Speyer Aktuell:

Klimanotstand … oder ein neuer „Klimahype“?

Ein Kommentar von Daniel Kemmerich

Speyer – Seit gestern Abend (22.08.2019) ist es also soweit und die Fraktion „Der Linken“, bestehend aus 2 Personen, hat es geschafft, mit ihrem Antrag durchzukommen… wir haben nun auch in Speyer den Klimanotstand!

Doch was ist eigentlich ein Klimanotstand und wer hat es erfunden? Die Schweizer waren es diesmal nicht, sondern eher das Gefolge um die Klimajüngerin Greta Thunberg. Diese selbsternannte Klimaschützerin und mutmaßliche Expertin verweigert immer an einem Freitag die Schule um, für das Klima zu protestieren. Hieraus entwickelte sich, natürlich mit perfektem Marketing und PR Arbeit seitens ihres erfahren Vater Svante Thunberg, die Ikone des Klimaschutzes. Ihr Vater betreute und managte davor schon seine Frau Marlena Ernman als Sängerin. Letztere schrieb 2018 auch ein Buch über ihre älteste Tochter Greta.

Aber zurück zur durch Greta Thunberg initiierten Bewegung #FridaysForFuture (FFF) und dem daraus Resultierenden. Die Stadt Speyer ist bereits seit 10 Jahren stark im Umweltschutz engagiert und hat sich selbst hohe Ziele gesteckt.

So sind die Stadtwerke Speyer federführend dabei, bis spätestens im Jahr 2030 100 %  des Energiebedarfs von Speyer aus regenerativen Quellen zu speisen. Im Jahr 2040 soll dann auch 100 % der benötigten Wärme, in Speyer aus regenerativen Quellen kommen. Und bereits heute sind es bei beidem über 50 %.

Die Stadt Speyer und Stadtwerke Speyer haben KISS ins Leben gerufen, die Klimaschutz-Initiative. Diese vergibt Kiss-Siegel an Unternehmen, Gewerbebetriebe, Institutionen und Vereine. Voraussetzung dafür ist eine Einrichtung am Standort Speyer, die im Jahr 2018/2019 energieeffizient saniert, gebaut und/oder Maßnahmen zur CO2-Reduzierung (Neuanschaffung, Umstellung auf energieeffiziente Netze) durchgeführt hat.

Neubauprojekte wurden genau angeschaut und geprüft, seien es private, aber auch die von Gewo und GBS. So wurden meistens auch gleich Photovoltaikanlagen auf den Dächern installiert. Unternehmen mussten um Erweiterungsflächen „kämpfen“ und das, obwohl sie zu den größten Arbeitgebern in Speyer gehören (PM International AG z.B. beim Bau seiner Erweiterungshalle).

Dies alles wurde allerdings freiwillig bzw. unter selbst auferlegten Aspekten durchgeführt. Einen Klimanotstand auszurufen geht insoweit weiter, dass Klimaschutzaspekte immer mit berücksichtigt werden müssen. Jede Entscheidung muss nun auch immer Klimaschutz bzw. den ökologischen Gesichtspunkt mit beinhalten und auf diese geprüft werden. 

Sei es das Anlegen eines Steingarten im Vorhof, der Bau einer Garage, die künftig eine Dachbegrünung benötigen wird oder eventuell sogar unsere liebgewonnen Feste wie Brezelfest, Altpörtel in Flammen, Herbst und Frühjahrsmesse… denn auch Feuerwerke sind ökologisch nicht zu vertreten, da sie Lärmemmissionen und Feinstaub erzeugen.

Wir dürfen also gespannt sein, was künftig alles kommen wird und was sich verändern wird. Dass sich etwas verändern muss, sollte jedem klar sein, genauso sollte aber auch jedem klar sein, dass ein Land,  welches im Jahr 2018 geschätzte 865 Millionen Tonnen CO² ausgestoßen hat, nur bedingt ins Gewicht fällt gegen Länder wie China mit mehr als 11 Milliarden Tonnen CO² Ausstoß im Jahr 2018. Insgesamt ist Deutschland mit knapp 2,5 % am weltweiten CO² Ausstoß beteiligt, als eines der größten Industrieländer, also ein bemerkenswert niedriger Wert, der zeigt, wie sehr schon auf die Umwelt geachtet wird.

Ebenfalls nicht vergessen sollte man, dass CO² auch Dünger ist, denn noch nie hatten wir ein solch großes Pflanzenwachstum wie in diesen Zeiten. Die Schweizer haben da ein tolles Projekt am Laufen „Climeworks“. Diese will bis 2025 1 % des weltweiten CO² aus der Luft filtern und mit diesem Pflanzen in Gewächshäusern düngen. Co² ist also ebenfalls ein wertvoller Dünger und sorgt dafür, dass Pflanzen 20 % schneller wachsen.

Deutschlands Anteil betrug 2,4 % im Jahr 2011

Interessante Links:

Artikel zu Climeworks: https://www.gq-magazin.de/auto-technik/article/smog-kohlenstoff-co2-schweiz-filtersystem-duenger-klimaschutz

Liste der größten Kohlenstoffdioxidemittenten: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Kohlenstoffdioxidemittenten

Foto: Wikipedia / EPA Lektorin: Speyer 24/7 News, ank
23.08.2019

Stadtnotizen Speyer:

Tag der Offenen Tür in der städtischen Musikschule am 15. Juni 2019

Am kommenden Samstag 15.6.2919 veranstaltet die Musikschule der Stadt Speyer wieder ihren Tag der offenen Tür.

Ab ca. 11 bis 14 Uhr können dann in den Räumlichkeiten der Musikschule alle Instrumente ausprobiert werden. Zu jedem Instrument geben die Lehrkräfte der Musikschule die richtige Anleitung und stehen für umfassende Informationen zur Verfügung.

Zuvor, ab 10 Uhr, gibt es eine Aufführung der Musikwerkstattskinder, einer Kooperation zwischen Musikschule und Salierschule, die sowohl den Tag der offenen Tür der Musikschule als auch das Schulfest der Salierschule eröffnet. Der Förderverein der Salierschule übernimmt den Verkauf von Speisen und Getränken. Der Förderverein der Musikschule informiert ebenfalls über seine Tätigkeiten, Interessenten sind willkommen.

Für alle Interessierten bietet die Musikschule an diesem Tag wieder ihre Aktion„4 für 2“ an. Einmalig können hier 4 Schnupperstunden á 30 Minuten zum Preis von 2 Schnupperstunden erworben werden. Weitere Info unter musikschule@stadt-speyer.de oder 06232-141340

Stadt Speyer
09.06.2019

Exkursion für Rollatorfahrer/-innen zum Tag der Artenvielfalt

Mittellacheweiher Schifferstadt © Susanne Mayrhofer

Anlässlich des 8. Speyerer Tages der Artenvielfalt wird in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbüro zu einer kostenfreien Exkursion für Rollatorfahrer/-innen für Mittwoch, 12. Juni 2019, in der Zeit von 10.00 bis 11.30 Uhr eingeladen. Ziel ist der Mittellacheweiher bei Schifferstadt, der idyllisch gelegen und dennoch gut zu erreichen ist.

Es geht um das Erlebnis, die Tier- und Pflanzenwelt zu erkunden und Heil-, Nutz- und Zauberpflanzen am Wegesrand näher kennen zu lernen. Anmeldungen nimmt das Seniorenbüro Speyer unter der Rufnummer 14 26 61 entgegen.

Ein Fahrdienst wird organisiert (Treffpunkt nach Anmeldung, um 9.30 Uhr Bushaltestelle am Postgraben, Bahnhofstraße).

Lesen Sie hier die Einladung als PDF:

Weitere Informationen: www.speyer.de

Text: Stadt Speyer Foto: Susanne Mayrhofer
09.06.2019

Ein Siegel für den Klimaschutz

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Klimaschutzmanagerin Fabienne Körner (l.) und Projektingenieurin Sabrina Schäfer präsentieren das KISS-Siegel © SWS

Auch in diesem Jahr möchte die Klimaschutzinitiative der Stadt Speyer und der Stadtwerke Speyer mit der Verleihung des KISS-Siegels das lokale Engagement im Bereich Energieeinsparungen würdigen. Das Siegel gibt es seit letztem Jahr in den zwei Kategorien „Energieeffizienter Betrieb“ und „Energieeffizienter Verein“. Am Gebäude montiert, ist das KISS-Siegel ein sichtbares Zeichen für einen nachhaltigen und ökologisch sinnvollen Umgang mit Ressourcen und soll zum Nachahmen motivieren. „Gerade Betriebe haben oft einen sehr hohen Energiebedarf, der schon durch einzelne Maßnahmen wie beispielsweise LED-Beleuchtung deutlich reduziert werden kann“ erläutert Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. „Auch bei Vereinsheimen gibt es gute Einsparpotentiale, die genutzt werden sollten. In Zeiten knapper werdender Ressourcen und steigender Strompreise wird das eigene Energieverhalten immer wichtiger.“

Bewerben können sich noch bis 30.11.2019 alle Vereine und Betriebe mit Sitz in Speyer, die im Jahr 2018/2019 energieeffizient saniert, energieeffizient gebaut und/ oder Maßnahmen zur CO2-Reduzierung, wie Neuanschaffung oder Umstellung auf energieeffiziente Netze, durchgeführt haben. Die Prämierung in den Abstufungen Bronze, Silber und Gold wird dabei sichtbar am Gebäude präsentiert. Die Auszeichnung der eingereichten Bewerber erfolgt durch die Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler sowie den Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer GmbH Wolfgang Bühring. Werden in den darauffolgenden zwei Jahren, bis einschließlich Ende 2021, weitere Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes oder Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, können diese aufsummiert und zu einer Aufwertung des Siegels verwendet werden.

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Klimaschutzmanagerin Fabienne Körner (l.) und Projektingenieurin Sabrina Schäfer präsentieren das KISS-Siegel © SWS

Für eine Bewerbung ist nur der ausgefüllte Bewerbungsbogen sowie bei neu gebauten Gebäuden ein gültiger Energieausweis (bedarfsorientiert, auf Basis der EnEV 2009), bei allen sanierten Objekten ein Nachweis der durchgeführten Sanierungsmaßnahmen, vorzulegen. Gerne helfen Ihnen die Projektleiterinnen bei Ihrer Bewerbung und stehen für Rückfragen zur Verfügung:

Fabienne Körner, 06232- 14 25 96, fabienne.koerner@stadt-speyer.de
Sabrina Schaefer, 06232- 625 1430, sabrina.schaefer@stadtwerke-speyer.de

Alle Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.kiss.speyer.de
www.stadtwerke-speyer.de/klimaschutz

Text: Stadt Speyer Foto: Stadtwerke Speyer
09.06.2019

Fahrzeuge im öffentlichen Raum ohne Kennzeichen werden abgeschleppt

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Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass Fahrzeuge, die ohne Versicherungsschutz oder gar ohne Kennzeichen im öffentlichen Verkehrsraum stehen, nicht toleriert werden können. Der städtische Vollzugsdienst versieht diese Fahrzeuge mit einem Aufkleber (siehe Foto im Anhang), der eine entsprechende Frist aufweist. Sollte das Fahrzeug nicht innerhalb der gesetzten Frist entfernt werden, wird es durch den Kommunalen Vollzugsdienst abgeschleppt. Parallel dazu wird der letzte Halter ermittelt und angeschrieben. Ein Bußgeldverfahren wird eingeleitet und der Verursacher erhält einen Kostenbescheid.

Stadt Speyer
09.06.2019

Tierhalter gesucht

An Christi Himmelfahrt, 30. Mai, wurde in einem Garten in der Lina-Sommer-Straße eine Schildkröte aufgefunden. Es handelt sich um eine artgeschützte weibliche Vierzehen-Landschildkröte. Der/die Halter/in der Schildkröte möge sich bitte umgehend mit der Abteilung Umwelt und Forsten der Stadtverwaltung in Verbindung setzen, umweltundforsten@stadt-speyer.de, Tel. 14 2303 oder 14 2785.

Stadt Speyer
09.06.2019

Verkehrsnotizen Speyer:

Heinkelstraße gesperrt

Aufgrund von Nachbesserungsarbeiten im Kreuzungsbereich Heinkelstraße/ Industriestraße wird die Zufahrt in die Heinkelstraße, von Norden her kommend, ab dem 11. bis zum 14. Juni gesperrt. Eine entsprechende Umleitung wird ausgewiesen.

Anschließend wird aufgrund von Kanalarbeiten im Auftrag der Entsorgungsbetriebe Speyer die Heinkelstraße zwischen der ‚kleinen Heinkelstraße‘ und der Rheinhäuser Weide ab dem 17. Juni bis voraussichtlich 31. Oktober 2019 für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Die Zufahrt zu den Gewerbetreibenden in der ‚kleinen Heinkelstraße‘ ist weiterhin über die Industriestraße möglich. Auch hier wird für den Durchgangsverkehr eine entsprechende Umleitung ausgewiesen. Für Rückfragen steht die Straßenverkehrsbehörde unter den Rufnummern 14-2739, 14-2492 oder 14-2682 zur Verfügung.

Text: Stadt Speyer Foto: Speyer 24/7 News, dak
09.06.2019