Speyer / Kultur

Preisträger*innen der Hans-Purrmann-Preise der Stadt Speyer für Bildende Kunst 2021 stehen fest

In der Schlussrunde des Wettbewerbs um die Hans-Purrmann-Preise der Stadt Speyer für Bildende Kunst 2021 hat die hochkarätige Künstlerjury, der neben Leiko Ikemura (Berlin/Köln), Karin Kneffel (Düsseldorf/München), Marcel Odenbach (Köln/Düsseldorf), Martin Liebscher (Berlin/Offenbach) und Ben Willikens (Stuttgart) auch der Direktor des Wilhelm-Hack-Museums Ludwigshafen, René Zechlin, angehört, am heutigen Tag über die eingereichten Originalarbeiten der vorausgewählten Künstlerinnen und Künstler für den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis für Bildende Kunst der Stadt Speyer“ und den „Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ eingehend beraten.

Nach langer und intensiver Diskussion hat sich die Gesamtjury unter der Sitzungsleitung von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und dem Kunsthistoriker Prof. Dr. Andreas Bee dafür ausgesprochen, die Hans-Purrmann-Preise der Stadt Speyer wie folgt zu vergeben:

Der Große Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer geht an Jan Paul Evers

Bei der fünften Auflage geht der von der Hans Purrmann Stiftung ins Leben gerufene „Große Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer“an Jan Paul Evers. Der Große Preis zählt mit einem Preisgeld von 20.000 Euro sowie einer eigenen Katalogpublikation zu den höchstdotierten deutschen Kunstpreisen. Honoriert werden soll eine individuelle künstlerische Leistung, die eine eigenständig gefundene und konsequent verfolgte Thematik ausdrückt.

Der 1982 in Köln geborene Jan Paul Evers studierte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und wurde 2011 Meisterschüler bei Prof. Dörte Eißfeldt. 

Mit Jan Paul Evers prämiert die Jury einen Künstler, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alternative Mittel und Wege zu finden, weiter in das fotografische analoge Bild im Labor einzugreifen. Ihn fasziniert das Medium der Fotografie deshalb, weil darin grundlegende Fragen zum Weltverhältnis sich gestalten lassen. Evers versteht sich zum einen als Evidenzkritiker, der auf der Projektionsfläche der Fotografie den Abbildcharakter der Welt nachspürt und im „mediatic space“ (Beat Wyss) der Fotografie die Aufgabe bewältigt, die Präsentation von Wirklichkeit zu leisten, um sie in ein bisher nicht gekannte Wirkweisen zu übersetzen. Dabei spielen Bildtitel eine ebenso große Rolle, wie das fotografische Dunkelkammer-Experiment oder die Appropriation digitaler Bildströme.

Für den „Großen Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer“wurde er vorgeschlagen von Prof. Hartmut Neumann und Peter Gorschlüter.

Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ wird zweimal vergeben

Der Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ wurde 1965 anlässlich des 85. Geburtstages von Hans Purrmann von der Stadt Speyer gestiftet und wird bereits zum 20. Mal vergeben. Der mit 6.000 Euro und einer eigenen Katalogpublikation dotierte Förderpreis soll, so der ausdrückliche Wunsch von Hans Purrmann, an förderungswürdige junge Künstlerinnen und Künstler verliehen werden, die einen europäischen Blick und Bezug, aber auch einen Bogen von europäischen Metropolen und ländlichen Räumen aufweisen.  Wegen des insgesamt ungewöhnlich hohen Niveaus der Bewerbungen entschloss sich die Jury zwei Förderpreise zu vergeben. Die Auszeichnungen erhalten die 1989 geborene Münchnerin Alina Grasmann und der 1987 in Hattingen geborene Philipp Valenta.

Alina Grasmann studierte von 2009 bis 2017 an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Karin Kneffel und an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Gabriele Rothemann.Von 2017 bis 2018 lebte sie in New York City, wo sie am Artist-in-Residence-Programm der NARS Foundation Brooklyn teilnahm.

Alina Grasmanns großformatige Malereien gleichen traumhaften Visionen. Sie entführt den Betrachter in eine rätselhafte Welt voller skurriler Andeutungen und zu Surrealismen. Die Arbeiten überzeugen durch ihre vielfältigen Andeutungen und Referenzen auf die Kunstgeschichte. Das bereits umfassende Œuvre der jungen Künstlerin lässt die Jury gespannt die weitere Entwicklung erwarten.

Philipp Valenta studierte von 2007 bis 2012 an der Bauhaus-Universität Weimar bei Prof. Norbert Hinterberger sowie Prof. Elfi Fröhlich und absolvierte anschließend im Jahr 2014 ein Gastsemester an der Kunstakademie Münster in der Klasse der Professoren Maik und Dirk Löbbert. Nach einem Masterstudium im Bereich Metallgestaltung an der HAWK Hildesheim bei Prof. Georg Dobler wurde er Meisterschüler von Prof. Thomas Rentmeister an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Er lebt und arbeitet in Duisburg.

Philipp Valenta beschäftigt sich in seinen konzeptionellen Arbeiten vorwiegend mit Werten, Wertschöpfungsprozessen und Verhältnismäßigkeiten. Es entstehen Arbeiten aus den Themenbereichen Geld, Luxus, Religion und Politik. Themen aus dem Bereich Finanzmärkte herrschen vor, sie werden durch historische Bezüge sowohl aus der Kunstgeschichte, als auch aus antiken Erzählungen allegorisch mit aktuellen Ereignissen aus Gesellschaft und Ökonomie verknüpft.

Die Preisverleihung

Die feierliche Preisverleihung fand am Samstag, 25. September 2021 um 16 Uhr im Historischen Ratssaal Speyer für geladene Gäste statt. Die Festreden hielten Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Dr. Philipp Kuhn, freier Kunsthistoriker und Kurator, Baden-Baden.

Ausstellung zum Wettbewerb um die Hans-Purrmann-Preise 2021

Den acht Nominierten für den „Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer“, neben Jan Paul Evers, Böhler & Orendt, Julian Charrière, Jadé Fadojutimi, Mario Pfeifer, Katharina Schilling, Kathrin Sonntag und Fabian Treiber, sowie den zehn Finalist*innen des Förderpreises „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“, neben Alina Grasmann und Philipp Valenta, Enric Fort Ballester, Thorben Eggers, Bastian Gehbauer, Alexander Janz, Hanna Kaminski, Catalin Pislaru, Christian Retschlag und Jörg Sobott, richtet die Stadt Speyer im Kulturhof Flachsgasse vom 25. September bis zum 24. Oktober 2021 eine Ausstellung aus.

Diese kann bei freiem Eintritt jeweils donnerstags bis sonntags von 11 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Zutritt ist aktuell nur mit dem Nachweis der vollständigen Corona-Impfung, des Genesenenstatus oder einem tagesaktuellen, negativen Antigen-Schnelltests möglich. Weiterhin müssen die Kontaktdaten hinterlassen und eine medizinische Maske getragen werden. Die geltenden Abstandsregeln sowie die allgemein gültigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind zu beachten. Tagesaktuelle Informationen zu den aktuell vor Ort gültigen Corona-Regelungen sind unter www.speyer.de/corona zu finden.

Der Namensgeber Hans Purrmann

Die beiden Preise werden in Erinnerung an den 1880 in Speyer geborenen Maler Hans Purrmann von der Stadt Speyer und der Hans Purrmann Stiftung getragen.
Hans Purrmann war Schüler von Franz von Stuck und Mitglied der „Berliner Secession“. In Paris zählte er zu den Gründungsmitgliedern der „Académie Matisse“. Mit seinem Lehrer Henri Matisse blieb er lebenslang freundschaftlich verbunden. Es folgten Jahre des künstlerischen Erfolgs in Deutschland, Italien und im Tessin. Hans Purrmann gilt als der große Kolorist Deutschlands im 20. Jahrhundert.
Die Konzeption der beiden Preise orientiert sich an Purrmanns Selbstverständnis und Lebensdynamik: leidenschaftlicher Antrieb, hohe Risikobereitschaft, Mut zum Experiment, Offenheit, Klarheit und Kraft in Farbe und Form und ein europäischer Horizont sind die herausragenden Merkmale, die in die Gegenwart zu übersetzen sind.

Stadtverwaltung Speyer, Kulturbüro und Städtepartnerschaften
26.09.2021

Kultur / Speyer

Tag des offenen Denkmals am 12. September 2021 im Judenhof

Filmvorführung „Was sind schon 1000 Jahre“ in den SchUM-Städten

Judenhof, Tag des offenen Denkmals (Kleine Pfaffengasse 22, 9 bis 17 Uhr) und Alter Stadtsaal (Innenhof des Historischen Rathauses, Filmvorführungen um 11, 14 und 16 Uhr) Im Anschluss an die Vorführungen um 11 und 14 Uhr wird Jonathan Kalmanovich online seine Eindrücke zum Film mit den Anwesenden teilen. Eintritt frei!
Foto: © Thomas Köhler / photothek.de

Anlässlich der Aufnahme der SchUM-Stätten in die UNESCO-Welterbeliste werden der Verkehrsverein und die Stadt Speyer den Judenhof zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 12. September 2021 noch einmal von 9 bis 17 Uhr ohne Eintritt öffnen.

An diesem Tag wird unter dem Titel „Was sind schon 1000 Jahre?“ außerdem die Uraufführung eines neuen Films über die SchUM-Städte mit dem Berliner Rapper Ben Salomo im Alten Stadtsaal gezeigt (11, 14 und 16 Uhr). Auch dort ist der Eintritt frei.

Jonathan Kalmanovich ist der Geburtsname des Rappers und Aktivisten Ben Salomo. In Israel geboren, als Kind nach Deutschland gekommen, nennt er sich selbst „Israeli mit Integrationshintergrund“. In diesem Film geht Ben Salomo auf eine lebendige Spurensuche, die ihn über 1000 Jahre in die SchUM-Städte, die Heimat seiner Vorfahren, zurückführt.

In der Person Jonathan Kalmanovich – Ben Salomo – zeigt sich: Das Judentum ist pluralistisch und bunt und baut auf Jahrhunderte von Zeitschichten. Jonathan Kalmanovich ist hautnah. sensibel,  kritisch und spirituell.

Text: Stadt Speyer Foto: © Thomas Köhler / photothek.de
05.09.2021

„Was ich anhatte…“ – Ausstellung in der Wormser Straße

Von Samstag, 11. September 2021 bis einschließlich Donnerstag, 23. September 2021 wird im Schaufenster des ehemaligen Stoffhauses in der Wormser Straße 8 die Ausstellung „Was ich anhatte…“ zu sehen sein.

Gezeigt werden original und original-nachempfundene Kleidungsstücke, die Frauen trugen, als sie sexuelle Übergriffe erlebt haben. Darunter ein Schlafanzug, eine Jeans und ein Abendkleid. Die jüngste Betroffene war sechs Jahre alt, die älteste über 80.

Zwölf mutige Frauen haben nicht nur ihre Kleidung zur Verfügung gestellt, sondern erzählen mit der von Beatrix Wilmes und Celina Dolgner entwickelten Ausstellung auch ihre ganz persönlichen Geschichten, die mittels verschiedener QR-Codes auf dem Handy abgerufen werden können.

Mit dieser Ausstellung möchte die Gleichstellungsstelle der Stadt Speyer gemeinsam mit dem Speyerer Frauen und Mädchen Notruf das Thema stärker in die Öffentlichkeit bringen. Immer noch existieren viel zu viele Mythen, die die Schuld bei den betroffenen Frauen und Mädchen suchen. „Was eine Frau trägt ist niemals der Grund für eine Vergewaltigung und darf niemals als Rechtfertigung für die Täter dienen“ stellt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Lena Dunio-Özkan klar.

Bei der Ausstellung geht es nicht darum, Opfergeschichten zu zeigen, sondern die Geschichten von starken Frauen sichtbar zu machen, die sich zurück ins Leben gekämpft haben. Sie sollen anderen Frauen Mut machen, ihr Schweigen zu brechen. Denn Schweigen schützt immer nur die Täter.

Stadt Speyer
05.09.2021

Kultur

Vorhang auf für das 26. Kulturbeutel Festival

Zum 26. Mal findet das beliebte Kleinkunstfestival Kulturbeutel vom 24. September bis 10. Oktober statt. Nach zweijähriger Sanierungs- und eineinhalbjähriger Pandemiepause geht im Alten Stadtsaal endlich wieder der Vorhang auf.

In 17 Tagen präsentiert das Festival mit 40 Veranstaltungen einen Querschnitt aus allen Sparten der Kleinkunst: Von vielfältiger Musik über Schauspiel, Kabarett und Comedy bis hin zu Film und Figurentheater ist für alle etwas dabei.

Lebensfreude pur verkörpert die Berliner Band „Frollein Smilla“, die das diesjährige Festival mit einer Mischung aus magischen Disco-Vibes, Funk, Soul, Jazz und Pop eröffnen. Für einen unverwechselbaren Sound sorgen „The Razzones“. Nur mit Mund und Mikrofon überraschen die vier Beatboxer mit stimmlicher Variationsfülle. Mit dabei sind auch die Speyerer Jazzsängerin Miriam Ast und Uli Zehfuß, der seine neue CD „Erntezeit“ endlich live präsentieren wird.

Theaterfans dürfen sich auf den „Besuch der alten Dame“ freuen, der vom Hohenloher Figurentheater wirkungsvoll in Szene gesetzt wird.

Auch jungen Kulturfreunden wird einiges geboten: das Kinder- und Jugendtheater Speyer präsentiert seine jüngsten Eigenproduktionen, darunter „norway.today“, „Name: Sophie Scholl“ sowie „Himmel und Hände“ und ausgewählte Gastspiele. Kindergärten und Schulen können sich für spezielle Vormittagsvorstellungen ab sofort im Theaterbüro (Telefon 06232/2890-750 oder E-Mail: info@theater-speyer.de) anmelden.

Details zu den Veranstaltungen im Kulturbeutel Festival sind auf den Internetseiten der Stadt (www.speyer.de/kulturbeutel) sowie dem Kinder- und Jugendtheater (www.theater-speyer.de) zu finden.        

Karten für alle 15 Uhr und 20 Uhr Vorstellungen sind seit Ende August bei der Tourist-Information der Stadt Speyer, über das Online-Ticket-Portal Reservix und an allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Alle Veranstaltungen finden unter Einhaltung der bekannten Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen statt und werden gegebenenfalls an die jeweils gültige Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz angepasst. Damit die Kultur weiterhin überleben kann, werden alle gebeten, sich an die geltenden Bestimmungen zu halten.

Das Kulturbeutel Festival ist eine Veranstaltung der Stadt Speyer und wird vom Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz gefördert. Die Projektleitung hat das Kinder- und Jugendtheater Speyer inne.

Stadt Speyer
02.09.2021

Speyer.Kultur goes Paradiese

Taiga Tunes, Blues, Venedig und Wien in Speyer

Ein weiteres traumhaftes Kultur-Wochenende im Paradiesgarten in Speyer steht bevor.

Eröffnet wird es am Freitag, 13. August 2021, 19 Uhr von den Apparatschicks, die in der Gegend nur diesen einen Stopp einlegen. Matrosov an Gesang und Balalajka, Mischa am Akkordeon, Pasha an der Kontrabass-Balalaika und Schurik an Schlagzeug und Percussion singen und spielen was das Zeug hält und begeistern das Publikum mit ihren mitreisenden Melodien und Anekdoten aus der sowjetischen Vergangenheit. Von Polka bis Ska, Reggae, Rock’n’Roll, Disco und sogar Techno – den elektrifizierten Folklore-Instrumenten kann diese Band alles entlocken.

Weiter geht es am Samstag, 14. August 2021, 19 Uhr mit dem Duo Red & Grey, hinter dem sich die bekannten Musiker Erwin Ditzner (Schlagzeug) und Jörg Teichert (Elektrogitarre & Gesang) „verbergen“, die in diesem Projekt erdigen und rotzigen Blues mit Ausflügen in Artverwandtes verbinden. Mit großem Respekt vor den Urvätern des Blues genießen die beiden die Freiheiten der Zweisamkeit, brechen starre Formen auf und geben ihrer Musik ein eigenes Gesicht. In Ditzners dichtem und akzentuierten Spiel ist immer auch der urige Puls stampfender Füße zu spüren, während Teichert auf seinen Slidegitarren traditionelle Spielweisen mit rockiger Attitude verbindet. Das spricht auf direktem Wege Seele und Körper der Zuhörer*innen an, die gelegentlich durch den Einsatz von ungewöhnlichem Instrumentarium überrascht werden.

Wie üblich wird das Wochenende durch eine Matinee beschlossen: Venedig trifft Wien heißt es am Sonntag, 15. August 2021, 11:30 Uhr. Das PalatinaKlassik Barockensemble spielt unter der Leitung von Prof. Leo Krämer zauberhafte Musik aus den beiden Metropolen. Zu hören sein werden unter anderem Auszüge aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi, „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss, „Liebesleid & Liebesfreud“ von Fritz Kreisler oder „Im Prater blühn wieder die Bäume“ von Robert Stolz. Ein Programm wie geschaffen für einen Morgen im Paradiesgarten.

Vom 19. bis 22. August 2021 gibt es zum Finale ein verlängertes Wochenende, wenn es heißt „Jazz im Rathaushof goes Paradise“. Ausführliche Infos hierzu gibt es auf www.speyer.de/paradiesgarten.

Stadtverwaltung Speyer
10.08.2021

Technik Museum Speyer / Kultur

Die anonyme Giddarischde im Technik Museum Speyer

Abschluss des Kultursommer ein gelungener Pfälzer Abend

Von Sonja Schreiber-Sanni

Am Samstag, den 07.08.2021 endete der Kultur-Sommer im Technik Museum Speyer mit einem Auftritt der Pfälzer Mundartband „Die anonyme Giddarischde“. Diese mittlerweile überregional bekannte Band sorgte noch einmal für ein volles Haus zum Open-Air-Konzert zwischen der russischen Antonov AN-22 und dem Seenotkreuzer John T. Essberger.

„Die anonyme Giddarischde“ sind eine 1995 in Frankenthal gegründete Band, welche ausschließlich auf pfälzisch singt. In Speyer waren sie u.a. schon auf dem Pfalz Tag 2016 im Unteren Domgarten zu sehen. Aber auch auf dem Bad Dürkheimer Wurstmarkt und unzähligen Wein- und Stadtfesten in der Region sind sie gerne gesehene Gäste.

Durch ihre natürliche Art, ihren Witz und Charme sowie ihren Texten aus dem Leben und der Region haben sie viele Fans und Freunde gewinnen können. So verkaufen sich auch ihre 8 Alben sehr gut, und auch im Technik Museum Speyer war das Grün der Fan-T-Shirts die vorherrschende Farbe. Leadsänger und Mitbegründer der Band, Thomas Merz (Edsel), konnte gemeinsam mit seinen 4 Bandmitgliedern allen Erwartungen gerecht werden. So lieferten sie ein über 3h Programm ab, ohne auch nur eine Pause einzulegen. Und das trotz zweier Kisten Wein & Wasser welche, selbst gemischt als Schorle, ihren Platz am Mikrofonständer fanden. Aber wie stellte Edsel so treffend fest: „Wir sind keine Musiker, die trinken, wir sind Trinker, die nebenbei noch Musik machen“.

Auch die Zuschauer/innen wurden durch die verschiedenen Angebote wie italienischem Essen, Würste und Pommes Frites, Kaltgetränke und natürlich Wein (Weingut Anselmann und Weinbrüder) bestens versorgt. Der Tenor der Veranstaltung war, dass es einfach perfekt war und dringend wiederholt werden müsse. Selbst die zahlreichen Schnaken konnten daran nichts ändern, auch wenn sie es hartnäckig probierten.

Und kaum geht das eine Programm zu Ende, steht auch schon der nächste große Programmpunkt an, das Cosplay Wochenende am 25. und 26. September. Lesen Sie hierzu mehr unter: Technik Museum Speyer – Speyer 24/7 News (speyer24news.com)

Mehr zu den Anonymen Giddarischde unter: Dehääm (dieanonymegiddarischde.de)

Mehr über das Technik Museum Speyer unter:   Technik Museum Speyer (technik-museum.de)

Sehen Sie hier ein Medley über den Auftritt im Technik Museum Speyer:

Sehen Sie hier das Fotoalbum zum Event:

Foto & Video: Speyer 24/7 News, dak Lektorin: Speyer 24/7 News, ank
09.08.2021

Flutkatastrophe 2021

Benefizkonzert für Flutkatastrophe in der Gedächtniskirche Speyer

Initiator David Serebryanik

„Leider hat die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands keine Rücksicht auf den Ferienbeginn in Rheinland-Pfalz genommen, wir müssen doch dringend was machen“, mit diesen Worten wandte sich Initiator David Serebryanik an Dekan Markus Jäckle und Kantor Robert Sattelberger. Diese stellten sofort die Gedächtniskirche als Veranstaltungsraum zur Verfügung, mit Flügel, Orgel und Cembalo bestens ausgerüstet, außerdem mit genügend Raum für die erlaubten 350 Zuhörer.

Das Konzert findet am Donnerstag, den 29. Juli 2021 um 20.00 Uhr in der Gedächtniskirche Speyer statt.

Spontan unterstützt wird das Vorhaben von der Speyerer Stadtspitze um Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Bürgermeisterin Monika Kabs, die Stadt übernimmt einen Teil der Aufwandsentschädigung. 

Opernsängerin Raissa Chepcherenko

„Für die Stadt ist es nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern eine Herzenssache, einen Beitrag zur Unterstützung der Opfer der Hochwasserkatastrophe zu leisten. Aufgrund des Einsatzes der Kameraden der Speyerer Feuerwehr in der Ahr-Gemeinde Mayschoß möchten wir die gesamten Spendeneinnahmen des Konzertes der Partnergemeinde in Mayschoß um Bürgermeister Kunz zukommen lassen“, verspricht Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

Bürgermeisterin Monika Kabs zeigt sich dankbar für die schnelle Organisation des Benefiz-Konzertes: „Dass in der Kürze der Zeit ein solches Programm auf die Beine gestellt wurde, zeigt einmal mehr, wie schnelle, unbürokratische Hilfe geleistet werden kann. Auch wenn der Wiederaufbau viele Monate dauern und finanzielle Hilfe über einen langen Zeitraum notwendig sein wird, so ist diese Spendensammlung auch ein symbolischer Akt, mit dem wir unser tiefes Mitgefühl mit den Flutopfern ausdrücken möchten“, unterstreicht Monika Kabs.

Auch Dommusik und katholische Kirche sagten spontan ihre Unterstützung zu, Domorganist Markus Eichenlaub wird einen musikalischen Beitrag zum Konzert leisten. Die jüdische Gemeinde wird durch Serebryanik selbst beteiligt sein.

Auch ein Moderator des Konzertes war schnell gefunden: Altkirchenpräsident Eberhard Cherdron wird die Hörer durch das Programm in seiner bewährten Weise führen.

David Serebrjanik am Klavier

David Serebryanik, in Speyer groß geworden, Sohn des ehemaligen usbekischen Kapellmeisters aus Taschkent, Alexander Serebryanik, der u.a. bei der Einweihung der Speyerer Synagoge mitwirkte, studierte Klavier im Konzertfach an den Hochschulen in Würzburg und München. Neben eigenen Solobeiträgen am Flügel wird er seine Mutter, die bekannte Opernsängerin Raissa Chepcherenko bei Arien und Liedern begleiten. Weiter ließ Serebryanik seine musikalischen Beziehungen spielen: Bariton Matthias Horn aus Heidelberg wird einige Lieder singen, Wolfgang Schäfer, ebenfalls Heidelberg, wird einen Beitrag am Cello leisten. Mit Marianne Eidsvaag/Schweiz an der Flöte und Evelina Vorontsova/Amsterdam am Flügel bekommt das Konzert sogar internationales Flair. Aus Speyer wird neben Domorganist Eichenlaub an der großen Orgel auch Simone Pepping einen Liedvortrag beisteuern, begleitet von ihrem Mann Robert Sattelberger. Der Speyerer Singer-Songwriter „Flausch“ wird dem Konzert seinen ganz eigenen Touch mitgeben.

Die Zuhörer erwartet ein 75 Minuten dauerndes vielfältiges Programm, von Nachdenklichkeit bis zu Heiterkeit, geprägt von offenem Charakter mit viel Spontaneität.

„Wir hoffen, dass sich der Einsatz der Künstler finanziell auszahlt, alle spielen selbstverständlich ohne Gage. Es sind allesamt Idealisten, die es bei uns immer noch gibt, ihr Lohn ist in erster Linie der Beifall“, so Sattelberger.

Text: Evangelischen Kirche der Pfalz / Stadt Speyer Foto: © Evangelische Kirche der Pfalz
24.07.2021

Kultur / Veranstaltung

Speyer.Kultur goes Paradise

Open-Air Konzerte im Paradiesgarten der Dreifaltigkeitskirche starten am 30. Juli

Die diesjährige Neuauflage der beliebten Open-Air Konzerte im malerischen Paradiesgarten der Speyerer Dreifaltigkeitskirche geht vom 30. Juli bis 1. August 2021 ins erste Wochenende.

Zur Eröffnung des Festivals bringt Tausendsassa Hering Cerin am Freitag, 30. Juli 2021 um 19 Uhr eine mehr als prall gefüllte Wundertüte mit einer ganzen Schar illustrer Musiker*innen an den Start. Im Mittelpunkt stehen Songs des Literaturnobelpreisträgers Robert Zimmerman, besser bekannt als Bob Dylan, der am 24. Mai seinen 80-sten Geburtstag feierte. So vielfältig wie die illustre Künstler*innenschar auf der Bühne werden auch die jeweiligen Bearbeitungen der Songs klingen – Überraschungen inbegriffen.

Am Samstag, 31. Juli 2021 um 19 Uhr werden Kabarettist und Mundart-Comedian Chako Habekost und seine Frau Britta auf der Paradiesgartenbühne stehen und aus dem vierten Band ihrer Erfolgsreihe Elwenfels lesen. Lesung, Performance und Hörspiel werden verschmelzen: spannend, dialektisch, comedyantisch.

Das Matinée-Konzert am Sonntag, 1. August 2021 um 11 Uhr wird von dem Quartett „I 4 anelli della caveja“ aus Speyers italienischer Partnerstadt Ravenna bestritten. Die vier klassisch ausgebildeten Musiker präsentieren die schönsten Arien aus italienischen Opern.

Kabarettist und Mundart-Comedian Chako Habekost und seine Frau Britta lesen am 31. Juli aus dem vierten Band von „Elwenfels“
Foto: © Hyp Yerlikaya

Zwischen 30. Juli und 22. August 2021 finden im Paradiesgarten der Dreifaltigkeitskirche insgesamt 13 Veranstaltungen statt. In das kleine, aber feine Open-Air-Programm integriert werden u.a. die Konzerte des Festivals „Jazz im Rathaushof“, das pandemiebedingt nicht wie gewohnt stattfinden kann. Darüber hinaus sind wieder zahlreiche Akteure der lokalen und regionalen Kulturszene vertreten.

Tickets sind schon jetzt zum Preis von 15,00 Euro (ermäßigt 12,00 Euro) für die Abendveranstaltungen und 10,00 Euro (ermäßigt 8,00 Euro) für die Vormittagsveranstaltungen oder zum Kultur.Support-Preis von 18,00 Euro in der Tourist-Info der Stadt Speyer, über das Online-Ticket-Portal Reservix sowie alle Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Weitere Informationen sowie detaillierte Angaben zu den jeweils aktuell gültigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen finden sich unter www.speyer.de/paradiesgarten.

Text: Stadtverwaltung Speyer Foto: (1) Hering Cerin; (2) Hyp Yerlikaya
22.07.2021

Historisches Museum der Pfalz Speyer

Prominenter Besuch im Historischen Museum der Pfalz

Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel (l.) mit Museumsdirektor Alexander Schubert in der Rendezvous-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz.
Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer / Sabrina Albers

Prominenten Besuch empfing Museumsdirektor Alexander Schubert im Historischen Museum der Pfalz Speyer. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen Bernhard Vogel kam in Begleitung des früheren politischen Chefreporters der Tageszeitung „Die Welt“ Peter Schmalz, um sich die neu eröffnete Ausstellung „Rendezvous. Frankreichs Militär in der Pfalz 1945 – 1999“ zeigen zu lassen.

Die Schau thematisiert die spannende Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als die dauerhafte Aussöhnung der ‚Erbfeinde‘ Frankreich und Deutschland gelang. Bernhard Vogel war nicht nur Zeitzeuge dieser bedeutenden Ära der Völkerverständigung, sondern selbst maßgeblicher Akteur. Von 1979 bis 1983 war er als rheinland-pfälzischer Ministerpräsident zugleich Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit und damit Frankreichs deutscher Ansprechpartner für alle Fragen der Kultur und Bildung. Mit entsprechend großem Interesse vollzog Vogel die in der Ausstellung gezeigte Chronologie der Ereignisse nach und ließ sich von den vielen, zum Teil sehr persönlichen Zeitzeugnissen beeindrucken. „Kompakt, inhaltsstark und sehr gut gemacht“, lautete am Ende des einstündigen Rundgangs das Fazit des Ministerpräsidenten a.D., der dem Museumsdirektor eine „glückliche Hand bei der Themenauswahl“ attestierte.

Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel (l.) mit Museumsdirektor Alexander Schubert in der Rendezvous-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz.
Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer / Sabrina Albers

Die Ausstellung „Rendezvous. Frankreichs Militär in der Pfalz 1945 – 1999“ ist noch bis 29. Januar 2022 täglich, außer montags von 10 bis 18 Uhr im Historischen Museum der Pfalz zu sehen.  WeitereInformationen unter www.museum.speyer.de

Text: Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer / Sabrina Albers
21.07.2021

Technik Museum Speyer

NASA Astronaut Jack Lousma zu Gast im Technik Museum Speyer

Vortrag in englischer Sprache am Samstag, 7. August 2021

Speyer – Am Samstag, 7. August 2021 besucht der NASA Astronaut Jack Lousma das Technik Museum Speyer, um dort einen Vortrag über seine beiden Raumfahrtmissionen zu halten. Jack Lousma flog 1973 zur Raumstation Skylab und war 1982 Kommandant der 3. Space Shuttle Mission. Der Vortrag findet von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr im FORUM des Museums statt. Die Präsentation erfolgt in englischer Sprache.

Informationen zu Jack Lousma

Jack Robert Lousma wurde am 29. Februar 1936 in Grand Rapids im Bundesstaat Michigan geboren. Nach seinem abgeschlossenem Bachelorstudium der Luftfahrttechnik an der University of Michigan 1959 ging er zum US Marine Corps, wo er als Aufklärungspilot eingesetzt wurde. 1965 machte er seinen Master in Luftfahrttechnik an der Naval Postgraduate School in Kalifornien. Außerdem folgten drei Ehrendoktortitel: 1973 von der University of Michigan, 1982 vom Hope College und 1986 vom Cleary College.

Jack Lousma wurde am 4. April 1966 für die 5. Gruppe mit 19 NASA-Astronauten ausgewählt. Er gehörte den Unterstützungsmannschaften für die Apollo 9, Apollo 10 und Apollo 13 Missionen an. Bei Apollo 13 war Jack Lousma der „Capcom“ (Capsule Communicator) im Missionskontrollzentrum (MCC) in Houston, als die weltbekannte Meldung von Pilot Jack Swigert „Okay, Houston, wir hatten da gerade ein Problem!“ über seine Kopfhörer kam. Lousma antwortete: „Hier ist Houston, könntet ihr das bitte wiederholen?“. Daraufhin meldete sich Kommandant Jim Lovell und wiederholte „Houston, wir haben ein Problem!”. Anschließend folgte dessen Untersuchung. Es wurden Maßnahmen entwickelt, um die Apollo 13 Besatzung sicher zur Erde zurückzubringen. Mitte der 90er Jahre verfilmten die Universal Studios die Apollo 13 Geschichte mit Weltstar Tom Hanks in der Hauptrolle.

Skylab II

Seine erste Mission begann am 28. Juli 1973. Jack Lousma startete als Pilot des Apollo Raumschiffs, zusammen mit dem Kommandanten Alan Bean und Wissenschaftspiloten Owen Garriott, zu seiner 59-tägigen Mission Skylab II (SL-3) Mission zur Raumstation Skylab.

Im Gepäck hatten die Astronauten eine zusätzliche Kreisel-Gyroskopanlage zur Unterstützung der defekten Kreiselanlage von Skylab. Zur Ergänzung des wissenschaftlichen Programms führte Skylab II auch einige lebende Tiere für wissenschaftliche Untersuchungen mit. Darunter befanden sich zwei Kreuzspinnen, vier Mäuse, Mücken und Essigfliegen. In einem Plastiksack flogen einige kleine Fische mit.

Die Besatzung führte wissenschaftliche Experimente an Bord von Skylab durch sowie Wartungsarbeiten und die Bergung von Filmkassetten bei drei Außenbordeinsätzen. Während ihres Aufenthaltes an Bord beschäftigten sich die Astronauten 305 Stunden mit der Sonnenastronomie, 312 Stunden mit medizinischen Wissenschaften, 223 Stunden mit Erdbeobachtungen, 103 Stunden mit Astrophysik, 117 Stunden mit Technologie-Experimenten, acht Stunden mit Materialversuchen und zehn Stunden mit Studentenexperimenten. In dieser Zeit machte die Besatzung fast 25.000 Sonnenaufnahmen, 16.800 Erdaufnahmen und zeichnete rund 28.500 Erdabtastungen auf Magnetband auf.

Als die Besatzung am 25. September 1973 im Pazifik wasserte, war Skylab II bis dahin der längste bemannte US-Raumflug. Nach der Landung wurde die Apollo Kapsel mit den Astronauten an Bord auf den Flugzeugträger USS New Orleans gehoben. Nach der knapp zweimonatigen Schwerelosigkeit wollte man vermeiden, dass die Astronauten in ein schaukelndes Schlauchboot steigen müssen. Außerdem konnte dort eine bessere erste medizinische Versorgung durchgeführt werden.

Jack Lousma war bei seiner ersten Mission 59 Tage, 11 Stunden und 9 Minuten im Weltraum und hat zwei Außenbordeinsätze mit einer Dauer von 11 Stunden und 2 Minuten durchgeführt.

STS-3

Am 22. März 1982 startete Jack Lousma als Kommandant der Raumfähre »Columbia« zusammen mit Pilot Gordon Fullerton ins All. Die achttägige Mission war der dritte Testflug des Space Shuttle Programms. Dieser Flug gehörte zu den vier Testflügen (OFT) zur Überprüfung und Verifizierung der Funktionen des Orbiters in allen Flugphasen. Erstmalig wurde der Außentank nicht weiß lackiert, wie bei den ersten beiden Missionen. Damit wurde eine

Reduzierung des Startgewichtes von etwa 350 Kilogramm erreicht und bei allen weiteren Missionen übernommen. Im Laderaum der Raumfähre »Columbia« befanden sich einige wissenschaftliche Untersuchungen sowie Experimente, die das Verhalten des Orbiter-Systems während des Fluges erforschten.

Erstmals wurde der Greifarm von »Columbia« (RMS) aktiviert und aus seinen Halterungen gehoben. Es folgte eine Reihe von Tests aber noch ohne Nutzlast. Zwei Tage später wurde zum ersten Mal mit dem Greifarm eine Nutzlast bewegt. Mehrere Stunden schwenkten die Astronauten die Nutzlast sowohl innerhalb als auch außerhalb des Laderaums hin und her.

Auch beim dritten Flug der Raumfähre »Columbia« traten verschiedene Probleme auf. Eine ganze Reihe von Hitzeschutzkacheln fiel während des Starts ab. Glücklicherweise fehlten die Kacheln an thermisch weniger kritischen Stellen, sodass keine Gefahr beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre bestand.

Wegen Regen und der dadurch aufgeweichten Landebahn wurde die Landung von der Edwards Air Force Base in Kalifornien zum White Sands Northrup Strip in New Mexico verlegt. Starke Winde über White Sands verlängerten die Mission zusätzlich um einen Tag. Die erfolgreiche Landung von »Columbia« am 30. März 1982 war die einzige Landung des gesamten 30-jährigen Space Shuttle Programms auf White Sands.

Jack Lousma war bei seiner zweiten Mission 8 Tage und 4 Minuten im Weltraum und insgesamt bei seinen beiden Missionen 67 Tage, 11 Stunden und 13 Minuten im Weltraum.

Jack Lousmas Vortrag über seine beiden Missionen findet am Samstag, 7. August 2021, von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr im FORUM des Museums statt. Die Präsentation erfolgt in englischer Sprache. Der Vortrag ist im regulären Eintrittspreis des Technik Museum Speyer enthalten. Besucher, die nur zum Vortrag möchten, erhalten Tickets zum Preis von € 5,00 an der Museumskasse. Weitere Informationen zum Besuch von Jack Lousma gibt es unter www.technik-museum.de/lousma.

Technik Museum Sinsheim
16.07.2021

Kultur

„InnenReisen – Fred Feuerstein unterwegs – Retrospektive“ vom 16.7.-5.9.2021 in der Städtischen Galerie im Kulturhof Flachsgasse

Die Spuren der Kunst des weitgereisten Fred Feuerstein finden sich nicht nur, in vielfältiger und vielschichtiger Weise, im öffentlichen Raum, vor allem im Zentrum seines Wirkens, seiner (Wahl-)Heimatstadt Speyer – die Spuren seiner Kunst finden sich auch, tief eingegraben, in der Seele der Menschen, die sich damit befassen.

Nicht nur weil seine Skulpturen und Objekte, seine Öl-, Acryl- und Aquarell-Bilder nachhaltige Zeugnisse eines soliden handwerklichen Könnens und unerschöpflicher künstlerischer Inspiration sind, sondern weil ihnen ein poetischer Weltbezug innewohnt, der Raum schafft für energetische Resonanzen.

Bereits seine frühen Werke laden dazu ein, aktiv in spielerisch-nachdenkliche Aktion zu treten, zuweilen auch sich einzulassen auf eine Meditation – in Zeiten zunehmender Entfremdung von äußerst heilsamer Wirkung.

Die Städtische Galerie ist donnerstags bis sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Zutritt ist nur mit einer OP- oder FFP2-Maske und unter Angabe der Kontaktdaten möglich.

Text: Stadtverwaltung Speyer, Kulturbüro und Städtepartnerschaften Foto: Fred Feuerstein
12.07.2021