{"id":22412,"date":"2019-11-27T11:30:24","date_gmt":"2019-11-27T10:30:24","guid":{"rendered":"https:\/\/speyer24news.com\/?p=22412"},"modified":"2019-11-27T11:30:25","modified_gmt":"2019-11-27T10:30:25","slug":"suedliche-weinstrasse-suew-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/speyer24news.com\/?p=22412","title":{"rendered":"S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe (S\u00dcW):"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\">\r\n\t.ads_top_disp{}\r\n\t.ads_top_corner_disp{ float:left; margin:0px 10px 10px 0px; }\r\n\t.ads_first_p_disp{}\r\n\t.ads_bottom_disp{}\r\n\t<\/style>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gastronomie trifft Politik <\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Diskussionsrunde am 19.11.2019 in Rhodt unter Rietburg <\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"386\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/S\u00fcdliche_Weinstrasse_RS9049_IMG_2278-002-scr.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22413\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/S\u00fcdliche_Weinstrasse_RS9049_IMG_2278-002-scr.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/S\u00fcdliche_Weinstrasse_RS9049_IMG_2278-002-scr-300x145.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/S\u00fcdliche_Weinstrasse_RS9049_IMG_2278-002-scr-768x371.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Rhodt &#8211; <\/strong>\u201eDie S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe ist wie kein anderer Landkreis in der Pfalz gepr\u00e4gt vom Tourismus. Unsere Alleinstellungsmerkmale sind Wein und Genuss und damit sind die Gastgeber &#8211; gerade die speiseorientierte Gastronomie &#8211; f\u00fcr die Zukunft des Tourismus an der S\u00dcW so wichtig.\u201c, so Landrat Dietmar Seefeldt bei der Er\u00f6ffnung des 2. Runden Tischs \u2013 diesmal unter dem Motto \u201ePolitik trifft Gastronomie\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem ersten Runden Tisch der Gastronomen im Verein S\u00fcdliche\nWeinstrasse im Juli 2019 benannten viele Gastronomen politische Themen, die den\nBetrieben unter den N\u00e4geln brennen: Fachkr\u00e4ftemangel, unterschiedliche\nMWST-S\u00e4tze und eine Vielzahl an Regulierungen. Dies f\u00fchre dazu, dass immer mehr\nRestaurants mittags schlie\u00dfen oder nur noch 3-4 Tage in der Woche ge\u00f6ffnet\nsind. Aus diesem Grund lud der Verein S\u00fcdliche Weinstrasse e.V. gemeinsam mit dem\nDeutschen Hotel- und Gastst\u00e4ttenverband (DeHoGa) Rheinland-Pfalz die\ns\u00fcdpf\u00e4lzischen Abgeordneten im Bundes- und Landtag ein, um sich mit den Gastronomen\n\u00fcber deren Probleme auszutauschen und gemeinsam nach L\u00f6sungen zu suchen. <\/p>\n\n\n\n<p>5 Abgeordnete sind dieser Einladung in den Durlacher Hof in Rhodt unter\nRietburg gefolgt: Dr. Thomas Gebhart, Dr. Tobias Lindner, Mario Brandenburg,\nPeter Lerch und Martin Schmidt. <\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst hielt Heike Knauf vom Parkhotel Landau ein\nflammendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Berufe und Karrierem\u00f6glichkeiten in der Hotellerie,\ndie auch viele Chancen f\u00fcr Integration bieten. Allein im Parkhotel Landau\narbeiten Menschen aus 17 Nationen in Selbstverst\u00e4ndlichkeit miteinander. \u201eDie\nHotellerie hei\u00dft alle willkommen, die zu ihr kommen wollen.\u201c erkl\u00e4rte Knauf. <\/p>\n\n\n\n<p>Danach stellte Thomas Langhauser die wichtigsten\nProblemfelder und Forderungen des Dehoga vor:<br>\n&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol><li>Einen niedrigeren und vor allem einheitlichen MWST-Satz auf Gastronomie-Leistungen. \u201eEs ist doch grotesk: Ein gem\u00fctliches gesundes Essen im Sitzen, bei dem \u2013 \u00f6kologisch sinnvoll \u2013Mehrweggeschirr verwendet wird, kostet 19 % MWST, Essen zum Mitnehmen in Einwegverpackungen 7 %.\u201c erl\u00e4uterte er.<br> <\/li><li>Der DeHoGa w\u00fcnscht sich eine Anerkennung der Branche als Saisonbetrieb und eine damit einhergehende Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Dies h\u00e4tte zur Folge, dass die Mitarbeiter in der Hochsaison pro Tag nicht nur 10 sondern 12 Stunden besch\u00e4ftigt werden k\u00f6nnten, um diese Zeiten in der Nebensaison wieder abzufeiern. \u201eEU-Gesetze w\u00fcrden dies erlauben, die deutschen Gesetze aber nicht\u201c so Langhauser. Ein Gastronom wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es in anderen Branchen durchaus Ausnahmeregelungen gibt: \u201eMein Arzt darf auch nach 12 Stunden noch operieren. Schnitzel umdrehen darf ich nicht!\u201c<br> <\/li><li>Au\u00dferdem erkl\u00e4rte Langhauser, dass \u201edie gesetzlichen Regelungen f\u00fcr Minijobber an der Realit\u00e4t in der Gastronomie vorbei gehen. So muss z.B. die \u201eArbeit auf Abruf\u201c mindestens 2 Wochen vorher angek\u00fcndigt werden, was h\u00e4ufig noch gar nicht absehbar ist.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Alle Abgeordneten zeigten viel Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die\nAnliegen der Gastronomen, gerade f\u00fcr die Ungerechtigkeiten bei den MWST-S\u00e4tzen.\nHier w\u00fcrden sich alle einen gro\u00dfen Wurf w\u00fcnschen, der aber nicht schnell\nrealisierbar ist. Thomas Gebhart wies darauf hin, \u201edass die Diskussion in\nBerlin derzeit aber eher in die andere Richtung weist, n\u00e4mlich die vor einigen\nJahren vorgenommen MWST-Senkung f\u00fcr \u00dcbernachtungen wieder zur\u00fcckzunehmen.\u201c Die\nAbgeordneten versprachen aber, sich beim Essen im Sinne der Gastronomen zu\nengagieren, weil sie ihnen ja gerade im Hinblick auf M\u00fcllvermeidung und\nNachhaltigkeit sehr gute Argumente liefern konnten. <\/p>\n\n\n\n<p>Das von der Bundesregierung beschlossene und zum\n01.03.2020 in Kraft tretende Fachkr\u00e4fteeinwanderungsgesetz, das die&nbsp; Einwanderung qualifizierter Arbeitnehmerinnen\nund Arbeitnehmer aus Drittstaaten erleichtern soll, kann den Gastronomen\nhelfen, ihren Fachkr\u00e4ftebedarf leichter zu decken. Mario Brandenburg versprach,\nsich f\u00fcr flexiblere Arbeitszeitregelungen einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach wurde \u00fcber die m\u00f6gliche Erh\u00f6hung des Mindestlohns\ndiskutiert. Die Gastronomen wiesen darauf hin, dass eine Erh\u00f6hung auf 12 Euro pro\nStunde f\u00fcr die sehr personalintensive Hotellerie- und Gastronomie-Branche eine\ngro\u00dfe Belastung bedeuten w\u00fcrde, wenngleich man sich einig war, dass ein fairer\nLohn gezahlt werden muss. Au\u00dferdem gab man zu bedenken, dass bei einer Erh\u00f6hung\ndes Mindestlohns auch eine proportionale Erh\u00f6hung der 450 Euro-Grenze\nvorgesehen werden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>Tobias Lindner stellte die Frage, ob h\u00f6here\nQualit\u00e4t bezahlt wird. \u201eKein Volk gibt so wenig Geld f\u00fcr Lebensmittel aus wie die\nDeutschen. Ist es m\u00f6glich, das Preisniveau zugunsten der Qualit\u00e4t zu erh\u00f6hen?\u201c\nfragte er. Nach Einsch\u00e4tzung der anwesenden Gastronomen ist die Zahl der\npreissensiblen G\u00e4ste in der gro\u00dfen Mehrheit und nur wenige sind bereit, f\u00fcr\ngute Produkte und Servicequalit\u00e4t mehr zu bezahlen. <\/p>\n\n\n\n<p>In der weiteren Diskussion wurden noch viele\nDetailfragen besprochen: von der Sozialversicherungspflicht f\u00fcr Phantomlohn,\neine unangek\u00fcndigte offene Kassennachschau bis hin zur Bonausgabepflicht beim\nB\u00e4cker. \u201eGut gemeint \u2013 aber schlecht gemacht.\u201c, war hier das einhellige Urteil.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der rund zweist\u00fcndigen Diskussion gab es\nsehr viel positives Feedback von beiden Seiten. Die Gastronomen bedankten sich\ndaf\u00fcr, auf offene Ohren gesto\u00dfen zu sein. Und die Politiker freuten sich \u00fcber\ndie sehr sachliche Diskussion und boten in Einzelf\u00e4llen ihre direkte\nUnterst\u00fctzung an. <\/p>\n\n\n\n<p>Die von Thomas Langhauser und seiner Frau Andrea geleiteten Minik\u00f6che sorgten zum Abschluss mit kleinen Zwiebelkuchen noch f\u00fcr einen regionaltypischen Abschluss.<\/p>\n\n\n\n<p><em>S\u00fcdliche Weinstrasse e.V.<br>27.11.2019<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Gastronomie trifft Politik Diskussionsrunde am 19.11.2019 in Rhodt unter Rietburg Rhodt &#8211; \u201eDie S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe ist wie kein anderer Landkreis in der Pfalz gepr\u00e4gt vom Tourismus. 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