars und Modelle präsentiert. Es sind Cosplayer und Cosplayfans jedes Fandoms willkommen. Man kann das Museum besuchen und die zugänglichen Ausstellungsstücke als Fotokulisse nutzen. Ob Science Fiction, Steampunk, Superhelden oder Fantasy – es gibt für fast jedes Genre passende Hintergründe. Die Ergebnisse können dann zum Beispiel unter dem Hashtag #technikmuseumspeyer in den sozialen Netzwerken gepostet werden.
Im FORUM Kino hält Robert Vogel an beiden Tagen Vorträge zum Thema Science Fiction und es werden Fanfilme gezeigt. Robert Vogel ist langjähriger Science Fiction und Raumfahrt-Experte und hat die erste Mondlandung 1969 bereits sehr bewusst als Kind erlebt. In seinem sehr kurzweiligen Vortrag zeigt er auf, wie sich Science Fiction und echte Raumfahrt schon seit vielen Jahren gegenseitig inspirieren, von Jules Verne bis Star Trek und Star Wars. Robert ist auch seit 20 Jahren bei vielen Events der Europäischen Weltraumbehörde ESA mit dabei und erzählt in vielen interessanten und amüsanten Anekdoten, wie er dort den „SciFi-Virus“ verbreitet hat und wie er den deutschen Astronauten Alexander Gerst mit einem Darth Vader-Kostüm für das Halloween-Fotoshooting ausstattete. Mit im Gepäck hat er auch ein „Überraschungsprogramm“ an Fanfilmen zum Thema Star Wars. Seitdem die digitale Filmbearbeitung für jeden zugänglich geworden ist, sind der Kreativität der Fans keine Grenzen mehr gesetzt. Es gibt von Fans erstellte Filme, die schon fast an ihre großen Vorbilder heranreichen, obwohl sie nur für einen winzigen Bruchteil an Geld produziert wurden. Als Beispiel zeigt Robert Vogel eine kleine Auswahl. Die Vorträge finden an beiden Tagen je um 13.30 Uhr statt. Das Fanfilm „Überraschungsprogramm“ an beiden Tagen je um 16.00 Uhr.
Für die vier Shows erhält man an der Kasse Platzreservierungen. Aufgrund der aktuellen Situation ist die Anzahl pro Show begrenzt und es kann pro Person nur eine Show ausgewählt werden. Die Zahl der Tageskarten ist aufgrund der aktuellen Coronaverordnung begrenzt. E-Voucher für das Cosplay-Wochenende gibt es daher nur im Onlineshop unter www.technik-museum.de/cosplay-wochenende. Für die Sondervorstellungen im FORUM Kino ist eine Sitzplatzreservierung erforderlich. Diese kann direkt vor Ort, so lange es Plätze gibt, vorgenommen werden und ist im Eintrittspreis des Museums inbegriffen. Bereits erworbene Tickets für das Science Fiction Treffen 2020 behalten an diesem Wochenende ihre Gültigkeit und können vor Ort gegen ein Tagesticket eingelöst werden. Weitere Informationen zum Cosplay-Wochenende gibt es unter www.technik-museum.de/cosplay-wochenende.
Coronamaßnahmen: Aufgrund der aktuellen Situation und des gültigen Hygienekonzeptes gibt es im Rahmen des Cosplay-Wochenendes keine: Händler, Showprogramm, Autogrammstunden, Vorführungen und Parade. Das Cosplay-Wochenende ist nicht wie das Science Fiction Treffen. Es bietet die Möglichkeit mit Gleichgesinnten an zwei ausgewählten Tagen im Kostüm das Museum zu besuchen. Es greifen die in Rheinland-Pfalz gültigen Vorgaben zum Abstand und des Mund-Nasen-Schutzes.
Technik Museum Speyer 07.09.2020
Audi Cabrio T89
Youngtimer-Treffen im Technik Museum Sinsheim
Sinsheim – Als dieser Youngtimer Anfang der 90er Jahre vorgestellt wurde, überschlug sich die Presse: makellos, elegant, minimalistischer Traum; das Audi Cabriolet (Typ 89) werde dem Ingolstädter Konzern zum jungen, frischen Image verhelfen. Tatsächlich soll Audi diesem Modell seine Coolness zu verdanken haben. Am Samstag, 19. September kommen auf dem Gelände des Technik Museum Sinsheim rund 100 solcher Cabrios zusammen.
An diesem Samstag kommen die Mitglieder von Audi-Cabrio-Süd bereits zum dritten Mal auf das Museumsgelände gefahren, um ihre bunten Fahrzeuge vor beeindruckender Kulisse zu präsentieren. Von 9 bis 16 Uhr und unter Beachtung der aktuellen Situation und Vorgaben haben Interessierte die Möglichkeit, diese auf Hochglanz polierten Cabriolets zu besichtigen, inspizieren – sich vielleicht Anregungen zu holen. Denn ab 2021 haben bereits manche Modelle das Recht auf ein H-Kennzeichen und somit auf einen Oldtimer-Titel. Der Zugang zur Veranstaltungsfläche ist kostenfrei. Mehr Informationen zum Treffen und Anmeldemöglichkeit unter: www.technik-museum.de/audi
Technik Museum Sinsheim 07.09.2020
Kultur-Herbst im Technik Museum Speyer / Musik, Wein und Comedy zwischen Flugzeugen und Seenotkreuzer
Speyer – Es hat lange gedauert, aber seit August finden im Technik Museum Speyer endlich wieder Veranstaltungen statt. Den Anfang machte vor einiger Zeit bereits die Eventreihe „Oldtimer-Sommer“ und ließ mit zahlreichen Young- und Oldtimern die Herzen der Fahrzeugfans höherschlagen. Ab September startet das Museum kulturell in den Herbst und bietet an verschiedenen Abenden Musik, Wein und Comedy aus der Region. Das Außengelände zwischen dem imposanten Propellerflugzeug Antonov An-22 und dem Seenotkreuzer John T. Essberger wird mit einer Bühne, Essens- und Getränkeständen sowie Sitzgelegenheiten in einen gemütlichen Kulturhof umgewandelt und lädt dazu ein, in einer einzigartigen Kulisse den Abend zu genießen. Regionale Musiker sowie das Boulevardtheater Deidesheim gestalten gemeinsam das abwechslungsreiche Bühnenprogramm. Die Besucher können sich auf bekannte Rock- und Pop-Hits oder gefühlvolle Balladen freuen und auch die Lachmuskeln kommen bei einem Comedy-Abend sowie einem humoristischen Theaterstück zum Einsatz. Abgerundet wird der Abend durch ein Speisenangebot und Winzern aus der Region, die vor Ort ihre besten Weine ausschenken. Genuss und Kultur gehen beim Programm des Kultur-Herbsts im Technik Museum Speyer somit Hand in Hand. Alle Informationen zu den Terminen und den Eintrittspreisen gibt es unter www.technik-museum.de/kultur-herbst.
Am 10. September tritt die Coverband Hörenswörth unter dem Motto „Musik kennt keine Grenzen“ auf und begeistert sowohl mit „Rock-Urgesteinen“ wie den Rolling Stones als auch die „Young Generation“ mit Songs von den Red Hot Chili Peppers oder Emeli Sandé. Egal ob akustisch oder elektrisch, den Hörenswörth-Stil zeichnet auf jeden Fall handgemachte und mehrstimmige Musik aus.
Am 11. September lautet das Motto des Kultur-Herbst: Singer/Songwriter. Spätestens seit Ed Sheeran prägen Künstler in diesem Bereich die aktuelle Musiklandschaft. Adrian Prath aus Karlsruhe ist Singer/Songwriter und seit 2009 regelmäßig in den deutschen Innenstädten als Straßenmusiker oder bei Hochzeiten und Feiern zu hören. Angefangen hat alles mit einer “Sperrholz Gitarre” und der großen Motivation, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Nicht nur in seiner Heimatstadt Karlsruhe ist er unterwegs. Die Auftritte führen den gefühlvollen Sänger durch die ganze Rhein-Neckar-Region. Im Gepäck eine Gitarre, seine Stimme und ganz wichtig – ein buntes Repertoire, welches von den selbstgeschriebenen Songs seiner beiden Alben über die Beatles und Bob Dylan bis hin zu Klassikern aus der heutigen Zeit reicht.
Adrian Prath
Am 1. Oktober steht der schöne Pfälzer Dialekt im Vordergrund. Unter dem Motto „Lachen hält gesund“ verlegt das Boulevardtheater Deidesheim seine Bühne nach Speyer. Den Anfang macht der „Winzer Bu“ Tim Poschmann mit Neuigkeiten aus den heimischen Weinbergen. International bekannt mit seiner Begrüßung „Wo sin se dann?“, begibt sich Poschmann auf die Suche nach Touristen, Virologen, faulen Heidelbergern und Verrückten im Supermarkt und vergisst dabei nie den Weitblick, seinen Humor und seinen Dialekt. Er erzählt von seiner Sichtweise übers Heiraten und Daten heutzutage. Denn nach 15 Ehejahren, einer Scheidung, weiß er eines: Für Männer ist es heutzutage nicht mehr wichtig, dass eine Frau kochen kann, sondern dass sie keinen guten Anwalt kennt. Besucher des Autokino Speyers konnten ihn bereits bei seiner ausverkauften Show im Frühsommer live erleben. Bepackt mit Kittel und Hut kommt er nun nach Speyer zurück. Auch die zweite Künstlerin des Abends ist in keine Unbekannte. Kättl Feierdaach bringt die Besucher mit ihrer ausführlichen und schockierend ehrlichen Beschreibung von Alltagssituationen, in denen sich jeder Zuschauer wiederfinden kann, zum Lachen. In ihrem Programm „äfach schää“ erzählt sie von den Schwierigkeiten ein „Schiewerfon“ zu bedienen, wie beschwerlich eine Zugfahrt sein kann, oder dass ein Rosenblätterduftölcrempflegebad nicht nur Entspannung, sondern auch Aufregung verursacht.
Am 2. Oktober wird im Museum erstmals ein Comedy-Theaterstück aufgeführt: „Bleib doch zum Frühstück – Gegensätze ziehen sich aus“. Hans-Georg ist ein Beamter, wie er im Buche steht: Seine Pfälzer Wohnung ist penibel aufgeräumt, nach seinem Tagesablauf stellen die Nachbarn ihre Uhren. Ganz anders die WG im Stockwerk über ihm: Die nehmen das Leben leicht, die Belegschaft der Wohnung wechselt häufig – mit steigender Mitbewohnerzahl – jeden Abend Ramba Zamba & Halli Galli Feste. Hans-Georgs Welt ist völlig in Ordnung bis eines Abends Luise vor seiner Tür steht. Die ist hochschwanger, total pleite und hat sich soeben mit der besagten WG überworfen. Jetzt ist das Chaos perfekt und die Zuschauer erleben ein zweistündiges Lachgewitter.
Der Einlass auf das Museumsgelände sowie der Verkauf von Speisen und Getränken erfolgt jeweils ab 18 Uhr. Das Bühnenprogramm beginnt um 19 Uhr und dauert mit Pause bis ca. 21.30 Uhr. Als Veranstaltungsende ist 22 Uhr angesetzt. E-Tickets für die jeweiligen Abende gibt es ab sofort unter www.technik-museum.de/kultur-herbst. Alle Informationen zur Veranstaltungsreihe gibt es unter www.technik-museum.de/kultur-herbst.
Technik Museum Speyer 07.09.2020
Freestyle-Action inmitten technischer Raritäten
Trialbiker Adrian Guggemos dreht in den Technik Museen Sinsheim Speyer
Sinsheim – Seit März liegen die meisten Events auf Eis – so auch im Bereich Motorsport. Kein Grund für den Freestyle Trial-Profi Adrian Guggemos den Kopf hängen zu lassen. Im Gegenteil: Mit einer Filmcrew machte er sich Ende Juni auf in die Technik Museen Sinsheim Speyer, um sein neuestes Videoprojekt „Ride at the Museum“ umzusetzen. Der Überschallflieger des Museums, die Tupolev Tu-144, glänzt dabei als Hauptdarstellerin. Den ganzen Clip gibt es ab sofort auf dem YouTube-Kanal „Red Bull Motorsports“:
Normalerweise sind Adrian Guggemos Trialbike-Künste vor vielen Zuschauern bei großen Motorsportevents zu sehen, nun produzierte er ein spektakuläres Video für die Motorsportfans auf YouTube. Um den Re-Start der Motorsportsaison einzuläuten, schwang sich der Schorndorfer inmitten technischer Raritäten auf seine Maschine. Fünf Tage fand der waghalsige Dreh in den Museen statt: Auf Rampen und Wänden hochfahren, Vorwärts- und Rückwärtssaltos nur haarscharf vorbei an unbezahlbaren Exponaten – dies waren noch die harmlosen Einlagen. Was Adrian auf der Tu-144 vollbrachte und was MotoGP-Star Stefan Bradl mit dem Video „Ride at the Museum“ zu tun hat, gibt es ab sofort auf dem Kanal „Red Bull Motorsports“ auf YouTube zu sehen.
In den Drehpausen begeisterte der Profi die Museumsbesucher mit spontanen Stunteinlagen und fand für das ein oder andere Selfie mit seinen Fans immer Zeit. Auf die Frage, wie die Drehtage liefen, kam der Trialbiker aus dem Staunen nicht raus: „Es war auf jeden Fall super spannend. Ich bin schon immer technikaffin gewesen. Und dann wirklich hier in der Szenerie fahren zu können, ist für mich wie ein Kindheitstraum. Es macht mir einfach Mega-Spaß.“ Zum Abschluss trat er Freestyle-Profi dem Museumsverein als Ehrenmitglied bei.
„Altstadtfeschd Dehäm“-Verkaufsbox unterstützt lokale Unternehmen und Vereine
Speyer – Dass das Altstadtfest in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden musste, schmerzt sowohl die Speyerer*innen als auch treue Fans der Traditionsveranstaltung nach wie vor sehr. Trotzdem, so die Devise der Stadt, sollte ein Weg gefunden werden, einerseits lokale und regionale Unternehmen und Vereine zu unterstützen und um andererseits die Altstadtfest-Fans ein wenig über die weiter andauernde Leere im Speyerer Veranstaltungskalender hinwegtrösten zu können. So wurde die Idee der „Altstadtfeschd Dehäm“-Box geboren, die mit kulinarischen Leckereien und „altstadtfesttypischen“ Gegenständen aufwartet und so das besondere Flair des Altstadtfestes direkt nach Hause bringt.
Für Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler ist diese Art der Unterstützung Ehrensache: „Ohne unsere Vereine wäre die Stadt Speyer nicht so lebens- und liebenswert, wie wir sie kennen. Die „Altstadtfeschd Dehäm“-Box schenkt daher nicht nur denjenigen Freude, die eine solche erwerben oder geschenkt bekommen, sondern unterstützt gleichzeitig auch unsere lokale Vereinslandschaft. Auf diese Weise signalisieren wir: Ihr seid unverzichtbar für unsere Stadt und wir möchten, dass ihr euch auch in dieser schweren Zeit nicht allein gelassen fühlt.“
Egal, ob als Geschenk oder zum eigenen Genuss, die auf 1.500 Stück limitierte „Altstadtfeschd Dehäm“-Box kann zu je 29 Euro zu folgenden Gelegenheiten am Stand der Stadt Speyer erworben werden:
Wochenmarkt auf dem Festplatz am Samstag, 5. September 2020, 8 bis 13 Uhr sowie
Domgarten, im Aufstellbereich der Schausteller*innen am Samstag, 5. September 2020, von 16 bis 19 Uhr.
Für alle, die nicht vor Ort sein können, gibt es die Möglichkeit, sich die Box ab Freitag, 4. September 2020 online unter www.speyer.de zu sichern. In diesem Fall kommt eine Versandgebühr in Höhe von 6,99 Euro hinzu.
Der Verkaufserlös der Boxen kommt vollumfänglich den Speyerer Vereinen zugute, die am Altstadtfest beteiligt gewesen wären. Diese können sich mit konkreten Projekten für Kinder und Jugendliche bei der Stadt Speyer melden. Ansprechpartnerin ist Eva Wöhlert, Tel. 0 62 32 – 14 27 31, E-Mail: eva.woehlert@stadt-speyer.de.
Eine „Altstadtfeschd Dehäm“-Box enthält:
Ein Dubbeglas (0,5l)
„Zwää PS“ (Rieslingschorle, 1l)
Ein Berzelgutschein für zwei original Speyerer Brezeln
Dosen-Leberwurst (200g) der Metzgerei Victor Nettey
Eine Ente „Dörte Digital“ der Stadtwerke Speyer
All jene, die nicht das komplette Altstadtfestwochenende zu Hause verbringen wollen, können im Rahmen des „Speyer.Kultur goes Paradise“-Programms am kommenden Wochenende gleich drei hochkarätige Konzerte im Paradiesgarten erleben. Am Freitag, 11. September 2020, 19 Uhr, begeistern die N.S.A. Noisy Sound Agents mit ihrem „Agentenrock“. Am Samstag, 12. September 2020, 19 Uhr, spielen die Pirates of Love Klassiker aus Rock, Blues und Soul der letzten 40 Jahre. Das Matineekonzert am Sonntag, 13. September 2020, 11:30 Uhr, fällt zwar genau genommen nicht mehr auf das Altstadtfestwochenende, hält aber mit Les Primitifs ein weiteres Highlight bereit. Tickets gibt es zu einem Preis von 12 Euro (ermäßigt 10 Euro) bzw. zum Kultur.Support-Preis von 18 Euro bei der städtischen Tourist-Information, online auf www.reservix.de sowie bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen.
Auch der Rockmusikerverein bietet mit dem „Retscherrock @ Halle 101“ am Freitag, 11. September 2020, und am Samstag, 12. September 2020, im Open-Air-Bereich der Halle 101 ab jeweils 19:30 Uhr einen Altstadtfestklassiker im coronabedingt neuen Gewand. Mit dabei sind am Freitag Tomcase, The Feeble und die Rockkapelle sowie am Samstag Endlos, The Sha und Ampra. Der Eintritt beläuft sich auf 80 Euro pro Bierzeltgarnitur, die mit je maximal acht Personen belegt werden kann. Eine Reservierung ist unter buero@rockmusikerverein.de erforderlich.
Ab sofort wieder zu sehen: Die Medicus-Schau in Speyer
Aktueller Bezug zur Corona-Krise mit elf neuen
Ausstellungsstationen Selten ist ein Ausstellungsthema derart untrennbar mit der aktuellen Zeitgeschichte verwoben wie bei der Schau „Medicus – Die Macht des Wissens“ im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Nachdem das Museum im März durch die Corona-Pandemie dazu gezwungen war seine Tore zu schließen, ist die Ausstellung ab dem 5. September wieder geöffnet und bis zum 13. Juni 2021 zu sehen. „Es ist eine Ironie des Schicksals, dass eine Pandemie zur Schließung dieser Ausstellung geführt hat, die sich der Jahrtausende langen medizinischen Entwicklung und der Überwindung von Seuchen und Krankheiten widmet“, so Museumsdirektor Alexander Schubert.
Aufgrund der weltweiten Auswirkungen der Epidemie wurde das Thema Corona als Erzählebene in die bestehende Ausstellung aufgenommen. Schlaglichtartig untersucht die Ausstellung den Ausbruch von Epidemien in der Vergangenheit und fragt nach den Ursprüngen der Quarantäne. Sie blickt auf den wissenschaftlichen und öffentlichen Umgang mit Seuchen in verschiedenen Zeiten. An elf Stationen erhalten die Besucher Informationen darüber, wie epidemische Krankheiten über Jahrhunderte hinweg wahrgenommen und gedeutet wurden.
Möglich ist die Wiedereröffnung der Medicus-Schau zum einen durch das Entgegenkommen nationaler und internationaler Leihgeber, die ihre Exponate nun für einen ungewöhnlich langen Zeitraum in Speyer belassen. Zum anderen unterstützt das Land Rheinland-Pfalz die Wiedereröffnung durch eine großzügige Förderung von rund 225.000 € zur Umsetzung coronabedingter Investitionen.
Wie bei allen öffentlichen Angeboten sorgt die Corona-Krise auch im Museum für Einlass- und Personenbegrenzungen. Um Warteschlagen an der Museumskasse zu vermeiden oder zu verkürzen, sind die Eintrittskarten vorab im Online-Shop unter www.tickets.museum.speyer.de erhältlich. Zudem müssen die Besucher beachten, dass bis auf weiteres das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern gilt und ein Mund- und Nasenschutz während des Ausstellungsbesuchs obligatorisch ist. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder unter sechs Jahren.
Da sich die gültigen Einlass- und Hygieneregeln kurzfristig ändern können, finden die Besucher vor ihrem Ausstellungsbesuch alle wichtigen Informationen auf der Homepage unter www.museum.speyer.de.
Sehen sie hier das Video der Pressekonferenz sowie im Anschluss einen kommentierten Rundgang an den neuen Stationen vorbei:
Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto & Video: Speyer 24/7 News 04.09.2020
Gemeinsam und verflochten: Speyer, Worms und Mainz
Speyer, Worms und Mainz – Die SchUM-Stätten existieren seit vielen Jahrhunderten. Im 10. Jahrhundert begann die Blütezeit der in Speyer, Worms und Mainz ansässigen jüdischen Gemeinden. Sie prägten die synagogale Architektur und die Choreografie der rituellen Reinigung sowie die aschkenasische Grabkultur. Sie setzten auch religiöse Maßstäbe und brachten zahllose Gelehrte, kluge Frauen, Geschichtenerzähler, liturgische Dichter und Kantorinnen hervor.
Die vielen Facetten jüdischer Geschichte und Gegenwart, Architektur, Religion, Kultur und Musik, der Pluralismus und die Lust an Diskursen spiegeln sich in den jährlich stattfindenden SchUM-Kulturtagen. 2005 erstmals in Worms abgehalten, 2018 schließt sich Mainz an – und ab diesem Jahr beteiligt sich auch die Stadt Speyer.
SchUM ist in allen drei Städten präsent, nicht nur über die Monumente und Friedhöfe, sondern auch kulturell.
Das Programm der Kulturtage – Konzerte, Vorträge, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Führungen – finden Sie auf den Websites der Städte und zentral unter folgendem Link, der Sie informiert und weiterführt https://schumstaedte.de/schum/juedische-kulturtage/
Veranstaltungen werden gemäß der Hygiene- und Abstandsregeln im Rahmen der anhaltenden Covid 19-Krise geplant. Daher wird es nur begrenzte Kontingente an Plätzen geben können.
So kommen wir auch dem Gebot über den Erhalt des Lebens (Pikuach Nefesh) nach. Nach jüdischer Tradition ist jede Person angehalten, den eigenen Körper und die eigene Gesundheit sorgfältig zu hüten.
„Das Land Rheinland-Pfalz hat im Januar 2020 den Antrag der SchUM-Stätten auf Einschreibung als UNESCO-Welterbe in Paris eingereicht. Es liegt eine intensive Zeit hinter uns – und auch der Prozess bis zur erhofften Anerkennung im Sommer 2021 ist für uns hoch spannend. Die Städte und Eigentümer der Stätten zeigen sich im Großen wie im Kleinen als Einheit und agieren gemeinsam. Die ab 2020 in allen drei Städten ausgerichteten SchUM-Kulturtage zeigen öffentlich und offenkundig: SchUM ist lebendige und gelebte Tradition.“ (Staatsminister Prof. Konrad Wolf, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz)
„SchUM ist an und in unserer Neuen Synagoge, im September 2010 eröffnet, sichtbar und verankert. Auf der Eingangstür beziehen wir uns auf Gerschom ben Jehuda, die ‚Leuchte des Exils‘. Wir als Jüdische Gemeinde Mainz/Worms sind stolz, den Welterbeantrag intensiv und aktiv zu begleiten und jüdisches Erbe mit Leben zu füllen, im Heute zu verorten und uns erneut mit SchUM zu verbinden. Dazu gehören auch die jüdischen Kulturtage SchUM, die Jüdisches lebendig, vielfältig und bunt präsentieren. Gutes Gelingen uns allen!“ (Anna Kischner, Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz)
„Als Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer und als Vorstandsvorsitzende des SchUMStädte e.V. freue ich mich ganz besonders, dass wir in Speyer nun ebenfalls jüdische Kulturtage anbieten und damit den Kreis schließen können. In diesem wichtigen Jahr der Antragsstellung an die UNESCO zeigen wir ganz bewusst: nur gemeinsam sind wir SchUM! Im Namen auch meiner Kollegen in Worms und Mainz möchte ich alle Interessierten herzlich einladen, im Rahmen unserer Kulturtage SchUM einzutauchen in jüdische Kultur, Geschichte und Gegenwart.“ (Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer, Stefanie Seiler)
„In unserer Stadt stehen die altehrwürdige Synagoge und die weltbekannte RaschiJeschiwa. In Speyer steht das Vorbild für die hier errichtete Mikwe. In Mainz gibt es noch heute den Grabstein für einen der Lehrer des großen Gelehrten Raschis. Die jüdischen Gemeinden waren eng verwoben, und SchUM ist eine Einheit! Wir Wormser freuen uns, Veranstaltungen der jüdischen Kulturtage in Speyer und Mainz zu besuchen. Und begrüßen gerne die Gäste der zwei anderen SchUM-Städte.“ (Oberbürgermeister der Stadt Worms, Adolf Kessel)
„Unsere Stadt ist in der jüdischen Welt als Magenza bekannt. Dort entstanden, einer Perlenkette gleich, ganze Generationen Gelehrter. Auf dem beeindruckenden alten jüdischen Friedhof „Judensand“ sehen wir die vielen Jahrhunderte gespiegelt. Mit allen Blütezeiten und auch den Brüchen. Mit unseren Beiträgen zu den Kulturtagen SchUM nehmen wir SchUM zusammen mit Speyer und Worms als Ganzes in den Blick. Wir laden Sie ein: zu lebhaften Diskussionen, zu nachdenklichem Erinnern und zu Spaziergängen auf den jüdischen Spuren.“ (Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Michael Ebling)
Historisches Museum der Pfalz eröffnet im September nach Medicus auch Familienausstellung erneut
Speyer – Endlich steht auch für die Schau „Der Grüffelo – Die Ausstellung“ das Datum für die Wiedereröffnung nach der coronabedingten Schließung im März fest: Ab Samstag, 26. September, können die großen und kleinen Besucher wieder in die Welt des von Julia Donaldson geschriebenen und Axel Scheffler illustrierten Kinderbuches „Der Grüffelo“ eintauchen.
Alle Sinne sind gefordert, wenn die Kinder den Wald mit seinen Bewohnern erkunden, sich in die Höhle des Grüffelo wagen oder im Schattentheater ihre eigene Geschichte erfinden. Gleichzeitig geben in der Ausstellung rund 40 Original-Scheffler-Grafiken einen Eindruck von dessen Vielseitigkeit und seiner Entwicklung zu einem der erfolgreichsten Bilderbuch-Illustratoren Europas. Bis zum 27. Juni 2021 soll die Schau nun in Speyer zu sehen sein. Vor der Wiedereröffnung wurden in der Familien-Ausstellung auf Grundlage der aktuellen Sicherheits- und Hygienevorgaben angesichts der Corona-Pandemie Anpassungen vorgenommen.
„Für uns war es ein großes Anliegen, die beliebte Familienausstellung nach der Zwangspause wieder an den Start zu bringen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten braucht es Geschichten wie die vom Grüffelo, die Kinder mutig und stark machen“, sagte Museumsdirektor Alexander Schubert. Dass die Ausstellung bereits sieben Wochen nach ihrer Eröffnung im vergangenen Dezember 30.000 Besucher zählte, spricht für ihre Beliebtheit. Der schaurig-schöne Grüffelo und die clevere kleine Maus haben seit Erscheinen des Buches 1999 einen unaufhaltsamen Siegeszug durch die Kinderzimmer angetreten. Dem liebgewonnen Monster nun wieder im Museum begegnen zu können, lässt für viele Kinder einen Traum wahr werden.
Wie bei allen öffentlichen Angeboten sorgt die Corona-Krise auch im Museum für Einlass- und Personenbegrenzungen. Um Warteschlagen an der Museumskasse zu vermeiden oder zu verkürzen, sind die Eintrittskarten vorab im Online-Shop unter www.tickets.museum.speyer.de erhältlich. Zudem müssen die Besucher beachten, dass bis auf weiteres das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern gilt und ein Mund- und Nasenschutz während des Ausstellungsbesuchs obligatorisch ist. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder unter sechs Jahren.
Da sich die gültigen Einlass- und Hygieneregeln kurzfristig ändern können, finden die Besucher vor ihrem Ausstellungsbesuch alle wichtigen Informationen auf der Homepage unter www.museum.speyer.de.
Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: „Grüffelo mit Maske“ @ Historisches Museum der Pfalz Speyer, Alle anderen @ Speyer 24/7 News 04.09.2020
Beatles-Songs, Kraus&Krüger und ein ganz besonderes Familienkonzert bei „Speyer.Kultur goes Paradise“
Speyer – Ein Beatles-Programm, Kraus&Krüger und ein Familienkonzert von Alexia, Friedemann und Justus Eichhorn zusammen mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester stehen vom 28. bis 30. August auf dem Programm von „Speyer.Kultur goes Paradise“.
Der stadtbekannte Speyerer Künstler Klaus Fresenius hat das Jubiläum des „White Albums“ der Beatles zum Anlass genommen, um gemeinsam mit Schlagzeuger und Tausendsassa Hering Cerin und einer illustren Band aus hervorragenden Vertretern der regionalen und überregionalen Szene am Freitag, 28. August, 19 Uhr, die Songs von John Lennon, Paul McCartney und George Harrison nicht nur zu interpretieren, sondern neu zu arrangieren und auch mal ordentlich gegen den Strich zu bürsten. Das Konzert ist bereits ausverkauft.
Am Samstag, 29. August, 19 Uhr werden Kraus&Krüger die Paradiesgarten-Bühne erobern. Das Speyerer Poprock-Projekt wurde 2014 von dem Autoren Kai Kraus und dem Schauspieler Andreas Krüger ins Leben gerufen. Die deutschsprachigen Songs zeichnen sich durch musikalische Ehrlichkeit aus, die unprätentiös ins Ohr gehen und mit Wucht und Emotionalität genau den richtigen Nerv treffen. Kraus&Krüger schlagen damit eine Brücke zwischen klassischer Singer/Songwriter Attitüde und modernem Rock und Pop, zwischen „Geschichten erzählen“ und „das Leben abfeiern“. Bei Ihrem Auftritt im Paradiesgarten werden Kraus&Krüger Songs aus ihrem Debutalbum „Wird Zeit“ zum Besten geben. Unterstützt werden sie dabei von befreundeten Gastmusikern: Andreas Kroneis-Münch (Drums), Sebastian Strzys (Bass) und Moritz Erbach (Piano).
Zusammen mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester spielen Alexia und Friedemann Eichhorn mit ihrem zehnjährigen Sohn Justus am Sonntag, 30. August, 12 Uhr, ein ganz besonderes Konzert in der Speyerer Dreifaltigkeitskirche. Justus hat zahlreiche Klavierwettbewerbe gewonnen, darunter den 1. Preis im Bechstein Wettbewerb Berlin. Er ist Jungstudent bei Prof. Grigory Gruzman an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und gab im März 2020 sein Orchesterdebüt mit der Vogtland Philharmonie. Friedemann Eichhorn, aufgewachsen in Speyer, konzertiert als Geiger in internationalen Musikzentren und lehrt als Professor an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Er veröffentlichte über 30 CD-Aufnahmen. Alexia Eichhorn bekleidete Konzertmeisterpositionen bei den Stuttgarter Philharmonikern und Hofer Sinfonikern. Sie lehrt an der Hochschule in Weimar und gastiert als Geigerin und Bratschistin auf renommierten Festivals. Seit mehr als 60 Jahren ist das Kurpfälzische Kammerorchester (KKO) fester Bestandteil des Musiklebens der Metropolregion Rhein-Neckar. Das Konzert findet in Zusammenarbeit mit den Meisterkonzerten der Pfälzischen Musikgesellschaft statt.
„Endlich wieder live und mit Publikum“ ist damit auch das Motto für das letzte Augustwochenende im Paradiesgarten der Dreifaltigkeitskirche. Darüber freuen sich Kulturschaffende und Publikum gleichermaßen. Der „Eintritt“ ins Paradies ist für 12,- € pro Konzert zu haben. Wer die Kultur in Speyer fördern will, kann auch den Kultur.Support Preis von 18 € bezahlen. Die Differenz fließt in einen Härtefonds Kultur, der auch künftig freischschaffende Künstler*innen in Speyer unterstützen wird. Karten für das kleine Festival gibt es bei der Tourist-Info der Stadt Speyer oder über das Online-Ticket-Portal Reservix.
Sonderausstellung INNOVATION MADE IN SchUM im Museum SchPIRA in Speyer eröffnet
v.l.: Staatssekretär Denis Alt, Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Bürgermeisterin Monika Kabs und der Vorsitzende des Verkehrsvereins Uwe Wöhlert vor der mittelalterlichen Synagoge von Speyer Foto: Stadt Speyer
Speyer – Im Museum SchPIRA in Speyer wurde am 23. August 2020, die Sonderausstellung INNOVATION MADE IN SchUM eröffnet, die bis Ende nächsten Jahres zu den regulären Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden kann.
INNOVATION MADE IN SchUM ist eine Ausstellung des Landes Rheinland-Pfalz mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in Kooperation mit der Stadt Speyer unter Beteiligung des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg (IEK).
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Judenhof Speyer – das früheste erhaltene jüdische Gemeindezentrum in Mitteleuropa. „Die Ausstellung ist eine einzigartige Möglichkeit, auf die schöpferische Leistungskraft der SchUM-Gemeinden Speyer, Worms und Mainz zu verweisen. Obendrein gewährt sie Einblicke in den aktuell laufenden Prozess der UNESCO-Welterbebewerbung, deren Ergebnis die Speyerer*innen gespannt entgegenblicken“, so Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler in Ihrem Beitrag zur Eröffnung der Ausstellung.
„Die Präsentation, die wir heute eröffnen, ergänzt das bereits bestehende aussagekräftige Angebot des Museums Schpira temporär um zwei Aspekte, die der UNESCO wichtig sind: Sie richtet zum einem den Blick auf SchUM als serielle Nominierung. Zum anderen vermittelt sie die wesentlichen Ideen der Welterbe-Konvention, dass es weltweit Stätten gibt, die ‚eine kulturelle Bedeutung haben, die so außergewöhnlich ist, dass sie nationale Grenzen durchdringt und sowohl für gegenwärtige als auch für künftige Generationen der Menschheit von Bedeutung ist‘. Ich danke allen Beteiligten für die Konzipierung dieser außergewöhnlichen Ausstellung und auch ganz besonders für die intensive Unterstützung bei der Erarbeitung des Welterbe-Antrags“, sagte Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Kulturministerium und Regierungsbeauftragter für das UNESCO-Welterbe Rheinland-Pfalz.
Die jüdischen Gemeinden der drei Städte besiegelten Ende des 12. Jahrhunderts ihren vielfältig gelebten Austausch mit gemeinsamen Beschlüssen. Der einzigartige Verbund SchUM, deren Name sich aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen hebräischen Namen der drei Städte zusammensetzt, trägt die wesentlichen Elemente der jüdischen Tradition bis in die Gegenwart.
Stadt Speyer / Kultur, Tourismus, Bildung & Sport 24.08.2020
Umfangreiches Sicherheitskonzept für Ausstellungsbesucher
Förderung für coronabedingte Investitionen im Historischen Museum der Pfalz
v.l.: Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung des Historischen Museums der Pfalz, Oberbürgermeister a.D. Werner Schineller, Staatssekretär Denis Alt, Museumsdirektor Alexander Schubert. Foto: Carolin Breckle
Das Historische Museum der Pfalz erhält eine Unterstützung von rund 225.000 Euro aus dem Programmteil „Neustart“ der rheinland-pfälzischen Landesregierung für die Umsetzung der durch die Corona-Pandemie nötigen Hygiene- und Schutzauflagen. Staatssekretär Denis Alt überbrachte die positive Nachricht persönlich und traf Museumsdirektor Alexander Schubert und den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung des Historischen Museums der Pfalz, Oberbürgermeister a.D. Werner Schineller, in Speyer.
Fast ein halbes Jahr hatte das Haus aufgrund der Pandemie geschlossen und wird am Samstag, 5. September, nach umfangreichen Umstrukturierungen wieder eröffnen. Museumsdirektor Alexander Schubert zeigte sich dankbar für die umfassende Förderung seitens des Landes: „Für unser Museum bedeuteten die letzten sechs Monate eine große Härteprüfung. Wir mussten im März das Haus mit den beiden extrem erfolgreichen Sonderausstellungen ‚Medicus‘ und ‚Der Grüffelo‘ schließen und auf Grund fehlender Einnahmen Kurzarbeit anmelden. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Kulturministerium ist nun die Wiedereröffnung möglich geworden“.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung des Historischen Museums der Pfalz, Oberbürgermeister a.D. Werner Schineller bekommt den Förderbescheid von Staatssekretär Denis Alt überreicht. Foto: Carolin Breckle
„Das Historische Museum der Pfalz steht für interessante Themen, die mit hervorragenden Ausstellungskonzepten umgesetzt werden. Dem Museum und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelingt es immer wieder, Menschen für Museen zu begeistern. Hier werden Geschichte und Geschichten für Jung und Alt mitreißend vermittelt. Aufgrund der coronabedingten Schließung waren Besuchermagneten wie die ‚Medicus‘- und die ‚Grüffelo‘-Ausstellung seit März nicht mehr für das Publikum zugänglich. Umso mehr freut es mich, dass wir mit unserem Landesprogramm, zu dem auch ‚Neustart‘ gehört, genau an diesem Punkt ansetzen und Museen bei der Wiederaufnahme ihres Ausstellungsbetriebes unterstützen. Die Förderung von rund 225.000 Euro ermöglicht einen sicheren Museumsbesuch unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Es freut mich, dass nach vielen Monaten des Stillstands im Museum wieder Leben eingekehrt ist und Kultur wieder erlebbar wird“, so Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.
Mit dem Programmteil „Neustart“ des Landesprogramms „Im Fokus – 6 Punkte für die Kultur“ sollen Kultureinrichtungen bei der Wiederaufnahme ihres Betriebs in der Corona-Pandemie unterstützt werden. Die Maßnahme richtet sich an Einrichtungen sowie Projektpartnerinnen und Projektpartner, die 2020 bereits eine Landesförderung beantragt oder erhalten haben.
Museumsdirektor Alexander Schubert erläutert das neue Sicherheits- und Hygienekonzept Foto: Carolin Breckle
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung des Historischen Museums der Pfalz, Oberbürgermeister a.D. Werner Schineller betonte die langjährige Erfolgsgeschichte des Museums seit Gründung der Stiftung im Jahr 1985: „‚Medicus‘ ist Ausstellung Nummer 132 und ‚Grüffelo‘ Ausstellung Nummer 133. Ich bin froh, dass diese bemerkenswerte Entwicklung nicht zuletzt dank der Unterstützung des Mitstifters, des Landes Rheinland-Pfalz, nun weitergeführt werden kann und wir hoffentlich bald auch bei Ausstellung Nummer 134 ‚Rendezvous. Frankreichs Militär in der Pfalz. 1945-1999‘ wieder viele Besucher begrüßen werden können.“
Bis die große kulturhistorische Schau „Medicus – Die Macht des Wissens“ wieder zu sehen ist, wird hinter den Kulissen ein umfangreiches Sicherheitskonzept umgesetzt, das sowohl Besucher wie Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen soll. Gleichzeitig erweitert das Kuratorenteam die Ausstellung um elf Stationen, die einen Bogen zwischen der Historie und dem aktuellen Zeitgeschehen schlagen.
Der „Baderwagen“ des Medicus in der Ausstellung in Speyer Foto: Speyer 24/7 News
Die Museumsbesucher werden künftig mithilfe einer neu geschaffenen Wegeleitung durch das Haus geführt. Sie funktioniert nach dem Einbahnstraßenprinzip mit einem getrenntem Museumseingang und Ausgang, einer EDV-gestützten Besucherzählung, Abstandshaltern vor Kassen, Aufzügen und Sanitätsräumen. Gleichzeitig gilt eine Einlass- und Personenbegrenzung, die sich nach den aktuellsten Verordnungen richtet. Die Besucher müssen sich darauf einstellen, während ihres Museumsbesuchs bis auf weiteres einen Mund- und Nasenschutz zu tragen und den Mindestabstand zu anderen Besuchern einzuhalten. Damit die Besucher das Museum möglichst kontaktlos besuchen können, werden der Audioguide und die Medienanwendungen in der Ausstellung über WLAN mit dem eigenen Smartphone und dem eigenen mitgebrachten Kopfhörer abrufbar gemacht. Auch beim Kauf der Eintrittskarten empfiehlt das Museum die kontaktlose Variante über den Museumsonlineshop unter www.tickets.museum.speyer.de. Gleichzeitig können so Warteschlagen an der Museumskasse vermieden oder verkürzt werden. Da sich die gültigen Einlass- und Hygieneregeln kurzfristig ändern können, verweist das Haus auf seine Homepage als aktuelle Informationsquelle vor dem Ausstellungsbesuch.
Die Menschheit wurde schon immer von Seuchen und Epidemien heimgesucht, in dem Fall von den Pocken. Foto: Speyer 24/7 News
„Die Medicus-Ausstellung thematisierte bereits vor ihrer Corona-Zwangspause, dass Atemschutzmasken, Luftreinigung, Abstandsgebote und Quarantäneregeln keine Erfindungen der Neuzeit sind – sondern schon vor hunderten von Jahren Ansteckungen vorbeugen sollten – jetzt lag es nahe, diese Querbezüge zur aktuellen Situation für die Wiedereröffnung der Ausstellung auszubauen“, erklärte Museumsdirektor Schubert und führte aus: „Während der Sommermonate haben wir den Rundgang um „Corona-Stationen“ erweitert, die sich auf unterschiedlichsten Ebenen dem Thema „Pandemie“ nähern.“ Gezeigt werden Exponate aus der jüngsten Vergangenheit darunter der Mundschutz von Noah Gordon, dem Autor des in der Ausstellung zitierten Bestseller-Romans „Der Medicus“.
Aktuelle Informationen zur Wiedereröffnung des Historischen Museums der Pfalz finden sich auf der Museumshomepage unter www.museum.speyer.de
Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz / Carolin Breckle & Speyer 24/7 News 24.08.2020
Speyer.Kultur goes Paradise – Das zweite Wochenende im Paradiesgarten der Speyerer Dreifaltigkeitskirche
Mit Gitarrenrock, Mundart-Avantgarde-Pfalz-Musik und PalatinaKlassik geht das kleine Open-Air-Festival im lauschigen Paradiesgarten der Speyerer Dreifaltigkeitskirche in die zweite Runde.
Der Rockmusikerverein Speyer (RMV) präsentiert am Freitag Freitag, 21. August, 19 Uhr, die Band „Jungbusch“. Wie der Mannheimer Stadtteil „Jungbusch“ mit seinem herben Charme spiegeln Musik und Texte der Band gleichen Namens den Frust und gleichzeitig die unstillbare Lust am Leben wider: dreckig, rau, laut, manchmal ironisch, sentimental, gegensätzlich und doch eins. Gekonnt verweben dabei Benjamin Doser (Schlagzeug), Simon Hölldorfer (Keyboard) und Jürgen Adler (Gesang, Gitarre) Elemente aus Rock, Blues, Ska und Funk. „Jungbusch“ spielt einen unberechenbaren Mix aus Gitarrenrock, treibenden Grooves und zeitlosen Melodien mit persönlichen Texten abseits jeglicher Banalität. Dabei entstehen eigenwillige und dennoch sehr eingängige Songs, die jeden süchtig machen.
Am Samstag, 22. August, 19 Uhr wird GELD ET NELT die Paradiesgarten-Bühne erobern. Die Jungs aus der Südpfalz haben Kostüme und Instrumente, Fans und bunte Lichter, Merchandise und Durst, gute Laune und zwei Stunden selbstgemachte Lieder im Karton. Sie sind angetreten das Bild der Pfalz neu zu malen, die Botschaft von Freiheit und Liebe zu verkünden und den Duft von Wald und Wein in den Riechzentren der Menschheit zu verankern! Ein freches, buntes Hörspiel mit Proll-Faktor, eine musikalische Achterbahnfahrt zum Zuhören, Lachen und Mitrocken. Man könnte sie als Anarcho-Mundartler bezeichnen oder sie zur Speerspitze der Pfälzer Avantgarde überhöhen. Geben wir das letzte Wort Gisela Huwig, die einst so treffend schrieb: „Nicht gut aber saustark.“
Unter dem Konzerttitel „Sommerträume“ bringt das PalatinaKlassik Barockensemble am Sonntag, 23. August, 11:30 Uhr im romantischen Paradiesgarten mit Robert Frank und Susanne Phieler (Violine), Stephanie Phieler (Viola) und Prof. Roland Kuntze (Violoncello) ein virtuos barockes Feuerwerk auf die Bühne. Die Leitung hat Prof. Leo Kraemer (Cambalo), früher Domkapellmeister und Domorganist am Dom zu Speyer. Auf dem Programm stehen Werke von Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauss, Fritz Kreisler und Johann Strauss.
„Endlich wieder live und mit Publikum“ ist das Motto für das 4. Augustwochenende im Paradiesgarten der Dreifaltigkeitskirche. Darüber freuen sich Kulturschaffende und Publikum gleichermaßen. Der „Eintritt“ ins Paradies ist für 12,- € pro Konzert zu haben. Wer die Kultur in Speyer fördern will, kann auch den Kultur.Support Preis von 18 € bezahlen. Die Differenz fließt in einen Härtefonds Kultur, der auch künftig freischschaffende Künstler*innen in Speyer unterstützen wird. Karten für das kleine Festival gibt es bei der Tourist-Info der Stadt Speyer oder über das Online-Ticket-Portal Reservix.