Verkehrsbeeinträchtigungen durch Versammlungen der Landwirte am 08.01.2024

Auf Grund bundesweiter Versammlungen und Aufzüge am Montag (08.01.2024) werden auch in der Vorder- und Südpfalz Verkehrsbeeinträchtigungen erwartet / Hinweise der Polizei

(Präsidialbereich Rheinpfalz) – Im Zusammenhang mit bundesweiten Aktionen haben der Bauernverband und andere Organisationen für kommenden Montag (08.01.2024) zahlreiche Demonstrationen im Bereich der Vorder- und Südpfalz angemeldet.

Obwohl die Polizei die Versammlungen und Aktionen begleitet, wird es wahrscheinlich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen, insbesondere im frühmorgendlichen Berufsverkehr.

Regionale Protestaktionen sollen am Montagmorgen an folgenden Orten durchgeführt werden:

  • an der Autobahn 6 an den Anschlussstellen Grünstadt und Wattenheim
  • an der Autobahn 65 an den Anschlussstellen Edenkoben, Rohrbach, Kandel-Nord und -Süd
  • an der B 9 an den Anschlussstellen Rülzheim-Nord und Jockgrim (Industriegebiet)
  • an der B 10 an der Auffahrt Landau-Godramstein
  • auf der L 512 in Richtung B 10 bzw. Richtung A 65
  • an den Auffahrten zur B 38 bei Landau-Ebenberg

An diesen Straßenabschnitten ist ein Auffahren auf diese ab voraussichtlich 6 Uhr bzw. 6:30 Uhr für die Dauer von einer Stunde nicht möglich. Auch wenn die Ausfahrten frei bleiben, müssen sie dennoch mit spürbaren Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen.

Dabei wird es nicht nur während der Dauer der Versammlungen zu Behinderungen kommen, sondern auch davor und danach wegen der An- und Abreise der Versammlungsteilnehmenden mit ihren Traktoren.

Neben diesen regionalen Versammlungen ist am Montagmorgen ab 8 Uhr auch eine Sternfahrt mit mehreren hundert Traktoren nach Ludwigshafen über folgende Straßen geplant:

  • aus dem Süden ab der Anschlussstelle Schwegenheim (B272) über die B 9
  • aus westlicher Richtung ab der Anschlussstelle Neustadt-Süd über die Autobahn 65 und vom Wurstmarktplatz in Bad Dürkheim über die A 650
  • aus dem Norden vom Festplatz Worms über die L 523 durch Frankenthal und danach auf die B 9 in Richtung Oggersheimer Kreuz

Die Sternfahrt endet an der Friedrich-Ebert-Halle in der Erzbergerstraße in Ludwigshafen, wo am Vormittag ab 10:30 Uhr eine Kundgebung geplant ist, die voraussichtlich gegen 13:30 Uhr enden soll.

Die Traktoren der Sternfahrt nach Ludwigshafen werden zentral über folgende Strecke zur Friedrich-Ebert-Halle polizeilich begleitet:

  • aus allen Richtungen zum Oggersheimer Kreuz (A 650 / B 9)
  • A 650 bis zur Abfahrt Ludwigshafen-Oggersheim-Süd
  • Kreisstraße 3 bis zur Mannheimer Straße
  • Mannheimer Straße bzw. Frankenthaler Straße bis Bayreuther Straße
  • Kopernikusstraße bis zur Sternstraße
  • Sternstraße bis zur Erzbergerstraße

Die Kopernikusstraße wird am frühen Montagmorgen für den Straßenverkehr komplett gesperrt und steht als ergänzender Parkraum für Traktoren zur Verfügung.

Insbesondere während der Anreise der erwarteten mehreren hundert Traktoren ab voraussichtlich 9 Uhr und während der Abreise der Traktoren ab voraussichtlich 13:30 Uhr ist mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen im Stadtgebiet Ludwigshafen, insbesondere im Umfeld der Friedrich-Ebert-Halle, zu rechnen.

Bei der Rückfahrt der Traktoren dürfen diese nicht mehr die Autobahnen oder Kraftfahrstraßen benutzen, so dass es auch abseits der Hauptverkehrswege auf den Landstraßen und in Gemeinden zu spürbaren Verkehrsbeeinträchtigungen kommen dürfte.

Bitte rechnen Sie ganztägig mit starken Verkehrsbehinderungen in der Region. Die Polizei rät allen Bürgerinnen und Bürgern, dies bei der Planung des Arbeits- und Schulwegs bzw. bei sonstigen Fahrten zu berücksichtigen.

Wir bitten alle Verkehrs- und auch Versammlungsteilnehmende, unbedingt Not- und Rettungswege freizuhalten, damit Rettungsfahrzeuge, Feuerwehren und die Polizei ungehindert zu ihren Einsatzstellen gelangen können.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz mit Sitz in Ludwigshafen am Rhein ist zuständig für die Sicherheit von rund 900.000 Menschen. Der Dienstbezirk der Behörde mit ihren rund 2200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umfasst auf etwa 2.400 Quadratkilometern die Vorder- und Südpfalz mit den Landkreisen Bad Dürkheim, Germersheim, Rhein-Pfalz-Kreis und Südliche Weinstraße sowie die kreisfreien Städte Frankenthal (Pfalz), Landau in der Pfalz, Ludwigshafen am Rhein, Neustadt a.d.W. und Speyer.

Polizeipräsidium Rheinpfalz
05.01.2024

Germersheim und Landkreis GER

Wir feiern 60 Jahre Realschule plus Kandel – feiern Sie mit!

Die Realschule plus Kandel kann auf eine lange Tradition mit vielen wunderbaren Geschichten zurückblicken und darf in diesem Jahr bereits ihr 60-jähriges Bestehen feiern.

Dieses Jubiläum möchten wir gerne mit allen Menschen verbringen, die die RS+K besucht, über Jahre geprägt und liebevoll begleitet haben. Kurz mit all denen, die unsere Schule zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Aus diesem Grund möchten wir alle ehemaligen RS+Kler recht herzlich einladen, am

Freitag, den 10.06.2022 um 16 Uhr

unser Gast zu sein und Teil unserer Jubiläumsfeier zu werden. Damit wir besser planen können, wäre es schön, wenn Sie sich per Mail an 60.geburtstag@rsplus-kandel.de bis spätestens 01.06.2022 zu unserem Fest anmelden würden.

Wir freuen uns auf eine schöne „Geburtstagsparty“ mit ganz vielen Gästen!

Kreisverwaltung Germersheim
02.05.2022

Landkreis spendet „Loschter Handkees Dudde“ für Germersheimer Tafel

Landrat Dr. Fritz Brechtel (Vierter von links), rechts daneben Tafelvereinsvorsitzender Werner Seessle nebst Gattin Alexandra, Sessle, rechts daneben Siegrid Götz (Mitglied des Tafel Vorstands) sowie rechts außen Anette Kloos, Vorsitzende des Vereins Loschter Handkeesfescht e.V. sowie weitere helfenden Kräfte.
Foto: Arthur Jung / Kreisverwaltung Germersheim

100 „Loschter Handkees Dudde“ und ein großer Laib Bauernbrot – mit diesem Präsent kam Landrat Dr. Fritz Brechtel am heutigen Vormittag zur Germersheimer Tafel. „Wir unterstützen damit sowohl den Lustadter Verein, der in diesem Jahr erneut auf die Austragung des traditionellen Handkeesfeschtes verzichten muss; und wir tun gleichzeitig etwas Gutes für die Tafel-Kunden, die sich heute über diese sicherlich außergewöhnliche Überraschung freuen dürfen“, so Landrat Brechtel.

Tafel-Vorsitzender Werner Seessle bedankte sich im Namen des Tafelvereins bei den Initiatoren dieser Idee und berichtete in diesem Zusammenhang, dass die „Bedarfsgemeinschaft im nördlichen Teil des Landkreises“ inzwischen die 500er-Marke geknackt hat. „Ein trauriges Ergebnis“, findet Landrat Brechtel und hofft, mit dieser kleinen regionalen Spezialität, bestehend aus einem „Handkees“, Zwiebeln, Radieschen, Margarine und einigen Scheiben Bauernbrot, den bedürftigen Menschen zumindest kurzfristig ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können. Auch Anette Kloos, Vorsitzende des Loschter Handkeesfescht-Vereins, freut sich über diese zusätzliche Einnahmequelle und hofft, dass es im nächsten Jahr nach dreijähriger Corona-Abstinenz wieder möglich sein wird das Fest auf traditionelle und herkömmliche Art und Weise ausrichten zu können. In diesem Jahr mussten die Verantwortlichen erneut auf die Alternative der „Handkees Dudde“ zurückgreifen.

Text: Kreisverwaltung Germersheim Foto: Arthur Jung / Kreisverwaltung Germersheim
29.04.2022

Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsförderung Südpfalz ruft auf: Jetzt bewerben für landesweiten »Pioniergeist«-Gründerwettbewerb

Landesweiter Gründerwettbewerb: Auch in diesem Jahr zeichnen die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, die Volksbanken Raiffeisenbanken und der Südwestrundfunk besondere „Pioniergeister“ im Land aus.
Grafik: Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz

Pioniergeister 2022 gesucht: Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsförderung Südpfalz ruft Existenzgründerinnen und Existenzgründer aus der Region dazu auf, sich für den landesweiten „Pioniergeist“-Gründerwettbewerb zu bewerben. Teilnehmen kann, wer sich in den vergangenen fünf Jahren selbständig gemacht bzw. ein Unternehmen übernommen hat oder in diesem Jahr ein Unternehmen gründen bzw. übernehmen wird. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vergangenen „Pioniergeist“-Wettbewerbe, die bisher keine Preisträgerinnen bzw. Preisträger waren, dürfen sich erneut bewerben.

Der Gründerpreis wird von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, den Volksbanken Raiffeisenbanken im Land und dem SWR Fernsehen ausgerichtet. Auf die Siegerinnen und Sieger warten Preisgelder in Höhe von insgesamt 30.000 Euro sowie die Chance, durch die Berichterstattung zum Wettbewerb mit der eigenen Gründungsidee öffentlich präsent zu sein. Darüber hinaus vergeben die Business Angels Rheinland-Pfalz wieder einen Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro für die beste Gründungsidee.

Bereits zum 24. Mal wird der Preis in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz vergeben.

Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen zum Wettbewerb finden sich online unter www.pioniergeist-rlp.de. Die Bewerbungsfrist endet am 15. August 2022.

Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsförderung Südpfalz setzt sich zusammen aus der Stadt Landau in der Pfalz, den Landkreisen Südliche Weinstraße und Germersheim, der Industrie- und Handelskammer für die Pfalz und der Handwerkskammer der Pfalz. Gegründet wurde sie im Jahr 1998 mit dem vorrangigen Ziel der Koordinierung von Marketingaktivitäten in der Wirtschaftsregion Südpfalz.

Text: Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsförderung Südpfalz Grafik: Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz
28.04.2022

Antragsverfahren Teil 1 für die Antragstellung auf Gewährung einer Beihilfe für die Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen ab dem Pflanzjahr 2023

  • Antragszeitraum Frühjahr 2022: 2. – 31. Mai 2022
  • Antragszeitraum Herbst 2022:    entfällt

Die Anträge für die Teilnahme am EU-Umstrukturierungsprogramm für Rebpflanzungen im Jahr 2023 können bei der Kreisverwaltung Germersheim, Sachgebiet Agrarförderung, Luitpoldplatz 1, gestellt werden. Die Antragsfrist für den Teil 1 des Antragsverfahrens ist vom 2. bis 31. Mai 2022 möglich.

Bitte beachten: Für den Teil 1 ist dieses Jahr nur diese eine Antragsfrist vom 2. bis 31. Mai 2022 vorgesehen. Der Antragszeitraum im Herbst entfällt.

Hier müssen alle Flächen, auch die Flächen in Flurbereinigungsverfahren beantragt werden, wenn sie im Herbst 2022 oder im Frühjahr 2023 gerodet werden sollen und eine Förderung durch die Umstrukturierung geplant ist. Die Rodebescheide aus den Vorjahren, verlieren ihre Gültigkeit, wenn die Rebflächen nicht gerodet wurden. Die Flächen müssen erneut beantragt werden.

Auch derzeit unbestockte Flächen sind zu melden, für die eine Bestockung mittels Pflanzrecht aus der sogenannten Umwandlung bzw. Genehmigung auf Wiederbepflanzung beabsichtigt ist.

Unbestockte Flächen, die bereits Gegenstand eines Antrages Teil 1 waren und einen positiven Rodebescheid erhalten haben, müssen nicht erneut beantragt werden.

Für Pflanzungen ab 2023 werden die Maßnahmen „Anpassung der Zeilenbreite“ für die Anbaugebiete Ahr, Mittelrhein und Mosel sowie „Pflanzung von „Halb- oder Hochstammreben“ in allen Anbaugebieten neu eingeführt. Dafür ist das Antragsverfahren Teil 1 bereits ab 2022 zu ändern. Im Antrag Teil 1 muss nun verbindlich eine Maßnahme für die Pflanzung gewählt werden.

Im Januar des geplanten Pflanzjahres erfolgt die Antragstellung Teil 2 in der entsprechenden Maßnahme, die im Antrag Teil 1 angezeigt wurde. Hier können allerdings nur Flächen beantragt werden, die auch bereits in einem Teil 1 aufgeführt wurden.

Die Fertigstellung der Pflanzung und der Unterstützungsvorrichtung muss in 2023 spätestens zum 30. Juni 2023 (einzige Frist) erfolgt sein. Später gemeldete und fertiggestellte Vorhaben können nicht gefördert werden. Dies regelt die Übergangsvorschrift der VO (EU) 2021/2117.

Es wird empfohlen, den Antrag über das Weininformationsportal (WIP) der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz EDV-technisch unterstützt auszufüllen.

https://www.lwk-rlp.de/de/weinbau/service/wip-weininformationsportal/

Wer noch keinen Zugang für das WIP besitzt, kann über Neuregistrierung einen Antrag ausfüllen und an die angegebene Nummer faxen. Die Zugangsdaten werden in der Regel innerhalb von 2 bis 3 Arbeitstagen per Post zugestellt.

Die Antragsformulare und das Merkblatt sind über die Internetseite des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz verfügbar: https://mwvlw.rlp.de/de/themen/weinbau/umstrukturierung/

Sie können von dort ausgedruckt und ebenfalls zur Antragstellung genutzt werden.

Nach Durchführung der Vor-Ort-Kontrolle erhalten die Antragstellenden eine Nachricht, ob die Rodung auf den beantragten Flächen erfolgen kann. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen auf den Flächen keine Veränderungen vorgenommen werden. Die Benachrichtigung, dass gerodet werden kann, erfolgt im Oktober per Rodebescheid durch die Kreisverwaltung.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Kreisverwaltung Germersheim www.kreis-germersheim.de/agrar

Kreisverwaltung Germersheim
28.04.2022

Das Bundesverdienstkreuz für Heinrich (Heiner) Butz aus Bellheim

v.l.: Landrat Dr. Fritz Brechtel, Petra und Heiner Butz, Innenstaatssekretär Randolf Stich und Martin Brandl, Parlamentarischer Geschäftsführer.
Foto: Ministerium des Inneren und für Sport Rheinland-Pfalz

„Heiner Butz ist jetzt verdienter Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Dazu gratuliere ich von ganzem Herzen und freue mich aufrichtig, dass Heiner Butz endlich diese Anerkennung erhalten hat“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel. Mit dem Verdienstkreuz am Bande wird die Anerkennung der Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl zum Ausdruck gebracht wird. Überreicht wurde der Orden an Heiner Butz aus Bellheim am Donnerstag, 28. April 2022, von Innenstaatssekretär Randolf Stich. Bereits vor einigen Jahren hatte Landrat Dr. Brechtel diese Auszeichnung angeregt.

„Soweit ich zurückdenken kann ist, Heiner Butz für die Menschen im Landkreis und weit darüber hinaus im Einsatz, früher als Mitarbeiter der Kreisverwaltung Germersheim und stets als überaus engagiertes Mitglied im Deutschen Roten Kreuz“, berichtet Landrat Brechtel. „Heiner Butz ist immer zur Stelle, wenn seine organisatorischen und psycho-sozialen Fähigkeiten sowie sein enormes Netzwerk gebraucht werden, vor allem im Katastrophenschutz unseres Landkreises. Ich habe noch nicht erlebt, dass er nicht federführend oder unterstützend dabei ist, wenn Themen, Krisen, Notfälle aufkommen.“ „Wenn ich helfen kann, tu ich das“, fasst Heiner Butz sein Engagement knapp zusammen, „Das Deutsche Rote Kreuz verfügt über ein großes Spektrum an Wissen und Material, dem DRK gehören viele hilfsbereiten Menschen an. Aber alleine geht es nicht. In Zusammenarbeit mit allen anderen Hilfsorganisationen und offiziellen Stellen macht es letztlich doch Freude, gezielt und mit gebündelten Kräften für wichtige und gute Sachen einzustehen, kurzum: Menschen zu helfen!“

Heiner Butz war bzw. ist im Deutschen Roten Kreuz in zahlreichen Leitungsfunktionen und Gremien auf Orts-, Kreis-, Bezirks, Landes- und Bundesverbandsebene aktiv. So war er u.a. 22 Jahre lang Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Bellheim, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes sowie 18 Jahre lang Landesbeauftragter für Psychosoziale Notfallversorgung. Insbesondere die Betreuung von Menschen in Ausnahmesituationen ist ihm eine Herzensangelegenheit, weshalb er den Aufbau von Betreuungs-, Sanitäts- und Kriseninterventionsteams immer vorangetrieben und aktiv die Ausbildung übernommen hat. Vieles, das auf Orts- oder Kreisebene begonnen hat, konnte der 71-Jährige auf die Landes- oder Bundesebene weitertragen. „Gute Idee und Konzepte fanden auch andernorts Anklang und wurden umgesetzt. So passte er beispielsweise auch für den Kreis sein allgemeingültiges Konzept der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) für Amoklagen an Schulen und für eine Arbeitsgruppe auf Bundesebene an“, berichtet Landrat Brechtel.

In die Kreisverwaltung kam Heiner Butz 1975 als Anwärter im gehobenen nichttechnischen Dienst. U.a. war er dann Verwaltungsleiter des damaligen Kreiskrankenhauses in Germersheim, später auch kommissarisch in Kandel, wurde schließlich Datenschutzbeauftragter und bis zu seiner Freistellungsphase im Zentralbereich „Finanzen, Neue Steuerung“ u. a. mit der Erarbeitung und Weiterentwicklung betriebswirtschaftlicher Instrumente und Strukturen sowie in der Finanzplanung und im Finanzcontrolling beauftragt. Engagiert für die Verwaltung und für den Katastrophenschutz im Kreis ist er bis heute, auch als Mitglied des Katastrophenschutzstabes. In seiner Brückenfunktion zwischen Kreis und DRK übernahm Butz z.B. ehrenamtlich die Planung, den Aufbau und die Projektleitung der Jugendhilfeeinrichtung „Insel der Zuversicht“ in Wörth für rund 30 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde er fester Teil des Krisenstabes, installierte schnell ein Sorgentelefon für Menschen in häuslicher Quarantäne, entwickelte das Projekt „Testen an Schulen“ als Modell für Rheinland-Pfalz. Schon zuvor unterstützte er die Einrichtung und den Betrieb der Quarantänestation für Wuhan-Rückkehrer in der Südpfalzkaserne. Und auch in der aktuellen Situation, in der Menschen aus der Ukraine fliehen müssen und in der Südpfalz ankommen, ist Heiner Butz mit federführend in der Planung und Realisierung der „Übergangs-Unterkunft für Geflüchtete“ in der ehemaligen Förderschule in Wörth.

Auch bei Katastrophen, Notfällen und Ausnahmesituationen über den Grenzen des Landkreises hinaus, war Butz zur Stelle: Beispielsweise als Einsatzleiter bei der Betreuung von Übersiedlern aus der DDR 1989 oder auch als Koordinator der Notfallnachsorge für Heimkehrer und Opfer der Flutkatastrophe in Südasien im Dezember 2004. Bei der Brandkatastrophe 2008 in Ludwigshafen, bei der neun Kinder und Erwachsene zu Tode kamen, und bei der Gasexplosion mit 17 zum Teil schwer verletzten Feuerwehrkameraden in Harthausen leitete er den Unterabschnitt Betreuung und PSNV.

Sein Engagement wurde bis dahin mit folgenden Ehrungen gewürdigt: Landesverdienstmedaille des DRK (Oktober 1996), Ehrenzeichen des DRK (Dezember 1996), Medienpreis „Ehrensache“ des SWR (2001), Fluthelfermedaille des Bundesverteidigungsministers (2004) und Hochwassermedaille des Landes Sachsen-Anhalt (2004) für den Verdienst beim Einsatz bei der Elbflut 2002.

„In Stunden oder Tage lässt sich das Engagement von Heiner Butz nicht beziffern“, fasst Landrat Brechtel zusammen, „auch nicht in einer Zahl versorgter Personen, Gesprächen oder abgehaltenen Seminaren. Vielleicht aber in einer Größe, die bei allem, was er tut, sicherlich das Wichtigstes ist: Sein Engagement basiert auf einem großen Herzen für die Menschen, auf der Fähigkeit, Mitgefühl auch in schweren Stunden in gezielte Hilfe umzusetzen und ein Temperament, das alle anderen um sich herum mitreißen lässt. Lieber Heiner, hierfür Danke ich Dir im Namen des Landkreises Germersheim und auch ganz persönlich. Herzlichen Glückwunsch zum Bundesverdienstkreuz am Bande!“

Text: Kreisverwaltung Germersheim Foto: Ministerium des Inneren und für Sport Rheinland-Pfalz
28.04.2022

Nächste Sitzung des Kreisrechtsausschusses

Die nächste öffentliche Sitzung des Kreisrechtsausschusses findet am Mittwoch, 4. Mai 2022, ab 8.30 Uhr, unter dem Vorsitz von Kreisverwaltungsoberrat Daniel Gropp (TOP 1 bis 3) und Rechtsassessor Till Rauland (TOP 4), im Sitzungssaal, Raum 9.08 im 9. Obergeschoss der Kreisverwaltung Germersheim, Außenstelle 17-er-Straße 1, 76726 Germersheim, statt.

Es gilt die 3 G-Regel. Außerdem besteht für Teilnehmende die Pflicht zum Tragen einer FFP2 Maske.

Kreisverwaltung Germersheim
27.04.2022

Landkreis Germersheim spendet medizinisches Material in die Ukraine

Direkter Hilfstransport über den Verein „Medizinische Krisenhilfe Pirmasens“

Der Landkreis Germersheim hat Material für die medizinische Versorgung in der Ukraine gespendet, das im Rahmen der Corona-Pandemie u.a. für den Aufbau des Notfallhilfekrankenhauses beschafft und nicht anderweitig genutzt wurde oder wird. Die Sachspende umfasst Beatmungsgeräte, ein Ultraschallgerät, Steckbeckenspüler, Rollstühle sowie medizinisches Verbrauchsmaterial wie Infusionsbesteck, Katheter und Sauerstoffbrillen/-masken.

„Bei uns liegt das Material vorrätig herum, in der Ukraine wird es dringend benötigt. Daher haben wir uns entschieden, es gezielt über einen Hilfstransport in das Kriegsgebiet zu spenden. Über diesen Hilfstransport können wir sicher davon ausgehen, dass das Material dort ankommt, wo ein dringender Bedarf besteht“, sagt Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Die Spende geht an den neu gegründeten Verein „Medizinische Krisenhilfe Pirmasens“, der sich speziell für die medizinische Versorgung in Kriegs- und Krisengebieten einsetzt. Der Verein wurde aufgrund einer Initiative von Mitarbeitern des Krankenhauses Pirmasens gegründet und bringt damit auch Fachkenntnisse für die medizinische Versorgung mit. Für Lieferungen in die Ukraine macht sich der Verein die Kenntnisse und Netzwerke von medizinischen Fachkräften mit ukrainischen Wurzeln zunutze, um bedarfsgerecht medizinisches Versorgungsmaterial an die Orte zu bringen, an denen es benötigen wird.

Kreisverwaltung Germersheim
26.04.2022

Wohngeldbehörde, BAföG-Stelle sowie Sachbereich Bildung und Teilhabe ziehen um

Die Wohngeldbehörde, BAföG-Stelle und der Sachbereich Bildung und Teilhabe (Fachbereich Soziale Hilfen der Kreisverwaltung Germersheim) ziehen von der 17er-Straße 1 in die Bismarckstr. 4 in Germersheim und sind deshalb am 4. Mai 2022 nicht erreichbar.

Ab 5. Mai 2022 sind die Mitarbeitenden in der Bismarckstr. 4, Erdgeschoss, zu den gleichen Öffnungszeiten wir bisher (Montag bis Freitag 8.30 bis 12 Uhr sowie Dienstag 13.30 bis 16 Uhr und Donnerstag, 13.30 bis 18 Uhr) unter Beachtung der geltenden Corona-Regeln zu erreichen.

Kreisverwaltung Germersheim
26.04.2022

Reaktivierung von südpfälzischen Bahnstrecken: Beispielrechnungen nach neuem Verfahren stimmen positiv

Weitere, vorsichtig positive Signale sehen die Verantwortlichen in der Südpfalz in Sachen Reaktivierung von südpfälzischen Bahnstrecken. „Untersuchungsergebnisse haben gezeigt, dass die Berechnung des Kosten-Nutzen-Faktors für ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen auf den voraussichtlich neuen Grundlagen höher ausfällt als nach den bisher gültigen Kriterien – und zwar bei 12 von 12 geprüften Testfällen“, berichten Landrat Dietmar Seefeldt (Südliche Weinstraße), Landrat Dr. Fritz Brechtel (Germersheim) und Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch. „Bei zwei Drittel der untersuchten Fälle konnte sogar eine Verbesserung der Nutzen-Kosten-Verhältnisse auf mehr als das Doppelte erreicht werden“, zitieren die drei aus den Projektergebnissen.

Durchgerechnet wurden die Testfälle von der Intraplan Consult GmbH und der Verkehrswissenschaftlichen Institut Stuttgart GmbH im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. Die vielversprechenden Ergebnisse wurden in der Südpfalz durch ein Sonderrundschreiben des Landkreistags bekannt. „Leider ist bei den untersuchten Beispielen keines aus Rheinland-Pfalz dabei. Immerhin sind Projekte im ländlichen Raum und Reaktivierungsprojekte darunter. Also durchaus Vergleichbares mit unserem Vorhaben der Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Germersheim und Landau“, halten die beiden Landräte und der OB fest. „Wir interpretieren die Untersuchungsergebnisse so, dass die zahlreichen Vorteile von Bahnreaktivierungen in jedem Einzelfall künftig angemessen berücksichtigt werden können.“ Sie verweisen des Weiteren darauf, dass gemäß der Veröffentlichung dieser Untersuchungsergebnisse künftig voraussichtlich ein vereinfachtes Bewertungsverfahren für Reaktivierungen zur Verfügung stehen wird.

Seitens des Bundesverkehrsministeriums steht nun noch die formale Veröffentlichung der finalen Verfahrensanleitung für das neue Verfahren der Standardisierten Bewertung aus. Darauf basierend soll dann auch in der Südpfalz neu berechnet werden, ob sich die Reaktivierung der angedachten Strecke zwischen Germersheim und Landau lohnt. Auch für die Strecke zwischen Landau und Herxheim (und weiter bis nach Rülzheim) wird mit den neuen Kriterien nochmals eine Kosten-Nutzen-Untersuchung durchgeführt werden. Wenn sich die Reaktivierung einer oder beider südpfälzischen Bahnverbindungen nach neuen Kriterien lohnt, dann könnten die Infrastrukturmaßnahmen angegangen werden und Züge auf die Schienen zurückkehren. Angekündigt war die neue Verfahrensanleitung des Bundes für das erste Quartal 2022, zum Teil war auf das zweite Quartal verwiesen worden.

Seefeldt, Brechtel und Hirsch hatten sich mit Blick auf die Strecke mehrfach beim Bund für die Modernisierung der Bewertungskriterien eingesetzt. Denn nur mit zeitgemäßen Kriterien, die den Nutzen von Bahnstrecken in den Bereichen Klimaschutz, Verkehrsverlagerung, Daseinsvorsorge sowie in weiteren Aspekten angemessen wiederspiegeln, rücken Reaktivierungsprojekte in den Bereich des Möglichen.

Im Detail: Weder die Reaktivierung der Strecke Landau-Herxheim(-Rülzheim) noch die Reaktivierung der Strecke Landau-Germersheim würden nach den derzeitigen Bewertungsvoraussetzungen („Version 2016“) einen Nutzen-Kosten-Quotienten über dem Wert von „1“ erreichen. Das neue Bewertungsverfahren trägt die Bezeichnung „2016+“. Dabei wird zwar der Preisstand unverändert aus dem Jahr 2016 übernommen. Allerdings werden unter anderem für die CO2-Emissionen neue Bewertungsansätze verwendet. Galt noch bei der Untersuchungen der Strecken im vergangenen Jahr ein Wert von 149 Euro je Tonne, wird der Wert nun auf 670 Euro je Tonne CO2-Emissionen erhöht werden.

Gemeinsame Pressemitteilung der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße und der Stadt Landau in der Pfalz
26.04.2022

Albert-Haueisen-Kunstpreis: noch bis 23. Mai bewerben

Preisgeld von 7.000 Euro für Kunstschaffende aus den Regionen Baden-Württemberg, Elsass und Rheinland-Pfalz

Zum 21. Mal schreibt der Landkreis Germersheim zusammen mit dem „Verein zur Förderung von Kunst und Kultur e.V.“ den „Albert-Haueisen-Kunstpreis“ aus. Der mit insgesamt 7.000 Euro dotierte Kunstpreis wird gemeinsam für Malerei, Grafik und Plastik vergeben. „An der Ausschreibung können sich alle Künstlerinnen und Künstler beteiligen, die in Rheinland-Pfalz, in Baden-Württemberg oder im Elsass wirken. Nutzen Sie die Chance und bewerben Sie sich“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Das Preisgeld wird gestaffelt in Form eines Haupt- (5.000 Euro) sowie eines Förderpreises (2.000 Euro) vergeben. Die Bewerbungen für die Vorjury sind bis spätestens 23. Mai 2022 an die Kreisverwaltung Germersheim, Verein zur Förderung von Kunst und Kultur e.V./KVHS, Luitpoldplatz 1, 76726 Germersheim, zu richten.

Die Preisvergabe wird am Sonntag, 18. September 2022, 11 Uhr, im Rahmen der Eröffnung der Prämiierungsausstellung im „Zehnthaus“ in Jockgrim erfolgen. Die entsprechenden Ausschreibungsunterlagen sind im Internet abrufbar unter www.kreis-germersheim.de/haueisenpreis oder können unter Tel. 07274/53-319 angefordert werden.

Kreisverwaltung Germersheim
26.04.2022

Fit fürs Ehrenamt in der Kinder- und Jugendarbeit

Nächste Jugendleiterausbildung startet Ende Juni in Kandel

Kandel – Wer die Jugendleiter/innen-Card (JuleiCa) erwerben möchte, hat dazu im Juni/Juli Gelegenheit. In bewährter Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Germersheim e.V. bietet das Kreisjugendamt Germersheim dieses Seminar an. Anmelden können sich Interessierte ab 16 Jahren, die entweder bereits in der Jugendarbeit aktiv sind oder sich künftig ehrenamtlich in einem Verein engagieren möchten.

„Die Teilnehmenden erhalten im Rahmen der Schulung wichtige Informationen, die zur Durchführung von Freizeiten oder bei der Betreuung von Kinder- und Jugendgruppen grundlegend sind“, so der Erste Kreisbeigeordneter und Jugenddezernent Christoph Buttweiler. Inhalte sind daher u.a. die Aufsichtspflicht und Haftung, Konfliktmanagement und Kommunikation sowie das Anleiten von Gruppenspielen.

„Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen werden auch viele Praxissituationen eingeübt um den Ehrenamtlichen die Umsetzung in den Gruppenleiter-Alltag zu erleichtern“, ergänzt die Leiterin des Jugendamtes, Denise Hartmann-Mohr.

Die Mühen der Ausbildungen und des gesellschaftlichen Engagements sollen sich nach Meinung des Jugenddezernenten Buttweiler aber auch lohnen: „Neben den Anregungen für die Jugendarbeit erhalten deshalb alle Teilnehmenden als Qualifikationsnachweis die bundesweit anerkannte und legitimierte Jugendleiter/innen-Card `JuleiCa´, die mit vielen regionalen und überregionalen Vergünstigungen verbunden ist.“

Die Schulung findet am 24./ 25.06.22 (Fr, Sa), am 15./16.07.22 (Fr, Sa) sowie am 17.09.22 (Sa) in den Räumen des Jugendzentrums Kandel statt. An den Freitagsterminen beginnt die Schulung jeweils ab 18 Uhr. Die Seminargebühr beträgt 35 Euro pro Person. Zum Erwerb der „JuleiCa“ ist die Teilnahme an allen Seminartagen erforderlich. Anmeldung beim Kreisjugendamt Germersheim, Jeanette Zikko-Giessen und Heike Hafner, Tel. 07274/53-372, E-Mail: kreisjugendpflege@kreis-germersheim.de.

Kreisverwaltung Germersheim
25.04.2022

Germersheim und Landkreis Germersheim (GER)

Landtagswahl 2021

Offizielles Ergebnis im Wahlkreis 52 – Wörth

Der Wahlausschuss des Landkreises Germersheim für den Wahlkreis 52 – Wörth am Rhein – hat in seiner Sitzung am 18. März 2021 unter dem Vorsitz von Kreiswahlleiter und Landrat Dr. Fritz Brechtel die Ergebnisse zur Landtagswahl offiziell festgestellt. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,6 Prozent. Von den 46.184 Stimmberechtigten im Wahlkreis haben 30.771 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

Das endgültige Wahlergebnis sieht folgendermaßen aus:

Direkt gewählt wurde Martin Brandl von der CDU mit 12.076 Stimmen (39,9 Prozent).

Dr. Katrin Rehak-Nitsche  SPD, kam auf 8.161 Stimmen (27,0 Prozent). Andreas Wondra, AfD, konnte 3.259 Stimmen (10,8 Prozent), Steffen Weiß, FREIE WÄHLER, 2.636 Stimmen (8,7 Prozent), Pascal Endres, GRÜNE, 2.496 (8,2 Prozent), Christian Dieter Karl Völker, FDP, 1.653 (5,5 Prozent) auf sich vereinen. Von den 30.771 abgegebenen Wahlkreisstimmen waren 490 (1,6 Prozent) ungültig.

Bei den Landesstimmen erzielte die SPD mit 10.472 Stimmen (34,5 Prozent) das beste Ergebnis. Für die CDU entschieden sich im Wahlkreis 8.913 Wahlberechtigte (29,3 Prozent). Die AfD kam auf 3.362 Stimmen (11,1 Prozent), GRÜNE auf 2.327 (7,7 Prozent), die FDP auf 1.778 Stimmen (5,9 Prozent), die FREIE WÄHLER auf 1.496 (4,9 Prozent), DIE LINKE auf 527 (1,7 Prozent ), Tierschutzpartei auf 512 (1,7 Prozent), Die PARTEI auf 284 (0,9 Prozent), Volt auf 242 (0,8 Prozent), Klimaliste auf 177 (0,6 Prozent), ÖDP auf 154 (0,5 Prozent) und PIRATEN auf 144 (0,5 Prozent).

Bei den Landestimmen gab es 383 (1,2 Prozent) ungültige Stimmen.

Offizielles Ergebnis im Wahlkreis 51 – Germersheim

Der Wahlausschuss des Landkreises Germersheim für den Wahlkreis 51 „Germersheim“ hat in seiner Sitzung am 18. März 2021 unter dem Vorsitz von Kreiswahlleiter und Landrat Dr. Fritz Brechtel die Ergebnisse zur Landtagswahl offiziell festgestellt. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,5 Prozent. Von den 45.085 Stimmberechtigten im Wahlkreis haben 27.719 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

Das endgültige Wahlergebnis sieht folgendermaßen aus:

Direkt gewählt wurde Markus Kropfreiter von der SPD mit 7.401 Stimmen (27,2 Prozent).

Tobias Baugärtner CDU, kam auf 7.397 Stimmen (27,2 Prozent). Matthias Joa, AfD, konnte 3.847 Stimmen (14,2 Prozent), Andy Becht, FDP, 3.203 Stimmen (11,8 Prozent), Marc-Andre Pantea, GRÜNE, 2.689 (9,9 Prozent), Volker Hardadt, FREIE WÄHLER, 2.646 (9,7 Prozent) auf sich vereinen. Von den 27.719 abgegebenen Wahlkreisstimmen waren 536 (1,9 Prozent) ungültig.

Bei den Landesstimmen erzielte die SPD mit 9.255 Stimmen (33,8 Prozent) ebenfalls das beste Ergebnis. Für die CDU entschieden sich im Wahlkreis 6.532 Wahlberechtigte (23,9 Prozent). Die AfD kam auf 3.847 Stimmen (14,0 Prozent), GRÜNE auf 2.215 (8,1 Prozent), die FDP auf 1.966 Stimmen (7,2 Prozent), die FREIE WÄHLER auf 1.433 (5,2 Prozent), DIE LINKE auf 555 (2,0 Prozent), Tierschutzpartei auf 532 (1,9 Prozent), Die PARTEI auf 260 (0,9 Prozent), Volt auf 250 (0,9 Prozent), Klimaliste auf 201 (0,7 Prozent), ÖDP auf 194 (0,7 Prozent) und PIRATEN auf 143 (0,5 Prozent).

Bei den Landestimmen gab es 336 (1,2 Prozent) ungültige Stimmen.

Der Kreiswahlausschuss hat festgestellt, dass keine ausreichenden Gründe für eine Nachzählung vorhanden sind und somit wurde das Wahlergebnis für den Wahlkreis 51- Germersheim in der Sitzung festgestellt.

Kreisverwaltung Germersheim
20.03.2021

Kfz-Zulassungsstelle: Außenstelle Kandel von 22. März bis Ostern geschlossen, Germersheim regulär geöffnet

Die Kfz-Zulassungsstelle in Kandel bleibt von 22. März bis Ostern aus organisatorischen und personellen Gründen geschlossen. Die Kfz-Zulassungs-und Führerscheinstelle in Germersheim hat in dieser Zeit zu den üblichen Zeiten (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Dienstagnachmittag von 13.30 bis 16 Uhr, Donnerstagnachmittag von 13.30 bis 18 Uhr) geöffnet.

Wichtig: Für alle Anliegen müssen zuvor telefonisch Termine mit der Zulassungs- bzw. Führerscheinstelle in Germersheim vereinbart sein. Ohne Terminvereinbarung kann leider keine Bearbeitung erfolgen. Es gelten weiterhin die allgemeinen Hygienevorschriften.

Terminvereinbarungen für die Zulassungsstelle sind unter Tel. 07274/53 329 und 07274/53 326 möglich, für die Führerscheinstelle unter Tel. 07274/53 380 oder 07274/53 189.

Kreisverwaltung Germersheim
20.03.2021

Coronavirus

7-Tage-Inzidenz im Landkreis Germersheim seit drei Tagen über 100

Land ordnet Verschärfung der Maßnahmen an – Neue Allgemeinverfügung

Landrat Brechtel: Das Hin und Her kann nicht der Weg sein. Mit guten Lösungen raus aus dem Lockdown

„Leider müssen wir auf Anordnung des Landes die Maßnahmen zu Eindämmung der Pandemie verschärfen, da der Landkreis Germersheim den dritten Tag hintereinander – und heute voraussichtlich den vierten Tag – eine 7-Tage-Inzidenz von über 100 hat“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel. „Ich habe mit dem Land darüber diskutiert, die schon geltenden Maßnahmen zunächst wie vorgesehen bis zum 28. März bestehen zu lassen, um die weitere Entwicklung zu beobachten und gegebenenfalls zielgerichtete Maßnahmen zu identifizieren. Allerdings wurde mir mitgeteilt, dass es bei einer Inzidenz von anhaltend über 100 keine Spielräume gibt, sondern verschärfte Maßnahmen ergriffen werden müssen.“

Nach Vorgabe des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Gesundheit, des Bildungsministeriums sowie der Dienstaufsichtsbehörde ADD besteht im Landkreis Germersheim weiterhin eine verschärfte Maskenpflicht auf ausgewiesenen Plätzen innerhalb des Kreises, die weiterführenden Schulen bleiben im Fernunterricht, der Präsenz- bzw. Wechselunterricht der Grundschulen bleibt in Verbindung mit dem Angebot der freiwilligen Selbsttestung bestehen.

Körpernahe Dienstleistungen müssen wieder schließen, wenn das Abstandsgebot der Landesverordnung nicht eingehalten werden kann, bspw. in Kosmetikstudios, Wellnessmassagesalons, Tattoo- oder Piercing-Studios und ähnlichen Betrieben. Erlaubt sind Dienstleistungen, die medizinischen oder hygienischen Gründen dienen.

Training und Wettkampf im Amateur- und Freizeitsport in Mannschaftsportarten und im Kontaktsport sind untersagt. Die sportliche Betätigung im Amateur- und Freizeitsport in Einzelsportarten auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist nur im Freien und nur alleine, zu zweit oder mit Personen, die dem eigenen Hausstand angehören, zulässig.

„Ich bedaure es sehr, dass wir dieses Hin und Her mitmachen müssen. Ich appelliere an Land und Bund, alles zu unternehmen, um gemeinsam Lösungen finden, die uns zielgerichtet und rasch aus dem Lockdown führen. Wir dürfen nicht dauerhaft allein die Inzidenzzahlen als Maßstab nehmen und die Menschen ständig mit neuen Regelungen verwirren. Impfen, Testen und die vulnerablen Gruppen besonders schützen, striktes Einhalten der AHA-Regeln und Hygienekonzepte in allen Bereichen der Gesellschaft, das sind nach meiner Ansicht die Faktoren, die eine entscheidende Rolle spielen. Natürlich dürfen wir unser Gesundheitssystem, dazu gehören u.a. die Krankenhäuser und die Gesundheitsämter, nicht überlasten, um die Menschen wirkungsvoll zu schützen. Um noch größeren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schaden zu verhindern, müssen wir gemeinsam schnell reagieren. Die Mitglieder der Spitzenverbände sind hier bereits im Gespräch. Ich bleibe dabei, dass auch die Lehrkräfte und das sonstige Schulpersonal der weiterführenden Schulen rasch geimpft werden sollte“, betont Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Bis dahin hat der Kreischef die eindringliche Bitte: „Es ist für alle mühsam und viele können es nicht mehr hören, aber zum Selbstschutz und zum Schutz anderer und damit zur Eindämmung der Pandemie müssen wir uns solidarisch an die geltenden Regeln halten. Vielen Dank!“

Die neue Allgemeinverfügung tritt am 20. März 2021 in Kraft und gilt zunächst bis 28. März 2021. Die aktuellen Allgemeinverfügungen, also die geltenden Regelungen für den Landkreis Germersheim, finden Interessierte unter www.kreis-germersheim.de/coronavirus.

Oder lesen sie die Allgemeinverfügung hier im Amtsblatt als pdf:

Diese Änderungen gelten ab Samstag, 20.03.2021 im Rahmen der Allgemeinverfügung des Landkreises Germersheim:

1. Friseure, Optiker, Hörgeräteakustiker, Fußpflege, Podologie, Physio-, Ergo-, und Logotherapie, Reha-Sport und Funktionstraining im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 3 und 9 SGB IX:

Solche Dienstleistungen sind weiterhin erlaubt. Es gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung (mindestens OP-Mundschutz oder FFP2-Maske).

Friseure: Das Bartschneiden ist untersagt. Es müssen vorherige Terminvereinbarungen getroffen werden. Kunden ohne Termin dürfen nicht bedient werden.

Die Pflicht zur Kontakterfassung besteht weiterhin.

2. Kosmetikstudios, Wellnessmassagesalons, Tattoo- oder Piercing Studios und ähnliche Einrichtungen:

Verboten sind Dienstleistungen in diesen Bereichen, wenn das Abstandsgebot zwischen den Personen nicht eingehalten werden kann. Erlaubt sind ausschließlich Dienstleistungen zu medizinischen und hygienischen Zwecken. Die Pflicht zur Kontakterfassung besteht weiterhin.

Kreisverwaltung Germersheim
20.03.2021

Coronakabinett: Vierter Öffnungsschritt verschoben – Außengastronomie mit negativem Corona-Test möglich

Weiterlesen unter: https://speyer24news.com/?p=34329

Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
20.03.2021

Gemeinsam gegen Corona

„Die Einhaltung der allgemeinen Hygienemaßnahmen und die Vermeidung von Menschenansammlungen sind enorm wichtig, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Je weniger persönliche Kontakte bestehen, umso geringe ist das Risiko einer Ansteckung und Übertragung des Virus“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Die christlichen Kirchengemeinden sowie die muslimischen Gemeinden der Stadt Wörth und der Stadt Germersheim haben sich vor diesem Hintergrund entschlossen bis einschließlich 28.03.2021 auf sämtliche Gottesdienste und Freitagsgebete zu verzichten und die Gotteshäuser und Moscheen vorerst geschlossen zu halten. „Bestimmt ist dies den Verantwortlichen der religiösen Gemeinschaften nicht leicht gefallen. Umso mehr freue ich mich über diesen aktiven Einsatz gegen Corona. Nur gemeinsam können wir die Ausbreitung eindämmen und damit hoffentlich bald zu mehr `Normalität´ zurückkehren“, so Brechtel.

Kreisverwaltung Germersheim
20.03.2021

Fallzahlen im Landkreis Germersheim

Freitag (19.03.2021)

Aktuell gibt es im Landkreis Germersheim 406 bestätigte positive Fälle, die Gesamtzahl beläuft sich auf 3962 Infizierte seit Beginn der Pandemie (+ 27 Fälle).

Weiterer Todesfall

Leider ist eine weitere Person an oder mit Covid-19 verstorben. Insgesamt steigt die Anzahl der Todesfälle damit auf 110.

VG / Stadt Ort Infizierte seit Beginn der Pandemie Aktuell infizierte Personen Gesundete bzw. nicht mehr infizierte Personen Leider an oder mit Covid-19 verstorbene Personen
           
VG Hagenbach Berg 35 0 35 0
  Hagenbach 157 11 131 15
  Neuburg 78 2 72 4
  Scheibenhardt 15 0 15 0
  Summen 285 13 253 19
Wörth Maximiliansau 156 8 146 2
  Schaidt 36 8 28 0
  Wörth, Stadt 372 45 323 4
  Büchelberg 26 0 26 0
  Summen 590 61 523 6
VG Kandel Erlenbach 9 0 9 0
  Freckenfeld 33 0 33 0
  Kandel 211 37 171 3
  Minfeld 34 2 32 0
  Steinweiler 61 14 47 0
  Vollmersweiler 1 0 1 0
  Winden 29 5 23 1
  Summen 378 58 316 4
VG Jockgrim Hatzenbühl 59 7 52 0
  Jockgrim 196 29 162 5
  Neupotz 43 13 27 3
  Rheinzabern 122 17 102 3
  Summen 420 66 343 11
VG Rülzheim Hördt 90 10 79 1
  Kuhardt 52 2 50 0
  Leimersheim 47 2 44 1
  Rülzheim 198 19 173 6
  Summen 387 33 346 8
VG Bellheim Bellheim 296 11 257 28
  Knittelsheim 30 3 27 0
  Ottersheim 68 16 52 0
  Zeiskam 63 4 59 0
  Summen 457 34 395 28
Germersheim + So   835 91 729 15
  Summen 835 91 729 15
VG Lingenfeld Freisbach 55 9 45 1
  Lingenfeld 201 16 178 7
  Lustadt 84 8 75 1
  Schwegenheim 124 11 113 0
  Weingarten 60 1 58 1
  Westheim 86 5 72 9
  Summen 610 50 541 19
           
  Endsummen 3962 406 3446 110

Donnerstag (18.03.2021)

Aktuell gibt es im Landkreis Germersheim 390 bestätigte positive Fälle, die Gesamtzahl beläuft sich auf 3935 Infizierte seit Beginn der Pandemie (+ 21 Fälle).

Weiterer Todesfall

Leider ist eine weitere Person an oder mit Covid-19 verstorben. Insgesamt steigt die Anzahl der Todesfälle damit auf 109.

VG / Stadt Ort Infizierte seit Beginn der Pandemie Aktuell infizierte Personen Gesundete bzw. nicht mehr infizierte Personen Leider an oder mit Covid-19 verstorbene Personen
VG Hagenbach Berg 35 0 35 0
  Hagenbach 156 10 131 15
  Neuburg 78 2 72 4
  Scheibenhardt 15 1 14 0
  Summen 284 13 252 19
Wörth Maximiliansau 154 6 146 2
  Schaidt 36 8 28 0
  Wörth, Stadt 372 45 323 4
  Büchelberg 26 0 26 0
  Summen 588 59 523 6
VG Kandel Erlenbach 9 0 9 0
  Freckenfeld 33 0 33 0
  Kandel 209 35 171 3
  Minfeld 34 2 32 0
  Steinweiler 61 14 47 0
  Vollmersweiler 1 0 1 0
  Winden 28 4 23 1
  Summen 375 55 316 4
VG Jockgrim Hatzenbühl 56 7 49 0
  Jockgrim 194 28 161 5
  Neupotz 43 13 27 3
  Rheinzabern 121 16 102 3
  Summen 414 64 339 11
VG Rülzheim Hördt 90 12 78 0
  Kuhardt 52 2 50 0
  Leimersheim 47 2 44 1
  Rülzheim 198 19 173 6
  Summen 387 35 345 7
VG Bellheim Bellheim 294 9 257 28
  Knittelsheim 30 3 27 0
  Ottersheim 68 16 52 0
  Zeiskam 63 4 59 0
  Summen 455 32 395 28
Germersheim + So   825 82 728 15
  Summen 825 82 728 15
VG Lingenfeld Freisbach 55 10 44 1
  Lingenfeld 200 15 178 7
  Lustadt 82 7 74 1
  Schwegenheim 124 12 112 0
  Weingarten 60 1 58 1
  Westheim 86 5 72 9
  Summen 607 50 538 19
  Endsummen 3935 390 3436 109

Kreisverwaltung Germersheim
20.03.2021

Geschwindigkeitsmessung / Blitzer

Radarkontrollen des Polizeipräsidiums Rheinpfalz für Dezember 2020

3

(Präsidiumsbereich Rheinpfalz) – Im Bereich der Polizeidirektion Ludwigshafen finden wie folgt Kontrollen statt:

  • Freitag 04.12.2020 im Bereich Speyer
  • Mittwoch 09.12.2020 im Bereich Ludwigshafen
  • Freitag 18.12.2020 im Bereich Maxdorf
  • Dienstag 29.12.2020 im Bereich Frankenthal

Im Bereich der Polizeidirektion Landau finden wie folgt Kontrollen statt:

  • Montag 07.12.2020 im Bereich Kandel-Höfen
  • Freitag 11.12.2020 im Bereich Eschbach
  • Mittwoch 16.12.2020 im Bereich Kandel-Höfen
  • Mittwoch 23.12.2020 im Bereich Eschbach

Im Bereich der Polizeidirektion Neustadt finden wie folgt Kontrollen statt:

  • Donnerstag 10.12.2020 im Bereich Grünstadt
  • Dienstag 15.12.2020 im Bereich Bockenheim
  • Montag 21.12.2020 im Bereich Bad Dürkheim
  • Mittwoch 30.12.2020 im Bereich Haßloch

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass Kontrollen auch außerhalb der genannten Zeiten und Örtlichkeiten stattfinden.

Polizeipräsidium Rheinpfalz
02.12.2020

Germersheim und Landkreis GER

Coronavirus – Fallzahlen Landkreis Germersheim

Aktuell 43 bestätigte positive Fälle im Landkreis Germersheim (Stand 07. Juli 2020, Stand 14 Uhr)

Die Übersicht aus dem Landkreis Germersheim:

  • Derzeit positiv getestete Personen: 43
  • Gesundete Personen: 140
  • Bislang leider verstorbene Personen: 5
    • Gesamtzahl positiv getestete Personen (seit Ausbruch): 188

Bis auf einen stehen alle neuen Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch in Schwegenheim.

Aktuell 42 bestätigte positive Fälle im Landkreis Germersheim (Stand 06. Juli 2020, Stand 14 Uhr)

Die Übersicht aus dem Landkreis Germersheim:

  • Derzeit positiv getestete Personen: 42
  • Gesundete Personen: 140
  • Bislang leider verstorbene Personen: 5
    • Gesamtzahl positiv getestete Personen (seit Ausbruch): 187

Kreisverwaltung Germersheim
08.07.2020

Information zum Ausbruch in Schwegenheim

Um eine zusätzliche Sicherheit zu bekommen wurden am Freitag eine Gruppe Schüler sowie die dazugehörigen Lehrkräfte der Grundschule Schwegenheim abgestrichen.

Die gute Nachricht: Mittlerweile sind nahezu alle Testergebnisse dieser Gruppe Schüler und Lehrkräfte eingetroffen, diese Testergebnisse sind alle negativ.

Kreisverwaltung Germersheim
08.07.2020

Während der Ferien etliche große und kleine Baustellen an weiterführenden Schulen

Wörth / Kandel / Germersheim – „Dieses Jahr ist vieles anders, aber eines bleibt: Auch in diesem Jahr nutzt die Kreisverwaltung die Sommerferien, um in vielen kreiseigenen Schulen Sanierungsarbeiten durchzuführen. Handwerker können in dieser Zeit ungestört arbeiten und der Schulbetrieb wird dabei nicht gestört“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Gleich an mehreren kreiseigenen Schulen stehen große Investitionsmaßnahmen an. Dabei sollen alleine im Jahr 2020 rund 19 Millionen in die Schulen investiert werden.

Am Europa-Gymnasium Wörth wird der K-Bau saniert, die Fachräume Biologie, Physik und Chemie und Kunst werden erneuert, neue Leistungsnetze und Versorgungsleitungen verlegt und Brandabschottungen eingebaut. Die Fachklassen erhalten eine neue labortechnische Ausstattung und neue Decken mit Schallschutzmatten zur Verbesserung der Akustik. In den Unterrichtsräumen werden Wände frisch gestrichen und Böden erneuert. Dieser Gebäudetrakt erhält eine neue Vorhangfassade mit Wärmedämmung. „Insgesamt sind dafür sind rund 4,5 Mio. Euro vorgesehen. Das Land fördert die Maßnahmen über das Schulbauprogramm und das Kommunale Investitionsprogramm 3.0. Bis zum Frühjahr 2021 soll die Maßnahme abgeschlossen werden“, informiert Brechtel.

In ähnlicher Weise wird in den Bestandgebäuden der Carl-Bent-Gesamtschule Wörth (IGS Wörth) gearbeitet.

Im Mittelbau werden Leitungstrassen und Rohre für den technischen Innenausbau neu verlegt, danach neue Trockenbauwände geschlossen und feuerbeständige Wände errichtet und neue Brandschutztüren eingebaut. Der Mittelbau hat bereits neue Fenster bekommen, die Handwerker arbeiten an der neuen wärmegedämmten Fassade. Bis zu den Herbstferien soll alles fertig werden, dann ziehen die 5. und 6. Klassen in diesen neu sanierten Gebäudetrakt. Die Maßnahme in Wörth ist mit ca. 2,5 Mio. Euro veranschlagt. Anschließend starten die Sanierungsarbeiten im Hauptgebäude.

Mit Hochdruck wird am Neubau der IGS Kandel gearbeitet. Der Rohbau ist bereits fertiggestellt, das Richtfest ist leider Corona-bedingt entfallen. Trotzdem laufen die Arbeiten planmäßig weiter. Das Dach ist bereits abgedichtet, der Einbau der Fenster läuft gerade und die Technikgewerke haben mit der Rohinstallation für Sanitär, Heizung und Elektro ebenso begonnen. Die Maße für die Metallfassade und die Betonfertigteile wurden bereits am Bau genommen, die Fertigung läuft, der Einbau ist ab Mitte Juli vorgesehen. Die Gebäudeaußenhülle soll bis zu den Herbstferien vollständig geschlossen sein.

„Läuft alles nach Plan in diesem 20 Millionen Schulbauprojekt, wird der erste Unterricht in einem Jahr zum Schuljahresbeginn 2021/22 stattfinden. Dann kann hoffentlich mit einem großen Fest die Einweihung gefeiert werden. Im Anschluss wird der Altbau zurückgebaut und ein neuer Schulhof entsteht“, sagt Landrat Dr. Fritz Brechtel.

In der Berufsbildenden Schule in Wörth soll ein Aus- und Weiterbildungszentrum Industrie 4.0 „Smart Factory“ errichtet werden. Dazu wurde in den letzten Wochen bereits die alte Schreinerwerkstatt ausgeräumt und derzeit werden Wände, Decken und alte Installationen zurückgebaut. In den Sommerferien beginnen die Maurer und errichten neue Wände, anschließend folgen die Technikgewerke und der Innenausbau. Ab Januar 2021 ist die Montage der vernetzten Produktionsanlage vorgesehen.

An der Richard-von-Weizsäcker-Realschule in Germersheim läuft im Moment der 4. und letzte Bauabschnitt einer 6,5 Mio. Euro Brandschutzsanierung. Nach gut zwei Jahren Bauzeit wird derzeit im Verwaltungstrakt saniert, die Decken und die Beleuchtung werden ausgetauscht, die Wände gestrichen, der alte Teppichboden erneuert und die Physik-Unterrichtsräume erhalten eine neue Nawi-Ausstattung. Bis zu den Herbstferien soll alles fertig sein.€

Am Goethe-Gymnasium in Germersheim läuft bereits seit den Osterferien die Fassadensanierung am Westbau. Nord- und Ostseite sind bereits fertiggestellt. Nun erfolgt auf der Südseite der Fenstertausch mit neuen Jalousien, dazu wurde bereits in den letzten Wochen der Beton der Fassade saniert. In den Klassenräumen müssen nach dem Fenstertausch die Decken und Laibungen wieder angearbeitet werden, dies soll bis Ende der Sommerferien inkl. Reinigung erfolgen. Die Maßnahmen an der Außenfassade werden voraussichtlich bis zu den Herbstferien dauern und insgesamt ca. 700.000 Euro kosten.

Kreisverwaltung Germersheim
08.07.2020

Machbarkeitsstudie für Pendler-Radroute „Schifferstadt-Wörth“ in Germersheim vorgestellt und überreicht

Staatssekretär Andy Becht bei der Übergabe der Machbarkeitsstudie

Schifferstadt / Wörth / Germersheim – Germersheims Landrat, Dr. Fritz Brechtel, begrüßt die fertiggestellte Machbarkeitsstudie für die Pendler-Radroute „Schifferstadt-Wörth“, die in der vergangenen Woche von Verkehrsstaatssekretär Andy Becht im Deutschen Straßenmuseum in Germersheim vorgestellt und übergeben wurde. „Ich werde nun mit meinen Bürgermeister-Kollegen im Landkreis das weitere Vorgehen abstimmen, um schnell mit der Umsetzung dieses Projektes beginnen zu können“, so Brechtel. Die Umsetzung des 59 Kilometer langen linksrheinischen Radschnellweg ist für den Germersheimer Kreischef ein wichtiges Projekt, welches sich auch aus einem deutlich angestiegenen Bedarf ergibt: „Es ist erfreulich, dass immer mehr Menschen bei ihrer Mobilität auf die umweltfreundliche Alternative Fahrrad oder E-Bike umsteigen und damit täglich zur Arbeit pendeln. Wir sind nun angehalten hierfür die notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.“

Bei dem Termin in Germersheim informierte Staatssekretär Andi Becht, über das Projekt „Schifferstadt-Wörth“. Es ist eine Maßnahme, die das Land gemeinsam mit den Kreisen und Kommunen realisieren möchte. Die mehr als 70 Seiten umfassende Studie wurde bereits im Kreistag Germersheim vorgestellt und erläutert. Der größte Teil der Strecke befindet sich auf dem Gebiet des Landkreises Germersheim. Weitere Partner sind der Rhein-Pfalz-Kreis und die Stadt Speyer. Das Land Rheinland-Pfalz hat hierfür eine Premiumförderung in Aussicht gestellt, die ebenfalls in der Machbarkeitsstudie detailliert genannt und ausgeführt wurde. „In einer gebietsübergreifenden Kooperation aller Akteure, unter Federführung des Landesbetriebs Mobilität, bildet der Landkreis Germersheim eine Scharnierfunktion, auch über die Rheinbrücke bei Wörth hinweg, in Richtung Karlsruhe. Dieser Vermittlerrolle wollen wir nun gerecht werden“, so Brechtel am Rande des Zusammentreffens.

Kreisverwaltung Germersheim
08.07.2020

Germersheim und Landkreis GER

Coronavirus

Aktuell 42 bestätigte positive Fälle im Landkreis Germersheim (Stand 03. Juli 2020, Stand 16 Uhr)

Die Übersicht aus dem Landkreis Germersheim:

  • Derzeit positiv getestete Personen: 42
  • Gesundete Personen: 140
  • Bislang leider verstorbene Personen: 5
    • Gesamtzahl positiv getestete Personen (seit Ausbruch): 187

Bis auf einen stehen alle neuen Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch in Schwegenheim.

Aktuell 42 bestätigte positive Fälle im Landkreis Germersheim (Stand 02. Juli 2020, Stand 14 Uhr)

Die Übersicht aus dem Landkreis Germersheim:

  • Derzeit positiv getestete Personen: 42
  • Gesundete Personen: 143
  • Bislang leider verstorbene Personen: 5
    • Gesamtzahl positiv getestete Personen (seit Ausbruch): 190

Aktuell 42 bestätigte positive Fälle im Landkreis Germersheim (Stand 01. Juli 2020, Stand 14 Uhr)

Die Übersicht aus dem Landkreis Germersheim:

  • Derzeit positiv getestete Personen: 42
  • Gesundete Personen: 143
  • Bislang leider verstorbene Personen: 5
    • Gesamtzahl positiv getestete Personen (seit Ausbruch): 190

Aktuell 28 bestätigte positive Fälle im Landkreis Germersheim (Stand 30. Juni 2020, Stand 14 Uhr)

Die Übersicht aus dem Landkreis Germersheim:

  • Derzeit positiv getestete Personen: 28
  • Gesundete Personen: 143
  • Bislang leider verstorbene Personen: 5
    • Gesamtzahl positiv getestete Personen (seit Ausbruch): 176

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Information zum Ausbruch in Schwegenheim

Die Zahl der mit dem Coronvirus Infizierten im Landkreis Germersheim bleibt konstant. Stand 03.07.2020, 16 Uhr gibt es im Landkreis Germersheim 42 positive Fälle.

Die gute Nachricht: Alle Tests, die in der akuten Umgebungsuntersuchung am Wochenende und bis zur Wochenmitte abgestrichen wurden (484 Tests) sind aus dem Landesuntersuchungsamt zurück und sind negativ.

Punktuelle Nachtestungen stehen noch aus. Diese weiteren Tests dienen dazu, eine mögliche Ausbreitung in der Region zu verhindern.

Beispielsweise wurden heute eine Gruppe Schüler sowie die dazugehörigen Lehrkräfte der Grundschule Schwegenheim abgestrichen, um eine zusätzliche Sicherheit zu bekommen.

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Information zum Ausbruch in Schwegenheim

Entwarnung in Verdachtsfall Neuburg

Schwegenheim / Neuburg / Landkreis Germersheim – Die Zahl der mit dem Coronvirus Infizierten im Landkreis Germersheim bleibt konstant. Stand 14 Uhr gibt es im Landkreis Germersheim 42 positive Fälle.

Die gute Nachricht: Die heute eingetroffenen, rund 50 Laborergebnisse, sind alle negativ. Unter diesen Ergebnissen sind zahlreiche Testergebnisse von Kita-Kindern.

Eine weitere gute Nachricht: Der Verdachtsfall in Neuburg hat sich nicht bestätigt. Die Ergebnisse der Abstriche der Familienmitglieder sind negativ. Damit kann die Grundschule Neuburg nochmals öffnen und auch die betroffene Schülergruppe zusammenkommen.

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Verdachtsfall – Grundschule Neuburg und Kleingruppe der Realschule Plus Kandel vorsichtshalber geschlossen

Neuburg / Kandel – Aus Sicherheitsgründen hat die Kreisverwaltung in Abstimmung mit Bürgermeistern und Schulleitungen ab sofort (01.07.2020) die Grundschule in Neuburg und eine Kleingruppe der Realschule Plus in Kandel geschlossen. Hintergrund ist derzeit ein Verdachtsfall, einen bestätigten positiven Fall gibt es in diesem Zusammenhang derzeit nicht. Das jüngere Kind einer Familie, das die Grundschule besucht, ist symptomatisch, ebenfalls die Mutter. Der Vater und das ältere Kind sind bisher unauffällig. Alle vier Personen wurden abgestrichen. Eine Verbindung zu den Fällen in Schwegenheim besteht nicht.

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Information zum Ausbruch in Schwegenheim

Schwegenheim / Landkreis Germersheim – Die Zahl der mit dem Coronvirus Infizierten im Landkreis Germersheim steigt weiter. Stand 01.07.2020, 14 Uhr gibt es im Landkreis Germersheim 42 positive Fälle.

13 der 14 neuen Fälle betreffen eine Familie, in der es bereits eine bekannte Infektion gab. Alle diese Personen befinden sich aber bereits seit Tagen in Quarantäne. Der weitere Fall hat ebenfalls Bezug zur Glaubensgemeinschaft und befindet sich in Quarantäne. Die individuelle Umfeld-Ermittlung durch das Gesundheitsamt läuft.

Die Ergebnisse aus der Testung in einer Firma sind allesamt negativ.

Ein Großteil der Testergebnisse der Abstrichaktion in der Kita steht noch aus; die bereits vorliegenden Ergebnisse sind negativ.

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Weitere Schule geschlossen

Schwegenheim / Landkreis Germersheim – Die Zahl der mit dem Coronvirus Infizierten im Landkreis Germersheim bleibt Stand 30.06.2020, 14 Uhr konstant. Bisher haben die Labore keine weiteren positiven Fälle dem Gesundheitsamt gemeldet.

Aufgrund der Ermittlungen im Umfeld der Infizierten wurden heute Vormittag in Absprache mit Schulleitungen sowie Orts- und Verbandsgemeinde weitere Schule ab morgen geschlossen: Dies betrifft die Richard-von-Weizsäcker-Realschule Plus in Germersheim und die Grundschule Lingenfeld. Anlass für die Schließung der Schule ist, dass Kinder aus betroffenen Familien diese Schule besucht haben.

Bereits seit heute bzw. Montag geschlossen sind die Kindertagesstätte in Schwegenheim sowie die Grundschule Schwegenheim und die Realschule Plus Lingenfeld.

Alle Infizierten und alle ermittelten Kontaktpersonen (ca. 100) sind in Quarantäne.

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Weiterbetrieb Corona-Ambulanz in Rülzheim

Rülzheim – Die Kreisverwaltung Germersheim hat in Rülzheim Räumlichkeiten für den Weiterbetrieb der Corona-Ambulanz angemietet und eingerichtet. Ab Montag steht die Corona-Ambulanz in Rülzheim für die durch das Gesundheitsamt angeordneten Untersuchungen und Abstriche zur Verfügung. Nach der Freigabe des Bürgerhauses in Jockgrim für Veranstaltungen und dem Umzug in geeignete Räume in Rülzheim hält die Kreisverwaltung auch weiterhin an dem Konzept einer zentralen Corona-Ambulanz fest. Soweit die ärztliche Versorgung durch die Kassenärztliche Vereinigung sichergestellt wird, steht die Ambulanz für die Menschen aus dem Landkreis Germersheim wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Aktuell gibt es Gespräche der Ärzteschaft und Kassenärztlicher Vereinigung, wie diese Besetzung durch niedergelassene Ärzte künftig aussehen könnte.

Bürgerinnen und Bürger, die sich aufgrund von Symptomen untersuchen lassen möchten, können sich derzeit unmittelbar an ihre Hausärzte wenden, die für die ambulante Versorgung einschließlich etwaiger Testungen zuständig sind.

Sobald sich Änderungen ergeben, werden wir sie informieren.

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Corona-Ambulanz in Jockgrim seit 2. Juli 2020 geschlossen

Patienten mit Beschwerden können sich an ihre Hausärzte wenden

Die Corona-Ambulanz im Bürgerhaus Jockgrim ist seit 2. Juli 2020 geschlossen. Räumlichkeiten für den Weiterbetrieb der Corona-Ambulanz wurden von der Kreisverwaltung in Rülzheim angemietet und eingerichtet und der Kassenärztlichen Vereinigung auch zur Nutzung angeboten. Die Kassenärztliche Vereinigung ist in Gesprächen mit den Hausärzten, um zu klären, inwieweit Hausärzte für diese Lösung zur Verfügung stehen.

Aktuell können sich Bürgerinnen und Bürger, die sich aufgrund von Symptomen untersuchen lassen möchten, an ihre Hausärzte wenden, die für die ambulante Versorgung einschließlich etwaiger Testungen zuständig sind.

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Lyrikpreis der Südpfalz: Anja Utler ist erste Preisträgerin

In diesem Jahr wird erstmalig der „Lyrikpreis der Südpfalz“ vergeben. Der Preis wird gemeinsam von den Landkreisen Südliche Weinstraße und Germersheim in Kooperation mit dem Künstlerhaus Edenkoben und der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur vergeben. Er zeichnet herausragende Lyrikerinnen und Lyriker des deutschsprachigen Raumes aus und ist mit 10.000 Euro Preisgeld sowie einem besonderen Weinpräsent dotiert.

Edenkoben – Übergeben wird der Preis am 6. September 2020 vom rheinland-pfälzischen Kulturminister Konrad Wolf und dem Landrat des Landkreises Südliche Weinstraße Dietmar Seefeldt im Künstlerhaus Edenkoben.

„Ich freue mich sehr über die neue Initiative der Südpfalz und die Kooperation mit dem Künstlerhaus Edenkoben als Ort der Lyrik und Literatur. Gerade jetzt setzt es ein starkes Zeichen des kulturellen Aufbruchs nach den pandemisch erzwungenen Beschränkungen, der besonders die freischaffenden Künstlerinnen und Künstler vor große Herausforderungen gestellt haben. Mit Anja Utler erhält eine Lyrikerin den Preis, die durch ihre Erfahrung als Übersetzerin einen anderen Zugang zur Sprache hat und dieser ein besonderes Gewicht zuteilwerden lässt“, so Wolf über die Preisträgerin. Bereits seit 1999 verfasst Anja Utler Gedichte, die sich an der Grenze der normalen Syntax bewegen. Sie gilt als eine der wichtigsten Forscherinnen des „Performative Turn“ in der Gattung Lyrik. Hierbei rückt nicht nur der Inhalt des Gedichtes in den Blickpunkt, sondern auch die Inszenierung und das Wissen der Sprechenden. Ihr literarisches Werk wird durch originelle und reflektierte Essays ergänzt.

Auch die Landräte Dr. Fritz Brechtel (GER) und Dietmar Seefeldt (SÜW) sowie Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch vom Landkreis SÜW werten die Schaffung des Lyrikpreises der Südpfalz als ein Zeichen der Wertschätzung für die Kunstform der Lyrik, ist er doch einer der wenigen bedeutenden Preise für Lyrik in der Bundesrepublik Deutschland. Deshalb ist dem Preis ein besonderes Weingeschenk beigegeben: „Die Doppelmagnumflasche Rotweincuvée wird eigens mit einem Sonderetikett anlässlich des Lyrikpreises Südpfalz vom Weingut Emil Bauer aus Landau-Nußdorf versehen.“ 

Künftig soll der Lyrikpreis der Südpfalz im 2-jährigen Turnus verliehen werden.

Der Leiter des Künstlerhaus‘ Edenkoben, Hans Thill, begrüßt die neue Auszeichnung als „erneutes Anknüpfen an die historisch-kulturellen Verbindung von Lyrik und Wein“. Dass der Preis im Künstlerhaus übergeben wird, liegt aufgrund des Projektes „Poesie der Nachbarn. Dichter übersetzen Dichter“ nahe. Dort erfährt die Gattung Lyrik eine besondere Würdigung über Sprachgrenzen hinaus.

Begründung der Jury:

Mit Anja Utler prämiert die Jury des neuen Lyrikpreises der Südpfalz eine Autorin, die seit 1999 eine Reihe sprachlich hoch reflektierter und substantieller Gedichtbände vorgelegt hat und die zudem eine erfahrene Übersetzerin ist. Auch ihre poetologische und essayistische Arbeit zeichnet sich durch eigenständig, originelles und theoretisch informiertes Denken aus. Sie ist die Erforscherin der Auswirkungen des Performative Turn auf die Gattung der Lyrik und eine aufmerksame Vermittlerin.

Vita der Autorin:

Anja Utler, geboren 1973 in Schwandorf, lebt heute in Wien.
Sie studierte Ostslavistik, Anglistik und Sprecherziehung in Regensburg, Norwich und St. Petersburg. 2003 promovierte sie über Dichterinnen der russischen Moderne.
Anja Utler forschte an der Universität Regensburg zur Wahrnehmung gesprochener Gedichte und unterrichtet an der Universität für angewandte Kunst in Wien.
Veröffentlichungen: münden – entzüngeln Gedichte. Wien: Edition Korrespondenzen, 2004; brinnen Wien: Edition Korrespondenzen, 2006; plötzlicher mohn Münchner Reden zur Poesie München: Stiftung Lyrik Kabinett, 2007; jana, vermacht Buch mit CD. Wien: Edition Korrespondenzen, 2009; ausgeübt. Eine Kurskorrektur. Wien: Edition Korrespondenzen, 2011; »manchmal sehr mitreißend« Über die poetische Erfahrung gesprochener Gedichte. Bielefeld: transcript Verlag, 2016. Von den Knochen der Sanftheit. Behauptungen, Reden, Quergänge. Wien: Edition Korrespondenzen, 2016; kommen sehen. Lobgesang.  Wien: Edition Korrespondenzen 2020. Zuletzt erhielt sie folgende Auszeichnungen: Basler Lyrikpreis 2014; Heimrad-Bäcker-Preis 2016; Thomas Kling-Poetikdozentur an der Universität Bonn 2018.

Künstlerhaus Edenkoben
04.07.2020

Colonel Edwards verabschiedet sich von Landrat Brechtel

Ehrung „Schlüssel zur Garnison“

v.l.: Command Sgt. Major Brett Waterhouse, Landrat Dr. Fritz Brechtel, Colonel Jason T. Edwards.
Foto: Kreisverwaltung Germersheim/KV GER

Drei Jahre lang hatte Colonel Jason T. Edwards das Kommando der Garnison Rheinland-Pfalz inne. Jetzt hat er sich aus dieser Funktion und bei Landrat Dr. Fritz Brechtel verabschiedet. Der Kreischef sei für ihn wichtiger Ansprechpartner am Standort Germersheim gewesen. Edwards bedankte sich für die stets konstruktive Arbeit auch bei schwierigen Themen. Dieser überreichte Landrat Brechtel zum Abschied die Ehrung „Schlüssel zur Garnison“, die in ihrer Begründung vor allem auf die sachliche Auseinandersetzung und Information während der Diskussion um das US-Depot abhebt. „Mir ist es immer wichtig, sachlich zu bleiben und orientiere mich an den vorliegenden Fakten. Entsprechend respektvoll habe ich die Gespräche mit Vertretern der US-Armee empfunden“, so Brechtel. Er wünschte Colonel Edwards für seine Zukunft alles Gute. Als Erinnerung erhielt der Colonel ein Buch über das Römerschiff „Lusoria Rhenana“ und Wein.

Die Garnison der US-Armee in Rheinland-Pfalz umfasst 29 Standorte und. Dazu gehören die Einrichtungen in Kaiserslautern, Baumholder, Landstuhl, Ramstein-Miesau, Sembach, Grünstadt, Mannheim und Germersheim. Colonel (entspricht bei uns dem „Oberst“) Jason T. Edwards übernahm im Juli 2018 hier das Kommando.

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Neue Nachwuchskräfte der Kreisverwaltung Germersheim starten Beamtenlaufbahn

Bewerbungsfrist für Ausbildungsstart im nächsten Jahr noch bis 15. Juli 2020

(von links) vordere Reihe: Fabio Straßer, Anna Wollenschläger und Max Rataj
(von links) hintere Reihe: Personalratsvorsitzende Klemens Puderer, Ausbildungsleiterin Ulla Seiler-Knape und Personalchef Ralph Lehr.

Germersheim – Anna Wollenschläger, Max Rataja und Fabio Straßer wurden zum 1. Juli zur Kreisinspektoranwärterin bzw. zum Kreisinspektoranwärter ernannt. Sie werden nun den drei Jahre dauernden Bachelor-Studiengang „Verwaltung“ an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz in Mayen (Theorieteil) und bei der Kreisverwaltung Germersheim (Praxisteil) absolvieren.

Bis Anfang August durchlaufen die drei Nachwuchskräfte tageweise verschiedene Fachbereiche, bevor der Theorieteil in Mayen beginnt.

Personalchef Ralph Lehr begrüßte im Auftrag von Landrat Dr. Fritz Brechtel die Nachwuchskräfte, überreichte ihnen die Ernennungsurkunden und wünschte alles Gute und eine erfolgreiche Ausbildung. Ausbildungsleiterin Ulla Seiler-Knape und der Personalratsvorsitzenden Klemens Puderer schlossen sich den guten Wünschen an.

Die Bewerbungsfrist für eine Ausbildung in der Kreisverwaltung Germersheim ab dem 1. Juli bzw. 1. August 2021 läuft noch bis zum 15. Juli 2020.

Informationen über die angebotenen Ausbildungsgänge, Inhalte und Ansprechpartner finden Interessierte unter www.kreis-germersheim.de/ausbildung.

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Junge Wildtiere bitte nicht mitnehmen!

Vor wenigen Tagen wurde die untere Naturschutzbehörde mit einem gut gemeinten Missgeschick konfrontiert. Eine besorgte Mitbürgerin hatte im Bereich des Setzfeldsees bei Neupotz eine junge Wildkatze aufgenommen. Dies erfolgte im guten Glauben, einem verlaufenen und hilflosen jungen Hauskätzchen zu helfen. Sie brachte das Tier zu Tierschützer Willi Schuppert nach Rülzheim. Nachdem alle Anzeichen darauf hindeuteten, dass es um eine junge Wildkatze handelt, wurde sie am folgenden Tag wieder am Aufnahmeort ausgewildert. Dank des schnellen Eingreifens musste es glücklicherweise nicht zu einer Übergabe in eine Auffangstation kommen.

„Wir appellieren eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, keine jungen Wildkatzen oder sonstigen Wildtierbabys aufzunehmen oder zu stören. Bei jeder Entnahme besteht die Gefahr, dass das Muttertier ihr Junges nicht mehr annimmt oder die Versorgung nach ergebnisloser Suche aufgibt. Darüber hinaus können Krankheiten z.B. von Hauskatzen auf die Wildtiere übertragen werden. Gleiches gilt für alle anderen wilden Tiere, die von den Elterntieren geführt oder versorgt werden und sich am Boden versteckt halten wie beispielsweise auch Rehkitze oder verschiedene Jungvogelarten“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Die europäische Wildkatze (Felis silvestris) hat ihre Verbreitung im Landkreis Germersheim vor allem im zentralen Bienwald aber auch in der Rheinauen. Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Bienwald wurden die Verbreitungswege wissenschaftlich untersucht und Maßnahmenvorschläge für die Sicherung und Ausbreitung der scheuen Art entwickelt.

Der BUND Deutschland hat im Rahmen des Projektes „Wildkatzensprung“ ein bundesweites Rettungsnetz aufgebaut. Informationen dazu im Internet auf der Website des BUND, www.bund-rlp.de.

Für die Aufnahme kranker, verletzter oder völlig hilfloser Tiere bietet der NABU Rheinland-Pfalz im Internet (https://rlp.nabu.de/tiere-und-pflanzen/tieren-helfen/pflege-und-auffangstationen/index.html) eine hilfreiche Übersicht mit einer Auswahl verschiedener Pflege- und Auffangstationen in Rheinland-Pfalz  

Kreisverwaltung Germersheim
04.07.2020

Germersheim & Landkreis GER

Prävention gegen Mobbing an der Tulla-Grundschule in Maximiliansau

Am 4. und 5. Februar 2020 fand eine Kooperationsveranstaltung der Schulsozialarbeit (SSA) und der Kreisjugendpflege des Landkreises Germersheim statt.

Maximiliansau – Im Rahmen des „Safer Internet Day 2020“ beschäftigten sich über 60 Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen mit den Themen Cybermobbing, Mobbing und Medienkompetenz. In klasseninternen Workshops wurden die Kinder dazu angeregt über ihr eigenes Medienverhalten nachzudenken. Sie tauschten Erfahrungen aus und es wurde darüber diskutiert, wie man sich im Internet sicher bewegen kann. Darüber hinaus lag es im Interesse der Veranstalter, die Kinder für die Themenfelder Mobbing und Cybermobbing zu sensibilisieren. In Gruppenarbeit näherte man sich gemeinsam mit den durchführenden Sozialarbeitern diesen Problemfeldern an. Es wurden Lösungsstrategien entwickelt, die Kinder im Bedarfsfall dafür stark machen sollen, in diesen scheinbar ausweglosen Situationen nicht allein zu bleiben.

„Durch solche Präventionsangebote außerhalb des leistungsorientierten Systems Schule werden die Kompetenzen der Kinder gefördert“, so Schul- und Jugenddezernent Christoph Buttweiler.

„Die Kinder haben konzentriert und motiviert mitgearbeitet“, lobt Stéphanie Ribeiro (SSA Tullaschule Maximiliansau). „Wir waren teilweise davon überrascht, wie viel die Kinder über diese Themen schon wussten“, so Mirco Leingang (Kreisjugendpflege Germersheim).

Die durchführenden Sozialpädagogen überlegen bereits jetzt, diese gelungene Veranstaltung im nächsten Jahr wieder anzubieten.

Kreisverwaltung Germersheim
14.02.2020

Grundkurs für ehrenamtliche Betreuer

Kandel – Die Betreuungsbehörde und die Betreuungsvereine des Landkreises Germersheim führen wieder einen Grundkurs für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer durch. Der Kurs umfasst fünf Abende und findet ab 3. März 2020, 19 Uhr, jeweils dienstags in den Räumlichkeiten des Frauen- und Familienzentrums Kandel, Luitpoldstraße 9, 76870 Kandel, statt.

An den fünf Abenden erhalten die Teilnehmer einen Überblick über die Arbeit eines gesetzlichen Betreuers und erfahren, was sie bei der gesetzlichen Betreuung beachten müssen. Auch wird an einem Abend ein Facharzt über Krankheitsbilder informieren, die zu einer gesetzlichen Betreuung führen können. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro/Person.

Die Anmeldung bis 23. Februar wird erbeten entweder bei der Betreuungsbehörde, JürgenStegner,
Tel. 07274/53-264, bei der Arbeiterwohlfahrt, Christiane Lossin, Tel. 07275/8919, bei der Lebenshilfe, Holger Bast Tel. 07271/5050341 oder beim SKFM (Sozialdienst katholischer Frauen und Männer), Margareta Klein, Tel. 07274/7078211.

Kreisverwaltung Germersheim
14.02.2020

Qualitätsoffensive Biomüll – kein Plastik in die Biotonne

Biotonnen werden seit Ende letzten Jahres kontrolliert

Landkreis Germersheim – Verpackungen aus Plastik sind weltweit Teil eines der größten Umweltprobleme. Auch über Fehlbefüllungen der Biotonne mit Plastikabfall gelangt Plastik auf unsere Äcker und über die Nahrungsmittel auf unseren Esstisch.

Fehlbefüllungen der Biotonnen findet man in zunehmendem Maße im gesamten Landkreis, so die Feststellungen der vom Landkreis beauftragten Entsorgerfirma SUEZ. Insbesondere große Wohneinheiten, also Hochhäuser oder Wohnblocks, sind betroffen.

Da der Biomüll mit solchen Fehlbefüllungen nicht verwertbar ist muss er teuer als Restmüll verbrannt werden. Daher werden bereits seit Dezember 2019 im Landkreis Germersheim als gezielte Aktion Biotonnen auf die Qualität des darin befindlichen Bioabfalls kontrolliert. Ist eine Biotonne falsch befüllt, bekommt sie eine gelbe Banderole. Zusätzlich wird ein Infoblatt sozusagen als „gelbe Karte“ mit einer Anleitung zur richtigen Abfallsortierung in den entsprechenden Briefkasten geworfen. Bisher wurden zirka 2.000 Infoblätter verteilt. Bei stark verschmutzten Biotonnen oder bei wiederkehrenden Verschmutzungen des Biomülls in einer Tonne wurde eine „rote Karte“ angebracht und das Abfallbehältnis blieb ungeleert stehen.

Die Kontrollen der Biotonnen werden durch die Entsorgerfirma SUEZ in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Germersheim noch über einen längeren Zeitraum fortgeführt werden.

Zu Beginn der Qualitätsoffensive im Dezember 2019, wurde von der Kreisverwaltung Germersheim ein Faltblatt an alle Haushalte im Landkreis verteilt. Dieses gibt Hilfestellung zur richtigen Sortierung des Abfalls für die Biotonne. Es weist aber auch darauf hin welche Folgen zukünftige Fehlbefüllungen der Biotonne haben können.

So werden bei leichteren Verschmutzungen des Bioabfalls mit Plastik oder Restmüll gelbe Banderolen an der Biotonne angebracht. Sie weisen darauf hin zukünftig besser zu trennen. Bei besonders starken Verschmutzungen oder sich wiederholenden Verschmutzungen der Biotonne aber wird eine rote Banderole angebracht. Dann wird die Tonne nicht geleert. Sie muss dann eigenhändig nachsortiert oder als Restmüll entsorgt werden, was mit Kosten verbunden ist.

Ganz wichtig: Neben Plastiktüten dürfen auch keine Maisstärkebeutel, die vom Handel als kompostierbar angepriesen werden zum Bioabfall. Sie verrotten zu langsam und würden daher zerfleddert im Kompost auf den Äckern zu finden sein.

Bei Nachkontrollen von Biotonnen, die bei der ersten Kontrolle negativ aufgefallen waren, konnte erfreulicherweise bei zahlreichen Tonnen bereits eine deutliche Verbesserung festgestellt werden. Viele Bürger nutzen nun Zeitungspapier oder Papiertüten anstelle von Plastiktüten um ihre Bioabfälle einzupacken. Landrat Dr. Fritz Brechtel zeigt sich darüber erfreut. „Das Ergebnis der Nachkontrollen bestärkt meine Zuversicht, dass die Bürger unseres Landkreises bereit sind bei der Qualitätsoffensive mitzuwirken. Dies wäre im Sinne von Umweltschutz und Gesundheitsschutz und würde letztendlich uns allen zu Gute kommen“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Kreisverwaltung Germersheim
14.02.2020

Kreisvolkshochschule (KVHS) Germersheim:

Kurse, Vorträge, Veranstaltungen

Es wird darauf hingewiesen, dass zu allen nachstehend aufgeführten Kursen und Vorträgen eine Anmeldung unbedingt erforderlich ist. Kontaktadressen sind am Ende des Textes zu finden.

2020kv097

„Salsa Cubana – für Einsteiger*innen – Kurs A“ – Kurs mit Mostafa Abd Alla: Germersheim, Ritter-von-Schmauß-Str./Ecke Paradeplatz, Seiteneingang der Berufsbildende Schule, EG, Saal E 07. Beginn: Sonntag, 15.03.2020, 15:00 – 19:15 Uhr. Dauer: 1 Termin, Kosten: 25,00 Euro/Person.

2020kv116

„Tabellenkalkulation mit MS-Excel 2016 – Einführungskurs  – Kurs B“ – Kurs mit Gerald Kessing: Germersheim, Ritter-von-Schmauß-Str./Ecke Paradeplatz, Seiteneingang der Berufsbildende Schule, UG, EDV-Raum in der KVHS Geschäftsstelle. Beginn: Montag, 16.03.2020, 18:00 – 21:00 Uhr. Dauer: 6 Termine, Kosten: 96,00 Euro/Person.

2020kv118

„Präsentation mit PowerPoint 2016 – Kurs A“ – Kurs mit Gerald Kessing: Germersheim, Ritter-von-Schmauß-Str./Ecke Paradeplatz, Seiteneingang der Berufsbildende Schule, UG, EDV-Raum in der KVHS Geschäftsstelle. Beginn: Dienstag, 17.03.2020, 18:00 – 21:00 Uhr. Dauer: 4 Termine, Kosten: 56,00 Euro/Person.

2020kv185

„Gehmeditation“ – Kurs mit Claudia Michaelis: Germersheim, Friedenstr. 13, Praxis „Munai Healing“. Beginn: Dienstag, 17.03.2020, 18:00 – 18:45 Uhr. Dauer: 6 Termine, Kosten: 18,00 Euro/Person.

2020kv206

„Spinnen mit der Handspindel – Einsteiger-Workshop“ – Kurs mit Sonja Collet: Germersheim, Ritter-von-Schmauß-Str./Ecke Paradeplatz, Seiteneingang der Berufsbildende Schule, EG, Saal E 07. Beginn: Freitag, 20.03.2020, 15:00 – 18:45 Uhr. Dauer: 1 Termin, Kosten: 20,00 Euro/Person.

Eine Anmeldung ist zu allen Veranstaltungen der Kreisvolkshochschule zwingend erforderlich. Persönlich bei der Geschäftsstelle der KVHS in Germersheim, Ritter-von-Schmauß-Str./EckeParadeplatz, Seiteneingang der Berufsbildende Schule, UG, telefonisch 07274-53334 oder -53382, per E-Mail: vhs@kreis-germersheim.deoder online über ein Buchungsformular auf der Homepage unter www.kreis-germersheim.de/kvhs.

Bitte beachten Sie unsere Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 08:30 bis 12:00 Uhr, Dienstag: 13:30 bis 16:00 Uhr, Donnerstag: 13:30 bis 18:00 Uhr,

Annahmeschluss: jeweils 15 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten.

Kreisverwaltung Germersheim / Kreisvolkshochschule (KVHS)
14.02.2020

Geschwindigkeitsmessung / Blitzer:

Radarkontrollen des Polizeipräsidiums Rheinpfalz für November 2019

Im Bereich der Polizeidirektion Ludwigshafen finden wie folgt Kontrollen statt:

  • Dienstag 05.11.2019 im Bereich Waldsee
  • Mittwoch 13.11.2019 im Bereich Ludwigshafen
  • Montag 18.11.2019 im Bereich Römerberg
  • Freitag 22.11.2019 im Bereich Speyer

Im Bereich der Polizeidirektion Landau finden wie folgt Kontrollen statt:

  • Dienstag 12.11.2019 im Bereich Kandel
  • Mittwoch 20.11.2019 im Bereich Albersweiler
  • Montag 25.11.2019 im Bereich Lingenfeld
  • Dienstag 26.11.2019 im Bereich Roschbach

Im Bereich der Polizeidirektion Neustadt finden wie folgt Kontrollen statt:

  • Donnerstag 07.11.2019 im Bereich Dirmstein
  • Freitag 15.11.2019 im Bereich der A6 bei Neuleinigen
  • Dienstag 19.11.2019 im Bereich Kirchheim
  • Donnerstag 21.11.2019 im Bereich Haßloch

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass Kontrollen auch außerhalb der genannten Zeiten und Örtlichkeiten stattfinden.

Polizeipräsidium Rheinpfalz
01.11.2019

Radarkontrollen für die Woche vom 4. November bis 10. November 2019

(Ludwigshafen) – Die Stadt Ludwigshafen nimmt in folgenden Stadtteilen Radarkontrollen vor.

  • Montag, 4. November: Friesenheim, Edigheim und Pfingstweide
  • Dienstag, 5. November: West, Mitte und Süd
  • Mittwoch, 6. November: Garenstadt, Mundenheim und Maudach
  • Donnerstag, 7. November: Oggersheim, Ruchheim und Rheingönheim
  • Freitag, 8. November: Nord, Friesenheim und Oppau
  • Samstag, 9. November: Oggersheim und Gartenstadt

Kurzfristige Änderungen behält sich der Bereich Straßenverkehr vor. Kontrollen können auch kurzfristig an anderen Stellen stattfinden.

Stadt Ludwigshafen am Rhein
01.11.2019

Geschwindigkeitskontrollen vom 04.11.2019 bis 08.11.2019

(Neustadt an der Weinstraße) – Die Polizei Neustadt führt im Rahmen der landesweiten Aktion zur Bekämpfung von Geschwindigkeitsunfällen und Gefahren im Straßenverkehr Geschwindigkeitskontrollen im Dienstbezirk durch.

Die Kontrollen werden im Zeitraum von 04.11.2019 bis 08.11.2019 zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Stellen täglich durchgeführt.

Die Aktion wird von der Polizei Rheinland-Pfalz unter den Hashtags #gegenHeizerimHerbst #rasentötet und #visionzero auf den Social-Media-Kanälen der Polizeipräsidien begleitet. Auch die Polizei Neustadt wird auf ihrem Twitter-Kanal @PolizeiNeustadt über die eigenen Maßnahmen im genannten Zeitraum informieren.

Polizeiinspektion Neustadt/Weinstraße
01.11.2019

Geschwindigkeitskontrollen in der Woche vom 4. bis 8. November

(Mannheim) – Die Stadt Mannheim führt vom 4. bis 8. November in folgenden Straßen Radarkontrollen durch:

  • Erdinger Riedweg
  • Grenadierstraße (Erich-Kästner-Schule)
  • Karolingerweg
  • Külsheimer Straße
  • Landwehrstraße
  • Lüderitzstraße
  • Mallaustraße
  • Marianne-Cohn-Straße
  • Mudauer Ring
  • Mutterstadter Platz (Rheinauschule)
  • Rheinauer Ring
  • Rohrhofer Straße
  • Römerstraße (Wallstadtschule)
  • Rotterdamer Straße
  • Schwertlilienweg
  • Wilhelm-Peters-Straße (Gerhard-Hauptmann-Schule)
  • Winterstraße (Pfingstbergschule)
  • Zum Herrenried (Käthe-Kollwitz-Schule)

Kurzfristige Änderungen oder zusätzliche Messstellen sind aus aktuellem Anlass möglich.

Stadt Mannheim
01.11.2019

Radarkontrollen / Blitzer:

Radarkontrollen des Polizeipräsidiums Rheinpfalz für Oktober 2019

Im Bereich der Polizeidirektion Ludwigshafen finden wie folgt Kontrollen statt:

  • Mittwoch 09.10.2019 im Bereich Ludwigshafen
  • Freitag 18.10.2019 im Bereich Maxdorf
  • Dienstag 29.10.2019 im Bereich Frankenthal

Im Bereich der Polizeidirektion Landau finden wie folgt Kontrollen statt:

  • Montag 07.10.2019 im Bereich Kandel
  • Freitag 11.10.2019 im Bereich Eschbach
  • Mittwoch 16.10.2019 im Bereich Kandel
  • Mittwoch 23.10.2019 im Bereich Eschbach

Im Bereich der Polizeidirektion Neustadt finden wie folgt Kontrollen statt:

  • Donnerstag 10.10.2019 im Bereich Grünstadt
  • Dienstag 15.10.2019 im Bereich Bockenheim
  • Montag 21.10.2019 im Bereich Bad Dürkheim
  • Donnerstag 31.10.2019 im Bereich Haßloch

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass Kontrollen auch außerhalb der genannten Zeiten und Örtlichkeiten stattfinden.

Polizeipräsidium Rheinpfalz
07.10.2019

Radarkontrollen für die Woche vom 7. Oktober bis 13. Oktober 2019

(Ludwigshafen) – Die Stadt Ludwigshafen nimmt in folgenden Stadtteilen Radarkontrollen vor.

  • Montag, 7. Oktober: Ruchheim, Oggersheim und West
  • Dienstag, 8. Oktober: Mitte, Rheingönheim und Mundenheim
  • Mittwoch, 9. Oktober: Edigheim, Pfingstweide und Friesenheim
  • Donnerstag, 10. Oktober: Maudach, Nord und Oppau
  • Freitag, 11. Oktober: Gartenstadt, Süd und Oggersheim
  • Samstag, 12. Oktober: Mundenheim und Friesenheim

Kurzfristige Änderungen behält sich der Bereich Straßenverkehr vor. Kontrollen können auch kurzfristig an anderen Stellen stattfinden.

Stadt Ludwigshafen am Rhein
07.10.2019

Geschwindigkeitskontrollen die Woche vom 7. bis 11. Oktober

(Mannheim) – Die Stadt Mannheim führt vom 7. bis 11. Oktober in folgenden Straßen Radarkontrollen durch:

  • Auf dem Sand
  • Badenweilerstraße (Spielstraße)
  • Birkenauer Straße
  • Brandenburger Straße
  • Bäckerweg
  • Dornheimer Ring
  • Dresdner Straße (Heinrich-Lanz-Schule)
  • Eisenacher Straße (Vogelstangschule)
  • Flammländer Straße
  • Fred-Joachim-Schoeps-Straße
  • Johannisberger Straße
  • Karolingerweg
  • Kolmarer Straße
  • Kornblumenstraße
  • Mülhauser Straße (Friedrichsfeldschule)
  • Rastatter Straße
  • Rohrlachstraße
  • Schlettstadter Straße
  • Suebenstraße
  • Thüringer Straße
  • Warnemünder Weg (Geschwister-Scholl-Schule)
  • Wormser Straße (Käfertalschule)
  • Zähringer Straße (Seckenheimschule)

Kurzfristige Änderungen oder zusätzliche Messstellen sind aus aktuellem Anlass möglich.

Stadt Mannheim
07.10.2019

Kirche:

Fortbildung: „Musik in der Begleitung kranker Menschen“

Krankenhausseelsorge des Bistums Speyer bietet Qualifizierung an

Neustadt – Musik kann für kranke Menschen und deren Angehörige tröstlich und hilfreich sein. Um Chancen und Möglichkeiten, Musik als Kraftquelle und zur Begleitung von Patienten und ihren Angehörigen einzusetzen, geht es bei einer Fortbildung, die die Krankenhausseelsorge des Bistums Speyer anbietet.

Die Veranstaltung für Ehrenamtliche in der Krankenhausseelsorge und Interessierte findet am Samstag, 26. Oktober, von 9.30 bis 17 Uhr im Kloster Neustadt (Waldstr. 145) statt. Referentin ist Martina Baumann, Musiktherapeutin aus Heidelberg.

Weitere Informationen und Anmeldungen (bis 30. September 2019) an:

Bischöfliches Ordinariat
Ha I/22 Krankenhausseelsorge
Webergasse 11
67346 Speyer
Tel. 06232/102-249
E Mail: krankenhausseelsorge@bistum-speyer.de

Bistum Speyer
18.09.2019

Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

Ministerrat und evangelische Kirchen in Rheinland-Pfalz treffen sich zum Gespräch in Mainz

Mainz – (rlp/lk). Beim Gespräch des Ministerrates des Landes Rheinland-Pfalz mit den evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz haben sich beide Seiten besorgt über den gesellschaftlichen Zusammenhalt gezeigt und die Einhaltung demokratischer Grundprinzipien angemahnt. Bei den Beratungen am Dienstag in Mainz bezeichnete Ministerpräsidentin Malu Dreyer die evangelischen Kirchen am Dienstagabend als wichtige Partner für die Landesregierung und hob die gute Zusammenarbeit hervor.

„Wir alle spüren, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt und der demokratische Konsens bedroht sind. Hass und Hetze nehmen nicht nur in den sozialen Netzwerken, sondern auch im realen Leben zu“, erklärte Dreyer. „Wir als Landesregierung nehmen dies nicht einfach hin. Rheinland-Pfalz ist ein Land der gesellschaftlichen Vielfalt und des guten Zusammenlebens. Mehr als die Hälfte der Bürger und Bürgerinnen engagiert sich ehrenamtlich, viele davon in den Kirchen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit vielen Maßnahmen wie dem ‚Landesaktionsplan gegen Rassismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit‘, der Taskforce ‚Gewaltaufrufe – rechts‘, dem Gesetzentwurf zum stärkeren strafrechtlichen Schutz für Menschen, die über das Internet bedroht werden und vielen Präventionsprojekten wirken wir gegen Spaltung, Hetze und Gewalt. Die evangelischen Kirchen sind uns hier wichtige Partner, mit denen wir gemeinsam für eine vielfältige und offene Gesellschaft arbeiten“, so die Ministerpräsidentin.

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, sprach von einer „europaweiten Krise der Demokratie“. Schad: „Wir sind tief besorgt über die politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa, insbesondere über die Bedrohung der Demokratie durch populistische und in Teilen rechtsradikale Bewegungen und Parteien. Es ist unmissverständlich deutlich geworden, dass Frieden, Demokratie und die Herrschaft des Rechts keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern täglich neu erstritten und gelebt werden müssen.“ Es ist, so Kirchenpräsident Schad, zudem wichtig, „den Menschen zuzuhören und respektvoll mit ihnen in eine Debatte einzutreten, insbesondere mit denen am Rand, damit sie wieder Vertrauen in die Demokratie fassen können“. Die Kirchen nähmen ihre Aufgabe ernst, „geistliche Orientierung“ zu bieten, aber auch „Sympathie mit den Zweifelnden und mit denen, die suchen und ihrer Antwort nicht sicher sind“ zu zeigen, sagte der Kirchenpräsident. Auch bot er der staatlichen Seite an, in Städten und ländlichen Regionen noch enger zusammenzuarbeiten und vor Ort „Bündnisse der Toleranz“ zu schließen.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Weitere Themen waren Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Nach Worten von Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, ist „die Sorge um eine gute und lebenswerte Welt für die nächsten Generationen eine vordringliche Aufgabe“. Volker Jung: „Als Kirche nehmen wir uns dieser drängenden Herausforderung im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung, unserer Bildungsarbeit und in der Verkündigung an.“ Zugleich müssten die Kirchen selbst bekennen, „dass auch wir den Worten bisher zu wenig Taten haben folgen lassen“. So würden in der Kirche schrittweise Klimaschutz-Maßnahmen verstärkt. Dazu gehöre es unter anderem auch, finanzielle Rücklagen nach fairen Kriterien anzulegen. Zuletzt hätten viele evangelische Kirchen auch dazu aufgerufen, sich aktiv an den weltweiten Klimaschutzprotesten am 20. September zu beteiligen. „Es ist wichtig, dass die Stimme der Kirche für die Bewahrung der Schöpfung vor Ort hörbar wird“, so Volker Jung abschließend

„Nachhaltigkeit bedeutet, mit den uns gegebenen Ressourcen verantwortlich umzugehen und den nachfolgenden Generationen ein lebenswertes Umfeld zu hinterlassen. Ich bin überzeugt, dass der technische Fortschritt und die Digitalisierung uns hier neue Möglichkeiten eröffnen“, sagte Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Es gebe bereits heute Anwendungen, die sehr ermutigend seien, etwa das Precision Farming, das dabei helfe, den Einsatz von Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Auch im Verkehrsbereich unterstütze digitale Technologie die Reduzierung von Emissionen. „Wir müssen die Chancen erkennen und ergreifen, die sich aus neuen Technologien ergeben. Davon profitieren der Wirtschaftsstandort Deutschland und die Umwelt gleichermaßen“, so Wissing.

„Die evangelischen Kirchen sind ein wichtiger Partner für den Klimaschutz und leisten einen aktiven Beitrag zur Erreichung eines weitgehend klimaneutralen Rheinland-Pfalz bis 2050“, sagte Umwelt- und Energieministerin Ulrike Höfken. „So haben die evangelischen Kirchen beschlossen, den Treibhausgas-Ausstoß zum Beispiel durch sparsames Heizen, Gebäudesanierung oder ökologisches Einkaufen bis 2020 massiv zu senken. Aktuell können sich die Kirchen auch bei unserer Online-Beteiligung zur Fortschreibung des Landesklimaschutzkonzeptes einbringen: Bis zum 27. September können Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen wie Kirchen, Verbände und Unternehmen unter www.machmit-klimaschutzkonzept-rlp.de konkrete Klimaschutzmaßnahmen vorschlagen oder bestehende bewerten und kommentieren“, erklärte Höfken.

Migration und Integration

Zum weiteren Thema Migration erklärte der rheinische Vizepräsident Johann Weusmann: „Die Integration von Geflüchteten bleibt eine dauerhafte humanitäre Aufgabe, an der sich die evangelischen Kirchen und ihre Diakonischen Werke vor dem Hintergrund der biblischen Traditionen auch zukünftig mit Haupt- und Ehrenamtlichen gerne beteiligen“. Nach Worten von Weusmann stellt die Situation im Mittelmeer „eine humanitäre Katastrophe dar, die dringend und umgehend zu beenden“ sei. Insbesondere verurteilten die Kirchen „die Kriminalisierung der Seenotrettung auf das Schärfste“. Er wies auch auf das Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland hin, künftig ein eigenes Seenotrettungsschiff mit Partnern zu betreiben.

„Wir begrüßen es, dass auch Kommunen in Rheinland-Pfalz sich der Initiative ‚Sichere Häfen‘ angeschlossen haben. Wir unterstützen ihren Wunsch, einen praktischen Beitrag zur Seenotrettung zu leisten“, erklärten Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Wirtschaftsminister Volker Wissing und Umweltministerin Ulrike Höfken für die gesamte Regierung. Die Landesregierung danke allen Kommunen, die sich vor Ort mit Beschlüssen für die Seenotrettung engagieren. Das Vorhaben der evangelischen Kirchen, sich mit einem eigenen Schiff an der Seenotrettung zu beteiligen, sei ein wichtiger und vorbildlicher Schritt. „Das ändert allerdings nichts daran, dass wir eine europäische Lösung brauchen.“

Weitere Themen und Hintergrund

Neben der gesellschaftlichen Situation, dem Klimaschutz und Migrationsfragen waren bei dem turnusmäßigen Gespräch unter anderem auch die Kindertagesstätten sowie die Prävention von sexualisierter Gewalt Themen.

In Rheinland-Pfalz liegen die Gebiete von drei evangelischen Landeskirchen: die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in den ehemaligen Regierungsbezirken Rheinhessen und Montabaur, die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) überwiegend in den ehemaligen Regierungsbezirken Koblenz und Trier sowie die Evangelische Kirche der Pfalz (EKP) im ehemaligen Regierungsbezirk Pfalz. Die drei Kirchen treffen sich in der Regel einmal im Jahr zu Konsultationen mit dem rheinland-pfälzischen Ministerrat.

18.09.2019

Jubiläumskonzert mit dem Orchester und Vokalensemble der Musikschule Kandel

Anlässlich des 25. Jubiläums der Er-lebt Gemeinde in Landau findet am 21. September ein Jubiläumskonzert mit dem Orchester und Vokalensemble der Musikschule Kandel im erlebt Forum statt.

Landau – Als Teil ihrer Jubiläumsfeierlichkeiten präsentiert die Er-lebt Gemeinde am 21. September um 19 Uhr ein Konzert mit dem Orchester und dem Vokalensemble der Musikschule Kandel. Das Orchester spielt das Brandenburgische Konzert Nr. 4 und Nr. 6. von Johann Sebastian Bach. Das Vokalensemble trägt sechs Madrigale von Andrea Gabrieli vor.

Das Konzert findet im erlebt Forum, in der Marie-Curie-Straße 3, in Landau statt. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.

Er-lebt Gemeinde Landau
Christian Bohr
Marie-Curie-Straße 3
76829 Landau in der Pfalz
E-Mail: christian.bohr@er-lebt.de
www.er-lebt.de
www.facebook.com/er.lebt

Er-lebt Gemeinde Landau
18.09.2019

Generationen versammeln sich zum Klimaprotest

Pfarreien und Kirchgemeinden folgen dem Aufruf des Bistums und der Landeskirche zur Teilnahme am Klimaprotest am 20. September – Erwachsene unterstützen die Jugendlichen bei „Fridays for future“

Speyer – (lk/is). Am 20. September protestieren alle gemeinsam für die Klimawende: Die Evangelische Kirche der Pfalz und das Bistum Speyer haben dafür Gemeinden und kirchliche Einrichtungen in der Pfalz und Saarpfalz mobilisiert. „Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen nehmen zu. Bereits heute vernichtet die Klimakrise die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen weltweit, verschärft Ungleichheiten und verletzt grundlegende Menschenrechte“, erklärten die beiden Kirchen. Der Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung gehöre zum Kern der christlichen Botschaft.

Während des deutschlandweiten Klimaprotests am kommenden Freitag tagen das deutsche Klimakabinett und am 23. September der UN-Klimagipfel in New York. Die Schüler der „Fridays for future“-Bewegung haben Erwachsene diesmal ausdrücklich eingeladen, sich an ihre Seite zu stellen und für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zu demonstrieren. Die Kirchen setzen mit Schöpfungsgebeten und Andachten vor Ort darüber hinaus eigene Impulse.

Ökumenische Andachten, Demonstrationen und Gespräche an vielen Orten

Bad Bergzabern: Die protestantischen Kindertagesstätten beteiligen sich mit Klimaschutz-Aktionen auf dem Marktplatz. Um 11.55 Uhr lässt die protestantische Kirchengemeinde die Glocken läuten.

Blieskastel/Lautzkirchen: Die Pfarrei Heilige Familie in Lautzkirchen lädt mit dem Glockengeläut um 5 vor 12 Uhr gemeinsam mit der Grundschule in Lautzkirchen und den Vorschulkindern des Kindergartens für 12 Uhr zu einem Gebet für die Schöpfung in die Kirche St. Mauritius in Lautzkirchen ein.

Dudenhofen: Die Pfarrei Hl. Hildegard beteiligt sich in allen Kirchen der Verbandsgemeinde am Glockenläuten zur Aktion; in Berghausen, Dudenhofen, Heiligenstein finden in der katholischen Kirche und in Hanhofen auf dem Kerweplatz sowie in Harthausen auf dem Schulhof der Grundschule jeweils um 12 Uhr Andachten statt.

Ellerstadt: Auf ehrenamtliche Initiative hält die Protestantische Kirchengemeinde Ellerstadt eine Andacht bei einer Wanderfreizeit im Westerwald.

Finkenbach: Mitglieder der protestantischen Kirchengemeinde nehmen an der Demonstration in Bad Kreuznach teil.

Frankenthal: In den protestantische Kirchengemeinden läuten um 11.55 Uhr die Glocken.

Freimersheim: Um 11.55 Uhr läuten die Glocken der Protestantischen Kirche. Eine Andacht ist um 12 Uhr geplant.

Göllheim-Rüssingen: In den protestantischen Kirchengemeinden Göllheim und Rüssingen läuten die Glocken. Interessierte sind zur Diskussion eingeladen.

Gommersheim-Freisbach-Geinsheim: Um 11.30 Uhr ziehen die Kinder der  protestantischen Kindertagesstätte zur Protestantischen Kirche Gommersheim. Dort ist um 11.55 Uhr eine Andacht.

Herxheim: Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Herxheim lädt  um 11.55 Uhr alle Interessierten zu einer Andacht zum Klimaschutz ein. Die Pfarrei wird um 5 vor 12 Uhr die Glocken läuten, um ein öffentliches Zeichen für den Schutz des Weltklimas zu setzen.

Homburg: Die protestantische Innenstadtgemeinde in Homburg sowie die katholische Pfarrei Hl. Johannes XXIII. und die katholische Pfarrei Hl. Kreuz in Homburg beteiligen sich am Glockengeläut anlässlich der Aktion. Die Glocken werden in der protestantischen Stadtkirche läuten, in der katholischen Kirche St. Michael, in der katholischen Kirche St. Andreas und der katholischen Kirche Maria vom Frieden, beide in Erbach.

Kaiserslautern:

  • In Kaiserslautern läuten um 11.55 Uhr in vielen protestantischen und katholischen Kirchen die Glocken. Um 12.10 Uhr feiert Oberkirchenrätin Dorothee Wüst gemeinsam mit Pfarrer Andreas Keller von der Pfarrei Heiliger Martin auf dem Martinsplatz eine ökumenische Andacht. Danach schließt sich die Andachtsgemeinde der Schlusskundgebung auf dem Stiftsplatz an (Start um 11.30 Uhr am Hauptbahnhof). Die protestantische Martin-Luther-Kita versammelt sich um 10 Uhr zu einer Menschenkette rund um die Kita.
  • Die Pfarrei Heilig Geist Kaiserslautern unterstützt die Aktionen zum Klimastreik am Freitag, 20. September 2019. Die Glocken der Marienkirche werden um „5 vor 12“ läuten. Um 11:45 lädt die Pfarrei Heilig Geist zusammen mit der St.-Franziskusschule zu einer Schweigeminute und einem Gebet in den Schulhof ein. An diesem Tag findet auch eine Baumpflanzaktion statt. Gleichzeitig ist dies in der Schule der Startschuss für eine Aktionswoche für das Klima.

Kusel: Um 11.45 Uhr wird eine ökumenische Andacht auf dem Kochschen Markt in Kusel gehalten. Um 11.55 Uhr läuten dazu viele Glocken im Protestantischen Dekanat. Die Kirchengemeinde begleitet eine Klimaaktion mit Essen vom Bioladen in der Stadt.

Landau: Das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz unterstützen den weltweiten Klimaprotesttag der „Fridays for Future“-Bewegung am 20. September 2019. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Landau unterstützt den Klimastreik in Landau mit einem ökumenischen Glockenläuten der Kirchen der Stadt um 11.55 Uhr. Der Demonstrationszug setzt sich um 12.05 Uhr an der Stadtbibliothek in Bewegung. Auf seinem Weg macht er auch Station an der Stiftskirche, wo es einen Beitrag der Kirchen der Stadt geben wird. Zusammen mit Fridays For Future und Churches for Future setzen wir uns als christliche Kirchen für die Bewahrung der Schöpfung ein.

Am 23. September findet in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Landau ein gemeinsames Picknick mit Jam-Session zum Thema „Nachhaltiger Aktivismus“ statt. Die KHG stellt dem Klimaprotest-Bündnis dafür ihre Räume zur Verfügung.

Limbach: Um 11.55 Uhr läuten die Glocken in der protestantischen Elisabethkirche Limbach mit anschließender Andacht. Daran nehmen die Schüler der 8. bis 10. Klasse der Gemeinschaftsschule Kirkel-Limbach teil.

Ludwigshafen: Bei der Demonstration ab 11 Uhr am Europaplatz hält Detlev Besier, Pfarrer für Frieden und Umwelt, eine Andacht.

Neuhofen: Nach dem Glockengeläut in der protestantischen Kirche um 11.55 Uhr gibt es eine Andacht.

Neustadt: Die Pfarrei Hl. Theresia von Avila beteiligt sich am Klimaaktionstag mit diesen Aktivitäten:

  • Aufruf an die Pfarreimitglieder zur Teilnahme an der Demonstration am 20.9.
  • Unter dem  Motto „Alle fürs Klima“ sind Menschen aller Generationen aufgerufen, beim weltweiten Klimaaktionstag mitzumachen. In Neustadt ist der Treffpunkt zur Demonstration um 10 Uhr auf dem Marktplatz, von dort bewegt sich der Demozug durch die Innenstadt. Ende ist auf dem Marktplatz. Anschließend sind Reden und Workshops geplant. Einer der Workshops ist in die Andacht eingebunden.
  • Einladung zur Andacht in der Marienkirche
  • Im Anschluss an die Demonstration findet um 11.45 Uhr eine Andacht in der Marienkirche statt, um Gedanken, Sorgen und Bitten, aber auch Hoffnung Gebendes in Gebeten und Liedern vor Gott zu bringen.
  • Glockengeläut auf dem Pfarreigebiet um 11:55 Uhr
  • Zur symbolischen Uhrzeit 5 vor 12 werden die Glocken aller Kirchen auf dem Pfarreigebiet läuten, das sind die Glocken der beiden Stadtkirchen St. Marien und St. Josef sowie die Glocken der katholischen Kirchen in den Weindörfern Mußbach und Königsbach.

Niederkirchen im Ostertal: Am 19. September feiert die protestantische Kita einen Schöpfungsgottesdienst. Am 20. September treffen sich die Kinder zu einem gesunden Frühstück mit regionalen Bioprodukten des Biobauernhofs.

Otterberg: In der Abteikirche Otterberg findet um 19.30 Uhr eine ökumenische Andacht zur Bewahrung der Schöpfung statt.

Pirmasens-Niedersimten: Um 11.55 Uhr läuten die Glocken der katholischen und evangelischen Friedenskirche. Unter dem Motto „Churches for future – für die Bewahrung unserer Erde“ feiert die Pfarrei um 16.30 Uhr eine ökumenische Andacht gemeinsam mit den Mitgliedern der „Fridays for Future“-Gruppe Pirmasens.

Ramstein: Um 10 Uhr beginnt eine Schöpfungsaktion mit den Konfirmanden und Präparanden in der protestantischen Kirche, die um 12 Uhr mit einer Andacht endet. Um 11.55 Uhr läuten die Glocken.

Sausenheim: Die Kinder der Grundschule sammeln gemeinsam mit der Protestantischen Kirchengemeinde Müll ein.

Speyer: Hier sind die Gläubigen und kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Teilnahme an der Klimaschutz-Demonstration von „Fridays for future“ eingeladen. Sie beginnt um 11 Uhr am Eingang des Adenauersparks auf der Bahnhofstraße und führt über das Altpörtel und die Maximilianstraße zum Königsplatz, wo gegen 12 Uhr die Schlusskundgebung stattfindet. Auch die Kirchenzeitung „Der Pilger“, die das Engagement des Bistums mit angestoßen hatte, wird sich mit seinen Beschäftigten von Verlag und Redaktion dem Demonstrationszug anschließen. Der katholische Kirchenzeitungsverlag ist offiziell dem Bündnis „Entrepreneurs for Future“ beigetreten. Darin sind mehr als 2.800 Unternehmen zusammengeschlossen, um von der Bundesregierung eine „ambitioniertere Klimapolitik“ einzufordern.

Im Dom wird um 11.30 Uhr eine ökumenische Andacht angeboten, die von der evangelischen Pfarrerin Christine Gölzer und dem Umweltbeauftragten des Bistums Speyer Steffen Glombitza gemeinsam gestaltet wird. Die Andacht schließt ab mit einem Läuten der Domglocken um „fünf vor zwölf“, um die Dringlichkeit einer Kehrtwende in der Wirtschafts- und Klimapolitik zu unterstreichen. Die Teilnehmer der ökumenischen Andacht sind eingeladen, anschließend ebenfalls auf den Königsplatz zu kommen und an der Schlusskundgebung der Klimademonstration teilzunehmen. Lena Schmidt und Thomas Heitz vom Vorstand des BDKJ werden zum Abschluss der Kundgebung auf dem Königsplatz ein Gebet sprechen. Unter dem Titel „Kirche kann Klimaschutz: Da geht mehr“ sind Interessierte um 13 Uhr zum Gespräch mit Generalvikar Andreas Sturm und weiteren Vertretern des Bistums und des BDKJ im Garten der Hauptabteilung Seelsorge (Webergasse 11) eingeladen.

Der Caritasverband (Nikolaus-von-Weis-Straße 6) lädt ab 9 Uhr zu einem Coffee-Stopp zum Thema Klimawandel ein. Angeboten werden Impulsvorträge und Gesprächsrunde zu den Themen „Anthropozän“ (9.10 Uhr), zur Initiative „Plant-for-the-planet“ (10.30 Uhr) und zur Enzyklika „Laudato si“ (13.30 Uhr).

St. Ingbert: Die Pfarrei Heiliger Ingobertus unterstützt den Klimaprotest in Saarbrücken und ruft zur Beteiligung auf. Um 14.30 Uhr beginnt der Demo-Marsch an der Alten Feuerwache am Landwehrplatz.

Steinwenden: Die Glocken läuten um 12 Uhr. Die protestantische Kirche öffnet zum Bittgebet für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

Weitere Informationen:

www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de

www.frieden-umwelt-pfalz.de

www.bistum-speyer.de

https://klima-streik.org/

18.09.2019

770 Paare feiern ihr Ehejubiläum im Dom zu Speyer

Gottesdienste zur „Feier der Ehejubiläen“ am 21. und 22. September mit Bischof Wiesemann

Speyer – Rund 770 Paare erwartet das Bistum Speyer zu den “Feiern der Ehejubiläen” am 21. und 22. September im Dom zu Speyer. Die feierlichen Gottesdienste mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann beginnen jeweils um 10 Uhr. Danach findet ein Empfang im nördlichen Domgarten statt. Die Feiern enden jeweils gegen 13 Uhr mit dem „Hochzeitswalzer“ der Paare auf dem Domplatz.

“Wir freuen uns, dass so viele Paare zu diesem Fest nach Speyer kommen, um in christlicher Gemeinschaft ihr Ehejubiläum zu feiern“, sagt Rita Höfer, zuständige Referentin für Ehe und Familien in der Abteilung Generationen und Lebenswelten im Bischöflichen Ordinariat Speyer. „Den Paaren ist es ein großes Anliegen, für das Vergangene zu danken und um Gottes Segen für den weiteren gemeinsamen Lebensweg zu bitten“. Am Samstag (21. September) haben sich 363 Paare angemeldet, am Sonntag (22. September) sind es 406 Paare.

Die meisten der Jubelpaare (295), die an dem Wochenende im Dom erwartet werden, feiern in diesem Jahr ihre „Goldene Hochzeit“. 37 Paare blicken auf 55 Jahre, 141 Paare auf 60, 12 Paare auf 65 und 1 Paar sogar auf 70 gemeinsame Jahre zurück. Ihr „silbernes“ Ehejubiläum feiern im Dom 94 Paare, 34 danken für 30 Ehejahre, 59 für 40 Jahre und 20 für 45 gemeinsame Jahre.

Die „Feiern der Ehejubiläen“ finden in diesem Jahr zum zwölften Mal im und um den Speyerer Dom statt. Die Gottesdienste stehen unter dem Motto „Liebe miteinander leben“. Musikalisch gestaltet werden die Messen an beiden Tagen von Klaus Wendt (Trompete) und Domorganist Markus Eichenlaub an der Orgel. Die Gottesdienste enden mit einer Einzelsegnung der Ehepaare durch den Bischof, weitere Mitglieder des Domkapitels, Priester und Diakone. Zuständig für die Organisation der Tage ist die Ehe- und Familienseelsorge des Bistums Speyer.

Auch dieses Mal werden die Ehepaare an beiden Tagen zum Abschluss des Vormittags einen Walzer rund um den Domnapf tanzen. Dazu werden sie eingeladen und mit Livemusik begleitet von dem Musikpädagogen Walter Ast (Speyer) am Keyboard und dem Saxofonisten Timo Wagner (Neustadt).

Kontakt:
Bischöfliches Ordinariat Speyer
Seelsorge in Pfarrei und Lebensräumen
Generationen/Lebenswelten: Ehe und Familie
Webergasse 11, 67346 Speyer
Telefon 0 62 32/102-314
E-Mail: ehe-familie@bistum-speyer.de

Text: is, Foto: Speyer 24/7 News, dak
18.09.2019

Leitungswechsel im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen

Pater Tobias Zimmermann folgt auf Pater Johann Spermann / Antrittsbesuch bei Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und seinem Generalvikar Andreas Sturm

v.l.: Bischof Wiesemann, Pater Spermann, Pater Zimmermann, Generalvikar Sturm

Ludwigshafen / Speyer – Im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen findet aktuell ein Leitungswechsel statt: Pater Johann Spermann, seit 2009 Direktor des Heinrich-Pesch-Hauses, gibt die Leitung an Pater Tobias Zimmermann ab. Sie trafen sich heute zum Austausch mit dem Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und seinem Generalvikar Andreas Sturm. Das Heinrich-Pesch-Haus ist zugleich die Katholische Akademie des Bistums Speyer.

Tobias Zimmermann ist 1990 in den Jesuitenorden eingetreten. 2003 wurde er zum Priester geweiht. Nach Studien der Theologie, Philosophie und Kunstpädagogik in München war er seit 2003 am Canisius-Kolleg in Berlin tätig, zunächst als Schulseelsorger, von 2011 bis 2019 als Rektor. Er übernimmt jetzt die Leitung des Heinrich Pesch Hauses und des Zentrums für Ignatianische Pädagogik (ZIP) in Ludwigshafen.

Das Heinrich Pesch Haus versteht sich als Forum für angewandte Ethik und gesellschaftliche Praxis. Seminare, Workshops, Konferenzen und Vorträge bieten Orientierung, Wissen und Diskurs in gesellschaftspolitischen und religiösen Fragen. Das Bildungsangebot wendet sich an alle gesellschaftlichen Gruppierungen und interessierte Personen. Die Akademie trägt den Namen des Jesuiten und Nationalökonomen Heinrich Pesch (1854-1926). Seinem Einsatz für Verankerung und Ausgestaltung des Solidaritätsprinzips in der Katholischen Soziallehre weiß sich das Heinrich Pesch Haus in seinem Bildungsauftrag verpflichtet. Träger des Hauses ist ein gemeinnütziger Verein, dem das Bistum Speyer, der Jesuitenorden und die katholische Gesamtkirchengemeinde Ludwigshafen und Mannheim angehören.

Kontakt:

Heinrich Pesch Haus
Frankenthaler Straße 229
67059 Ludwigshafen
Tel: 0621 5999 0
E-Mail: kontakt@heinrich-pesch-haus.de

www.heinrich-pesch-haus.de

Bistum Speyer
18.09.2019

Geglückte Premiere des Katholikentags auf der Gartenschau Kaiserslautern

Rund 2.500 Gläubige feiern Gottesdienst unter freiem Himmel – Pirmin Spiegel: „Wir plündern die Erde. Wir müssen damit aufhören.“

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann Foto: Reiner Voß / view – die agentur

Kaiserslautern – Das Bistum Speyer hat am Sonntag auf dem Gelände der Gartenschau in Kaiserslautern ein großes Glaubensfest gefeiert, bei dem unter dem Leitwort „Weite(r) denken“ auch der Wunsch nach Veränderung in Gesellschaft und Kirche offen zur Sprache kam. „Von diesem Katholikentag geht ein Signal nicht der Spaltung, sondern der Gemeinschaft, des Dialogs und der Zuversicht aus“, stellte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann fest.

Er erlebe die gegenwärtige Situation als Zäsur, die ihn auch persönlich sowohl im politisch-gesellschaftlichen wie im kirchlichen Leben herausfordere, bekannte Bischof Wiesemann in seiner Predigt. „Die Fragen der Zeit spitzen sich zu.“ In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er ein Gespräch mit vier jungen Frauen, die ihre Sicht auf die Kirche zum Ausdruck brachten. Die Kirche sei zu steif und monoton, kritisierten sie. Zugleich warben sie dafür, patriarchale Strukturen zu überwinden, den Zölibat abzuschaffen, Homosexuelle und Geschiedene vorbehaltlos zu akzeptieren sowie Frauen in der Kirche gleichzustellen und zu Priesterinnen zu weihen. „Kirche braucht Veränderung, wenn sie die jungen Menschen nicht verlieren will“, sagten die Jugendlichen und bekamen von den Gottesdienstteilnehmern viel Beifall.

„Das Vertrauen ist die Grundlage der Dialogfähigkeit“, antwortete Bischof Wiesemann. Die Größe des Vertrauens in das Gemeinsame eröffne die Weite des Dialogs und des auch kontroversen Ringens um den Weg in die Zukunft. „Je größer das Vertrauen, desto weiter können wir denken, ohne uns zu zerspalten“, betonte Bischof Wiesemann. Denkverbote seien nicht hilfreich, um die Einheit zu bewahren. „Man kann nicht aufeinander hören lernen, wenn drängende Themen nicht angesprochen werden und Teile des Gottesvolkes nicht mitreden dürfen.“ Der Heilige Geist sei „nichts Statistisches, kein System der Lehre oder der Macht, sondern Leben, das sich dadurch treu bleibt, dass es sich weiterentwickelt.“

Zugleich warnte Bischof Wiesemann vor schnellen und einfachen Lösungen. Sie seien verführerisch auf allen Seiten. „Da sind die einen, die im Namen der Wahrheit jede Lebenswirklichkeit ihrem unveränderlichen Denk- und Machtsystem unterordnen. Und da sind die anderen, die auf bestimmte Veränderungen fixiert sind, ohne den mühsamen Weg des ringenden Dialoges gehen zu wollen, weil man das einzig mögliche Ergebnis ja schon weiß und man gar nicht mehr bereit ist, auf den anderen zu hören und das Verbindende zu suchen.“ Das Bistum Speyer werde den synodalen Weg der Kirche in Deutschland mitgehen „mit Geist und Herz, mit Geduld und Zuversicht“. Er ermutigte die rund 2.500 Gottesdienstteilnehmer, ihr Vertrauen in den Heiligen Geist zu setzen: „Er führt uns hinaus ins Weite.“

Kirchenpräsident Christian Schad: Gott reißt uns aus mancher Komfortzone

In einem Grußwort machte Kirchenpräsident Dr. h.c. Christian Schad Mut zur Veränderung. „Angesichts der riesigen Veränderungen in Kirche und Gesellschaft stehen wir heute in der Gefahr, den Kopf in den Sand zu stecken.“ Die Veränderungen seien wie ein Weckruf. „Gott reißt uns heraus aus mancher Komfortzone. Er schickt uns sprichwörtlich in die Wüste, damit wir nach seinem Willen fragen und geistliche Antworten geben auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen.“ Dann erst tut sich die „Weite auf, die uns weitersehen und weitergehen lässt“. Er warb dafür, noch enger ökumenisch zusammenzuarbeiten und so viele Arbeitsbereiche wie möglich miteinander zu vernetzen. Den Schlusssegen spendeten Bischof Wiesemann, Kirchenpräsident Schad und Pastor Dr. Jochen Wagner, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Region Südwest (ACK), gemeinsam – auch das ein Symbol für die Entschlossenheit der christlichen Kirchen, den Weg in die Zukunft gemeinsam zu gehen.

Pirmin Spiegel: Brücken bauen, nicht Mauern

Vortrag Pirmin Spiegel, Katholikentag „Weite(r) denken“. 15.09.2019 Foto: Reiner Voß / view – die agentur

Leid und Ungerechtigkeit zu sehen, den „Schrei der Armgemachten“ und die „Klage der ausgeplünderten und verwundeten Erde“ zu hören, gleichzeitig die Hoffnungsbotschaft Jesu und die Vision von einem „gemeinsamen Haus aller Menschen“ gegen Resignation und Pessimismus zu stellen: Darum ging es Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer des Hilfswerks Misereor. In Kaiserslautern weitete er mit seinen Impulsen den Blick und griff das Thema des Katholikentags „Weite(r) denken“ aus einer weltkirchlichen Nord-Süd-Perspektive auf.

Spiegel stammt aus dem pfälzischen Großfischlingen, ist Priester des Bistums Speyer und hat viele Jahre im Nordosten Brasiliens als Seelsorger gearbeitet. Das Interesse an seinen Überlegungen und Anregungen war entsprechend groß. Bis auf den letzten Platz besetzt war daher am frühen Nachmittag die große Ausstellungshalle auf dem Gartenschaugelände. Es gelte, Brücken zu bauen, nicht Mauern, so Spiegel – unter Hinweis auf den Umgang Europas mit den Flüchtlingen und die abschreckenden Stacheldrahtzäune an den Grenzen. „Wir plündern die Erde. Wir alle. Nicht nur die anderen. Wir müssen damit aufhören.“ Pirmin Spiegel verwies auf die Zerstörungen im Amazonasgebiet durch Brandrodungen und die Bedrohung der indigenen Völker. Und er machte deutlich, dass dies eng etwas zu tun hat mit unserem Lebensstil. Die zunehmende Nachfrage nach Rindfleisch führe zu Brandrodungen, um neue Weideflächen zu erschließen. Soja, das ebenfalls auf abgeholzten Flächen angebaut wird, werde als Viehfutter nach Europa oder nach China exportiert, ebenso Holz und Bodenschätze. „Unser Lebensstil geht auf Kosten der Armen.“ Ein auf Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem ist für den Misereor-Chef nicht zukunftsfähig. Er bezog sich mehrfach auf die Enzyklika „Laudato si“, in der Papst Franziskus von einen Gewinn für die Menschheit durch Maßhalten, durch „zufriedene Genügsamkeit“ spricht. „Die Welt erwartet kein ,Weiter so‘ im Umgang mit der Schöpfung und unserer Mitwelt“, so Spiegel in Kaiserslautern.

Seine Positionierung ist klar: Der Platz der Kirche ist an der Seite der Armen, bei den Menschen „an den Rändern“. In Kaiserslautern zitierte er in diesem Kontext Dom Helder Camara: „Wir sind fähig, auf den Mond zu fliegen, das Weltall zu erforschen, aber nicht fähig, allen Menschen auf dieser Erde das Notwendigste zum Leben zu geben.“ Mit einem Wort von Papst Franziskus wandte sich der Misereor-Chef gegen eine „globalisierte Gleichgültigkeit“ und mahnte gleichzeitig an, auch die eigenen Kosten für unsere Lebensweise wahrzunehmen, die unsere körperliche Gesundheit und letztlich auch unsere Seele bedrohe.

Visionsprozess des Bistums: Beteiligung zentral, lokal und digital

Bischof Wiesemann eröffnete auf dem Katholikentag den Visionsprozess des Bistums Speyer. „Wir stehen in den nächsten Jahren vor wichtigen Entscheidungen. Da ist es wichtig, dass wir uns unseren Auftrag noch einmal klarer bewusst machen“, lud er alle Gläubigen dazu ein, ihre persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen in den Visionsprozess einzubringen und über den gewohnten Horizont hinauszudenken. „Wir schauen dabei auf die große Vision, die uns in Jesus Christus geben ist.“

Der Visionsprozess steht unter der Überschrift „Segensorte“. Wer von Kirche spricht, denke viel zu oft an Struktur und an Vorschriften. „Dabei ist es doch das, was Kirche vor allem meint: Orte gesegneter Gemeinschaft, Segensorte. Wo Segen geschieht, wird Gottes Gegenwart spürbar und lässt Gemeinschaft wachsen“, machte Felix Goldinger deutlich, der den Visionsprozess begleiten wird.

An fünf Orten im Bistum wird es im kommenden Jahr zentrale Veranstaltungen zum Visionsprozess geben. Zugleich sind Pfarreien und Gemeinden ebenso wie Verbände oder Einrichtungen eingeladen, sich auf lokaler Ebene mit dem Thema Vision auseinanderzusetzen und Segensorte zu erkennen und zu entwickeln. Über das Internet besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit seinen Erfahrungen und Sichtweisen digital am Visionsprozess des Bistums zu beteiligen.

Großen Anklang fand bei den Besucherinnen und Besuchern des Katholikentags auch das offene Singen mit den christlichen Liedermachern Eugen Eckert und Horst Christill. Auch hier spielte das Thema „Weite“ eine zentrale Rolle, verbunden mit der Kraft der Hoffnung und dem Mut zur Einmischung.

Rund 35 Verbände, Gruppen und Organisationen informierten auf dem Markt der Möglichkeiten über ihre Arbeit und Aktionen und präsentierten so eine Vielfalt von Themen. An den Ständen hatten die Besucher die Chance an Mitmachaktionen teilzunehmen, ins Gespräch zu kommen und mehr über die Ziele, das Engagement und das Angebot der jeweiligen Initiative oder Einrichtung zu erfahren. Gut frequentiert waren auch die Angebote des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Viele Kinder nutzten die Kletterwand. Auch vor den Bastelangeboten in der Jurte, beim Tischkicker und beim Bauen der Konstruktionshölzer bildeten sich immer wieder Warteschlangen.

Am Katholikentag des Bistums haben rund 4.000 Menschen teilgenommen. Rund 2.000 weitere Personen haben die Gartenschau am Sonntag als Tagesgäste besucht. Die Kollekte zugunsten der Schwangerschaftsberatung der Caritas-Zentren im Bistum erbrachte Spenden in Höhe von rund 3.600 Euro. Der Caritasverband plant mit dem Kollektenergebnis einen Ausbau seiner Online-Beratungsangebote.

Bildergalerie:

https://www.bistum-speyer.de/aktuelles/bildergalerien/bildergalerie-katholikentag-kaiserslautern/

Video vom Eröffnungsgottesdienst:

Video vom Impulsvortrag von Pirmin Spiegel:

Video vom Offenen Singen:

Video von der Eröffnung des Visionsprozesses:

Weitere Informationen zum Bistum Speyer:

www.bistum-speyer.de

Weitere Informationen zum Visionsprozess des Bistums Speyer:

https://segensorte.de/bistum-speyer/

Bistum Speyer
18.09.2019

Bernd Greiner wird Dekanatskantor im Dekanat Germersheim

Lebens-und Berufsweg führte von Rülzheim über Mainz ins Erzbistum Köln – Kirchenmusiker und Diakon setzt sich für lebendige Verbindung zwischen Musik und Liturgie ein

Bellheim – Das katholische Dekanat Germersheim bekommt erstmals einen eigenen Dekanatskantor: Zum 1. Oktober beginnt Bernd Greiner in Bellheim seine Tätigkeit als Kirchenmusiker für das Dekanat. Sein Aufgabenspektrum ist breit gefächert. Es reicht von der Verantwortung für die liturgische und konzertante Kirchenmusik in der Pfarrei St. Hildegard von Bingen in Bellheim über die Betreuung der nebenberuflichen Organisten und Chorleiter im Dekanat bis hin zur Unterrichtstätigkeit am Bischöflichen Kirchenmusikalischen Institut am Standort Landau.

„Musik ist die schönste Form der Verkündigung“, sagt Bernd Greiner, der in Rülzheim in der Pfalz aufgewachsen ist. Schon mit zwölf Jahren übernahm er in seiner Heimatpfarrei die ersten Organistendienste. Am Bischöflichen Kirchenmusikalischen Institut in Speyer absolvierte er als Jugendlicher sein C-Examen. Zugleich sammelte er Erfahrungen als Organist und Chorleiter in mehreren Gemeinden, insbesondere von 1990 bis 1999 in Germersheim-Sondernheim. „Auf dieser Grundlage entwickelte sich allmählich der Wunsch, die Musik zum Beruf zu machen“, blickt Bernd Greiner auf seinen Werdegang zurück. In Mainz folgte ein Studium der katholischen Kirchenmusik mit dem B-Examen als Abschluss sowie ein Aufbaustudium, das er im Jahr 2004 mit dem A-Examen beendete. Die erste Anstellung als hauptamtlicher Kirchenmusiker hatte er in Hürth im Erzbistum Köln, wo er bis 2011 tätig war und unter anderem einen Posaunenchor und einen Kantorenchor gegründet hat.

Zur Begeisterung für die Kirchenmusik kommt bei Bernd Greiner ein starkes theologisches Interesse. In Köln studierte er katholische Theologie und absolvierte den Diakonatskurs am Erzbischöflichen Diakoneninstitut. Im Jahr 2011 wurde er zum ständigen Diakon geweiht und war seitdem als hauptamtlicher Diakon in Bergisch Gladbach eingesetzt. Die Freude an der Kirchenmusik fand auch in diesem Lebensabschnitt Raum. Unter anderem wirkte er am Diakoneninstitut in Köln als Organist, Leiter der Schola und Lehrbeauftragter für Kirchenmusik und liturgischen Gesang.

„Ich komme nach rund 20 Jahren gerne wieder in die Pfalz zurück“, freut sich Bernd Greiner zusammen mit seiner Frau und seinen drei Söhnen auf seine neue Tätigkeit. Sie bietet ihm Gelegenheit, seine Leidenschaft für die Kirchenmusik mit seinen seelsorglichen und liturgischen Erfahrungen zu verbinden. Dabei versteht er die Kirchenmusik nicht „als schmückendes Beiwerk, sondern als integralen Bestandteil des Gottesdienstes“. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Kirchenmusiker wird er sich auch im Bistum Speyer weiterhin als Diakon im Zivilberuf einbringen und engagieren.

Bistum Speyer
18.09.2019

Diakonenweihe im Speyer Dom

Weihbischof Georgens spendet Stefan Häußler und Holger Weberbauer das Sakrament der Weihe

Die beiden Weihekandidaten Holger Weberbauer (links) und Stefan Häußler (rechts)

Speyer – Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes im Dom zu Speyer sind Stefan Häußler aus der Pfarrei Pax Christ in Speyer und Holger Weberbauer aus der Pfarrei Heiliger Ingobertus, St. Ingbert, am Samstag zu Diakonen geweiht worden. Für den Priesteramtskandidaten Stefan Häußler ist die Diakonenweihe die Vorstufe auf dem Weg zum Priestertum. Der verheiratete Holger Weberbauer, seit langem als Gemeindereferent in St. Ingbert tätig, wird dort weiterhin seinen pastoralen Dienst verrichten. Künftig ist er jedoch als Ständiger Diakon tätig und damit mit erweiterten Aufgaben in der Liturgie, der Verkündigung und im caritativen Bereich.

Weihbischof Otto Georgens spendet dem Priesteramtskandidaten Stefan Häußler das Sakrament der Diakonenweihe

Dem Gottesdienst stand Weihbischof Otto Georgens vor. Am Ende des Wortgottesdienstteils traten die beiden Kandidaten vor den Weihbischof und erklärten ihre Bereitschaft zum Dienst des Diakons. Auch die Ehefrau des künftigen Ständigen Diakons, Christine Weberbauer, erklärte gegenüber dem Weihbischof ihre Bereitschaft, das Amt ihres Ehemannes mitzutragen. Danach legte Weihbischof Georgens nacheinander den beiden Kandidaten die Hände auf. Anschließend sprach er das Weihegebet, das die versammelte Gemeinde mit dem „Amen“ bestätigte.

Weihbischof Otto Georgens spendet Gemeindereferent Holger Weberbauer das Sakrament der Diakonenweihe

Drei symbolische Gesten verdeutlichten danach die Bedeutung des Weiheamtes: Den beiden neu Geweihten wurden die Dalmatik – das liturgische Gewand des Diakons – und die Stola angelegt, die Diakone als Schärpe über der linken Schulter tragen. Der Weihbischof überreichte ihnen das Evangeliar als Zeichen für ihre Aufgaben in der Verkündigung, und zum Schluss umarmten der Weihbischof und die konzelebrierenden Priester und Diakone die beiden neu geweihten Diakone.

In seiner Predigt nahm Weihbischof Otto Georgens Bezug auf ein Fußballspiel: „Fußballspieler können auf der Tribüne nichts zum Spiel beitragen – in der Arena fallen die Tore, dort wird gekämpft. Auch im menschlichen Leben hängt viel davon ab, wo ich mich befinde: auf der Tribüne oder in der Arena.“ In der Arena werde gekämpft und gelitten, nicht auf der Tribüne. Jesus habe keinen Tribünenplatz beansprucht, er sei mittendrin im menschlichen Leid, bei den Nöten der Leute gewesen. „Wo“, fragte Georgens, „ ist also euer Platz?“ Ein Diakon dürfe sich nicht mit dem Platz auf der Tribüne begnügen. „Es muss ihn in die Arena drängen, um bei den Menschen, mit den Menschen zu sein“, sagte der Weihbischof. Jesu Leben sei eine Karriere nach unten gewesen, das Gegenbild zum römischen Kaiser, der für sich göttliche Ehren beanspruchte. „Orientiert euch am Diakon Jesus Christus“, so Georgens. „Ihr begegnet ihm in der Arena, bei den Leidenden, den Armen und Kranken“.

Weihbischof Georgens bei der Predigt

Musikalisch wurde der Gottesdienst gestaltet von den Jugendensembles der Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori, Domkantor Joachim Weller und Domorganist Markus Eichenlaub.

Die Diakonenweihe ist die unterste Stufe des Weiheamtes in der katholischen Kirche. Von ihrem Ursprung her ist sie die Beauftragung zum sozialen Dienst an den Armen und Kranken. Der Diakon hat aber auch besondere Aufgaben im liturgischen Bereich: Er kann Wortgottesdienste halten, das Taufsakrament spenden, der Feier der Trauung vorstehen und Begräbnisse leiten. Für den Priesterberuf ist die Weihe zum Diakon die notwendige Vorstufe. Es gibt in der katholischen Kirche aber auch die „Ständigen Diakone“ – oft verheiratete Männer und Familienväter – die das Amt im Nebenberuf oder im Hauptberuf ausüben.

Text: Andrea Dölle Foto: Klaus Landry
18.09.2019

Predigt Katholikentag in Kaiserslautern 2019

Liebe Schwestern und Brüder! Jesus zieht die Menschen an. Er trifft offenbar ihre tiefsten Sehnsüchte und Hoffnungen. Er vermag das, was in ihnen krank und wund ist, zu heilen. Er stillt das, wonach sie hungern und dürsten. Und doch merkt er, dass er ihre Erwartungen nicht erfüllen kann: „Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.“ (Joh 6,15) Das 6. Kapitel des Johannes-Evangeliums mit der Brotvermehrung und der Rede Jesu über das Brot vom Himmel markiert eine Zäsur, einen Einschnitt im Leben Jesu. Diese Spannung spitzt sich am Ende des Kapitels zu. Die Anhängerschaft Jesu spaltet sich, und er selbst stellt an den unmittelbaren Kreis der Jünger um ihn herum die Entscheidungsfrage – politisch würden wir sagen, die Vertrauensfrage: „Wollt auch ihr weggehen?“ Da spricht Petrus für die Kirche das entscheidende Wort. „Zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ (6,67ff)

Liebe Schwestern und Brüder! Ich erlebe unsere Zeit als Augenblick einer solchen Zäsur, eines Einschnitts, der mich persönlich auch biographisch sowohl im politisch-gesellschaftlichen wie im kirchlichen Leben herausfordert und zur Stellungnahme drängt. Die Fragen der Zeit spitzen sich zu: Wie können wir unseren Lebensstil so ändern, dass auch die nächsten Generationen Chancen haben, Anteil an den Ressourcen der Erde zu haben und wir nicht im wahrsten Sinn verwüstete Landschaften hinterlassen? Wie können wir den brandgefährlichen Teufelskreis sich hochschraubender, gegeneinander gestellter individueller oder nationalistischer Machtansprüche zugunsten einer globalen Vision eines menschenwürdigen und friedlichen Miteinanders aller, gerade auch der Ärmsten und Schwächsten durchbrechen? Wie können wir als Kirche die Vision Jesu vom Reich Gottes, die frohe Botschaft von den Seligpreisungen gerade derer, die kein Ansehen in dieser Welt haben und nach Gerechtigkeit dürsten, glaubwürdig verkünden, wenn diese Gerechtigkeit, der Schutz der Kleinen und Schwachen und die Gleichheit der Würde aller in den eigenen Mauern nicht überzeugend, ja, in mancher Hinsicht als tief verletzt erfahren wird?

Es sind junge Menschen, die etwa in der Bewegung „Fridays for Future“ auf die Straße gehen und uns alle an unsere Verantwortung erinnern. Ich freue mich, dass mit euch, den Schülerinnen der Franziskus-Schule, und weiteren in unserer Jugendarbeit Engagierten junge Menschen mit ihren Fragen, Hoffnungen und Erwartungen unseren Gottesdienst, unseren Katholikentag bereichern. Eure junge Sicht auf unsere Zeit, auf die Gesellschaft und die Kirche mitten darin, ist wichtig, wenn wir aus der Freude des Evangeliums heraus einen Visionsprozess in unserem Bistum starten wollen. Was bewegt euch als junge Menschen in unserer Zeit? Was macht müde und raubt die Kraft? Und was könnte uns Mut und Zuversicht schenken, was wäre da wichtig für unsere Kirche und den Visionsprozess in unserem Bistum? Danke, dass einige von euch uns nun an ihrer jungen Sicht teilhaben lassen.

(Die vier jungen Frauen kommen nach vorne zum Bischof.)

Charlotte Vollmer ist Jugendvertreterin im Pfarreirat der Pfarrei Heilige Vierzehn Nothelfer in Kandel. Frau Vollmer, was treibt Sie im Blick auf unsere Welt und die Kirche von heute im Inneren um? (Statement Vollmer)

Maya Schläger und Carla Bremus sind Schülerinnen der Franziskusschule. Was macht euch Druck, worunter leidet ihr, was könnte anders, besser sein? (Statement Schläger-Bremus)

Juliana Kassel engagiert sich in der KJG Ramstein und im Diözesanausschuss. Frau Kassel, was wäre wichtig für die Kirche von morgen, hier bei uns? (Statement Kassel)

Liebe junge Christen, der Applaus zeigt: Ihr habt wichtige Fragen und Erwartungen zum Ausdruck gebracht, auch wenn die Überzeugungen, wie konkret die Kirche sich erneuern soll, im Einzelnen nicht nur unter den Bischöfen, auch im ganzen Kirchenvolk weit auseinandergehen können. Aber genau hier zeigt sich etwas Entscheidendes für unsere Zeit und für unsere Kirche, nämlich wie dialogfähig wir miteinander und untereinander sind. Das hängt eng damit zusammen, wie viel Vertrauen wir in das Gemeinsame haben, dass uns in der Taufe und der Firmung geschenkt wurde. Wie viel Vertrauen wir in den Heiligen Geist setzen, der uns unermüdlich die Vision von der angebrochenen Wirklichkeit des Reiches Gottes, von der umgestaltenden Macht der Auferstehung Jesu und seiner alle Todesangst nehmenden Gegenwart mitten unter uns in die Herzen schreibt und in unsere Taten fließen lässt. Das ist es, was wir am meisten brauchen: Vertrauen in das Gemeinsame, in den Grund der Auferstehung Christi, der uns trägt, in den Geist, der die Fenster und Türen der Angst zu öffnen vermag. Die Größe dieses Vertrauens eröffnet die Weite des möglichen Dialogs, des gemeinsamen, auch kontroversen Ringens um die Wahrheit und unseren Weg in die Zukunft. Je größer das Vertrauen, je weiter können wir denken, ohne uns zu zerspalten.

Weite denken – das hat uns das II. Vatikanische Konzil wieder ins Stammbuch geschrieben: Träger des Heiligen Geistes sind nicht nur wenige Auserwählte, sondern ist das ganze Volk Gottes, ist jeder von uns. Im gemeinsamen Hören auf das Wort Gottes und im gegenseitigen Hören auf das, was dieses Wort in jedem und jeder Einzelnen bewirkt, welche Kraft es hat, Träume und Visionen zu erwecken, Leidenschaft und Hingabe hervorzubringen, Mut zur Tat und Treue zur erkannten Wahrheit, in diesem Dialog eröffnet sich der geistliche Raum der Kirche. Hier hören wir auf den großen Atem der überlieferten Lehre in der lebendigen Gemeinschaft der Weltkirche. Hier lernen wir voneinander, lassen uns voneinander inspirieren und ermutigen – das konnten wir auf den Kundschafterreisen hautnah erleben. In diesem Dialog wird der sensus ecclesiae lebendig erfahrbar, der Sinn für die Kirche, die der Heilige Geist zusammenhält und mit Leben füllt. Das braucht gegenseitige Offenheit. Denkverbote können meiner festen Überzeugung nach einen solchen sensus ecclesiae, ein Leben in der geistlichen Zusammengehörigkeit der Kirche, nicht fördern und helfen auch nicht, die Einheit zu bewahren. Man kann nicht aufeinander hören lernen, wenn drängende Themen nicht angesprochen und Teile des Gottesvolkes nicht mitreden dürfen! Synodalität heißt, im Vertrauen auf den Heiligen Geist verbunden mit der ganzen weltumfassenden Kirche gemeinsam in die Zukunft zu gehen.

Weite denken – das geht daher nicht ohne den Mut, weiter zu denken. Denn der Heilige Geist, den Christus seiner Kirche geschenkt hat, ist nichts Statisches. Er ist kein System der Lehre oder der Macht, sondern Leben, das sich dadurch treu bleibt, dass es sich weiterentwickelt. John Henry Newman, den Papst Benedikt einen großen Lehrer der Kirche genannt hat und den Papst Franziskus in vier Wochen heilig sprechen wird, ist auf Grund dieser Erkenntnis katholisch geworden. Ich glaube an das Entwicklungspotential, das der Heilige Geist der Kirche mitgegeben hat – und daran, dass sie sich genau dadurch treu bleibt, wenn sie auf die Zeichen der Zeit in der Kraft des Geistes Gottes und in der Freiheit der Kinder Gottes antwortet. Das hat nichts damit zu tun, dem Zeitgeist hinterherzulaufen. Daher ist es mir ein solches Anliegen, dass wir den Raum des Dialoges in unserer Kirche weit zu halten, weil wir nur so im besten Sinne katholisch allumfassend bleiben können. Und es öffnet uns ökumenisch über die Grenzen unserer Kirchen hinaus auf unseren gemeinsamen Auftrag in der Welt von heute. Weite(r)denken ist das Lebensprinzip der Kirche.

In diesem Vertrauen zum Gemeinsamen gerade in der Weite des Dialoges, des Ringens um die guten Antworten und das überzeugende Tun können wir unserer Gesellschaft zum Zeichen der Hoffnung werden. Denn viele spüren, wie das Gemeinsame, die Werte, die uns untereinander verbinden, die Solidarität, die uns miteinander trägt, in unserer Gesellschaftsich immer mehr zerbröseln und es zwischen den Welten vielfach keine Kommunikation mehr gibt. Dann haben es die Populisten, die gerade aus solchen Spaltungen heraus ihre demagogische Kraft beziehen, mit ihren einfachen Schwarz-Weiß-Lösungen leicht. Hier muss unsere visionäre Kraft ansetzen. Denn unser Glaube an den einen Schöpfer und Vater aller Menschen hält die Welt zusammen und gibt jeder und jedem Ansehen und Würde. Unser Glaube an Jesus Christus ist der Grundstein für eine humane Kultur, die aus der Option für die Armen und Schwachen lebt und sich nicht vom rüden Machtgehabe der Stärkeren verängstigen lässt. Unser Glaube an den Heiligen Geist bewahrt uns vor Pessimismus und Schwarzmalerei, vor Angst und Hetze, denn er weiß um den Verbündeten im Herzen des Anderen, um die Mutigen, die sich für eine bessere Zukunft häufig  in immer neuen Anläufen über Rückschläge und Vergeblichkeit hinweg unter Einsatz aller Kräfte mit Fleisch und Blut engagieren.

Und da, liebe Schwestern und Brüder, sind wir wieder beim heutigen Evangelium, bei der entscheidenden Zäsur. Warum kommt es dazu, dass Jesus sich den Erwartungen der Menschen entzieht und dass er am Ende bis hinein in den innersten Kreis seiner Jünger die Entscheidungs- und Vertrauensfrage stellt? Weil er spürt: Sie wollen nur die einfache und schnelle Lösung, das wundersam verteilte Brot, ohne dafür selber den Einsatz von Fleisch und Blut, den Einsatz des eigenen Lebens zu wagen, das Ringen um den Willen Gottes in der Unübersichtlichkeit dieser Welt. Sie wollen sich weder Gott noch dem Leben wahrhaftig aussetzen. Oh, die schnellen und einfachen Lösungen, die sind so verführerisch auf allen Seiten! Da sind die einen, die im Namen der Wahrheit jede Lebenswirklichkeit ihrem unveränderlichen Denk- und Machtsystem unterordnen. Das gibt Eindeutigkeit und kontrollierte Überschaubarkeit. Allerdings um den Preis, dass die vielen, die nicht ins Muster passen, von vorneherein von der Teilhabe ausgeschlossen sind. Und da sind die anderen, die auf bestimmte Veränderungen fixiert sind, ohne den mühsamen Weg des ringenden Dialoges gehen zu wollen, weil man das einzig mögliche Ergebnis ja schon weiß und man gar nicht mehr bereit ist, auf den Anderen zu hören und das Verbindende zu suchen.

Das ist das Anstößige in der Brotrede Jesu, das schwer Erträgliche für so manchen, dass Jesu Weg kein Weg der schnellen und einfachen Lösungen ist: „Das Brot, das ich gebe, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.“ (Joh 6, 51) Sein Weg geht nicht in die Eindeutigkeit, sondern setzt sich radikal der Dichte und Verletzbarkeit des Lebens aus, bis zu seinem gewaltsamen Tod am Kreuz. Wer zu ihm gehören will, muss sein Fleisch essen, sein Blut trinken, seinen Weg mitgehen. Sein Weg ist bis in Fleisch und Blut hinein ein Weg des Ringens um den Willen Gottes: „Vater, nicht mein, sondern die Wille geschehe.“ (Lk 22,42) Bis in die schmerzlich erfahrene Verborgenheit Gottes hinein: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“ (Mt 27,46) Seine Auferstehung legt die Wundmale nicht ab. Sein Geist entlässt uns nicht einfach aus dem Kampf dieser Welt, und auch nicht aus dem inneren Suchen, Fragen, Zweifeln, Hoffen. Er ist mitten darin das Licht, der Mut, der Trost. Er ist die Quelle der Kraft und der inneren Freude. Daher hat uns Papst Franziskus im Hinblick auf den Weg der deutschen Kirche in dieser Zeit geschrieben, dass wir aufeinander hören sollen und uns dem mühsameren Weg der Unterscheidung der Geister, eines echten gemeinsamen Ringens im Heiligen Geist unterziehen sollen, statt nur an Strukturen oder ähnlichem zu basteln, so wichtig diese auch sind. Nur so werden wir von der Freude des Evangeliums erfüllt.

In diesem Sinne wollen wir als Ortskirche von Speyer den synodalen Weg der Kirche in Deutschland mit Fleisch und Blut, mit Geist und Herz, mit Geduld und Zuversicht mitgehen. In diesem Sinn wollen wir die vielen Visionen vor Ort, wie sie sich etwa in den pastoralen Konzepten unserer Pfarreien schon zeigen, und die vielen Visionäre vor Ort, die Freude haben, an solchem Weiterdenken mitzuwirken, zusammenführen im Visionsprozess für unsere Diözese. Und dabei zeigt sich immer mehr, wie richtig unser großer Leitsatz ist: „Der Geist ist es, der lebendig macht.“ (Joh 6, 63) Haben wir Vertrauen in diesen Geist. Er führt uns hinaus ins Weite. Amen.

Es gilt das gesprochene Wort

Bistum Speyer
18.09.2019

Der Glaube gibt Orientierung

Bundesminister a.D. Hermann Gröhe spricht in Speyer zur Verbindung von Glaube und Politik

Speyer – (lk). Ein unpolitisches Christsein kann sich der ehemalige Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nicht vorstellen. „Die Christengemeinde steht in der Pflicht, sich für die und in der Bürgergemeinde zu engagieren“, erklärte Gröhe bei einem Begegnungsabend von Kirche und Politik in Speyer. Kirchenpräsident Christian Schad hatte aus Anlass der staatlichen Jubiläen 100 Jahre Weimarer Reichsverfassung, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Friedliche Revolution ins Forum des Historischen Museums der Pfalz eingeladen.

Schon aus dem von Jesus ausgesprochenen Doppelgebot der Liebe, der Liebe zu Gott und zum Nächsten, ergäbe sich für den Christen der Auftrag, sich für andere einzusetzen, sagte Hermann Gröhe, der als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften ist. „Wenn der christliche Glaube nichts mit der Politik zu tun haben darf, dann hätte man nicht die ‚C-Parteien‘ gründen dürfen“, so Gröhe. Freilich sei ein Christsein, das sich auf das politische Engagement reduziere, zu wenig.

In der aktuellen Debatte um die Beteiligung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an der Seenotrettung im Mittelmeer, zeigte Hermann Gröhe Verständnis für die Haltung der Kirche. Es werde ein exemplarisches Zeichen gesetzt, „dass wir Ertrinkenden die rettende Hand ausstrecken“. Angesichts der Kritik, die Kirche sollte in Afrika lieber Schulen bauen als Schiffe kaufen, erklärte Gröhe, dass niemand die Kirche daran erinnern müsse, sich für die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent zu engagieren. „Seit 60 Jahren hilft ‚Brot für die Welt‘ im Kampf gegen Hunger, Armut und Ungerechtigkeit“, sagte Gröhe, der seit 1997 Mitglied der EKD-Synode ist.

Der Glaube gibt nach Auffassung von Hermann Gröhe Orientierung für das politische Handeln. Dabei gelte die besondere Wertschätzung der Freiheit, dem Frieden und der Gleichheit. Im Ringen um konkrete politische Entscheidungen dürften Christen jedoch den Kompromiss nicht verachten. „Wir müssen bei aller Sehnsucht nach Eindeutigkeit einen Beitrag zu einer fairen Streitkultur leisten“, sagte Gröhe im Gespräch mit Moderator Harald Asel vom Info-Radio des Rundfunks Berlin-Brandenburg.

Kirchenpräsident Christian Schad sprach zu Beginn der Veranstaltung von einer positiven Beziehung von Christen zum demokratischen Staat. Diese habe mit den grundlegenden Überzeugungen und christlichen Wertehaltungen zu tun. Schad nannte als Beispiele für Gesichtspunkte, in denen Christentum und Demokratie sich träfen, „die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen, die Anerkennung von Freiheit und Gleichheit, der nüchterne Blick darauf, dass wir Menschen irren und Schuld auf uns laden und der Respekt vor der Verschiedenheit der Menschen.“

Die evangelische Kirche feiere nach „500 Jahre Reformation“ und „200 Jahre Pfälzer Kirchenunion“ aus voller Überzeugung die „weltlichen“ Jubiläen mit. Demokratie lebe vom Mitmachen, von einer starken und kritischen Zivilgesellschaft. „Sie lebt vor allem aber von Menschen, die sich einbringen und das Gemeinwesen aktiv mitgestalten. Ohne das Engagement der Bürgerinnen und Bürger wäre Demokratie schlichtweg nicht vorstellbar“, sagte der Kirchenpräsident.

Der Begegnungsabend wurde musikalisch gestaltet vom Pfälzischen Blechbläserensemble der Evangelischen Kirche der Pfalz unter Leitung von Landesposaunenwart Christian Syperek.

18.09.2019

Kirchenkonzert zum Leben von Edith Stein

Jubiläum 25 Jahre Edith-Stein-Gesellschaft – Vesper mit Bischof Wiesemann

Speyer – Die Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland mit Sitz in Speyer feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, 22. September, um 15 Uhr ein besonderes „Kirchenkonzert zum Leben von Edith Stein“ in der Klosterkirche der Dominikanerinnen zur hl. Maria Magdalena (Hasenpfuhlstr. 32) in Speyer statt. „Durst nach Leben“ ist der Titel der Aufführung mit Improvisationen und Kompositionen von Anton Bruckner, Peter Erdrich, Ola Gjelo, Bernd Mathias, Maurice Ravel, Hugo Wolf und anderen. Es musizieren der „KonzertChor“ der Stimmwerkstatt aus Oberkirch unter der Leitung von Peter Erdrich (Gesang und Saxophon) und Bernd Mathias am Klavier. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Im Anschluss an das Konzert sind alle Besucher zu einem Empfang in der benachbarten Klosterschule eingeladen. Um 18 Uhr findet in der Klosterkirche die Vesper mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann statt.

Hintergrundinformationen:

Die Edith-Stein-Gesellschaft Deutschlands wurde am 30. April 1994 im Kloster St. Magdalena in Speyer gegründet. Die Gesellschaft pflegt das geistige Erbe der 1998 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochenen Ordensfrau und Patronin Europas und hat sich zur Aufgabe gemacht, ihr philosophisches, pädagogisches und religiöses Erbe einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Im Leben der 1891 in Breslau als Tochter strenggläubiger Juden geborenen Frau spielte die Pfalz eine wichtige Rolle. In Bergzabern empfing sie am Neujahrstag 1922 in der Pfarrkirche St. Martin die Taufe. Im August 1921 hatte die Lektüre der Autobiographie der heiligen Teresia von Avila im Haus einer Freundin in Bergzabern den letzten Anstoß zur Konversion zum katholi­schen Glauben gegeben. Am Licht­messtag 1922 spendete ihr der Speyerer Bischof Ludwig Sebastian in der Kapelle des Bischofshauses das Sakrament der Firmung. Auf Vermittlung von Generalvikar Jo­seph Schwind wurde sie Lehrerin bei den Dominikanerinnen des Klo­sters St. Magdalena, wo sie ab 1923 am Lehrerinnenseminar und am Ly­zeum Deutsch und Geschichte un­terrichtete. 

1931 verließ Edith Stein Speyer in der Hoffnung auf eine Karriere als Professorin. Die Machtübernahme der NSDAP 1933 machte nicht nur dieses Vorhaben zunichte. 1938 floh Edith Stein, die inzwischen in Köln in den Karmelitinnen-Orden einge­treten war, nach Holland. Doch auch hier war sie nicht si­cher. 1940 wurden die Niederlande von deutschen Truppen besetzt. Ei­nen Hirtenbrief der katholischen Bischöfe Hollands gegen die Juden­verfolgung nahmen die Nationalso­zialisten zum Anlass, 1942 holländi­sche Katholiken jüdischer Herkunft zu verhaften.

Auf dem Transport in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau kam Edith Stein noch ein­mal in die Pfalz. Bei einem Aufent­halt auf dem Bahnhof in Schiffer­stadt gelang es ihr, einen Zettel auf den Bahnsteig zu werfen. Er enthielt Grüße an die Schwestern des Klo­sters St. Magdalena. Wenige Tage später, am 9. August 1942, wurde Edith Stein in Auschwitz-Birkenau ermordet.

Heute gilt sie, wie die Edith-Stein-Gesellschaft erklärt, „als bleibend aktuelle Gestalt von geistiger Kultur, tiefer Solidarität und schlichter Menschlichkeit für die Glaubenden besonders in Europa.“

Weitere Informationen:
www.edith-stein-gesellschaft.de     www.edith-stein.eu

Bistum Speyer
18.09.2019

Für ein menschenwürdiges Leben

Pfälzische Landeskirche und Bistum Speyer unterstützen Forderung nach einem Lieferkettengesetz

Speyer / Landau – (lk/is). In einer bundesweiten Kampagne setzen sich 64 zivilgesellschaftliche Organisationen für ein Lieferkettengesetz ein, das deutsche Unternehmen gesetzlich zur Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards verpflichten soll. Das Bündnis, das in der Pfalz vom Missionarisch-ökumenischen Dienst (MÖD) und der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der protestantischen Landeskirche sowie dem Referat Weltkirche des Bistums Speyer unterstützt wird, hat eine Petition gestartet, um die Bundesregierung zum Handeln zu bewegen. Das haben Pfarrer Florian Gärtner vom MÖD und Christoph Fuhrbach vom Referat Weltkirche in Speyer erklärt.

„Ob illegale Minen in Ghana, zerstörende Monokulturen auf Palmölplantagen in Papua oder der Verlust lokaler Textilabsatzmärkte in Bolivien als Konsumenten sind wir Teil der weltweiten Wertschöpfungsketten und tragen Verantwortung für die Bedingungen unter denen Rohstoffe hergestellt und veredelt werden“, erklärt Florian Gärtner vom MÖD. Die Evangelische Kirche der Pfalz, die Partnerschaften mit Kirchen in den genannten Ländern hat, setzt sich nach Auskunft von Gärtner dafür ein, dass alle Menschen ein menschenwürdiges Leben führen können. „Dazu ist das Lieferkettengesetz ein entscheidender Beitrag“, erklärt der Pfarrer.

Christoph Fuhrbach vom Referat Weltkirche verweist darauf, dass es in den Lieferketten von deutschen Unternehmen immer wieder zu Ausbeutung und Umweltzerstörung komme. Zugleich betont Fuhrbach den ökumenischen Geist, der in der gemeinsamen Unterstützung der Kampagne deutlich werde. Diese sei ein Beitrag für eine Welt, in der Frieden, Gerechtigkeit und der Erhalt der Lebensgrundlagen herrsche.

Näheres zur Kampagne unter www.lieferkettengesetz.de

www.bistum-speyer.de/bistum/bistum-als-teil-der-weltkirche/

Lesen sie hier die Petitionsliste als pdf:

18.09.2019