Worms

Ticket Service im WORMSER ab 25. Mai wieder geöffnet

Der Ticket Service im WORMSER ist ab Montag, 25. Mai, wieder geöffnet. Das Team ist dann montags bis freitags jeweils von 10 bis 18 Uhr für die Kunden vor Ort erreichbar. Die Öffnung erfolgt unter Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen nach Vorgabe der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Unter anderem ist der Zutritt nur mit einem Mund-Nasenschutz möglich und die Abstandsregelungen müssen eingehalten werden. Nach wie vor kann man sich auch per Mail über info@ticketserviceworms.de oder telefonisch über 06241 2000 450 an den Ticket Service wenden.

Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms, DAS WORMSER Theater, Kultur- und Tagungszentrum
23.05.2020

Timbra Group spendet Eintrittskarten zur „CARantena ARENA“

Während unterhaltsame Nachmittags- und Abendstunden im Kino oder dem Theater in Zeiten der Corona-Pandemie in Worms noch wegfallen, versucht das Unternehmen Timbra Group eben dies jenen Menschen zu ermöglichen, die gerade etwa beruflich im Dauereinsatz sind. Für die neue „CARantena ARENA“ auf dem Wormser Festplatz spendete die Timbra Group für die ersten Veranstaltungen bis zum 17. Mai jeweils zehn Eintrittskarten, die in der Arena für jeweils ein Auto einlösbar waren.

Gleichsam verteilt wurden die insgesamt 140 Karten an Mitarbeiter des Wormser Klinikums, der Pflegeeinrichtungen Pro Seniore in Worms sowie an Kinder der ALISA-Stiftung und an die Stiftung KulturLeben Rheinhessen, die die Karten an diverse soziale Projekte und Institutionen der Region vermittelt.

Timbra-Geschäftsführer Tim Brauer erklärt: „In dieser schwierigen Zeit hoffen wir, damit gerade denen etwas zurückgeben zu können, die derzeit an vorderster Front für uns alle im Einsatz sind oder besonders mit der Situation zu kämpfen haben. Sie alle haben sich einen paar unterhaltsame Stunden mehr als verdient.“

Sein Dank gilt zudem Christian Ruppel, der die „CARantena ARENA“ ins Leben gerufen hat und eine unkomplizierte Kartenspende für die vielen Veranstaltungen mitermöglichte. Bei dem ersten Drive-In-Festival für Worms gibt es seit dem 8. Mai nahezu täglich Kinofilme, Comedy-Live-Shows sowie Theater- und Musikproduktionen zu erleben.

Wormser Kulturnacht in den Herbst verschoben

Neuer Termin für Kulturnacht voraussichtlich im Oktober/ neue Bewerbungsfrist läuft bis 6. Juli

Durch die am 15. April verkündeten Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen zu weiteren Maßnahmen in der derzeitigen Covid-19-Pandemie wurden Großveranstaltungen bis 31. August 2020 untersagt. Da am 6. Mai diese Regelungen seitens der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer noch einmal hervorgehoben wurden, kann die Wormser Kulturnacht nicht wie geplant am 27. Juni 2020 stattfinden.

In gemeinsamen Absprachen haben sich die Verantwortlichen der Kulturkoordination Worms und der städtischen Kultur und Veranstaltungs GmbH vorerst darauf geeinigt, den 24. Oktober 2020 als möglichen Ersatztermin ins Auge zu fassen und die Kulturnacht mit dem bisher geplanten Aktionswochenende „Mantelsonntag“ zu verbinden. Schon jetzt gibt es für diesen Termin erste Zusagen seitens der Teilnehmer, die sich gerne wieder beteiligen möchten. Auch das Bewerbungsverfahren für den neuen Termin wird ab sofort wieder gestartet und läuft bis vorerst 6. Juli. Alle Bewerbungsunterlagen und Informationen für Kulturschaffende sowie Betreiber möglicher Veranstaltungsorte gibt es unter www.kulturnacht.worms.de zum Download.

Damit den Kulturschaffenden sowie den Gastronomen in Worms eine mögliche weitere Plattform gegeben werden kann, sich zu präsentieren, werden derzeit unterschiedliche Szenarien geprüft. Grundsätzlich stehen alle Beteiligten im engen Austausch, um die Wormser Kulturszene unter Einhaltung aller vorgegeben Richtlinien bestmöglich zu unterstützen. Bei allen Überlegungen steht weiterhin die Gesundheit aller Teilnehmer und Besucher im Vordergrund.

Die Partner der Wormser Kulturnacht

Die Wormser Kulturnacht wird ermöglicht durch die Unterstützung der folgenden Partner: EWR AG, Jakob Jost GmbH, Sparkasse Worms-Alzey-Ried, Volksbank Alzey-Worms eG und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Worms mbH.

Text: Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms Foto: Bernward Bertram
23.05.2020

30. Auflage von „Worms: Jazz & Joy“ inklusive Sonderkonzert mit Cro und Konzerten von Al McKay`s Earth, Wind & Fire Experience sowie von Nouvelle Vague und von Wallis Bird finden in 2021 statt

Internationales Musikfestival vom 21. bis 23. August 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt/Tickets behalten ihre Gültigkeit

Bereits am 15. April hatte die Bundeskanzlerin gemeinsam mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beschlossen, dass bis zum 31. August 2020 in Deutschland keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen. Seit dem 30. April ist bekannt, dass zu den Großveranstaltungen unter anderem auch Festivals gezählt werden. Aus diesem Grund sagt der Veranstalter von „Worms: Jazz & Joy“, die Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG), das internationale Musikfestival in diesem Jahr nun offiziell ab. Somit findet die 30. Auflage des Festivals 2021 vom 20. bis 22. August statt.

EWR-Bühne auf dem Schlossplatz Foto: Bernward Bertram

„Wir bedauern sehr, dass nun ein weiteres beliebtes Highlight im Veranstaltungskalender der Stadt und der Region entfällt. Selbstverständlich haben wir vollstes Verständnis für diese Entscheidung“, so Petra Graen, Beigeordnete der Stadt Worms und Vorsitzende des KVG-Gesellschafterausschusses. Oberbürgermeister Adolf Kessel betont: „Die Absage trifft nicht nur den Veranstalter und die Stadt, denn vor allem für die Festivalpartner, Künstler, Dienstleister, Gastronomen, Winzer und viele weitere wäre das Festival gerade in dieser Zeit ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor gewesen. Natürlich steht aber der Gesundheitsschutz aller Beteiligten und der Besucher an vorderster Stelle.“

Al McKay‘ s Earth, Wind & Fire Experience Foto: Agentur

KVG-Projektmanagerin Katharina Kaiser, die gemeinsam mit Markus Reis das Festival leitet, kann bereits jetzt schon zusammen mit dem künstlerischen Festivalleiter David Maier die erste positive Nachricht verkünden: „Cro sowie Al McKay‘ s Earth, Wind & Fire Experience, Nouvelle Vague und Wallis Bird werden auch im kommenden Jahr zum Line up gehören! Cro spielt am Festivalfreitag, 20. August 2021, und die Formation um den legendären Gitarristen McKay sowie Wallis Bird einen Tag später am Festivalsamstag, 21. August 2021. Wann das Konzert von Nouvelle Vague stattfinden wird, geben wir in Kürze bekannt. Wer sich bereits ein Ticket für das Sonderkonzert oder eine Tages- oder Mehrtageskarte gesichert hat, der kann diese einfach behalten und im kommenden Jahr nutzen. Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit.“ „Unser Wunsch ist es, möglichst viele weitere unserer musikalischen Highlights ins Festivalprogramm 2021 mitzunehmen. Dafür klären wir aktuell die Voraussetzungen und informieren unsere Besucher, sobald uns dazu nähere Informationen vorliegen“, so KVG-Geschäftsführer Sascha Kaiser und ergänzt: „Unsere diesjährigen Partner und Sponsoren, mit denen ich bereits weitgehend sprechen konnte, haben schon jetzt für 2021 ihre Unterstützung signalisiert. Ihr Einsatz für das Festival motiviert mich und meine Mitarbeiter sehr. Für dieses Zeichen des Zusammenstehens in der Krise sind wir unglaublich dankbar.“

CRO Foto: Saeed Kakavand

Service: Auf einen Blick

Bereits erworbene Karten für das Festival 2020, wozu Tages- und Mehrtagestickets, Tickets für das Sonderkonzert mit Cro und Tickets für die VIP-Lounge powered by TST gehören, behalten ihre Gültigkeit für das Festival 2021. Im kommenden Jahr findet „Worms: Jazz & Joy“ vom 20. bis 22. August statt. Das Sonderkonzert mit Cro, präsentiert von TST, findet am Freitag, 20. August 2021, statt. Al McKay‘ s Earth, Wind & Fire Experience, die von der Timbra Group und der Sparkasse Worms-Alzey-Ried präsentiert werden, sowie Wallis Bird treten am Festivalsamstag, 21. August 2021, auf. Der Termin für das Konzert von Nouvelle Vague, das durch die Volksbank Alzey-Worms eG ermöglicht wird, wird in Kürze bekannt gegeben.

Ticketrückgaben sind im Zeitraum vom 18. Mai 2020 bis 31. August 2020 bei der Vorverkaufsstelle möglich, bei der die Tickets erworben wurden.

Der Vorverkauf für das Festival 2021 startet in Kürze. Die Ticketpreise von 2020 gelten auch für das Festival 2021. Tickets für das Festival 2021 werden ab 25 Euro (Tageskarte) unter anderem beim TicketService Worms über 06241 2000 450 und über info@ticketserviceworms.de sowie unter www.jazzandjoy.de oder bei allen bekannten Vorverkaufsstellen von Ticket Regional erhältlich sein. Die Kartenhotline lautet: 0 18 05 / 33 71 71 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz – Mobilfunk max. 0,42 €/Min; Montag bis Freitag: 8 bis 20 Uhr, Samstag: 9 bis 20 Uhr).

Text: Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms, Worms: Jazz & Joy Foto: (1) Bernward Bertram; (2) Agentur; (3) Saeed Kakavand
23.05.2020

Worms

Nibelungenmuseum Worms wieder geöffnet

Das Nibelungenmuseum Worms ist seit Dienstag, 12. Mai, um 10 Uhr wieder für Besucher geöffnet. Aufgrund der aktuellen Lage ist der Eintritt bis zum 31. Mai frei.

Eine Öffnung des Museums erfolgt unter Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen nach Vorgabe der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Beispielsweise ist der Zutritt nur mit einem Mund-Nasenschutz möglich und die Abstandsregelungen müssen eingehalten werden. Größere Besuchergruppen sind bis auf Weiteres nicht zugelassen. Vorerst findet auch kein museumspädagogisches Programm statt.

Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms
14.05.2020

Nibelungen-Festspiele 2020 in Worms

Nibelungen-Festspiele 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt

Die geplante Inszenierung wird in das Jahr 2022 verschoben. Die Festspiele 2021 zum Luther-Jubiläumsjahr sollen wie geplant stattfinden. Das Land Rheinland-Pfalz und private Sponsoren sagen den Festspielen Unterstützung zu. Gute Lösung für Ticketumtausch oder Rückgabe.

Worms – Der Gesellschafter-Ausschuss der Nibelungen-Festspiele und der Rat der Stadt Worms haben den Beschluss gefasst, die diesjährigen Nibelungen-Festspiele aufgrund der Covid-19-Pandemie abzusagen. Sie folgen damit der Empfehlung des Intendanten Nico Hofmann und der Geschäftsführung der Nibelungen-Festspiele und des Oberbürgermeisters der Stadt Worms, Adolf Kessel. Die Entscheidung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Land Rheinland-Pfalz. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Bundesregierung und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder beschlossen, dass bis zum 31. August 2020 in Deutschland keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen.

Vor diesem Hintergrund und vor allem in Hinblick auf den Gesundheitsschutz der beteiligten Künstler und Mitarbeiter und natürlich der Besucher der Aufführung wird es zum großen Bedauern aller Beteiligten nicht möglich sein, die Nibelungen-Festspiele im Sommer 2020 wie geplant stattfinden zu lassen. Auch das Szenario einer möglichen Verkleinerung der Zuschauerzahl ist dabei keine Alternative.

In diesem Zusammenhang ist es ein wichtiges Signal, dass sowohl das Land Rheinland-Pfalz als auch unternehmerische Sponsoren der Stadt Worms und den Festspielen eine großzügige Förderung und Unterstützung auch für die kommenden Jahre zugesichert haben.

Der Intendant der Festspiele Nico Hofmann, der mit dem Team der Festspiele lange um eine Durchführung der Festspiele auch in diesem Jahr gerungen hatte, zeigt sich betroffen von der Absage, betont aber gleichzeitig den Vorrang der Gesundheit aller Beteiligten:

„Wir werden uns an der Empfehlung der Bundes- und Landesregierung orientieren und haben nun final entschieden, dass in diesem Jahr die Festspiele nicht stattfinden können. Für die künstlerischen Teams und die Organisation ist das natürlich ein großer Verlust, da bereits intensiv an der Inszenierung 2020 gearbeitet wurde. Aber die Gesundheit aller Gewerke steht für uns selbstverständlich im Vordergrund. Und wir haben entschieden, das Stück von Ferdinand Schmalz in das Jahr 2022 zu nehmen, nach dem geplanten Luther-Jahr 2021, das unverändert bestehen bleibt. Das bietet uns und auch den Besuchern eine Sicherheit – und die künstlerische Arbeit geht nicht verloren. Wie angekündigt, werde ich auf die Hälfte meines Honorars verzichten, ich habe darum gebeten, die Kunst- und Kulturszene der Region damit zu unterstützen.“

Inszenierung in den Sommer 2022 verschoben

Die für den Sommer 2020 geplante Uraufführung vor dem Dom von Ferdinand Schmalz’ Nibelungen-Bearbeitung „hildensaga. ein königinnendrama“ in der Inszenierung von Roger Vontobel wird in den Sommer 2022 verschoben.

Der Künstlerische Leiter der Festspiele Thomas Laue betonte dabei die Bedeutung der Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den beteiligten Künstlern: „Gemeinsam mit Roger Vontobel und seinem Team und dem Autor Ferdinand Schmalz sind wir bereits seit eineinhalb Jahren dabei, die Inszenierung von ‚hildensaga’ vorzubereiten, und waren bis zum Ausbruch der Pandemie mit einem wirklich tollen Stück auf einem vielversprechenden Weg zu einer Inszenierung, mit der wir an Roger Vontobels beeindruckende Inszenierung bei den Festspielen von 2018 anknüpfen wollten. Bei allem Schmerz über die Absage, freue ich mich gleichzeitig sehr, dass es für alle selbstverständlich ist, dass wir nun mit gleicher Kraft an einer Umsetzung für das Jahr 2022 arbeiten werden.“

Roger Vontobel, Regisseur der Inszenierung „hildensaga. ein königinnendrama“: „Ich bin sehr traurig, dass unsere diesjährigen Festspiele unter diesen Umständen nicht durchgeführt werden können. Da die Konzeption aber sehr stark auf dem haptischen und körperlichen Erleben der Realitäten unserer Akteure basiert, ist es sowohl verständlich als auch absolut richtig, dies zu tun. Gleichzeitig freuen wir uns, im Sommer 2022 dieses Unterfangen auf den Weg zu bringen und dann – hoffentlich von allen Einschränkungen befreit – dieses einzigartige Setting zum Brodeln zu bringen und hier ein großes gemeinsames Erlebnis für Spieler und Zuschauer gleichermaßen zu kreieren.“

Gute Lösung für Ticketumtausch oder Rückgabe

Der Vorverkauf der Nibelungen-Festspiele lief bis zum Ausbruch der Pandemie sehr erfolgreich. Die Festspiele sind darum bemüht, den Besuchern, die bereits Karten für die Aufführung 2020 erworben haben, eine möglichst unkomplizierte und für sie gute Lösung im Umgang mit den gekauften Karten zu bieten.

Besucher, die ihre Karten über den Ticket-Service der Nibelungen-Festspiele gekauft haben, haben daher folgende Möglichkeiten:

– Wer seine Tickets zurückgeben möchten, dem werden die Nibelungen-Festspiele die Kosten für die bereits gekauften Tickets zurückerstatten.

– Besucher können für die gekauften Tickets auch einen Gutschein im Wert des gezahlten Eintrittspreises erhalten. Diese Gutscheine können dann für den Erwerb eines Tickets für die Aufführungen im Jahr 2021 oder 2022 eingesetzt werden. Dabei erhalten Zuschauer, die ihre Gutscheine für den Kauf eines Tickets für die ins Jahr 2022 verschobene Inszenierung „hildensaga. ein königinnendrama“ einsetzen möchten, einen besonderen Bonus: Für sie gelten auch für die Termine im Jahr 2022 die gleichen Ticketpreise wie im Jahr 2020. Die bereits verabschiedete neue Preisstruktur ab dem Jahr 2021 greift für sie nicht!

– Es besteht außerdem die Möglichkeit, die Tickets zurückzugeben, aber auf eine Erstattung zu verzichten und so die Nibelungen-Festspiele ideell und wirtschaftlich zu unterstützen.

Besucher, die die Tickets über die Nibelungen-Festspiele erworben haben, sollten sich gerne bis zum 31. August 2020 für eine dieser drei Möglichkeiten entscheiden. Dafür können sie unkompliziert ein Ticketformular ausfüllen, das zum Herunterladen auf der Homepage der Nibelungen-Festspiele www.nibelungenfestspiele.de bereitsteht. Oder sie wenden sich an den TicketService Worms, der bei Rückfragen telefonisch unter 06241 / 2000 450 während der Öffnungszeiten montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr erreichbar ist, oder per Mail unter info@ticketserviceworms.de kontaktiert werden kann. Die Nibelungen-Festspiele bitten dabei in dieser außergewöhnlichen Situation, in der sie von vielen Kunden kontaktiert werden, um etwas Geduld.

Karten, die bei externen Vorverkaufsstelle erworben wurden, können nur dort unter deren Rückgabebedingungen umgetauscht werden.

Festspiele im Lutherjahr 2021 nicht betroffen

Die Festspiele im Luther-Jubiläums-Jahr 2021 sind von der diesjährigen Verschiebung nicht betroffen. Die Uraufführung des Luther-Stückes, an dem der Büchnerpreisträger Lukas Bärfuss gerade schreibt, soll wie geplant im Sommer 2021 stattfinden. Der Vorverkauf hierzu hat bereits begonnen und läuft ganz normal weiter.

Oberbürgermeister Adolf Kessel, der auch Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Nibelungen-Festspiele ist, blickt deshalb trotz der schmerzlichen Absage der diesjährigen Festspiele nach vorne: „Die Nibelungen-Festspiele für dieses Jahr abzusagen, ist keine leichte Entscheidung gewesen. Ich bedaure den Ausfall sehr. Wir können glücklich sein, dass wir ein solch erfolgreiches kulturelles Großereignis in unserer Stadt durchführen, das auch als touristischer Anziehungspunkt für die Region und das Land so wichtig ist. Daher ist die aktuelle Situation natürlich nicht nur für die Nibelungen-Festspiele selbst bitter, sondern auch für den städtischen Einzelhandel, die Gastronomiebetriebe und die wirtschaftlichen Unternehmen, die vom Tourismus leben. Freuen wir uns auf das nächste Jahr, wenn wir in das für Worms so bedeutende Lutherjahr starten und bei den Nibelungen-Festspielen eine „Luther“-Uraufführung feiern.“

Festspiel-Kulturprogramm im Herbst 2020

Um trotz der Absage der Festspiele vor dem Wormser Kaiserdom einen kleineren Teil der geplanten Veranstaltungen der Nibelungen-Festspiele auch in diesem Jahr zu ermöglichen, erarbeiten die Festspiele derzeit ein Kulturprogramm für den Herbst 2020.

Petra Simon, die Künstlerische und Technische Betriebsdirektorin: „Im Mittelpunkt wird dabei die Uraufführung des Gewinnerstückes des Autorenwettbewerbes der Nibelungen-Festspiele ‚Wind von Norden’ von Matthias van den Höfel stehen. In einer weiteren Veranstaltung werden der Autor Ferdinand Schmalz und der Regisseur Roger Vontobel gemeinsam mit dem Intendanten Nico Hofmann und dem künstlerischen Leiter Thomas Laue Einblicke in die verschobene Inszenierung von ‚hildensaga’ geben.“

Außerdem werden voraussichtlich Schauspielstars, die den Nibelungen-Festspielen eng verbunden sind, wie Jasmin Tabatabai, Wiebke Puls oder Katja Weitzenböck, mit Konzerten, Lesungen und Theateraufführungen im Rahmen dieses Kulturprogrammes nach Worms kommen. Eine genaue Programmierung mit Terminen wird in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Große Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz und Sponsoren aus der Wirtschaft.

Die Nibelungen-Festspiele sind ein wichtiger Leuchtturm im kulturellen Leben der Stadt Worms und der Rhein-Neckar-Region, sowie ein bedeutender Faktor für Wirtschaft und Tourismus in der gesamten Region. Getragen werden sie von einem breiten Bündnis aus der Stadt Worms, dem Land Rheinland-Pfalz und privaten Unterstützern aus Kultur und Wirtschaft. Sowohl das Land Rheinland-Pfalz als auch unternehmerische Sponsoren haben der Stadt Worms und den Festspielen eine großzügige Förderung und Unterstützung auch für die kommenden Jahre zugesichert.

Hierzu Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz: „Die Absage der Nibelungen-Festspiele ist schmerzlich für das gesamte kulturelle Leben unseres Landes. Die Festspiele haben sich in den vergangenen Jahren mit ihren meist ausverkauften Vorstellungen zu einem Publikumsmagneten entwickelt und sich weit über die Grenzen hinaus einen renommierten Namen gemacht. Als Freund der Festspiele finde ich es daher sehr schade, dass wir in diesem Jahr keine Inszenierung vor dem Wormser Dom erleben können. In dieser schwierigen Situation wird das Land Rheinland-Pfalz die Stadt Worms nicht alleine lassen. Das Land Rheinland-Pfalz wird die Nibelungen-Festspiele auch zukünftig unterstützen und fördern.“

Die Wichtigkeit dieses positiven Signals unterstreicht auch der Geschäftsführer der Nibelungen-Festspiele Sascha Kaiser: „Es macht uns alle fassungslos, dass wir die Nibelungen-Festspiele in diesem Jahr absagen müssen. Umso mehr freue ich mich, dass wir von unseren Förderern und Partnern, dem Freundeskreis und Kuratorium nur verständnisvolle Rückmeldungen erhalten. Alle halten fest zu den Nibelungen-Festspielen. Das unterstreicht auch, wie wichtig die Festspiele für den Wirtschaftsstandort Worms sind und wie glücklich wir uns schätzen können, solch starke und verlässliche Partner an unserer Seite zu wissen.“

Nibelungenfestspiele gGmbH der Stadt Worms
04.05.2020

Welterbe in Reichweite!

Ministerium, Stadt und Wissenschaftlerinnen informieren über den Welterbeantrag zu den SchUM-Stätten

Frau Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler begrüßte die Anwesenden und strahlte großen Optimismus aus, dass der nunmehr ungefähr 10 Jahre andauernde Prozess, die SchUM- Stätten der Städte Speyer, Worms und Mainz als „Welterbe“ anzuerkennen binnen Jahresfrist abgeschlossen werden könne. (wir berichteten)

Obwohl die einzigartige Bedeutung dieser Stätten schon lange Zeit bekannt und unumstritten ist kam der Antrag doch erst 40 Jahre nach er Ernennung des Speyerer Doms als Weltkulturerbe. Warum?

Gründe erklärte die verantwortliche Leiterin der Stabsstelle SchUM im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Dr. Stefanie Hahn:

Es sei früher nicht üblich gewesen, „serielle“ Anträge zu stellen, also Anträge, bei denen mehrere Stätten zusammen ein gemeinsames Erbe darstellen und das auch in einem Antrag so zum Ausdruck brächten. Mit über 1000 Seiten zeichnet der Antrag ein ausführliches Bild der kulturellen und architektonischen Geschichte der Gemeinden in den drei Städten.

Frau Hahn machte die besondere Bedeutung dieser jüdischen Gemeinden deutlich, die als die Wiege des aschkenasischen, also des westeuropäischen Judentums, die mit Mainz den größten und ältesten (frühester Grabstein von 1086) bekannten jüdischen Friedhof nördlich der Alpen im beheimaten und durch die relative Nähe der drei Städte und ihrer jeweiligen besonderen kulturellen Schätze eine einzigartige Bedeutung für Vergangenheit und Zukunft des kulturellen Erbes Westeuropas darstellt. (wir berichteten)

Wenn Kultur zerstört werden soll, wird als erstes kulturelles Erbe zerstört, so Frau Hahn und nannte als Beispiel die Zerstörung der geschichtlichen Stätten in Syrien durch Daesh, den sogenannten „Islamischen Staat“. Deswegen sei es wichtig, das kulturelle Erbe auch für zukünftige Generationen zu bewahren.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen am Institut für europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg Florence Fischer (M.A.) und Ellen Schuhmacher (M.A.) gingen dann im Detail auf einige der untersuchten Gebäude ein, so zum Beispiel auf den Speyrer Judenhof mit Mikwe und „Frauenschul“, ein der Synagoge angrenzendes Gebäude mit Sitzbänken und „Hörlöchern“ für die Frauen, die in der Synagoge nicht anwesend sein durften, aber dadurch im Nebenzimmer mithören konnten.

Auch vermittelten die Wissenschaftlerinnen den interessierten Zuhörern ein Bild des Gemeindelebens im mittelalterlichen Speyer, Mainz und Worms. Wir drücken die Daumen für eine positive Bescheidung des Antrags!

Sehen sie hier das Video zur Präsentation des SchUM Weltkulturerbeantrages:

Sehen sie hier das Fotoalbum zur Präsentation:

Für mehr Informationen:

schumstaedte.de

schum-staedte.info

speyer.de

Text: Speyer 24/7 News, mab Foto & Video: Speyer 24/7 News, dak
11.02.2020

Worms

Andreas Hilgenstock ist neues Mitglied im Kuratorium der Nibelungen-Festspiele

Mit dem geschäftsführenden Gesellschafter des Mannheimer Unternehmens engelhorn werden insgesamt 17 hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien die Festspiele unterstützen

v.l.: Vorsitzender des Kuratoriums Hans Werner Kilz und Andreas Hilgenstock, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens engelhorn. Foto: Sebastian Gabsch

Worms / Mannheim – Am vergangenen Montag wurde der geschäftsführende Gesellschafter des Mannheimer Unternehmens engelhorn, Andreas Hilgenstock, in der jüngsten Sitzung des Kuratoriums der Nibelungen-Festspiele Worms als neues Mitglied ernannt. Das Unternehmen engelhorn ist schon seit vielen Jahren im Kuratorium der Festspiele vertreten, Andreas Hilgenstock übernimmt den Platz des 2019 verstorbenen Richard Engelhorn sen. Durch die Berufung von Andreas Hilgenstock wird die Zusammenarbeit von Nibelungen-Festspielen und engelhorn noch weiter gefestigt. Die beiden Marken vereint eine erfolgreiche und kontinuierliche Partnerschaft, die erst im Frühjahr 2019 um weitere drei Jahre verlängert wurde. Insgesamt gehören dem Kuratorium der Nibelungen-Festspiele 17 hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien an: Mario Adorf, Harald Christ, Professor Hans-Jürgen Drescher, Peter E. Eckes, Dr. Sabine v. Ehrlich-Treuenstätt, Gernot Fischer, Andreas Hilgenstock, Hans Werner Kilz, Michael Kissel, Univ.-Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, Ilse Lang, Prof. Dr. h.c. Markus Schächter, Propst Tobias Schäfer, Prof. Dr. jur. Oliver Scheytt, Hans Georg Schnücker, Margret Suckale, Prof. Dr. Konrad Wolf. Seit 2004 werden die Festspiele von einem Kuratorium begleitet, deren Mitglieder die Aufgabe haben, das Theaterfestival in vielfältigen Belangen zu unterstützen, mit ihren weitreichenden Kontakten zu fördern und nach außen zu vertreten.

Das Mannheimer Familienunternehmen engelhorn, gegründet 1890, bietet in seinen Häusern auf über 41.000 Quadratmetern hochwertige Mode, Accessoires, Schuhe, Sportfashion und Sportartikel. Das vielfältige Angebot von engelhorn Mode im Quadrat, dem Herzstück des Unternehmens, engelhorn the box mit einer breitgefächerten Auswahl an Sneakern sowie dem großen Sporthaus in der Mannheimer Innenstadt wird abgerundet durch ein exklusives Haus für Dessous & Wäsche, ein Strumpfhaus, einen Tommy-Hilfiger-Shop und ein Boss-Haus sowie ein e-Mobility Center. Zudem betreibt engelhorn im Viernheimer Rhein-Neckar-Zentrum active town und am Frankfurter Flughafen einen Shop mit internationalen Designer-Marken. Im Mannheimer Modehaus gibt es mit dem Zwei-Sternerestaurant OPUS V, dem Ein-Sternerestaurant le Corange, der Faces Lounge, dem Dachgarten und der Vinothek coq au vin fünf attraktive Restaurants. Darüber hinaus betreibt engelhorn einen Online-Shop mit mehr als 50.000 Artikeln.

Text: Nibelungenfestspiele gGmbH der Stadt Worms Foto: Sebastian Gabsch
07.02.2020

Worms

Bei Wormser Kulturnacht aktiv werden

Bewerbungsfrist läuft bis 1. März / Kulturnacht am 27. Juni in der Innenstadt

Noch bis zum 1. März können sich interessierte Bewerber für einen Platz im Programm der dreizehnten Wormser Kulturnacht am 27. Juni anmelden. Wer sich als Kulturschaffender oder Betreiber von Veranstaltungsorten wie Cafés, Lokalen oder Ausstellungsräumen bewerben möchte, kann seine Unterlagen bei der Kultur und Veranstaltungs GmbH einreichen. Bei der Kulturnacht können Besucher einen ganzen Sommerabend lang unterschiedlichste kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Ausstellungen oder Führungen an teilweise ungewohnten Orten in der Wormser Innenstadt erleben. Alle Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es zum Download auf www.kulturnacht.worms.de.

Worms – Am 27. Juni verwandelt sich die Wormser Innenstadt an zahlreichen Orten wieder zur Bühne verschiedenster Kulturformen, wenn die dreizehnte Kulturnacht in der Nibelungenstadt stattfindet. „Wer diesen Abend aktiv mitgestalten möchte, kann sich noch bis zum 1. März bei uns bewerben“, erklärt Artur Kiefel, Projektmanager der Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG). „Wir freuen uns sowohl auf Bewerbungen von Kulturschaffenden, als auch von Betreibern innerstädtischer Bars, Cafés oder anderer Lokalitäten. So können wir gegebenenfalls Künstler und Betreiber vernetzen, um den Besuchern ein attraktives Programm bieten zu können.“ Jeder Bewerber kann außerdem einen Zuschuss für sein Projekt beantragen. Ab Mitte März beginnt dann die zeitliche Koordination und genauere Planung der einzelnen Projekte.

Bewerbung

Interessierte können sich entweder als Person oder Gruppe („Aktive(r)“) bewerben oder indem sie einem oder mehreren Aktiven Räumlichkeiten zur Verfügung stellen („Veranstaltungsort“). Falls Bewerber bereits ein Komplettpaket haben, sprich sie wissen schon, wo sie aktiv sein wollen oder wer bei ihnen auftritt bzw. bieten selbst etwas in ihrem Veranstaltungsort an, dann gelten sie als „Anbieter“. Egal, ob Aktive/r, Veranstaltungsort oder Anbieter – Ziel ist es, den Bürgern und Besuchern ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Ansprechpartner für Interessierte sind Artur Kiefel und Markus Reis, die gerne vermitteln und beraten: kulturnacht@kvg-worms.de oder unter Tel. 06241-2000-318.

Weitere Informationen unter anderem zum Zuschuss sowie die Bewerbungsunterlagen zum Download findet man auf www.kulturnacht.worms.de. Bewerbungsschluss ist der 1. März.

Die Wormser Kulturnacht

Bereits zum dreizehnten Mal findet die Wormser Kulturnacht am 27. Juni 2020 statt. Seit 2007 bieten Wormser den Kulturinteressierten der Stadt und der Region einen spannenden Abend in der Innenstadt. An rund 30 stimmungsvoll hergerichteten Orten laden Kulturschaffende die Besucher zum Entdecken und Mitmachen ein, ganz nach dem Motto „Von Wormsern für Wormser“. Veranstalter ist die Kultur und Veranstaltungs GmbH in Zusammenarbeit mit der Kulturkoordination der Stadt Worms.

Die Partner der Wormser Kulturnacht

Die dreizehnte Wormser Kulturnacht wird ermöglicht durch die Unterstützung der folgenden Partner: EWR AG, Jakob Jost GmbH, Sparkasse Worms-Alzey-Ried, Volksbank Alzey-Worms eG und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Worms mbH.

Text: Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms Foto: Bernward Bertram
06.02.2020

Hausführung durchs Wormser am 10. Februar

Noch Tickets erhältlich

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es hinter den Kulissen des Wormsers aussieht oder wo sich Künstler auf ihren großen Auftritt vorbereiten, bekommt am Montag, 10. Februar, um 18 Uhr Antworten: Unsere Hausführung durch das Wormser Theater, Kultur- und Tagungszentrum klärt diese und viele weitere spannende Fragen und gibt in rund 120 Minuten exklusive Einblicke, die sonst nur den Künstlern vorbehalten sind. Die Anmeldung ist beim TicketService im Wormser oder telefonisch unter 06241-2000-450 möglich. Die Teilnahme kostet vier Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.das-wormser.de.

Worms – „Mit unseren Hausführungen ermöglichen wir den Besuchern einmal Bereiche des Wormsers zu sehen, die normalerweise nicht zugänglich sind. So geben wir den Teilnehmern spannende Einblicke in den Backstage-Bereich oder die technische Regie“, so Frank Schumann, Projektmanager und Gästeführer im Wormser. Bei einer Führung durch den traditionsreichen Theaterbau kommt auch dessen mehr als 125 Jahre alte Geschichte sowie dessen Architektur nicht zu kurz. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich die Aussicht vom Schnürboden hoch über der Theaterbühne. Technikfans kommen in der Regiekabine voll auf ihre Kosten: Dort gibt es hunderte von Reglern und Knöpfen, deren unterschiedliche Funktionsweisen den Teilnehmern erläutert werden. „Bei einer Führung kann man Das Wormser einmal in Ruhe besuchen. Das Veranstaltungshaus zeigt sich dann von einer ganz neuen Seite“, ergänzt Schumann.

Service: Ticketpreis & Anmeldung Die Teilnahme an der Hausführung am 10. Februar kostet vier Euro pro Person. Wer Einblicke hinter die Kulissen des Wormsers erhalten möchte, kann sich persönlich oder telefonisch beim TicketService im Wormser (Rathenaustraße 11, 67547 Worms) unter 06241-2000-450 anmelden.

Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms
06.02.2020

Große Namen, vielbeachtete Inszenierungen – Die Nibelungen-Festspiele zählen zu den renommiertesten Theaterfestivals Deutschlands

In Berlin zogen die Veranstalter eine positive künstlerische Bilanz unter der Intendanz von Nico Hofmann und gaben einen Ausblick auf das Lutherjahr 2021 mit Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss

V.l. Sascha Kaiser, Adolf Kessel, Prof. Dr. Thomas Kaufmann, Malu Dreyer, Mario Adorf, Nico Hofmann, Thomas Laue, Petra Simon, Lukas Bärfuss. Copyright @Sebastian Gabsch

Berlin / Worms – Intendant Nico Hofmann und Thomas Laue, Künstlerischer Leiter der Festspiele, blicken zurück auf fünf Jahre großes Freilufttheater.

Intendant Nico Hofmann: „Worms hat den offenen, dynamischen Weg eingeschlagen, den wir uns – auch politisch – erhofft haben: divers, weltoffen und generationsübergreifend in der Zusammenarbeit der kreativen Teams. Die Festspiele begeistern mittlerweile ein Publikum, das unseren Ansatz mit großer Neugierde verfolgt – darauf bin ich stolz.“

„Der Nibelungenstoff ist eine der großen Urgeschichten. Wir haben in den letzten Jahren in Worms alles daran gesetzt, sie so zu erzählen, dass sie nicht als altertümlich und von gestern daherkommt, sondern von heute aus gedacht wird. Es ist wichtig, dass die Nibelungen-Festspiele nun über diese alte Geschichte vor allem von der Gegenwart erzählen. Nur so kann ein solches Festival auch für die Zukunft lebendig bleiben“, so Künstlerischer Leiter Thomas Laue.

In den letzten fünf Jahren haben Autoren wie Albert Ostermaier, Feridun Zaimoglu, Thomas Melle, Regisseure wie Nuran David Calis, Roger Vontobel und Schauspielstars wie Klaus Maria Brandauer, Jürgen Prochnow, Uwe Ochsenknecht, Catrin Striebeck, Katja Weitzenböck, Dominic Raacke, Dennenesch Zoudé und viele mehr die Nibelungen-Festspiele geprägt.

So zählen die Nibelungen-Festspiele zu den großen kulturellen Ereignissen in Rheinland-Pfalz. Das Festival ist seit dem Beginn im Jahr 2002 ein Publikumsmagnet, das sich künstlerisch ständig weiterentwickelt. Große Autoren, anerkannte Regisseure, renommierte Schauspieler und mutige Inszenierungen haben eine große und treue Fangemeinde geschaffen. Die Planungen für die Festspiel-Sommer 2020 und 2021 setzen die Erfolgsgeschichte fort: 2020 wird Roger Vontobel die Uraufführung „hildensaga. ein königinnendrama“ von Ferdinand Schmalz inszenieren, 2021 schreibt Lukas Bärfuss den Text für ein Luther-Stück.

Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer: „Mit einer völlig neuen Perspektive wird bei den Nibelungen-Festspielen im Sommer wieder die mittelalterliche Geschichte von Treue und Verrat auf die Bühne kommen. Ich freue mich sehr, dass dieses Jahr die Inszenierung unter dem Titel ´hildensaga. ein königinnendrama´ aus der Sicht von Brünhild und Kriemhild erzählt. Die Nibelungen-Festspiele am historischen Ort vor dem Kaiserdom in Worms sind ein Leuchtturm des rheinland-pfälzischen Kulturkalenders und weit darüber hinaus.“ Das Land unterstützt die Festspiele wieder mit einem hohen sechsstelligen Förderbetrag und kurbelt so auch den Tourismus und die regionale Wirtschaft mit an.

Im Jahr 2021 werde Worms an den Reichstag vor 500 Jahren erinnern, deshalb werde 2021 ausnahmsweise Luther statt der Nibelungen im Mittelpunkt der Festspiele stehen.

Oberbürgermeister der Stadt Worms, Adolf Kessel: „Wie kaum ein anderer deutscher Festivalort hat sich Worms mit seinen Nibelungen-Festspielen zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Jahr 2021 werden die Festspiele gar zum zentralen inhaltlichen Ankerpunkt der Feierlichkeiten anlässlich des Wormser Lutherjahres. Unsere Stadt mit ihrer wechselvollen Geschichte und ihrer großen Bedeutung im Mittelalter gehört zu den ältesten Städten Deutschlands. Während des Hochmittelalters war Worms ein Zentrum politischer und kirchlicher Macht, für bedeutende Kaiser wie Friedrich Barbarossa war jene Stadt am Rhein die wichtigste Residenz nördlich der Alpen. Mit den Nibelungen-Festspielen ist es uns gelungen, einen Teil des alten Glanzes unserer einst so bedeutungsvollen Stadt zurückzugewinnen.“

Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss schreibt für die Nibelungen-Festspiele zum Jubiläumsjahr ein Stück über den großen Reformator, das vor dem Wormser Kaiserdom uraufgeführt wird. Damit werden die Festspiele im Wormser Lutherjahr zum zentralen inhaltlichen Ankerpunkt der Feierlichkeiten.

„Der Wormser Reichstag, Luthers Rede (Hier stehe ich, ich kann nicht anders), wird in der Regel als Heldengeschichte begriffen. Ich sehe das anders, ich sehe zuerst das Leid, das durch das Schisma verursacht wurde in all den Jahrhunderten danach – bis heute. Mich interessiert Luthers Rhetorik, seine Eskalationsdramaturgie. Warum die Vulgarität, warum seine literarischen Gewaltexzesse? Weil es seiner Sache diente? Vielleicht. Bestimmt aber, weil es dem Medium diente, der brandneuen Form der Flugschriften. Wenn wir heute vom Populismus sprechen, dann lassen wir häufig unerwähnt, dass seine Geschichte in der Moderne mit einer Medienrevolution beginnt, und das, was wir heute unter dem Begriff Öffentlichkeit kennen, damals überhaupt erst erfunden wurde. Und Luther gehört zu den ersten Meistern dieser neuen Form der Öffentlichkeit. Das alles möchte ich im Stück zum 500-jährigen Jubiläum des Wormser Reichstages untersuchen. Ich möchte die Wirkungen Luthers geschichtlich bis ins Heute verfolgen, im Guten wie im Schlechten“, so Lukas Bärfuss.

Der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Landeausstellung in Worms, Professor Dr. Thomas Kaufmann, ergänzte, dass zur übernächsten Festspiel-Saison auch die Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ hier ansetzen werde.

Vorverkaufsstart der Luther-Inszenierung

Erstmals gibt es in diesem Jahr parallel Tickets für zwei Inszenierungen der Nibelungen-Festspiele in Worms zu kaufen: Seit November läuft erfolgreich der Vorverkauf für „hildensaga. ein königinnendrama“. Diese Uraufführung wird vom 17. Juli bis 2. August 2020 auf der Nordseite des Wormser Doms aufgeführt. In dieser Inszenierung bereichert Mario Adorf, einer der Initiatoren der Nibelungen-Festspiele, die Aufführung durch eine Videosequenz.

Parallel startet mit heutigem Datum der Vorverkauf für die Inszenierung 2021.

Die Luther-Inszenierung wird vom 16. Juli bis zum 1. August 2021 an 16 Abenden auf der Nordseite vor dem Wormser Dom uraufgeführt. Der Vorverkauf für die Inszenierung 2021 startet mit einer neuen Preisstruktur am 3. Februar 2020, um 11 Uhr. Für die Inszenierung 2021 werden zum ersten Mal die Plätze auf der Tribüne in fünf Preiskategorien eingeteilt, anstatt der ehemals vier Kategorien. Wie bisher, ist es möglich, ab 29 Euro die Inszenierung 2021 vor dem Wormser Dom zu besuchen. Generell werden die Tickets ab 2021 von 29 bis 139 Euro angeboten. Die Tribüne auf der Nordseite des Wormser Doms umfasst ab 2021 rund 1430 Plätze, das sind rund 150 Plätze mehr als bisher. Die neue Preisstruktur wurde im vergangenen November einstimmig vom Gesellschafterausschuss der Nibelungenfestspiele gGmbH unter dem Vorsitz von OB Adolf Kessel beschlossen.

Tickets können über die Hotline 01805 – 33 71 71 (0,14 Euro/Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Minute, erreichbar Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr, Samstag 9 bis 20 Uhr) oder über die Internetseite www.nibelungenfestspiele.de bestellt werden. Ebenso bieten alle bekannten TicketRegional-Vorverkaufsstellen die Karten an.

EWR CLEWR-Card-Inhaber erhalten zehn Prozent auf zwei Eintrittskarten bei Buchung über die oben genannte Hotline sowie beim TicketService Worms (gilt nicht in Kombination mit anderen Rabatten).

Text: Nibelungenfestspiele gGmbH der Stadt Worms Foto: Sebastian Gabsch
06.02.2020

Worms

Wappen-Malwettbewerb von „museum live“

Kooperation mit Spectaculum Worms für Kinder von acht bis elf Jahren/kostenlose Wappen-Workshops buchbar

Im Februar ist wieder Kreativität gefragt: Kleine Mittelalterfans sind von „museum live“ und dem Spectaculum Worms dazu aufgerufen, im Rahmen eines Malwettbewerbs das schönste Wappen zu gestalten. Der Gewinner darf sich auf eine spannende Lager-Führung mit exklusiven Einblicken auf dem Wormser Spectaculum freuen. Auch auf die Plätze zwei bis zehn warten tolle Preise. Mitmachen können Kinder zwischen acht und elf Jahren (Klassenstufen drei bis fünf). Alle wichtigen Informationen und Unterlagen, darunter eine Malvorlage sowie eine kurze Wappenkunde gibt es unter www.nibelungenmuseum.de. Im Rahmen des Malwettbewerbs bietet „museum live“, das museumspädagogische Angebot der Wormser Museen, für Schulklassen sowie weitere interessierte Gruppen kostenlose Wappenkunde-Workshops an. Anmelden und informieren kann man sich unter museumsvermittlung@worms.de sowie 06241-853-4120. Die Wappen und die Einverständniserklärungen müssen bis zum 29. Februar im Nibelungenmuseum (Fischerpförtchen 10, 67547 Worms) abgegeben werden.

„Bereits zum dritten Mal veranstalten wir den Wappen-Malwettbewerb“, so Isabell Schärf-Miehe vom Nibelungenmuseum, die für die Organisation des Wettbewerbs zuständig ist: „Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf die zahlreichen kreativen Einsendungen der Teilnehmer.“

Beim Gestalten eines Wappens gibt es jedoch eine Regel zu beachten: Mithilfe der vom Nibelungenmuseum zur Verfügung gestellten Malvorlage soll das Wappen in nur zwei Farben gestaltet werden. Zur Wahl stehen Gelb beziehungsweise Gold, Rot, Grün, Blau, Schwarz und Weiß beziehungsweise Silber. „Oft verweisen die Motive auf den Familiennamen, zeigen Blumen, Tiere oder Fabelwesen“, erklärt Schärf-Miehe.

Mitmachen lohnt sich

Der erste Gewinner erhält auf dem diesjährigen Spectaculum (22. bis 24. Mai) nicht nur freien Eintritt für sich und seine Familie, er bekommt bei einer exklusiven Lager-Führung auch spannende Einblicke in die Zeit des Mittelalters. Der zweite Platz bekommt zum freien Eintritt auf das Spektaculum ebenfalls für sich und seine Familie noch einen Sanddrachen geschenkt. Der dritte Platz darf sich auch auf freien Eintritt zum Spectaculum für sich für sich und seine Familie freuen. Für die Viert- bis Zehntplatzierten gibt es wahlweise eine Drachen-Traumkugel oder das Buch „Siegfried von Xanten“. Eine Auszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Die Gewinner werden im März von einer Jury bestehend aus Mitarbeitern des Nibelungenmuseums und Vertretern des Spectaculums ausgewählt. Wer gewonnen hat, erfährt man auf www.nibelungenmuseum.de sowie über die Presse.

Kostenlose Wappenkunde-Workshops

Dritte bis fünfte Schulklassen sowie interessierte Kindergruppen können in kostenlosen Kreativ-Workshops spielerisch Wissenswertes über Wappen lernen und mit ihren Entwürfen beim Wettbewerb mitmachen. Die Workshop-Teilnehmer lernen, wie Wappen früher gestaltet wurden, wie man sie lesen kann und wer ein solches mit sich führen durfte. Die Workshops finden entweder im Nibelungenmuseum oder an den Schulen statt. Sie können ab sofort bis Ende Februar unter museumsvermittlung@worms.de oder 06241-853-4120 gebucht werden. Für alle, die ihr Wissen zum Thema Wappen sowie deren besonderer Bedeutung und Gestaltung ohne einen Workshop erweitern möchten, hat das Nibelungenmuseum auf seiner Homepage Informationen zur Wappenkunde, der Heraldik, zusammengestellt.

Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms
03.02.2020

Starke Frauen“ gehen in eine neue Runde

Veranstaltungsreihe des Worms Verlags im Frühjahr mit Lesungen in der Stadtbibliothek Worms

Fünf Frauen lesen vier Bücher an vier Abenden und alle haben sie eins gemeinsam: Die starke und selbstbestimmte Frau steht im Vordergrund. Los geht es mit der sechsten Auflage von „Starke Frauen“ am Montag, 9. März, mit Almut Ilsen und Bettina Rathenow. Sie halten eine lebendige Rückschau auf gemeinsame Aktivitäten und persönliche Schlüsselerlebnisse der „Frauen für den Frieden“. Juliane Streich gibt am Donnerstag, 16. April, vielseitige Einblicke in die feministische Musikgeschichte. Am Dienstag, 19. Mai, stellt Ulrike Helmer den Roman „Aufzeichnungen eines Krokodils“ vor, welcher den Aufbruch der chinesischen Jugend für sexuelle Freiheit beschreibt. Als vierte „starke Frau“ berichtet Antje Schrupp am Donnerstag, 18. Juni, von der „natürlichsten Sache der Welt“, dem „Schwangerwerdenkönnen“. Die Veranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Worms statt. Der Eintritt zu den Lesungen beträgt acht Euro. Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es unter www.worms.de.

Sieben Frauen formulierten eine Eingabe gegen die allgemeine Wehrpflicht für Frauen, welche weitere zirka 130 Frauen aus Berlin und Halle unterschrieben. Im Oktober 1982 schickten sie diese an Staatschef Erich Honecker. Die Aktion gilt als Gründungsakt der „Frauen für den Frieden“. Almut Ilsen und Bettina Rathenow waren zwei von ihnen und berichten am Montag, 9. März, um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Worms von ihrem Leben.

Juliane Streich liest am Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr eine Auswahl aus über 100 lehrreichen, kurzweiligen und persönlichen Texten von verschiedenen Akteuren der Musikbranche aus ihrem Buch „These Girls“.

Am Dienstag, 19. Mai, um 19 Uhr präsentiert Ulrike Helmer das Kultbuch queerer Literatur: „Aufzeichnungen eines Krokodils“ von Qiu Miaojin, welches von der Ablehnung anderer Sexualitäten und vom Ringen selbst bei denen, die sie leben oder leben wollen, erzählt. Mit dieser Veranstaltung beteiligt sich der Worms Verlag zum dritten Mal am Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie.

Antje Schrupp klärt am Donnerstag, 18. Juni, um 19 Uhr, auf. Sie liest aus ihrem Buch „Schwangerwerdenkönnen“ und beantwortet dabei Fragen wie von wem ein Kind ausgetragen wird oder was eine Mutter und was ein Vater ist oder welches Geschlecht sie haben.

Service

Alle Veranstaltungen finden in der Stadtbibliothek Worms statt und beginnen um 19 Uhr. Der Eintritt kostet jeweils acht Euro, Karten gibt es nur an der Abendkasse. Die Reihe „Starke Frauen“ wurde vom Worms Verlag erstmals im Herbst 2017 ins Leben gerufen. Nach dem erfolgreichen Auftakt geht die Veranstaltungsreihe nun in die sechste Runde.

Der Worms Verlag

Seit der 2003 von Kulturkoordinator Volker Gallé initiierten Gründung publiziert der Worms Verlag Literatur zu den Nibelungen, zu regionalen und jüdischen Themen, aber auch Kunst. Die Bandbreite reicht dabei von Fachliteratur bis hin zu Kinderbüchern. Innerhalb des städtischen Netzwerks realisiert der Verlag Publikationen zu vielfältigen Anlässen und Veranstaltungen. Das Vertriebsnetz hat seinen Schwerpunkt zwar in der Region, erreicht aber über das Internet und das Buchhandelsnetz Kunden in ganz Deutschland sowie der Schweiz und Österreich. Alle Titel des Worms Verlags sind auch im Buchhandel erhältlich. Weitere Informationen und den Online-Shop findet man unter www.worms-verlag.de

Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms
03.02.2020

Worms gedenkt den Bombenangriffen

Sie jähren sich 2020 zum 75. Mal: die beiden Bombenangriffe des 21. Februar und 18. März 1945. Grund für die Stadt Worms, diesen historischen Ereignissen angemessen zu gedenken.

Aus diesem Anlaß wird das Ensemble der „Matineen im Heylshof“ am Sonntag, 23. Februar, jeweils um 11 und 17 Uhr im Theaterfoyer des WORMSERs ihr Programm „Bombennacht – Es brennt die Stadt am Strom“ aufführen.

„Ich besuche schon seit langem die „Matineen im Heylshof“ und bin jedes Mal von der professionellen Präsentation begeistert. Mit ihrer Mischung aus historischen Texten, bewegenden Gedichten und ergreifender Musik sind sie mittlerweile und völlig zu Recht zu einem festen Bestandteil des Wormser Kulturlebens geworden. Dr. Jörg Koch und Karl-Heinz Deichelmann sprachen mich vor einiger Zeit darauf an, die Stadt bei der Ausgestaltung unserer Gedenkfeierlichkeiten mit einer ihrer Aufführungen zu unterstützen. Dieses Angebot habe ich natürlich sehr gerne angenommen“, beschreibt Oberbürgermeister Adolf Kessel, wie es zu der Idee kam, das Ensemble um Karl-Heinz Deichelmann in das städtische Erinnern einzubinden.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Worms das Ziel alliierter Kampfbomber. Das Ergebnis war verheerend: 380 Zivilisten verloren bei diesen beiden Angriffen ihr Leben, die Stadt verlor ihr jahrhundertealtes Gesicht. Am Ende des Krieges waren es mehr als 700 Tote, etwa 8000 Wormser wurden obdachlos, 2200 Wohnhäuser waren vollkommen zerstört, 1800 stark beschädigt. Die Ereignisse jener verhängnisvollen Tage wirken bis heute nach.

v.l.: Dr. Jörg Koch, Karl-Heinz Deichelmann und Paul Streich (Foto: Alexandra Lainsbury)

„Die Bombenangriffe sind die wohl schmerzhaftesten Einschnitte in der Geschichte unserer Stadt. Deshalb war es klar, dass wir zu den Tagen des Februar und März 1945 ein eigenes Programm auf die Beine stellen“, begründet Karl-Heinz Deichelmann, Initiator und Organisator der Veranstaltungsreihe, die Auswahl des Themas: „Mit unseren Veranstaltungen möchten wir einen Beitrag zur Erinnerungskultur in unserer Stadt leisten. Es würde uns deshalb sehr freuen, wenn möglichst viele Zuschauer den Weg ins Theaterfoyer des WORMSERs finden. Die Stadt Worms hat es sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Zuschauer zu begrüßen. Deshalb hat es uns ganz besonders gefreut, dass für den Besuch der Veranstaltung kein Eintritt verlangt wird.“

Die Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, 23. Februar, als Matinee um 11 Uhr und um 17 Uhr als Nachmittagsveranstaltung im Theaterfoyer des WORMSERs statt. Der Eintritt ist frei, allerdings sind Zugangskarten für den Einlass nötig. Diese sind bei Bücher Bessler, bei der Kunsthandlung Steuer und beim TicketService Worms im WORMSER erhältlich. Aufgrund der begrenzten Anzahl von Sitzplätzen und der freien Platzwahl ist es ratsam, sich früh Karten zu sichern und rechtzeitig zur Veranstaltung zu erscheinen.

Die Zahl der Zeitzeugen jener Tage wird immer weniger. „Umso wichtiger ist es, konkret daran zu erinnern, welches Leid der Krieg gebracht hat. Wir versuchen dies durch die Kombination von Gedichten und Musik. Die Gedichte sind oft sehr bewegend und entfalten durch das Wechselspiel mit der Musik eine ganz besondere Wirkung. Und durch die Schilderungen von Dr. Jörg Koch, der als Autor des Buches „Als Worms unterging“ kenntnisreich von den Ereignissen in unserer Heimatstadt und den Erlebnissen der Zeitzeugen erzählt, bekommt die ganze Veranstaltung eine zusätzliche Nähe“, gibt Deichelmann einen Vorgeschmack auf die Atmosphäre der Programms. „Bei der Auswahl der Gedichte bin ich auf einen Text von Wolfgang Borchert gestoßen, ein heute etwas vergessener Dramatiker und Lyriker, der aber damals erfolgreich war wie kaum ein anderer, weil er mit seinen Stücken und Gedichten den Ton seiner Zeit wie kein zweiter traf. Grund genug, eines seiner bekanntesten Gedichte zu rezitieren, das kurz vor seinem Tod entstand und wie ein Vermächtnis wirkt, weil dessen zeitlose Sehnsucht nach Frieden in einen eindringlichen Appell gegen jede Form des Krieges mündet: „Sag nein!“

Text: Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms Foto: Alexandra Lainsbury
03.02.2020

Worms

FSJ Kultur in den Wormser Museen

Bewerbungsphase für Freiwilliges Soziales Jahr im Nibelungenmuseum Worms und im Andreasstift läuft/Beginn des FSJ ab 1. September 2020

Junge Erwachsene bekommen im Nibelungenmuseum Worms und erstmals auch im Museum der Stadt Worms im Andreasstift die einmalige Möglichkeit, hinter die Kulissen eines Kulturbetriebs zu blicken: Und zwar im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) Kultur! Während ihrer zwölfmonatigen Tätigkeit lernen die Schulabsolventen die Bereiche Museumspädagogik, Veranstaltungsmanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Besucherbetreuung kennen. Im Museum der Stadt im Andreasstift unterstützt der Freiwillige außerdem die Arbeiten zur Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“. Das nächste FSJ Kultur beginnt am 1. September 2020. Die Bewerbungsfrist hierfür läuft bis einschließlich 15. März. Das Team der Wormser Museen freut sich auf kreative Köpfe, die eigenverantwortlich arbeiten und sich mit ihren Ideen einbringen. Die Bewerbung ist online über das Kulturbüro Rheinland-Pfalz unter www.fsjkultur-rlp.de möglich. Dort gibt es auch weitere Infos zur Stellenausschreibung.

Das FSJ Kultur soll die jungen Erwachsenen für die Kulturarbeit begeistern. Vor Ort bringen sich die Freiwilligen mit Neugierde, Vielseitigkeit, Teamgeist und Engagement in die Arbeit ein. Für das FSJ im Nibelungenmuseum Worms sollten die Freiwilligen außerdem Interesse am Nibelungenmythos, dem Nibelungenlied sowie an der Geschichte und Kultur des Hochmittelalters haben. Während ihrer Tätigkeit erhalten sie dort Einblicke in alle wichtigen Aufgabenfelder der Museums- und Kulturarbeit – darunter die zielgruppenspezifische Aufarbeitung von geschichtlichen und kulturellen Inhalten.

Auch im Museum der Stadt Worms im Andreasstift bekommen die Jugendlichen einen Einblick in klassische Aufgaben der Museumsverwaltung, in das Ausstellungssekretariat sowie Marketing. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind unter anderem die Organisation von Rahmenprogrammpunkten zur Landesausstellung.

Die Zielgruppen der Museen sind neben Touristen, Schulklassen, Kindern und Familien, Senioren, Mittelalterfreunden und Literaturinteressierten auch junge Erwachsene. „Wir arbeiten gerne mit Jugendlichen, weil sie eine neue und frische Sicht auf unsere Themen haben. Diese Sichtweise bereichert unser Angebot im Museum“, so Ulrike Breitwieser, Verwaltungsleiterin der Wormser Museen. „Bewerben kann sich jeder, der Lust auf abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgaben hat und volljährig ist“, ergänzt Isabell Schärf-Miehe, die die Freiwilligen betreut.

Weitere Infos zur Bewerbung

Die Bewerbungsunterlagen können online beim Kulturbüro Rheinland-Pfalz unter www.fsjkultur-rlp.de eingereicht werden. Isabell Schärf-Miehe steht unter 06241-8534-122 bei Fragen zur FSJ-Stelle im Nibelungenmuseum sowie allgemeinen Anliegen und Ulrike Breitwieser für die FSJ-Stelle im Andreasstift unter 06241-853412-313 zur Verfügung.

Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms
30.01.2020

Politik

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Neues deutsch-französisches Nahverkehrs-Projekt

Mainz – „Auf unserem Weg, den grenzüberschreitenden Schienenpersonennahverkehr zwischen Deutschland und Frankreich deutlich zu verbessern, sind wir ein großes Stück weitergekommen. Heute können wir einen Vertrag unterzeichnen, der es uns ermöglicht, für die kommende Förderperiode (2021-2027) des Interreg-Programms einen europäischen Zuschuss zu beantragen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in der Villa Denis im pfälzischen Frankenstein. Gemeinsam mit den Verkehrsministern aus dem Saarland und Baden-Württemberg, Anke Rehlinger und Winfried Hermann, dem Vize Präsidenten der Region Grand Est, David Valence, sowie den Verbandsvorstehern der rheinland-pfälzischen Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr informierte sie über den aktuellen Sachstand des bisher einmaligen europäischen Verkehrsprojektes.

Den Veranstaltungsort der Vertragsunterzeichnung nannte die Ministerpräsidentin symbolträchtig, denn der Erbauer der Villa, der Bahningenieur Paul Camille von Denis, habe in der Frühzeit des Eisenbahnbaus die rheinland-pfälzischen Strecken geschaffen. „Wir wollen seine Bahnlinien wieder in eine attraktive Form bringen und neue Verbindungen über Grenzen hinweg schaffen. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass die Bürger und Bürgerinnen aus drei Bundesländern und der Nachbarregion Grand Est ein attraktives, klimafreundliches Verkehrsangebot nutzen können“, erläuterte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Gute Zugverbindungen seien wichtig für den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt, für Bildung, Kultur, Tourismus und Umwelt. An solchen Projekten, die konkrete Verbesserungen für den Alltag der Menschen bringen, werde der europäische Mehrwert deutlich. „Das ist ein deutliches Signal für Europa“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Mit unserem gemeinsamen Projekt haben wir die einmalige Chance, in den kommenden Jahren den Nahverkehr nicht nur im Saarland, sondern auch über die saarländischen Grenzen hinaus gemeinsam voranzubringen. Die Schienenverbindung bietet Arbeitnehmern, die grenzüberschreitend pendeln, ein umweltfreundliches Mobilitätsangebot, das die Verkehrssituation und die Umwelt vor Ort deutlich entlasten werden. Sie ist auch ein Mehrwehrt für die Wirtschaftskraft und die Menschen vor Ort in der gesamten Region. Unser Projekt verdeutlicht, wie mehrere Partner grenzüberschreitend und solidarisch über Jahre an einem gemeinsamen Ziel arbeiten können“, sagte Anke Rehlinger, stellvertretende Ministerpräsidentin und Verkehrsministerin des Saarlandes.

„Diese französisch-deutsche Kooperation ist für einen guten grenzüberschreitenden Nahverkehr auf der Schiene von großer Bedeutung. Damit wollen wir vor allem für Pendlerinnen und Pendler eine umwelt- und klimafreundliche Alternative der Mobilität mit der Bahn anbieten“, so Verkehrsminister Winfried Hermann aus Baden-Württemberg.

Bis Dezember 2024 wollen die Länder Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und das Saarland sowie die Region Grand Est ein gemeinsames grenzüberschreitendes deutsch-französisches Nahverkehrsangebot an den Start bringen. Die Grundverträge für die entsprechenden Schienenstrecken – in Rheinland-Pfalz Neustadt – Straßburg bzw. Wörth – Straßburg und Trier – Metz sind unterzeichnet. Auch die gemeinsamen Vorbereitungen für das Fahrplan- und Tarifkonzept, die im Bereich zwischen Rheinland-Pfalz und der Region Grand Est notwendigen Verbesserungen der Infrastruktur sowie die Vorbereitungen der Ausschreibungen für den Betrieb der neuen Linien schreiten zügig voran. Natürlich müssen auch neue zweisprachige Marketingkonzepte entwickelt werden. Weitere grenzüberschreitende Strecken im Saarland und in Baden-Württemberg sind Teil des deutsch-französischen Konzeptes.

Rund 30 Fahrzeuge sind für das zu erarbeitende Betriebskonzept erforderlich, die bereits durch die Région Grand Est bestellt sind. Hier finanzieren alle Partner anteilig mit. Ziel ist es nun, für die Ausstattung der Fahrzeuge mit einem Technikpaket für die deutsch-französische Signaltechnik in der kommenden Interreg-Periode (2021 – 2027) einen europäischen Zuschuss erhalten. Dafür wurden heute vertraglich die Weichen gestellt. Für den Prototyp ist im laufenden Interreg-Programm (bis 2020) ein Antrag gestellt, darüber ist aber noch nicht befunden. Die Fahrzeuge werden seitens der Région Grand Est dem im Vergabeverfahren für das neue grenzüberschreitende Nahverkehrsangebot obsiegenden Verkehrsunternehmen im Rahmen eines Mietvertrages zur Verfügung gestellt.

Text: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz Foto: SPD Rheinland-Pfalz
25.01.2020

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Erinnerung lehrt uns, wachsam zu sein

Mainz / Deutschland – „Die Verbrechen der Nationalsozialisten und das unfassbare Leid der Opfer dürfen niemals vergessen werden“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Vorfeld des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. „Für viele Menschen scheint die NS-Zeit in Deutschland weit entfernt zu sein. Doch erleben wir gerade, wie schmal der Grat zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus verläuft. Die Erinnerung an die grauenvollen Verbrechen während der NS-Zeit lehrt uns, wachsam zu sein und überall die Stimme gegen Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz zu erheben“, so die Ministerpräsidentin.

Der 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau vor 75 Jahren. Allein in diesem Lager haben die Nationalsozialisten mehr als eine Million Menschen ermordet. Anlässlich des Gedenktages am 27. Januar 2020 hat die Ministerpräsidentin Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden angeordnet.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer erinnerte auch an die Verfolgung von homosexuellen Menschen, die in diesem Jahr vom Landtag in den Mittelpunkt des Erinnerns und Gedenkens gestellt wurde: „Die strafrechtliche Verfolgung homosexueller Menschen hat eine lange Geschichte, die bis in unsere Gegenwart hineinreicht und lange nicht als Unrecht anerkannt wurde. Diese Geschichte macht einmal mehr deutlich: 1945 gab es keine Stunde Null. Die strafrechtliche Verfolgung von Homosexuellen wurde in der Bundesrepublik und der DDR nahtlos fortgesetzt. Erlittenes Unrecht wurde weder anerkannt noch entschädigt. Statt einer Zäsur gab es erschreckende und zutiefst beschämende Kontinuitäten.“

„Wir haben das Glück, in einer Demokratie zu leben, doch hilft uns die Erinnerung dabei, uns bewusst zu machen, dass dies nicht selbstverständlich ist. Daher ist es unsere Verpflichtung, uns mit aller Kraft allen Bestrebungen entgegenzusetzen, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden, und uns für eine vielfältige, tolerante und offene Gesellschaft starkzumachen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Text: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz Foto: Speyer 24/7 News, dak
25.01.2020

Haushaltsabschluss 2019: Investitionen von über einer Milliarde Euro und struktureller Überschuss

Mainz – Finanzministerin Doris Ahnen gab am 23.01.2020 in Mainz den vorläufigen Haushaltsabschluss 2019 bekannt. „Wir konnten im vergangenen Jahr einnahmeseitig nochmals von einer weiterhin guten Konjunktur profitieren. Gleichzeitig konnte der Anstieg der Ausgaben über alle Bereiche des Landeshaushalts begrenzt werden. Insgesamt übertraf der vorläufige Haushaltsabschluss die Planungen um 1,019 Milliarden Euro. Damit konnte das gute Ergebnis von 2018 noch übertroffen werden. Dabei ist es auch gelungen, die Investitionsausgaben im Kernhaushalt auf über eine Milliarde Euro zu steigern“, erklärte Ahnen.

250 Millionen Euro der Mittel aus dem Haushaltsabschluss werden der Haushaltssicherungsrücklage zugeführt. Die Schulden des Landes werden um 859 Millionen Euro zurückgeführt. Geplant war eine Tilgung von 90 Millionen Euro. „Damit verbessern wir die Landesfinanzen und treffen Vorsorge für die Zukunft, auch angesichts des Anstiegs der Ausgabereste“, so die Finanzministerin.

Der Haushalt im Jahr 2019 konnte auch strukturell ausgeglichen werden. Die strukturelle Nettotilgung beträgt 440 Millionen Euro. Bei der strukturellen Betrachtung bleiben konjunkturelle Effekte und vermögensneutrale Transaktionen außen vor.

Insgesamt lagen die Einnahmen im Jahr 2019 mit 18,469 Milliarden Euro um 503 Millionen Euro über den Erwartungen. Dabei handelte es sich vor allem um konjunkturbedingte Steuermehreinnahmen.

Die Gesamtausgaben stiegen 2019 um 789 Millionen Euro bzw. 4,8 % auf insgesamt 17,211 Milliarden Euro. Dies sind 515 Millionen Euro weniger als geplant. Hierzu trugen insbesondere niedrigere Zinsausgaben bei. Die ausgezahlten Investitionsmittel im Kernhaushalt stiegen gegenüber 2018 um 19 % (+ 158 Millionen Euro) auf über eine Milliarde Euro. Die 2016 gestartete Investitionsoffensive der Landesregierung zeigt sich nun auch in den Ist-Ergebnissen.

An die Kommunen wurden 2019 insgesamt rund 5,9 Milliarden Euro ausgezahlt. Dies entsprach rund einem Drittel aller Ausgaben im Haushalt. Die darin enthaltenen Mittel des kommunalen Finanzausgleichs (KFA) in Höhe von rund 3,1 Milliarden Euro stiegen in den letzten sechs Jahren um insgesamt 57 %. 2019 wurden 257 Millionen Euro bzw. 9,1 % mehr Mittel im Rahmen des KFA bereitgestellt als 2018.

Text: Ministerium der Finanzen Foto: Speyer 24/7 News, dak
25.01.2020

Martin Louis Schmidt (AfD) zur Einreichung des SchUM-Welterbeantrages: „Weltkulturerbe-Initiativen gehen uns alle an!“

Martin Louis Schmidt ist kultur- und geschichtspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland Pfalz und Mitglied der Enquete-Kommission Tourismus.

Mainz / Speyer / Worms – Am 23. Januar 2020 wurdd der rheinland-pfälzische Welterbe-Antrag „SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz“ bei der UNESCO in Paris offiziell eingereicht. „Wir können der im kommenden Jahr anstehenden endgültigen Entscheidung des Welterbe-Komitees über dieses Religions- und Kulturerbe zuversichtlich entgegenblicken, denn das rund 1.000 Seiten umfassende Antragsbuch kann sich wahrlich sehen lassen“, kommentiert der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Mainzer Landtag, Martin Louis Schmidt, das Ereignis. Weiterhin erklärt er: „Ich habe mich bei der hochkarätigen SchUM-Informationsveranstaltung letzte Woche im Landesmuseum selbst von der wissenschaftlichen Qualität der seit 2016 aufwändig erarbeiteten, demnächst auch in deutscher Übersetzung und digital verfügbaren Begründung überzeugen können. Und selbst wenn der Antrag letztlich nicht erfolgreich sein sollte, so konnten auf jeden Fall neue Erkenntnisse über diese vom Mittelalter an bis heute weithin ausstrahlenden religiösen jüdischen Stätten im Herzen Europas gewonnen und damit wertvolle kulturgeschichtliche Spuren stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Spuren, die nicht nur für die hiesigen jüdischen Gemeinden, sondern für alle Deutschen wichtig sind und bleiben.“

Der AfD-Landtagsabgeordnete Schmidt betont darüber hinaus seine grundsätzliche Wertschätzung von Weltkulturerbe-Initiativen, „die gerade für unser ebenso geschichtsträchtiges wie naturräumlich schönes Rheinland-Pfalz enorme Chancen bieten. Man denke hier nur an die historischen Verbindungen zum römischen Limes, an das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal oder an die aktuell laufenden Bewerbungen zum immateriellen Kulturerbe – also die Weinkultur in Deutschland, die pfälzische Hüttenkultur, das Schuhhandwerk in Pirmasens und Umgebung sowie die Deidesheimer Geißbocktradition. Ebenso verdienen mögliche künftige Antragsthemen wie die drei Kaiserdome in Speyer, Worms und Mainz größtmögliche Aufmerksamkeit sowie Unterstützung von Politik und Öffentlichkeit. Denn Weltkulturerbe-Initiativen gehen uns alle an!“

AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz
25.01.2020

„Town&Gown“-Projekt von ZIRP und Verwaltungsuniversität Speyer

ZIRP stärkt Zusammenarbeit von Hochschulen und Hochschulstandorten

Mainz / Speyer / Trier – Der noch junge „Digital Hub Region Trier“ soll zum Knotenpunkt für Digitales in der Region werden und Impulse für die Entwicklung der Stadt geben. Darin sind sich rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Stadtverwaltung, Hochschule, Universität und regionaler Wirtschaft beim Workshop im Projekt „Hochschule und Hochschulstandort“ einig. Getragen wird das Projekt seit 2018 gemeinsam von Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. und Deutscher Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. Nach Pirmasens und Koblenz ist Trier der dritte Standort, an dem die Zusammenarbeit von Hochschulen und Hochschulstandort beispielhaft gecheckt und gemeinsame Strategien erarbeitet werden.

In Trier ist das gemeinsam erklärte Ziel: den Digital Hub in der Region bekannter machen und mit Leben füllen. Die Idee des Hubs, die Gründerinnen und Gründer sowie etablierte Unternehmen sollen stärker vernetzt werden. Um den Hub in der ehemaligen Jägerkaserne für junge, kreative Köpfe interessant zu machen, wurde die Möglichkeit weiterer, zentralerer Standorte diskutiert, etwa mit Räumlichkeiten an der Universität und der Hochschule. Ebenso wurden Ideen entwickelt für eine schlagkräftige Kommunikationsstrategie, Events und ein breites Angebot an Serviceleistungen für Gründungsinteressierte und Unternehmen.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe freute sich über das große Engagement der Beteiligten: „Dieser Workshop zeigt einmal mehr, dass wir in Trier ein starkes Netzwerk haben. Wir werden den Digital Hub gemeinsam weiter voranbringen, als Ort für Innovation und Zukunftsvision, denn beides brauchen wir am Standort Trier.“

Dem pflichtete der Vorstandsvorsitzende des Digital Hub Region Trier Werner Schwarz, Chief Digital Officer bei der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co.KG, bei: „Unser Hub kann ein Entfaltungsraum werden, in dem sich die Entwicklung der Stadt zum Standort für Kreativität und Innovation mit besonderer Lebensqualität und internationalem Austausch verwirklicht.“

Hintergrundinfo zum Workshop:

Der Workshop wurde gemeinsam von Stadtverwaltung, der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V., der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer und dem Verein Digital Hub Region Trier initiiert. In dem von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Town & Gown“ fragen Universität Speyer und ZIRP seit 2018 an ausgewählten rheinland-pfälzischen Hochschulstandorten, wie und in welchen Feldern Stadt, Hochschule und ansässige Wirtschaft ihre Zusammenarbeit intensivieren können.

Nach einem ersten Workshop im Oktober 2019 haben die Projektpartner mit den Akteuren in Trier zum Thema „Digital Hub Region Trier“ weiter diskutiert und konkrete, umsetzbare Ergebnisse erzielt sowie mögliche erste Projektschritte definiert.

Mehr über „Town&Gown“: https://www.zirp.de/inhalt/hochschule,-verwaltung-und-wirtschaft-im-dialog

Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
25.01.2020

Prüfantrag der FDP Speyer zur Aufnahme des Planungsprozesses einer weiteren Verkehrsanbindung (Zu- / Abfahrt) zur B 39 im Vogelgesanggebiet, Verbunden mit einer Anfrage zur künftigen verkehrsplanerischen Ausrichtung der Closweg-Brücke

Speyer – Die FDP-Fraktion möchte sich hiermit einem überaus berechtigten Anwohnerbegehren annehmen und konstruktiv mit allen Parteien und der Verwaltung eine Lösung erarbeiten, welche zur Entspannung der aktuellen und künftigen Verkehrsproblematik in diesem Bereich beiträgt.

Das Wohngebiet im Vogelgesang verdichtete sich in den vergangenen Jahren extrem stark und aktuell geht auch die Wohnbebauung und Verdichtung um das Priesterseminar und der Windthorststrasse, mit dem Zuzug hunderter neuer Familien, in die finale Phase. Ebenfalls steht eine weitere Wohnbebauung und Verdichtung am Russenweiher an.
Das Wohngebiet „Im Vogelgesang“ ist aktuell lediglich durch 2 Anbindungen erreichbar, nämlich über die Closweg-Brücke auf der einen und dem Germansberg auf der anderen Seite. Bereits heute ist die Verkehrssituation im Vogelgesang mehr als angespannt und bei stockendem Verkehrsfluss u. a. in den Bereichen Landauer-Strasse, Paul-Egell-Strasse, Winternheimer-Strasse sowie Lindenstrasse bilden sich erhebliche Rückstaus in die Wohngebiete Vogelgesang und Neuland und ein Ein- sowie Ausfahren stellt sich bereits heute oftmals als überaus schwierig dar. Um künftig sowohl die Bewohner im Vogelgesang als auch die Bewohner im Neuland verkehrstechnisch zu entlasten, müssen wir eine Modifizierung des Verkehrsflusses entsprechend dem Anstieg der Bevölkerung in diesem Wohngebiet forcieren.

Viele Pendler in diesen Wohngebieten fahren über die B39 auf die badische Rheinseite oder in Richtung Ludwigshafen und eine direkte Zufahrt auf die B39 auf Höhe des Priesterseminares würde hier künftig für deutlich mehr Entlastung sorgen und die Wohnqualität für alle Anwohner der Gebiete deutlich steigern. U. a. denken wir auch an den Schulzubringer- und Besuchsverkehr in den Wohngebieten.

Ein weiterer Punkt der damit einhergehend in den Fokus rückt, ist die Belastbarkeit und Standfestigkeit der Closweg-Brücke – eine von 2 Anbindungen zum Vogelgesang – zu welcher sich die nachstehende Anfrage ergibt.
Die Brücke wurde nämlich seinerzeit für ein normales Wohngebiet konzipiert. Seit einigen Jahren muss diese allerdings auch – bedingt durch die neue Zufahrt zum Vogelgesang, welche von vielen Verkehrsteilnehmer auch als Abkürzung für das Fahrtziel Industriestraße „missbraucht“ wird – erheblicher Beanspruchung durch Schwerlastverkehr Stand halten. Erschwerend kommen die Bauarbeiten im Wohngebiet hinzu, welche ebenfalls für einen Anstieg des Schwerlastverkehrs verantwortlich sind und die Brückeninfrastruktur am Closweg über Maß beanspruchen, was nicht ohne Folgen bleiben dürfte.

Um den stetig steigenden Verkehrsbelastungen sowie der Weiterentwicklung von Standards und den wachsenden Bedürfnissen der Verkehrsteilnehmer hinsichtlich Fahrkomfort und Sicherheit gerecht zu werden, stellt sich in der Regel nach ca. 50% – 60% der theoretischen Nutzungsdauer die Frage, ob eine Brücke den aktuellen und künftigen Anforderungen noch gerecht wird.

Hierzu bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen zur Closweg-Brücke:

  1. Wann gab es zuletzt eine Hauptprüfung nach DIN1076 und welches Ergebnis brachte diese Prüfung hervor?
  2. Gab es in der nahen Vergangenheit Prüfungen aus besonderem Anlass und wenn ja, welche Anlässe waren ausschlaggebend für diese Prüfungen und welche Erkenntnisse wurden hierdurch gewonnen?
  3. Wird die Brücke bezüglich ihrer Traglast und dem Verkehrsaufkommen der Zukunft gerecht oder gibt es gar Pläne, die Brücke den neuen Anforderungen durch Ertüchtigung oder gar Erneuerung anzupassen?
  4. Wie stellt sich die Stadtverwaltung die Lösung der Verkehrssituation vor, wenn die Closweg-Brücke tatsächlich zu Sanierungszwecken abgerissen bzw. gesperrt werden muss?

FDP-Kreisverband Speyer, Marius Weiler
25.01.2020

Stadtnotizen Speyer

Beteiligung der Öffentlichkeit zum Bebauungsplan „Speyer Nord II – Teilbebauungsplan ehemaliges Bauhaus“

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 12. Dezember 2019 die öffentliche Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 008 A „Speyer Nord II – Teilbebauungsplan ehemaliges Bauhaus“ beschlossen.

Städtebauliches Ziel des Bebauungsplans ist die Aufwertung und Wiedernutzbarmachung des seit Jahren nur provisorisch genutzten bzw. zum Teil leerstehenden Gebäudebestands der Firma Bauhaus an der Schifferstadter Straße. Weiterhin soll mit dem Vorhaben die planungsrechtliche Grundlage für die Ansiedlung eines REWE Lebensmittelmarktes zur Verbesserung der Nahversorgung im Stadtteil Nord geschaffen werden. Neben dem Lebensmitteleinzelhandel sollen, in Anknüpfung an die ursprüngliche Nutzung, ein Fachmarkt für Heimausstattung und Heimtextilien sowie eine Bäckereiverkaufsstelle mit Café ermöglicht werden.

Um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu bieten, sich mit der Planung aktiv auseinanderzusetzen, Fragen zu klären sowie Anregungen und eventuelle Bedenken vorzubringen, erfolgt vom 3. Februar bis 6. März 2020 die öffentliche Ausstellung des städtebaulichen Entwurfs.

Die Planung kann in dieser Zeit im Stadthaus (Maximilianstraße 100) im Erdgeschoss sowie bei der Abteilung Stadtplanung im 3. Obergeschoss während folgender Öffnungszeiten eingesehen werden:

Montag bis Donnerstag: 8:00 Uhr bis 12:30 Uhr und 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr

Freitag: 8:00 bis 12:00 Uhr

sowie nach Vereinbarung.

Die Unterlagen werden außerdem ab dem 3. Februar 2020 auf der Homepage der Stadt Speyer (www.speyer.de) unter der Rubrik Standort/Bauen/Bauleitpläne im Verfahren publiziert.

Stadtverwaltung Speyer
24.01.2020

Bürgerbüro Maximilianstraße geschlossen

Die Stadtverwaltung Speyer teilt mit, dass das Bürgerbüro in der Maximilianstraße wegen einer Schulung von Mittwoch, 29.01.2020, bis einschließlich Freitag, 31.01.2020, geschlossen bleibt. Die Vertretung übernimmt das Bürgerbüro Industriestraße.

Das Fundbüro bleibt in diesem Zeitraum komplett geschlossen.

Text: Stadtverwaltung Speyer Foto: Speyer 24/7 News, mab
24.01.2020

Schritt für Schritt zum UNESCO-Weltkulturerbe – Vorstellung der Antragsunterlagen

Es ist soweit! Am Donnerstag, 23. Januar 2020, hat das Land Rheinland-Pfalz den rund 1.000 Seiten umfassenden Welterbeantrag „Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz“ bei der UNESCO in Paris eingereicht. Anlässlich dieses Meilensteins lädt das Projektteam alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Veranstaltung „Schritt für Schritt zum UNESCO-Weltkulturerbe – Vorstellung des UNESCO-Welterbeantrags“ am Dienstag, 4. Februar 2020 um 18:30 Uhr in den Stadtratssitzungssaal im Historischen Rathaus ein.

Umfassenendes Antragswerk

Seit 2014 bereitet eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, dem SchUM-Verein, der Generaldirektion Kulturelles Erbe und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Abstimmung mit den Städten und der Jüdischen Gemeinde Mainz den umfangreichen UNESCO-Antrag vor. Im Rahmen der Veranstaltung sollen die Arbeitsergebnisse der vergangenen Jahre nun präsentiert werden, indem die Nominierungsunterlagen, bestehend aus Nominierungsdossier, Managementplan und Anhang, der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz bildeten im Mittelalter ein europaweit bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens. Mehr noch, sie gelten als die Wiege des aschkenasischen Judentums. Bis heute sind mit den Synagogen, Mikwen und Friedhöfen einzigartige Zeugnisse aus dieser Zeit in den drei Städten erhalten.

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis spätestens 30. Januar 2020 gebeten. Per Fax an: 06131-2016-222 oder per E-Mail an nadine.hoffmann@gdke.rlp.de.

Text: Stadtverwaltung Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak
24.01.2020