Politik

Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterzeichnet Welterbe-Antrag für jüdisches Erbe

Mainz / Worms / Speyer – Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterzeichnete heute in der Mainzer Neuen Synagoge den Welterbe-Antrag „SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz“. Die drei Städte waren die führenden religiösen Zentren des Judentums in Europa. Damit ist der Weg frei, den Antrag am 23. Januar formal bei der UNESCO in Paris einzureichen. „Rheinland-Pfalz hat eine außergewöhnlich reiche jüdische Geschichte. Mit unserem Antrag wollen wir die umfassende Bedeutung unseres jüdischen Erbes herausstellen und damit das Bewusstsein für die deutsch-jüdische Geschichte wachhalten“, unterstrich die Ministerpräsidentin.

Das über 1.000 Seiten starke Dokument führt den außergewöhnlichen, universellen Wert aus, der für einen erfolgreichen UNESCO-Antrag notwendig ist. So haben die drei SchUM-Städte am Rhein mit ihren wegweisenden Monumenten und Traditionen das Judentum geprägt und in Mittel- und Osteuropa über mehrere Jahrhunderte maßgeblich beeinflusst. Hier entstanden neue Synagogentypen, monumentale Mikwen und eine eigene Bestattungskultur. Mit den berühmten Gelehrten wie Raschi, Maharam und Maharil ist SchUM zur Wiege des aschkenasischen Judentums geworden.

„Die drei eng miteinander verbundenen jüdischen Gemeinden beeinflussten im Mittelalter maßgeblich die Kultur, die liturgische Dichtung und das religiöse Recht des Judentums in Mittel- und Osteuropa. Ihre kulturelle Blüte zeugt auch von einem außergewöhnlichen Kulturtransfer zwischen christlicher Mehrheitsgesellschaft und jüdischen Gemeinden. Sie war aber auch mit Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung verbunden. Heute muss sie uns Mahnung sein, die kulturelle Vielfalt als gemeinsame, große Chance zu sehen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Universitäten, dem Kulturministerium, der Generaldirektion Kulturelles Erbe, dem Verein SchUM-Stätten e.V., den Städten Speyer, Worms und Mainz und der jüdischen Gemeinde Mainz/Worms hatte den Welterbe-Antrag bestehend aus Nominierungsdossier und Managementplan seit 2016 erarbeitet. Im Nominierungsdossier wird insbesondere der außergewöhnliche universelle Wert der Stätten dargelegt. Der Managementplan, der unter Federführung des SchUM-Vereins erstellt wurde, zeigt auf, wie auch in Zukunft der Schutz der Stätten sichergestellt und das Wissen über ihre Bedeutung gesteigert werden kann.

„Es ist ein großer Gemeinschaftserfolg, dass wir diesen fundierten Antrag heute vorstellen können. Das Land hat das große Potential früh erkannt und in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaft, jüdischen Gemeinden, Kommunen und Zivilgesellschaft den Antrag erstellt. Wir konnten zahlreiche, wegweisende Erkenntnisse über die jüdischen Bauten und die herausragenden kulturellen Leistungen der Gemeinden im Hoch- und Spätmittelalter gewinnen. Allein dies ist schon ein großer Gewinn“, verdeutlichte Kulturminister Konrad Wolf. „Ich möchte mich daher bei allen Beteiligten herzlich bedanken. Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Basis eine gute Grundlage gelegt haben, die Kulturstätten für unsere Nachwelt zu bewahren und deren Wert und die außergewöhnliche Bedeutung der Öffentlichkeit zu vermitteln. Dies ist unsere gemeinsame Verpflichtung.“

Im Anschluss an die Antragsunterzeichnung wurde die Fortführung des Kooperationsvertrags zwischen dem Land, den Städten Speyer, Worms und Mainz, dem Landesverband der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz, der jüdischen Gemeinde Mainz und Worms und der Kultusgemeinde der Rheinpfalz signiert. Die Partnerinnen und Partner wollen die gute Kooperation miteinander auch über die Antragsstellung hinaus fortführen.

Stefanie Seiler, Oberbürgermeisterin von Speyer und Vorsitzende des SchUM-Vereins, ergänzte: „SchUM, der Verbund der jüdischen Gemeinden der Städte Speyer, Worms und Mainz im Mittelalter, war Wiege, Zentrum und Blütezeit des europäischen Judentums. Trotz der Zerstörungen durch die Nationalsozialisten sind in allen drei Städten bedeutende historische Monumente erhalten geblieben. Dieses einzigartige kulturelle Erbe gilt es zu bewahren, weshalb es mich besonders freut, dass wir die Bewerbung um den Status als UNESCO-Weltkulturerbe nun gemeinsam auf die Zielgerade führen können. Gemäß den Richtlinien der UNESCO zählen die Welterben zu den ‚unschätzbaren und unersetzlichen Gütern nicht nur jedes Volkes, sondern der ganzen Menschheit‘. Eine Aufnahme der SchUM-Städte in diese Liste wäre – insbesondere in Zeiten des wachsenden Antisemitismus weltweit – ein bedeutendes Zeichen, das in seiner Wirkung kaum überschätzt werden kann.“

Am 23. Januar wird das Land Rheinland-Pfalz offiziell den Welterbe-Antrag der UNESCO an ihrem Hauptsitz in Paris überreichen. Im Anschluss prüft die UNESCO-Verwaltung die Vollständigkeit der Unterlagen. Von März 2020 bis März 2021 erfolgt die Prüfung der beratenden Gremien. Eine Vor-Ort-Begehung wird im Herbst 2020 erwartet. Eine erste Entscheidung über den Antrag könnte frühestens Juni/Juli 2021 auf der jährlich stattfindenden Sitzung des UNESCO-Komitees erfolgen.

Statements der Partnerinnen und Partner:

Oberbürgermeister Michael Ebling, Stadt Mainz: „Für die Landeshauptstadt Mainz ist die kulturhistorische Tradition des mittelalterlichen Judentums ein wertvolles Erbe, das wir im Verbund mit anderen Partnern stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken wollen. Wir unterstützen deshalb das Projekt eines UNESCO-Weltkulturerbes der drei SchUM-Gemeinden aus ganzem Herzen. Mit dem Ziel einer Anerkennung der SchUM-Gemeinden wollen wir gemeinsam an die uralte jüdische Tradition des Lernens und Lehrens, die in den SchUM-Gemeinden Speyer, Worms und Mainz gepflegt wurde, anknüpfen und deren große Bedeutung für unsere Kultur den nachfolgenden Generationen vermitteln. Der alte Mainzer jüdische Friedhof am Judensand, der die ältesten Grabsteine Mitteleuropas birgt, wird nun die Aufmerksamkeit erhalten, die er aufgrund seines geschichtlichen und religiösen Wertes verdient.“

Oberbürgermeister Adolf Kessel, Stadt Worms: „In unserer Stadt, bei Juden als Warmaisa bekannt, zeugen ein Ensemble aus Synagoge, Frauenschul, Mikwe und der Raschi-Jeschiwa sowie dem Friedhof ‚Heiliger Sand‘ von dieser einzigartigen Geschichte der SchUM-Gemeinden. Wir sind froh, dass die SchUM-Stätten in Worms Besucher aus aller Welt anziehen. Wichtig ist für uns auch, dass die Jüdische Gemeinde Mainz als Inhaberin dieses Ensemble wieder zu einem lebendigen Zentrum hat werden lassen – und der ‚Heilige Sand‘ ein Ort ist, um sich mit den großen Gelehrten zu verbinden. Es ist für die Stadt Worms eine große Freude, dass der Antrag an die UNESCO nun fertig gestellt ist. Wir vertrauen fest darauf, dass SchUM Welterbe wird!“

Avadislav Avadiev, Vorsitzender des Landesverbands der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz: „Der UNESCO-Antrag des Landes in Kooperation mit den jüdischen Gemeinden für die Anerkennung der SchUM-Städte als Weltkulturerbe zeigt die Wertschätzung der rheinland-pfälzischen Landespolitik für die einstigen Zentren der jüdischen Gelehrsamkeit und Kultur. Dessen materielles Erbe ist nicht nur für das Judentum von großer Bedeutung und im weltweiten Vergleich einzigartig, sondern sollte auch für die kommenden Generationen jeder Glaubensrichtung erhalten werden.“

Anna Kischner, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz und Worms: „Ich wünsche mir sehr, dass die Touristinnen und Touristen nicht nur zu den SchUM-Städten reisen, um alte, jüdische Steine zu fotografieren, sondern dass diese Steine ihnen etwas sagen werden, das sie in ihren Herzen mitnehmen können.“

Israil Epstein, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinffalz: “Speyer, Worms und Mainz sind seit jeher die wichtigsten Zentren des Judentums in Europa seit dem Mittelalter. Diese Städte waren immer Quelle für weise Gelehrte und berühmte Rabbiner, um ihr Wissen zu vertiefen. Deswegen hieß Speyer „Jerusalem am Rhein“.

Text: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz Foto: Speyer 24/7 News, dak
13.01.2020

Empfang der Sternsinger

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Klares Zeichen für friedvolles Miteinander

Mainz – Sternsingerinnen und Sternsinger aus ganz Rheinland-Pfalz waren am 09.01.2020 Gäste von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Das Dreikönigssingen ist mehr als ein schöner Brauch, der Segen, den die Sternsinger und Sternsingerinnen der gesamten Staatskanzlei überbrachten und die Friedensbotschaft sind ganz wichtige Zeichen für ein friedvolles Miteinander“, sagte die Ministerpräsidentin. Die Jungen und Mädchen brachten den Segenswunsch „Christus mansionem benedicat“ über der Tür des Büros der Ministerpräsidentin an. Die diesjährige Sternsingeraktion steht unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“.

„Überall auf der Welt sollte die Botschaft ‚Miteinander statt gegeneinander‘ gelebt werden. Damit dies gut gelingt, kommt es auf unsere Haltung und unser Tun an. Jeder und jede kann etwas zum Frieden beitragen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. An die Sternsingerinnen und Sternsinger aus den Bistümern Speyer, Limburg, Trier, Mainz und der Pfarrei St. Peter – St. Emmeran aus Mainz gewandt lobte sie deren Einsatz: „Ihr setzt ein klares und solidarisches Zeichen – dafür bedanke ich mich ganz herzlich.“

„Es ist nicht leicht, Frieden zu schaffen und zu erhalten. Die Förderung von Frieden und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion im Libanon ist daher ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg hin zu einem umfassenden Frieden – denn Frieden heißt nicht nur, dass kein Krieg herrscht. Frieden ist eine Grundhaltung, die verantwortungsvollen Entscheidungen zu Grunde liegt und die immer wieder neu gewagt und weiterentwickelt werden muss“, betonte die Ministerpräsidentin.

Die Aktion Dreikönigssingen der Sternsinger ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Jedes Jahr wird ein Thema und ein Land ausgewählt, um den Sternsingerinnen und Sternsingern die Lebenssituation anderer Kinder am konkreten Beispiel nahezubringen. Gesammelt wird allerdings nicht nur für dieses eine Land, sondern für alle Projekte.

Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
13.01.2020

Neujahrsempfang des Bundespräsidenten

Engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Rheinland- Pfalz im Schloss Bellevue

Berlin – Neun Bürgerinnen und Bürger aus Rheinland-Pfalz nehmen am diesjährigen Neujahrsempfang des Bundespräsidenten in Berlin teil. Die Einladung dazu erhielten sie auf Vorschlag von Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Anerkennung ihres ehrenamtlichen Engagements. Die Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und bei der Europäischen Union, Staatssekretärin Heike Raab, begleitet die Delegation. „Rheinland-Pfalz ist geprägt von einem engagierten Miteinander und von vielen ehrenamtlich Tätigen, die das gesellschaftliche, politische und kulturelle Leben im Land entscheidend mitprägen. Diese Menschen übernehmen Verantwortung und stehen für einander ein“, so Heike Raab.

Die Stadtführerinnen Sabrina Albers und Kerstin Scholl aus Speyer positionieren sich mit ihrem Engagement klar gegen Antisemitismus und Fremdenhass. Sie stehen im engen Kontakt mit der jüdischen Gemeinde und setzen mit den Stolpersteinen ein sichtbares Zeichen in der Stadt.

Ria Braun aus Herschbroich ist Initiatorin und Namensgeberin von „Rias Fundgrube“, einem Sozialkaufhaus in Adenau. Es bietet Bürgerinnen und Bürgern „schöne Sachen“ zu erschwinglichen Preisen und setzt dabei auf Nachhaltigkeit und fairen Handel. Zudem engagiert sich Ria Braun bei der Tafel Adenau.

Der Ludwigshafener Jens Brückner ist in der Flüchtlingshilfe aktiv und engagiert sich seit 13 Jahren im Ludwigshafener Bündnis gegen Rassismus und für Toleranz. Außerdem vertritt er die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Betriebsratsvorsitzender der Generali AG.

Janeli Degè aus Koblenz stammt aus einer Sinti-Familie und nutzt seine Erfahrungen, aber vor allem sein musikalisches Talent, um Brücken zwischen Sinti-Jugendlichen und Gleichaltrigen zu bauen. Seit über fünf Jahren gestaltet Degè die Kinder- und Jugendarbeit in der Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf mit.

Seit sechs Jahren ist Tale-Marie Meis Mitglied und seit zwei Jahren Vorsitzende des Jugendrates der Stadt Koblenz. Darüber hinaus ist sie im Projekt „Menschen ohne Wohnung“ des Bischöflichen Cusanus Gymnasiums aktiv und organisiert jeden Sonntag ein warmes Mittagessen für wohnungslose Menschen.

Während ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitete Esther Schlautmann aus Mainz ehrenamtlich in der Wohnungsloseninitiative „gast-Haus statt Bank“. Neben ihrem Medizinstudium engagiert sie sich im Verein „Medinetz“ und leistet medizinische Versorgung für Menschen ohne Papiere und Migranten ohne Versicherung.

Die Mitbegründerin der Künstlergruppe Impuls(e), Doris Seibel-Tauscher, setzt sich seit mehr als 40 Jahren für Kunst und Kultur in ihrer Heimat Alzey ein. Sie ist Gründungsmitglied und derzeit 1. Vorsitzende des Altstadtvereins und aktives Mitglied im Altertumsverein.

Als langjähriges Mitglied im Beirat für Migration und Integration und Mitglied des Interkulturellen Runden Tisches in Worms trug Mohammed Islam Du-Din maßgeblich zu der Schaffung eines islamischen Friedhofes bei. Bei der Realisation des Projektes vermittelte er zwischen den verschiedenen Interessengruppen.

Text: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz Foto: Speyer 24/7 News, dak
13.01.2020

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir brauchen eine Dekade der Diplomatie und der Übereinkunft in internationalen Institutionen

Mainz – Mit Blick auf die angespannte Lage im Nahen Osten mahnte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Neujahrsansprache, alles für eine friedliche Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu tun. „Das Jahr hat, wenn wir den Blick über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus richten, gar nicht friedlich begonnen. Viele Menschen befürchten, dass sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter zuspitzt. Ich bin überzeugt, dass wir eine neue Dekade brauchen, in der wir Brücken bauen und bei internationalen Konflikten wieder stärker auf die Kraft der Diplomatie setzen und darauf, Übereinkünfte in den internationalen Institutionen zu erzielen, statt auf Alleingänge und die Kraft der Waffen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Neujahrsempfang in der Staatskanzlei vor rund 350 Gästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Rheinland-Pfalz stehe gut da, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter, seit 2003 habe das Land die drittniedrigste Arbeitslosenquote in Deutschland. Sie lobte an dieser Stelle besonders den Mittelstand, der immer wieder beweise, wie anpassungsfähig, innovativ und widerstandsfähig er auch in herausfordernden Zeiten sei. Eine große Herausforderung sei die Sicherung der Fachkräfte. Landesregierung, Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit arbeiteten gemeinsam an diesem Ziel. Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigte sich zuversichtlich, dass Rheinland-Pfalz gut aufgestellt sei, um dem digitalen Wandel in der Arbeitswelt zu begegnen. Das Land habe schon in Zeiten des Umbruchs während der Konversion gezeigt, dass es sich immer wieder neu erfinden könne. „Wir alle merken, dass wir in einer Zeit eines fundamentalen Umbruchs leben, der alle Lebensbereiche betrifft. Eine der dynamischsten Veränderungen der Arbeitswelt, ähnlich umwälzend wie die Industrielle Revolution im 19. Jahrhundert, stellt die Herausforderung an uns, Sicherheit in Zeiten des Wandels zu geben,“ so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Menschen brauchten die Zuversicht, dass sie vom Wandel profitierten. Das sicherzustellen, sei eine politische Aufgabe. „Rheinland-Pfalz soll Transformationsgewinner werden. Ich bin überzeugt, dass es gelingen wird, wenn wir die Kompetenzen von allen nutzen“, so die Ministerpräsidentin.

Auch der Klimaschutz betreffe alle und fordere daher auch alle Menschen zum Umdenken auf. Viele würden jetzt vor allem wegen der seit Monaten wütenden verheerenden Brände in Australien wach. „Klimaschutz ist für die Landesregierung keine Modeerscheinung. Wir fangen nicht erst bei Null an, sondern Rheinland-Pfalz ist in Sachen Klimaschutz bereits auf einem sehr guten Weg, denn wir halten unsere Klimaschutzziele ein! Seit 30 Jahren reduzieren wir Treibhausgasemissionen und stehen kurz vor Erreichung unseres eigenen Klimaschutzziels: 40 Prozent Reduktion bis 2020“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

In Zeiten des Umbruchs sei es besonders wichtig, den Zusammenhalt zu stärken. Es lohne sich, für Frieden, Freiheit und Demokratie als elementare Bestandteile unserer Gesellschaft einzustehen. Ein guter Kompromiss sei keine Schwäche, sondern die Königsdisziplin der Demokratie und des Zusammenlebens.

Die Ministerpräsidentin zeigte sich davon überzeugt, dass die Solidargemeinschaft in Rheinland-Pfalz stark sei und dass es viele gute Gründe gebe, zuversichtlich nach vorn zu schauen. „Wir sind schon lange das Land der guten und gebührenfreien Bildung von der Kita bis zur Hochschule und wir ruhen uns darauf nicht aus. Seit diesem Jahr gilt auch: ‚Beitragsfrei ab zwei! In Krippe und Kita!‘ Das ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass in keinem anderen Land in Deutschland der Bildungserfolg der Kinder so unabhängig vom Geldbeutel der Eltern ist wie in Rheinland-Pfalz. Wir haben die beste Unterrichtsversorgung seit Jahrzehnten. In den Grundschulen 106 Prozent, in den allgemeinbildenden Schulen 99,2 Prozent strukturelle Versorgung. Bundesweit haben wir die kleinsten Grundschulklassen. Trotz zurückgehender Schülerzahlen haben wir in dieser Legislaturperiode 660 zusätzliche neue Stellen geschaffen. Und weil auch Lehrer manchmal krank werden, haben wir den Vertretungspool auf 1.650 unbefristete Planstellen aufgestockt. Und auch bei der Umsetzung des Digitalpakt Schule gehören wir zu Spitzengruppe in Deutschland.“

Ihren Gästen dankte Ministerpräsidentin Malu Dreyer für ihr Engagement in ihren jeweiligen Bereichen. „Sie alle prägen den Erfolg unseres Landes maßgeblich mit. Ob in der Wirtschaft und Wissenschaft, in der Politik, in Kirchen, Sport, Kultur, Medien, Kommunen oder im Rahmen von ehrenamtlichen Initiativen. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz und Ihre tatkräftige Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Text: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz Foto: Speyer 24/7 News, dak
13.01.2020

Stadtnotizen und Verkehrsnotizen aus Speyer

Stadtnotizen

Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler übernimmt Vorsitz des Vereins der SchUM-Städte

In einer wichtigen Phase der UNESCO-Welterbe-Bewerbung der SchUM-Stätten hat die Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler den Vorsitz des Vereins der SchUM-Städte übernommen. Sie wurde zu Beginn dieser Woche in Worms einstimmig zur neuen Vorsitzenden des „SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e.V.“ gewählt. Ebenfalls einstimmig wurden Anna Kischner, Vorstand der Jüdischen Gemeinde Mainz, und der Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel zu ihren Stellvertretern gewählt. Michael Ebling, Oberbürgermeister von Mainz, bleibt Schatzmeister des Vereins.

Der SchUM-Städte e.V. wird getragen vom Land Rheinland-Pfalz, den Städten Speyer, Worms und Mainz, der Jüdischen Gemeinde Mainz K.d.ö.R, der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz.

Der Verein koordiniert und engagiert sich im Rahmen der Welterbebewerbung für das künftige Management der SchUM-Städte, die Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit, die Ansprache vor Ort, im Land und weltweit. Im Januar 2020 wird die Bewerbung der SchUM-Stätten bei der UNESCO eingereicht, voraussichtlich 2021 fällt die Entscheidung. Auf der Basis der UNESCO-Richtlinien sollen die außergewöhnlichen SchUM-Stätten für die kommenden Generationen erhalten und zugänglich gemacht werden.

Text: Stadt Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak
27.11.2019

Zum Weihnachtsfest Herzenswünsche von Senior*innen erfüllen

Weihnachten ohne Geschenke – für die meisten Menschen ist das unvorstellbar. Doch wer beschenkt Seniorinnen und Senioren, die keine Angehörigen mehr haben und deren Rente zu knapp ist, um sich selbst einen Wunsch zu erfüllen? Dieser Gedanke inspirierte zur Weihnachtswünscheaktion für bedürftige Senior*innen, die in diesem Jahr erstmals in der Vorweihnachtszeit stattfindet und von der Stadt organisiert wird.

„Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Nächstenliebe. An diejenigen zu denken, denen es nicht so gut geht, ihnen eine Freude zu machen und zu zeigen, dass jemand an sie denkt, das muss nicht teuer sein und freut Schenkende und Beschenkte gleichermaßen“, so Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Monika Kabs, die die Aktion gerne unterstützt.

In dem Fall zeigt das Foto den Spendenweihnachtsbaum für das Frauenhaus Speyer.

Das System ist denkbar einfach: Am Montag, 2. Dezember 2019, wird im Modehaus Schmitt (Maximilianstraße 15), dessen Inhaber Michael Schmitt als Kooperationspartner für die Aktion gewonnen werden konnte, eine weihnachtlich dekorierte „Wünsche(weiter)leiter“ aufgestellt. An deren Sprossen werden die Wünsche, die einen Maximalwert von 30€ haben und von den Bewohner*innen des Seniorenzentrums Storchenpark aufgeschrieben wurden, aufgehängt. Wer helfen möchte, nimmt sich eine oder mehrere Karten von der Leiter und kauft das gewünschte Geschenk ein. Das gerne weihnachtlich verpackte Päckchen sollte – versehen mit dem Namen des Wünschenden und der auf dem Wunschzettel aufgedruckten Nummer – bis spätestens Samstag, 21. Dezember 2019, wieder im Modehaus Schmitt oder alternativ im Kulturbüro der Stadt Speyer im Kulturhof Flachsgasse abgegeben werden, damit die Senior*innen ihre Geschenke pünktlich zu Heilig Abend erhalten. Die Übergabe erfolgt am 23. Dezember durch Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung und des Seniorenzentrums Storchenpark. 

„Wir hoffen auf gute Resonanz und bitten um Mithilfe, damit die bescheidenen Wünsche der Seniorinnen und Senioren erfüllt werden können“, appelliert Monika Kabs an die Speyererinnen und Speyerer. Denn wenn die Aktion gut angenommen werde, sei eine Fortsetzung im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen, so die Bürgermeisterin.

Fragen zur Weihnachtswünscheaktion für bedürftige Senior*innen beantwortet Heidi Jester, Abteilung Messen und Märkte, 06232-142748, heidi.jester@stadt-speyer.de

Text: Stadt Speyer Foto: Speyer 24/7 News, toe
27.11.2019

Dialog Industriehof

Zur Informationsveranstaltung „Dialog Industriehof“ lädt Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler am Dienstag, 3. Dezember, 15:30 Uhr, in den Industriehof, Halle 33, ein.

Die Oberbürgermeisterin wird bei dieser Gelegenheit die bisherigen Untersuchungen und Planungsabsichten für den Industriehof und die angrenzenden Flächen der Öffentlichkeit vorstellen und will damit auch Mieter und Anlieger des Industriehofes umfassend informieren. Die Stadtverwaltung weist vorsorglich darauf hin, dass der Veranstaltungsort – eine alte Maschinenhalle – nicht barrierefrei ist.

Text: Stadt Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak
27.11.2019

Verkehrsnotizen

Eichendorffstraße gesperrt

Wegen eines Neubaus muss die Eichendorffstraße auf der Höhe der Hausnummer 17 A, Ecke Theodor-Heuss-Straße, ab 2. Dezember bis voraussichtlich 15. Mai 2020 für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Eine Umleitung wird ausgewiesen.

Für Rückfragen steht die Straßenverkehrsbehörde unter den Rufnummern 14-2739, 14-2682  oder 14-2492 zur Verfügung.

Stadt Speyer
27.11.2019

Stadtnotizen & Verkehrsnotizen Speyer:

Stadtnotizen:

Mittwochabend im Stadtarchiv: Einblicke in die Rolle der Juden innerhalb der Stadtgesellschaft der SchUM-Städte

Im Rahmen der Vortragsreihe „Mittwochabend im Stadtarchiv“ wird Prof. Dr. Gerold Bönnen am Mittwoch, 16. Oktober 2019, um 18.30 Uhr im Historischen Ratssaal einen Vortrag mit dem Titel „Zur Rolle der Juden innerhalb der Stadtgesellschaft der SchUM-Städte (ca. 1180-1350)“ halten.

Neben dem in der Forschung wie der allgemeinen Wahrnehmung zum jüdischen Leben in den Städten des Mittelalters oft dominierenden Blickwinkel von Gewalt, Konflikten und Gegensätzen wird in letzter Zeit angemahnt, bei der Betrachtung des jüdischen Lebens in den großen urbanen Zentren, die Ebenen des alltäglichen Mit- und Nebeneinanders, der gegenseitigen Verschränkungen und der nachbarschaftlichen Normalitäten nicht aus dem Auge zu verlieren.

Vor diesem Hintergrund fragt der Vortrag nach den Rollen der Juden und den jüdischen Gemeinden innerhalb der sich seit dem späten 12. Jahrhundert überaus dynamisch fortentwickelnden Städte mit ihren tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandlungen. Exemplarisch soll für die drei SchUM-Städte ein Überblick in Bezug auf die prägende, lange, von Gewalt weitgehend freie Phase der Blüte und die im wesentlichen funktionsfähige Nachbarschaft christlicher Mehrheits- und jüdischer Minderheitsgesellschaft gegeben bzw. zur Diskussion gestellt werden. Fragen sind dabei unter anderem: Wo war der Platz der jüdischen Gemeinden und ihrer Angehörigen? Welche Voraussetzungen waren für sie und für das jüdisches Gemeinde-, Wirtschafts- und Geistesleben maßgebend? Welche langfristigen Wandlungen können im Vergleich beobachtet werden? Welche Rollen nahm die religiöse Minderheit insgesamt in den Städten ein?

Prof. Dr. Gerold Bönnen ist seit 1996 Leiter des Stadtarchivs und des Jüdischen Museums Worms. Als Geschäftsführer des Altertumsvereins Worms ist Bönnen Mitherausgeber des Jahrbuchs „Der Wormsgau“. Er hat einen Lehrauftrag an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind neben der Wormser Stadtgeschichte vergleichende Kommunalgeschichte, jüdische Geschichte sowie die Historie der mittelalterlichen geistlichen Institutionen.

Stadt Speyer
12.10.2019

Speyer erleben: Städtische Wirtschaftsförderung startet Umfrage zu Handel und Stadtmarketing

Von zentraler Relevanz bei fast allen Veranstaltungen der städtischen Wirtschaftsförderung ist das Thema Innenstadthandel, aber auch Handel überhaupt – gerade in Zeiten der wachsenden Konkurrenz durch Online-Angebote und anderer infrastruktureller Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Gleiches gilt für den Begriff „Stadtmarketing“, der weit mehr meint, als ein Logo oder eine Einzelveranstaltung, um die Marke Speyer abzubilden und den Standort Speyer zu stärken.

Ziel der Umfrage der Wirtschaftsförderung, die am 10.10.2019 an über 200 Empfänger*innen versandt wurde, ist die Bündelung von Vorstellungen, Wünschen und Interessen aller Akteure des City- und Innenstadtmarketings. Noch bis 3. November 2019 können beispielsweise Einzelhändler*innen, Gastronomen, Hoteliers und touristische Akteure ihre Einschätzungen in Bezug auf die verkaufsoffenen Sonntage und deren Begleitveranstaltungen, eine zentral organisierte Interessenvertretung und konkrete Stadtmarketingmaßnahmen mittels Online-Umfrage – oder auf Wunsch auch auf einem Fragebogen in Papierform – abgeben. Eine Auswertung, aus der zielgerichtete Projekte und Maßnahmen abgeleitet werden, erfolgt dann bis Ende des Jahres.

Akteure, die der Zielgruppe angehören, den Link zur Umfrage aber nicht erhalten haben, können sich telefonisch (14 22 80) oder per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@stadt-speyer.de direkt bei den zuständigen Mitarbeiterinnen melden.

Stadt Speyer
12.10.2019

Verkehrsnotizen:

Parkplatz Festplatz wegen Herbstmesse gesperrt

Ab Montag, 14.10.2019 beginnen die Aufbauarbeiten für die diesjährige Herbstmesse. Aus diesem Grund steht der Festplatz ab diesem Zeitpunkt bis einschließlich Dienstag, 05.11.2019 nicht als Parkplatz zur Verfügung.

Als Ausweichparkplatz, auch für die Monats- und Jahresparkscheininhaber, dient der Parkplatz Naturfreundehaus.

Stadt Speyer
12.10.2019

Baustelle in der Gilgenstraße

Ab Montag, 14.09.2019, stellen die Stadtwerke Speyer in der Gilgenstraße für Hausnummer 12 einen Fernwärmeanschluss her. Für den Tiefbau muss die Straße voraussichtlich für zwei Wochen halbseitig gesperrt werden. Die Fahrzeuge werden im Begegnungsverkehr an der Baustelle vorbei geleitet.

Stadtwerke Speyer GmbH
12.10.2019

Am Sandhügel gesperrt

Wegen Kanalbauarbeiten wird die Straße Am Sandhügel auf Höhe der Hausnummer 127 (Seitenweg zu den Hauseingängen) ab 14.10.2019 bis voraussichtlich 18.10.2019 für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Bei Rückfragen steht die Straßenverkehrsbehörde unter den Rufnummern 14-2739, 14-2682  oder 14-2492 zur Verfügung.

Stadt Speyer
12.10.2019

Speyer beantragt zweites UNESCO Weltkulturerbe – SchUM Städte

Gemeinsam mit den Städten Worms und Mainz würde damit erstmalig ein Weltkulturerbe in 3 Städten liegen

Von Daniel Kemmerich

Speyer / SchUM Städte – Ausgerechnet an einem Freitag den 13 .besuchte Dr. Denis Alt, Staatssekretär des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland Pfalz. den Judenhof in Speyer. Mit bei dem Besichtigungstermin dabei waren Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Vertreterinnen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, des SchUM-Vereins, der Universität Heidelberg und der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz Speyer.

Dr. Denis Alt besucht nacheinander die jüdischen Gedenkstätten in den SchUM-Städten Speyer, Mainz und Worms. Hierbei möchte er sich einen Überblick verschaffen, wie weit die Arbeiten um eine Eintragung als UNSECO Weltkulturerbe sind, wie die Stätten aufgestellt sind und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Das Judenbad in Speyer war für ihn dabei kein Unbekanntes, war er doch bereits mit einer selbst organisierten Reisegesellschaft aus Mainz schon einmal dort. Dennoch beeindruckte ihn der Zustand der ehemaligen Synagoge und vor allem das sehr gut erhaltene Judenbad.

SchUM kommt aus dem hebräischen und steht für Speyer (Schpira), Worms (Warmaisa) sowie Mainz (Magenza). Diese drei Städte am Rhein fungieren als Geburtsorte der jüdisch-aschkenasischen Kultur.

Etwa 500 Jahre lang konzentrierte sich hier das intensive religiöse und bürgerliche Leben.

Hieran möchte man anknüpfen, denn was damals schon funktionierte, solle auch heute wieder gelebt werden. In Zeiten von immer mehr Ausgrenzung, Fremden- und vor allem wieder Judenfeindlichkeit, leider wichtiger denn je. Und so hoffe jeder der Beteiligten darauf, dass auch die UNESCO den Stellenwert und die Bedeutung des jüdischen Erbes in diesen 3 Städten erkennt und es offiziell in den Katalog des Weltkulturerbes mit aufnimmt.

Allerdings warte man dann doch lieber auf den 14.09., um den Antrag abzuschicken… ein wenig „abergläubisch“ sei man dann doch. Lediglich Dr. Denis Alt erhielt schon ein Exemplar, damit die Fahrt nach Mainz nicht „zu langweilig“ werde. Bei 1055 Seiten Papier muss es aber eine lange Fahrt gewesen sein oder aber er wird es nicht vollständig gelesen haben. In jedem Fall dankte er allen, die an dem Antrag bislang mitgearbeitet haben und noch arbeiten werden. Solch eine Antragstellung sei ein Prozess, der prägt, allerdings auch viele neue Erkenntnisse schafft und dafür sorgt, dass man sich noch mehr mit dem Projekt identifiziert.

Die SchUM-Städte haben bereits jetzt einen solch hohen Bekanntheitsgrad, zumindest in Rheinland-Pfalz, dass eigentlich jeder es kenne. Bleibt zu hoffen, dass das Welterbe-Zentrum in Paris es ebenso sieht und die Vollständigkeit des Antrags bestätigt. Am 31. Januar 2020 wird das Land Rheinland-Pfalz dann bei der UNESCO den Welterbe-Antrag einreichen. Anschließend wird der Antrag durch verschiedene Gremien und der Berater-Organisation Icpmos beurteilt und geprüft. Ist dies alles positiv, folgen dann Besuche von Sachverständigen an den einzelnen Orten.

Alles ergibt einen Gesamtbericht, welcher dann wohl im November 2020 im Icomos-Welterbe-Ausschuss beraten wird. Von dort erfolgt dann hoffentlich die Empfehlung, SchUM als Weltkulturerbe mit aufzunehmen. So könnte dann 2021 nicht nur der Dom sein 30 jähriges Jubiläum als UNESCO Weltkulturerbe feiern, sondern hoffentlich auch die Städte Speyer, Mainz und Worms ihr gemeinsames jüdisches Erbe.

Wir drücken auf jeden Fall die Daumen.

Sehen Sie hier das Fotoalbum zum Besuch von Dr. Denis Alt im Judenbad:

Lektorin: Speyer 24/7 News, ank Foto: Speyer 24/7 News, dak
17.09.2019

Speyer Aktuell:

Baumfällung im Domgarten

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass am morgigen Mittwoch, 28.08.2019, ein Bergahorn im Domgarten gefällt werden muss, der von der Rußrindenkrankheit befallen ist.

Der Pilz ist nicht nur für die Ahornbäume sehr aggressiv, sondern kann auch beim Menschen gesundheitliche Beschwerden hervorrufen.

Um zu verhindern, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet, ist eine Fällung unumgänglich.

Stadt Speyer
27.08.2019

Jüdisches Erbe für die Welt

Am „Europäischen Tag der jüdischen Kultur“ am kommenden Sonntag, 01.09.2019 steht Speyer ganz im Zeichen der SchUM-Städte und des gemeinsamen Strebens von Speyer, Worms und Mainz auf Anerkennung ihrer jüdischen Stätten als UNESCO-Weltkulturerbe. Mit der Eröffnung der Ausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ und der Mitmach-Aktion „Film ab! Sie für SchUM“ wird die Thematik für alle Bürger*innen erlebbar gemacht.

Um 12:30 Uhr wird Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler gemeinsam mit Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, im Historischen Ratssaal die Wanderausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ eröffnen. Die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ entwickelte und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Ausstellung vermittelt anhand von Biografien die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland in der Gegenwart. Ergänzende Geschichtstafeln betten die Lebensgeschichten in den Kontext der fast 2000-jährigen Geschichte der Juden in Deutschland ein.

Umrahmt wird die Ausstellungseröffnung von einem Vortrag von Dr. Esther Graf von der Agentur für Jüdische Kultur mit dem Titel „Wie lebt es sich als Jude in Deutschland heute?“. Amnon Seelig, Kantor der Jüdischen Gemeinde Mannheim, wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Die Ausstellung wird am Eröffnungstag im Historischen Ratssaal gezeigt und ist danach bis zum 01.12.2019 im Museum SchPIRA in der Kleinen Pfaffengasse 20 während der üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Darüber hinaus haben alle Interessierten am 1. September zwischen 11 und 16 Uhr im Judenhof die Gelegenheit, selbst „SchUM-Botschafter“ zu werden. Im Rahmen der Aktion „Film ab! Sie für SchUM!“ können Besucher*innen im sogenannten „Pop-Up-Chair“ Platz nehmen und erzählen, warum sie persönlich die Bewerbung der SchUM-Stätten um den Status als UNESCO-Weltkulturerbe unterstützen. Die Vota werden gefilmt und anschließend auf der Website der SchUM-Städte (www.schumstaedte.de) und auf dem Youtube-Kanal des SchUM-Städte e.V. zu sehen sein. Der Eintritt in den Judenhof ist in dieser Zeit kostenfrei möglich.

Der „Europäische Tag der jüdischen Kultur“ wird von der „European Association for the Preservation and Promotion of Jewish Culture and Heritage“ koordiniert. Kooperationspartner sind an diesem Tag der SchUM-Städte e.V., die Stadt Speyer und der Verkehrsverein Speyer.

Text: Stadt Speyer Foto: Speyer 24/7 News
27.08.2019

Circlesingen an der Musikschule

Zu einem weiteren öffentlichen Circlesingen lädt die Musikschule der Stadt Speyer am kommenden Montag, 2. September 2019, 19:30 Uhr in die Gedächtniskirche ein. Bei dieser Form des gemeinschaftlichen Singens erleben die Teilnehmer die musikalische Begegnung in einem sicheren und geführten Rahmen, der aber trotzdem die Freiheit gibt, der eigenen Intuition zu vertrauen. Rhythmus und Polyrhythmus, Melodie und Harmonie, Chorklang und Solo bilden ebenso Elemente wie auch die geteilte Stille und das Eintauchen in den Moment. Die Leitung hat Jutta Brandl, Treffpunkt ist um 19:20 Uhr vor der Kirche auf dem Bartholomäus-Weltz-Platz 5. Das Angebot ist unverbindlich und kostenfrei. Interessenten melden sich direkt bei der Leiterin unter der E-Mail-Adresse: info@juttabrandl.de.

Zwei Tage später, am 4. September 2019 startet dann ein neuer Circlesinging-Kurs an der Musikschule der Stadt Speyer. In zehn Unterrichtsstunden werden den Teilnehmer*innen sorgfältig ausgewählte Lieder aus aller Welt in ihrer natürlichsten Form vermittelt, nämlich durch Vor- und Nachsingen. Im Repertoire finden sich dabei sowohl einstimmige als auch mehrstimmige Lieder, Songs und Kanons. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Kosten für zehn Kursstunden belaufen sich auf insgesamt 85 €. Die Anmeldung erfolgt über die Musikschule der Stadt Speyer unter www.speyer.de, per E-Mail an musikschule@stadt-speyer.de oder telefonisch unter 06232-141340.

Stadt Speyer
27.08.2019

Noch wenige Plätze frei bei Aktionen der Jugendförderung Speyer für 11-18-Jährige

Die Jugendförderung Speyer bietet verschiedene Aktionen für 11-18-Jährige an. Bei einigen Ausflügen sind noch Plätze frei.

Für beide „Online-Nächte“ sind noch einige Restplätz frei. Also beeilt euch und sichert euch einen der letzten Plätze. Die erste „Online-Nacht“ findet vom 27. – 28. September und die zweite findet am 11. – 12. Oktober statt und ist für Jugendliche von 12 – 18 Jahren. Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro.

Beim Upcycling Day basteln wir gemeinsam mit den unterschiedlichsten Materialien. Schon mal eine Handyhülle aus einer alten Krawatte oder Jeans gebastelt. Oder einen Geldbeutel aus Milchtüten. Wer eine kreative Pause benötigt, kann sich bei einer Runde Billard, Air-Hockey oder Tischtennis entspannen. Für ein leckeres Mittagessen ist ebenfalls gesorgt. Der Upcycling Day ist am 10. Oktober von 10 – 15 Uhr direkt in der Jufö. Die Teilnehmergebühr beträgt 8 Euro.

Kennst du schon die vielen, erlebnisreichen Rutschen im Miramar? Dann solltest du sie dir nicht entgehen lassen. Neben vielen Rutschen ist der Spaß garantiert und wenn du eine Pause brauchst, chillst du einfach im warmen Becken oder zockst eine Runde Uno oder Halli Galli. Der Ausflug ins Miramar ist am 11. Oktober von 10 – 17 Uhr. Die Teilnehmergebühr beträgt 18 Euro.

Beim „Fußballgolf in St. Leon-Rot“ spielt ihr eine Kombination aus Fußball und Golf. Ob Profi oder nicht, auf dem Fun-Platz mit 18 Bahnen kann sich jeder ausprobieren. Der Spaß steht dabei im Vordergrund. Anschließend fahren wir in die Jufö und ihr könnt euch noch ein wenig bei Billard, Dart, Air-Hockey, Nintendo Switch ausprobieren. Der Ausflug findet am Samstag den 26. Oktober 11 – 16 Uhr statt. Der Teilnehmerbeitrag liegt bei 10 Euro.

Ein weiterer Ausflug führt uns dieses Mal in das Technikmuseum und IMAX-Kino nach Sinsheim. Dort könnt ihr nicht nur die „Concord“ oder „Blue Flame“ bestaunen, auch weitere Kultobjekte, welche die Technikwelt geprägt haben, sind zu bestaunen. Anschließend sucht ihr euch gemeinsam einen Film aus und genießt diesen im IMAX 3D Kino. Wenn ihr in die Technikwelt eintauchen wollt, bucht euch einen Platz für Samstag, den 23. November von 10 – 15 Uhr. Der Teilnehmerbeitrag liegt bei 16 Euro.

Im Dezember fahren wir auf den traditionellen Weihnachtsmarkt im Herzen von Straßburg. Hier könnt ihr die letzten weihnachtlichen Besorgungen machen, falls euch noch Geschenkideen fehlen. Anschließend steuern wir ein Einkaufszentrum an, in dem ihr noch ein wenig shoppen könnt. Das alles findet am Samstag den 14. Dezember von 10 – 19 Uhr statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 8 Euro. Weitere Infos gibt es unter www.jufö.de. Anmeldungen nehmen wir bevorzugt online auf unserer Internetseite entgegen. Wer keine Möglichkeit hat, sich online anzumelden, ruft uns einfach an (Tel. 06232/6773-180).

Stadtverwaltung Speyer, Fachbereich Jugend, Familie, Senioren, Soziales, Jugendförderung
27.08.2019