{"id":26165,"date":"2020-04-03T10:53:43","date_gmt":"2020-04-03T09:53:43","guid":{"rendered":"https:\/\/speyer24news.com\/?p=26165"},"modified":"2020-04-03T10:53:44","modified_gmt":"2020-04-03T09:53:44","slug":"polizeiliche-kriminalstatistik-und-verkehrsunfallstatistik-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/speyer24news.com\/?p=26165","title":{"rendered":"Polizeiliche Kriminalstatistik und Verkehrsunfallstatistik 2019"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\">\r\n\t.ads_top_disp{}\r\n\t.ads_top_corner_disp{ float:left; margin:0px 10px 10px 0px; }\r\n\t.ads_first_p_disp{}\r\n\t.ads_bottom_disp{}\r\n\t<\/style>\n<p><strong>(Mannheim \/ Heidelberg \/ Rhein-Neckar-Kreis) &#8211; <\/strong>Polizeiliche Kriminalstatistik und Verkehrsunfallstatistik<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Kriminalit\u00e4tsentwicklung im Pr\u00e4sidiumsbereich auf F\u00fcnfjahrestief<\/li><li>R\u00fcckgang der Straftaten setzt sich weiter fort<\/li><li>Zahl der Gesamtstraftaten deutlich gesunken<\/li><li>Ergebnis aus dem Jahr 2018 nochmals verbessert<\/li><li>Wohnungseinbruch und Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t auf Zehnjahrestief<\/li><li>Aufkl\u00e4rungsquote bei stabilen 59,4 Prozent<\/li><li>Gesamtzahl der Unf\u00e4lle leicht r\u00fcckl\u00e4ufig<\/li><li>Zahl der Verkehrstoten erneut gestiegen<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>&#8222;Jede Straftat ist eine zu viel, aber objektiv betrachtet bewegt sich die Kriminalit\u00e4tsentwicklung des Jahres 2019 konstant auf einem sehr guten Niveau&#8220;, so Polizeipr\u00e4sident Andreas Stenger bei der Pr\u00e4sentation der Polizeilichen Kriminalstatistik. &#8222;Viele Kriminalit\u00e4tsfelder haben sich sehr erfreulich entwickelt und sind teilweise auf einem historischen Tiefstand. Damit konnte das gute Ergebnis aus dem Jahr 2018 noch weiter verbessert werden. In einigen Bereichen registrieren wir aber auch Anstiege. Vor allem die prosperierende Computerkriminalit\u00e4t und die Entwicklung bei den Betrugsdelikten sind besorgniserregend. Deshalb ist die positive Gesamtbilanz der Kriminalit\u00e4tsentwicklung nichts, worauf wir uns ausruhen werden&#8220;, betonte der Polizeipr\u00e4sident  <\/p>\n\n\n\n<p>Im Pr\u00e4sidiumsbereich sind die Straftaten um stolze 5,2 Prozent zur\u00fcckgegangen und liegen derzeit bei 70.115 Delikten (2018: 73.991).  <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend in Mannheim die Straftaten um 6,0 Prozent zur\u00fcckgingen, f\u00e4llt der R\u00fcckgang in Heidelberg mit einem Minus von 12,2 Prozent noch deutlicher aus. Einzig der Rhein-Neckar-Kreis hinkt den beiden Gro\u00dfst\u00e4dten ein wenig hinterher. Dort wurde ein leichter Anstieg um 160 Straftaten oder + 0,7 Prozent registriert.  <\/p>\n\n\n\n<p>Den erheblichen R\u00fcckg\u00e4ngen in vielen Kriminalit\u00e4tsfeldern stehen aber in einigen Bereichen auch signifikante Anstiege gegen\u00fcber. Hier ist eine differenzierte Betrachtung notwendig.<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Falsche Polizeibeamte (-22,9 Prozent)<\/li><li>Raub\/Erpressung (-22,1 Prozent)<\/li><li>Straftaten gegen das Leben (-13,5 Prozent)<\/li><li>Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t (-11,6 Prozent)<\/li><li>Wohnungseinbruch (-11,0 Prozent) <\/li><li>Computerkriminalit\u00e4t (+46,2 Prozent)<\/li><li>Waren- und Warenkreditbetrug (+23,2 Prozent)<\/li><li>Cybercrime (+18,7 Prozent)<\/li><li>Sexualdelikte (+1,3 Prozent) <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Aufkl\u00e4rungsquote ist mit 59,4 Prozent stabil (Mannheim: 59,1 Prozent\/Heidelberg: 61,0 Prozent\/Rhein-Neckar-Kreis: 58,8 Prozent). Eine weitere Ann\u00e4herung an den landesweiten Wert von 60,8 Prozent konnte erreicht werden. &#8222;Mein Ziel ist es, den Landeswert nicht nur zu erreichen, sondern mittelfristig zu \u00fcbertreffen&#8220;, erg\u00e4nzt der Polizeipr\u00e4sident.  <\/p>\n\n\n\n<p>Die H\u00e4ufigkeitszahl bildet die Anzahl der Straftaten je 100.000 Einwohner ab und ist damit eine valide M\u00f6glichkeit, Gemeinden oder Kreise mit unterschiedlichen Strukturen zu vergleichen. Die H\u00e4ufigkeitszahl in Mannheim sank von 10.818 auf 10.124. In Heidelberg sank der Wert noch deutlicher, n\u00e4mlich um 1.254 Straftaten von 10.371 auf 9.117. Im Rhein-Neckar-Kreis lag die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, mit 4.415 Straftaten je 100.000 Einwohner marginal h\u00f6her als 2018, aber immer noch deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 5.184 Straftaten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sexualstraftaten  <\/h3>\n\n\n\n<p>&#8222;Der Anstieg der Sexualstraftaten hielt auch 2019 mit insgesamt 803 Straftaten und somit einem Plus von 1,3 Prozent weiter an. Dies bedarf jedoch der differenzierten Betrachtung&#8220;, so Polizeivizepr\u00e4sident und Leiter der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg Siegfried Kollmar. In den vorangegangenen Jahren wurden zweistellige Zuwachsraten registriert (2018: 31,1 Prozent\/2017: 10,2 Prozent\/2016: 10,7 Prozent), die zumindest teilweise auch der Novellierung des Sexualstrafrechts Ende des Jahres 2016 und der Neuaufnahme von bestimmten Straftatbest\u00e4nden wie der sexuellen Bel\u00e4stigung nach \u00a7 184i StGB sowie ge\u00e4nderter statistischer Erfassungskriterien geschuldet waren. Aber auch \u00f6ffentliche Kampagnen, wie z. B. die weltweite die &#8222;MeToo&#8220;-Bewegung d\u00fcrfte zu einer erh\u00f6hten Sensibilit\u00e4t sowie Anzeigenbereitschaft der Bev\u00f6lkerung und damit zu einer weiteren Aufhellung des Dunkelfeldes beigetragen haben. R\u00fcckl\u00e4ufige Fallzahlen beobachteten wir in der Gesamtbetrachtung jetzt in Mannheim mit einem Minus von 7,5 Prozent und Heidelberg mit nahezu 2,0 Prozent. Dem gegen\u00fcber ist im Rhein-Neckar-Kreis ein Zuwachs von 11,1 Prozent festzustellen.  <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sehr erfreulich ist der R\u00fcckgang der Sexualstraftaten im \u00f6ffentlichen Raum um 23,9 Prozent (301 auf 229 F\u00e4lle). Sie machen 28,5 Prozent der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung aus und haben gro\u00dfen Einfluss auf das subjektive Sicherheitsgef\u00fchl der Bev\u00f6lkerung. In diesem Deliktsfeld hat sich unser gesetzter Handlungsschwerpunkt sehr erfolgreich gezeigt&#8220;, so Kollmar weiter.  <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Die Gesamtstatistik wird durch eine Steigerung beim besonders perfiden Deliktsbereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern um 23 F\u00e4lle getr\u00fcbt und so kommen wir unter dem Gesamtbegriff Sexualdelikte auf eine leichte Steigerung von 1,3 Prozent (+ zehn Delikte). Sorgen bereitet mir auch der Bereich &#8222;Verbreitung pornografischer Schriften&#8220;, der stark zunahm, n\u00e4mlich um 69 Prozent (89 F\u00e4lle). Besonders auff\u00e4llig sind die Tatverd\u00e4chtigen unter 21 Jahren. Hier ist noch viel Aufkl\u00e4rungsarbeit durch Eltern, Schule und polizeiliche Pr\u00e4vention notwendig, denn viele sehen oft die Konsequenz ihres Handelns nicht, wenn \u00fcber Messenger-Dienste, wie z. B. WhatsApp, Instagram oder den Facebook Messenger Bilder oder Videos verschickt werden&#8220;, gibt sich Kollmar nachdenklich.  <\/p>\n\n\n\n<p>Die Aufkl\u00e4rungsquote ist bei den Sexualstraftaten mit 82,8 Prozent sehr hoch und hat im Vergleich zum Vorjahr (77,6 Prozent) noch eine deutliche Zunahme erfahren. Somit wurden weit mehr als Dreiviertel aller Sexualstrafteten beim Polizeipr\u00e4sidium Mannheim aufgekl\u00e4rt. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wohnungseinbr\u00fcche  <\/h3>\n\n\n\n<p>&#8222;Beim Wohnungseinbruch haben wir eine sehr positive Verlaufskurve zu verzeichnen. Im Jahr 2015 hatten wir noch rund 1.500 Einbr\u00fcche. Von Jahr zu Jahr konnten wir die F\u00e4lle sukzessive deutlich reduzieren, bis wir im letzten Jahr bei der H\u00e4lfe oder 746 Einbr\u00fcchen angelangt waren. In allen drei Zust\u00e4ndigkeitsbereichen, und das ist erfreulich, haben wir gute R\u00fcckg\u00e4nge (HD -12,9 Prozent, MA -13,5 Prozent und RNK &#8211; 8,5 Prozent) bei den Fallzahlen zu verzeichnen&#8220;, zeigt sich Kollmar zufrieden.  <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Anders formuliert: wir registrieren in unserem Zust\u00e4ndigkeitsbereich mit rund einer Million Einwohnern auf einer Fl\u00e4che von ca. 1.300 Quadratkilometern t\u00e4glich noch ca. zwei Einbr\u00fcche. 40 Prozent der F\u00e4lle bleiben im Versuchsstadium stecken. Auch wenn jeder Einbruch einer zu viel ist, so ist unsere konsequente Bek\u00e4mpfungsstrategie kombiniert mit verhaltensorientierter Pr\u00e4ventionsarbeit und vor allem auch einer guten sicherungstechnischen Beratung voll aufgegangen. Dabei verkennen wir nicht, dass andere Partner und Rahmenbedingungen (starke Justiz, Gesetzes\u00e4nderungen, informelle Sozialkontrolle) auch ihren Anteil am Erfolg haben&#8220;, f\u00fchrt Kollmar fort.  <\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4u\u00dferst positiv hat sich auch die Aufkl\u00e4rungsquote entwickelt. W\u00e4hrend pr\u00e4sidiums\u00fcbergreifend zusammengefasst 25,3 Prozent (2017: 27,7 Prozent) aller Wohnungseinbr\u00fcche aufgekl\u00e4rt wurden (landesweit: 20,5 Prozent), betr\u00e4gt die Aufkl\u00e4rungsquote in Heidelberg 17,8 Prozent und im Rhein-Neckar-Kreis 22,0 Prozent. In Mannheim schafften wir es ob unserer guten Ermittlungsarbeit mit 32,8 Prozent \u00fcber ein Drittel aller registrierten Wohnungseinbr\u00fcche aufzukl\u00e4ren. Die hohe Aufkl\u00e4rungsquote ist u.a. ein Erfolg unserer konsequenten und fr\u00fchzeitigen Schwerpunktsetzung. Mit der Ermittlungsgruppe Eigentum und der speziell zur Intensivierung der Bek\u00e4mpfung des Wohnungseinbruchs gebildeten Besonderen Aufbauorganisation (BAO) &#8222;Wohnungseinbruch&#8220; haben wir unsere Kr\u00e4fte nachhaltig geb\u00fcndelt und bringen gezielt Fachexpertise an die Tatorte. Die Wohnungseinbruchdiebst\u00e4hle werden dort zudem zentral bearbeitet. Strategische, operative und pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen werden geb\u00fcndelt, koordiniert und massiv beschleunigt. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Zentrale Kriminaltechnik. Damit gew\u00e4hrleisten wir es, dass die Spezialisten f\u00fcr die Spurensuche und Spurensicherung fr\u00fchzeitig die professionelle Tatortarbeit \u00fcbernehmen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Nahezu 800 sicherungstechnische Beratungen zum Schutz vor Wohnungseinbr\u00fcchen wurden im Jahr 2019 von den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Mannheim produktneutral, unverbindlich, fachm\u00e4nnisch und kostenlos durchgef\u00fchrt. Das Aufstellen der Info-Trucks des Landeskriminalamts Baden-W\u00fcrttemberg auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen, das Verteilen von Brosch\u00fcren an Haushalte in der Region zur Information \u00fcber die &#8222;Schlosspr\u00e4mie&#8220; und Pr\u00e4ventionsstreifen sowie die Kampagne &#8222;Wachsamer Nachbar&#8220; sind nach wie vor weitere wichtige Bausteine des Intensivkonzepts beim Polizeipr\u00e4sidium Mannheim. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rauschgiftdelikte<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Delikte nach dem Bet\u00e4ubungsmittelgesetz sind 2019 geringf\u00fcgig auf 6614 (2018: 6767) Delikte zur\u00fcckgegangen. In Mannheim fiel der R\u00fcckgang mit einem Minus von 13,5 Prozent deutlich aus. In Heidelberg (+8,4 Prozent) und im Rhein-Neckar-Kreis (+13,8 Prozent) sind dagegen Anstiege zu verzeichnen. Hierbei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass hohe Fallzahlen im Rauschgiftbereich die Intensit\u00e4t der polizeilichen Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen widerspiegeln. Im vergangenen Jahr wurden pr\u00e4sidiumsweit 17 Drogentote (2018: 18) registriert, davon in Mannheim 9 (2018: 13), in Heidelberg 1 (2018: 1) und im Rhein-Neckar-Kreis 7 (2018: 4). Landesweit verzeichnet das Polizeipr\u00e4sidium Mannheim die h\u00f6chsten Fallzahlen bei den Rauschgiftdelikten. Dies spricht f\u00fcr einen durchg\u00e4ngig hohen Kontrolldruck im gesamten Zust\u00e4ndigkeitsbereich. Auch im laufenden Jahr bleibt die Bek\u00e4mpfung der Rauschgiftkriminalit\u00e4t ein polizeilicher Schwerpunkt. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Betrug durch angebliche Polizeibeamte  <\/h3>\n\n\n\n<p>Das Ph\u00e4nomen &#8222;Falscher Polizeibeamter&#8220; war bis vor wenigen Jahren eher eine Randerscheinung. Bei dem bundesweit stark ansteigenden sogenannten &#8222;Call-Center-Betrug halten die T\u00e4ter das Opfer oftmals stundenlang am Telefon fest und \u00fcben massiven Druck aus. Die sehr gut geschulten Drahtzieher agieren zumeist \u00fcber ein Call-Center aus dem Ausland. Sie haben es insbesondere auf \u00e4ltere Menschen abgesehen. Mit ihren perfiden Methoden verursachen die T\u00e4ter hohen finanziellen Schaden. Schwer wiegen bei vielen Opfern h\u00e4ufig auch die psychischen Folgen. Der Trend zeigt, die Phantasie der T\u00e4ter kennt bei ihrer Betrugsmasche keine Grenzen. H\u00e4ufig agieren die T\u00e4ter zur T\u00e4uschung auch mit gef\u00e4lschten Telefonanschlussnummern (&#8222;Call-ID Spoofing&#8220;). Den Angerufenen wird vorget\u00e4uscht, dass es aufgrund eines geplanten Einbruchs erforderlich sei, Bargeld und Schmuck bis zur Festnahme der T\u00e4ter durch die Polizei sicherstellen zu lassen. Im Vertrauen darauf, mit der &#8222;richtigen&#8220; Polizei zu sprechen, werden im Anschluss Bargeld, Schmuck, Goldbarren und EC-Karten an Abholer \u00fcbergeben. Nicht selten kommen auch &#8222;falsche Staatsanw\u00e4lte&#8220; oder &#8222;Notare&#8220; zum telefonischen Einsatz, die den Vortrag des angeblichen Polizeibeamten untermauern. Betrugsdelikte in Form der &#8222;Falschen Polizeibeamte&#8220; stellen mit Abstand die h\u00e4ufigste Tatbegehungsweise (&#8222;modus operandi&#8220;) der registrierten Anrufstraftaten dar.  <\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert bei der Gesamtbetrachtung ist, dass die allermeisten Taten nicht \u00fcber das Versuchsstadium hinauskommen. Lediglich in 14 F\u00e4llen erreichten die T\u00e4ter ihr Ziel. Grund hierf\u00fcr d\u00fcrfte die noch einmal stark forcierte Pr\u00e4ventions- und Informationskampagne des Polizeipr\u00e4sidiums Mannheim gewesen sein  <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Auch, wenn wir einen signifikanten R\u00fcckgang zu verzeichnen haben, so ist die Anzahl der Delikte in der Gesamtbetrachtung viel zu hoch. Zum Gl\u00fcck blieben 98,8 Prozent dieser Straftaten im Versuchsstadium h\u00e4ngen. Dar\u00fcber hinaus sind spielt auch unsere Pr\u00e4ventionsarbeit, verbunden mit einer hervorragenden themenspezifischen Medienberichterstattung eine entscheidende Rolle&#8220;, zeigt sich Kollmar erfreut. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sicherheit im \u00f6ffentlichen Raum  <\/h3>\n\n\n\n<p>Die Sicherheit im \u00f6ffentlichen Raum ist ein polizeilicher Handlungsschwerpunkt beim Polizeipr\u00e4sidium Mannheim. Hierzu wurden vielf\u00e4ltige Ma\u00dfnahmen ergriffen und lagebildorientiert mit Konzepten wie &#8222;Sichere Neckarstadt&#8220; oder der Sicherheitspartnerschaft &#8222;Sicher in Heidelberg&#8220; nachhaltig umgesetzt. Dazu werden beim Polizeipr\u00e4sidium Mannheim auch Beamtinnen und Beamten des Polizeipr\u00e4sidiums Einsatz, aber auch Unterst\u00fctzungskr\u00e4fte der Bundespolizei und Zollverwaltung auf der Basis vereinbarter Sicherheitskooperationen eingesetzt.  <\/p>\n\n\n\n<p>Die hohe Polizeipr\u00e4senz und Kontrolldichte im \u00f6ffentlichen Raum zeigt Wirkung. Die Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t sank im Jahr 2019 erneut deutlich um 11,6 Prozent von 14.760 auf 13.047 registrierte Straftaten und liegt somit auf einen Zehn-Jahres-Tiefstand. Den h\u00f6chsten prozentualen R\u00fcckgang konnte die Stadt Heidelberg mit einem Minus von 14,8 Prozent (von 3.0497 auf 2.598 Delikte) vorweisen. In Mannheim gingen die Delikte um 13,0 Prozent (von 6.796 auf 5.912 Taten) zur\u00fcck. Auch im Rhein-Neckar-Kreis ist ein R\u00fcckgang um 7,7 Prozent deutlich sp\u00fcrbar. Bei den sogenannten &#8222;Aggressionsdelikten im \u00f6ffentlichen Raum&#8220; zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine positive Entwicklung mit einem R\u00fcckgang um 9,2 Prozent. Damit liegen das Polizeipr\u00e4sidium Mannheim deutlich besser als der Landestrend von -2,1 Prozent. Die Aufkl\u00e4rungsquote liegt bei knapp \u00fcber 80 Prozent. Die meisten dieser Gewalttaten ereignen sich unter Alkoholeinfluss. So waren im Jahr 2019 29 Prozent der Tatverd\u00e4chtigen alkoholisiert. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gewalt gegen Polizeibeamte  <\/h3>\n\n\n\n<p>Viele Polizeibeamte sehen sich auf Streife und bei Eins\u00e4tzen immer h\u00e4ufiger mit Respektlosigkeiten und \u00dcbergriffen konfrontiert. Nach jahrelangen, kontinuierlichen zweistelligen Steigerungsraten, gingen die Zahlen f\u00fcr das Pr\u00e4sidium Mannheim im letzten Jahr erfreulicherweise insgesamt um -1,6 Prozent leicht von 491 auf 483 Delikte zur\u00fcck. W\u00e4hrend die Straftaten in Mannheim um 11,6 Prozent (2018: +20,4 Prozent) und in Heidelberg um immerhin noch 3,9 Prozent (2018: +14,2 Prozent) r\u00fcckl\u00e4ufig waren, stiegen im Rhein-Neckar-Kreis die Angriffe auf Polizeibeamte signifikant um 20,8 Prozent weiter an (2018: -5,5 Prozent).  <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Mich treibt um, dass nach wie vor zu viele meiner Kolleginnen und Kollegen (2019: 276\/2018:284) im Dienst verletzt werden, vier von ihnen sogar schwer. Das ist nicht zu tolerieren und fordert weiter unsere volle Aufmerksamkeit. Die zunehmende Tendenz zur Gewalt gegen Polizeibeamte wird von uns fortlaufend analysiert. Einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Sicherheit unserer Polizistinnen und Polizisten leistet die Bodycam, die seit M\u00e4rz letzten Jahres auf Streife zum Einsatz kommt. Mit dem leichten R\u00fcckgang der Fallzahlen ist ein erster Schritt gemacht. Weitere m\u00fcssen folgen&#8220;, zeigt sich Dieter Hoffert, der Leiter der Schutzpolizeidirektion und Chef von rund 1.800 Beamten entschlossen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verkehrsunfallstatistik  <\/h3>\n\n\n\n<p>Stadt Mannheim, Stadt Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis (ohne Bundesautobahnen)  <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gesamtunfallzahlen  <\/h3>\n\n\n\n<p>Die Gesamtzahl der Unf\u00e4lle blieb im Vergleich zu 2018 mit einer Abnahme von 30.673 auf 30.659 (-14 Unf\u00e4lle) nahezu identisch. Davon wurden bei 2.985 Verkehrsunf\u00e4llen Personen verletzt, ein R\u00fcckgang um 1,5 % zum Vorjahr (3.030).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tote\/Verletzte  <\/h3>\n\n\n\n<p>Bei den Verkehrstoten musste das Polizeipr\u00e4sidium Mannheim leider einen traurigen 5-Jahresrekord von 28 bei Verkehrsunf\u00e4llen verstorbenen Menschen verzeichnen. 19 Personen waren hiervon Radfahrer, Motorradfahrer oder Fu\u00dfg\u00e4nger, die zu den am wenigsten gesch\u00fctzten Verkehrsteilnehmern geh\u00f6ren. Bei den weiteren Unfalltoten handelte es sich um acht Autofahrer und ein Beifahrer in einem Pkw. Die Verkehrsunf\u00e4lle waren im gesamten Pr\u00e4sidialbereich verteilt (Mannheim: 6, Heidelberg: 2, Rhein-Neckar-Kreis 20) und in vielen F\u00e4llen alleinverschuldet. Die Zahl der Schwerverletzten nahm dagegen um 77 Personen auf 596 (-12,9%) ab, die Anzahl der Leichtverletzten blieb mit 3.192 Personen fast gleich.  <\/p>\n\n\n\n<p>Unf\u00e4lle mit Radfahrern Bei den Verkehrsunf\u00e4llen mit Beteiligung von Radfahrern war 2019 ein neuer H\u00f6chststand in den letzten f\u00fcnf Jahren zu verzeichnen. Die Anzahl nahm nochmals um 45 Unf\u00e4lle auf 1.345 (+3,5%) zu. Elf Radfahrer verstarben 2019 bei Unf\u00e4llen, 2018 waren es noch sechs Fahrradfahrer. F\u00fcnf davon st\u00fcrzten alleinbeteiligt, vier Radfahrer verschuldeten den Verkehrsunfall durch Verletzung der Vorfahrt bzw. des Vorrangs. Zwei Radfahrer wurden unverschuldet durch Verletzung der Vorfahrt bzw. des Vorrangs get\u00f6tet. Acht dieser Unf\u00e4lle ereigneten sich innerorts, drei au\u00dferorts.  <\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt 1.043 (2018: 1.033) Radfahrer zogen sich Verletzungen zu, 145 (im Vorjahr 164) davon trugen schwere Verletzungen davon, dies entspricht einem R\u00fcckgang um 11,5%. Dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass der Radfahrverkehr in den letzten Jahren einen massiven Anstieg erfahren hat und auch der Sommer 2019 f\u00fcr Radfahraktivit\u00e4ten bestens geeignet war. Zwangsl\u00e4ufig steigen mit einer steigenden Verkehrsteilnahme von Radfahrern leider auch deren Unfallbeteiligung. Das Polizeipr\u00e4sidium Mannheim versucht den Unfallgefahren f\u00fcr Radfahrer durch ursachenorientierte und verhaltensbezogene pr\u00e4ventive sowie durch konsequente repressive Ma\u00dfnahmen zu entgegnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unf\u00e4lle mit Pedelecs  <\/h3>\n\n\n\n<p>Bei den Unf\u00e4llen mit Pedelecs war ein Anstieg um 45,6% zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Unf\u00e4lle stieg von 81 auf 118 (+37 Unf\u00e4lle). Zwei Pedelec-Fahrer starben bei Verkehrsunf\u00e4llen, insgesamt 102 wurden verletzt, davon wie im Vorjahr 24 schwer.  <\/p>\n\n\n\n<p>Unf\u00e4lle auf Autobahnen Die Unfallzahlen im Autobahnbereich des Polizeipr\u00e4sidium Mannheim gingen trotz einer unver\u00e4ndert hohen Verkehrs- und Baustellenbelastung deutlich zur\u00fcck. Die Installation komplexer verkehrstechnischer Einrichtungen, aber auch der hohe Kontrolldruck durch die Verkehrspolizei zahlen sich aus. Auf den Bundesautobahnen im Bereich des Polizeipr\u00e4sidiums Mannheim ereigneten sich 2019 2.457 Verkehrsunf\u00e4lle. Dies bedeutet ein R\u00fcckgang der Verkehrsunf\u00e4lle um 399 oder14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der Verkehrsunf\u00e4lle mit Personenschaden ging deutlich von 421 auf 326 (-95 bzw. -22,6%) zur\u00fcck. Dies wirkte sich auch positiv auf die unmittelbaren Unfallfolgen aus, wo die niedrigsten Werte der letzten f\u00fcnf Jahre registriert werden konnten. Starben 2018 noch sieben Verkehrsteilnehmer auf den Bundesautobahnabschnitten f\u00fcr die das Polizeipr\u00e4sidium Mannheim zust\u00e4ndig ist, ging die Anzahl 2019 auf vier Todesopfer zur\u00fcck. Bei den Unf\u00e4llen auf den Autobahnen wurden 59 Personen schwer verletzt, 33 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Leichtverletzten fiel ebenfalls deutlich von 652 auf 424, dies entspricht einem R\u00fcckgang um 35 Prozent. Deutlich zur\u00fcckgegangen ist auch die Zahl der Unf\u00e4lle mit Lkw-Beteiligung. Lkw-Fahrer waren in 248 Unf\u00e4lle verwickelt, dies entspricht einem R\u00fcckgang um 89 Unf\u00e4lle bzw. 26,4 Prozent. Dabei wurden zwei Beteiligte (2018: 5) get\u00f6tet. 59 Beteiligte wurden schwer verletzt (2018: 39) und 70 (2018: 123) leicht verletzt. Die Unf\u00e4lle am Stauende gingen leicht um f\u00fcnf Unf\u00e4lle auf nunmehr 74 Verkehrsunf\u00e4lle zur\u00fcck. Dabei verungl\u00fcckte ein Verkehrsteilnehmer t\u00f6dlich (2018: 6), 16 zogen sich schwere Verletzungen zu, einer weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Leichtverletzten ging von 97 auf 67 im Jahr 2019 zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Res\u00fcmee  <\/h3>\n\n\n\n<p>Polizeipr\u00e4sident Andreas Stenger zieht f\u00fcr den Bereich der Kriminalstatistik ein positives Fazit. &#8222;Ich bin mit der Bilanz nicht unzufrieden, schlie\u00dflich haben wir im Dienstbezirk die niedrigste Kriminalit\u00e4tsbelastung seit Mitte der 1980er Jahre. Dennoch gibt nach wie vor viel zu tun, um die Gesamtzahl der Straftaten weiter zu senken&#8220; res\u00fcmiert er.  <\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf die Verkehrsstatistik gibt sich Stenger alles andere als zufrieden. &#8222;Wenn ich auf den Verkehrssektor blicke, dann bin ich eher besorgt. Trotz fast gleichbleibender Unfallzahlen sind wesentlich mehr Verkehrstote zu beklagen.  <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Die weitere Verbesserung der der Verkehrssicherheitslage ist f\u00fcr mich auch im Jahr 2020 ein zentrales Handlungsfeld. Mit hohem Engagement und Ressourceneinsatz werden wir alles tun, um die Sicherheit im Stra\u00dfenverkehr weiter zu erh\u00f6hen. Hoher Kontrolldruck und konsequente Sanktionen sind erforderlich, denn r\u00fccksichtsloses Verhalten, Verkehrsrowdytum und Autoposer haben auf unseren Stra\u00dfen nichts zu suchen. Sie gef\u00e4hrden Menschenleben.&#8220;  <\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich die Statistiken aus dem Internet herunterladen m\u00f6chte, hier der Links zum Internetauftritt des Polizeipr\u00e4sidiums Mannheim: &#8222;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/ppmannheim.polizei-bw.de\/statistiken\/\" target=\"_blank\">https:\/\/ppmannheim.polizei-bw.de\/statistiken\/<\/a>&#8222;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lesen sie hier die Unfallstatistiken als pdf:<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Jahresunfallstatisti9_StadtMannheim.pdf\">Jahresunfallstatisti9_StadtMannheim<\/a><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Jahresunfallstatisti9_StadtMannheim.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/JahresunfallstatistiMannheim-gesamt.pdf\">JahresunfallstatistiMannheim-gesamt<\/a><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/JahresunfallstatistiMannheim-gesamt.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file aligncenter\"><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Jahresunfallstatistiin-Neckar-Kreis.pdf\">Jahresunfallstatistiin-Neckar-Kreis<\/a><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Jahresunfallstatistiin-Neckar-Kreis.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/JahresunfallstatistiStadtHeidelberg.pdf\">JahresunfallstatistiStadtHeidelberg<\/a><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/JahresunfallstatistiStadtHeidelberg.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Jahresunfallstatistik2019_Autobahnen.pdf\">Jahresunfallstatistik2019_Autobahnen<\/a><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Jahresunfallstatistik2019_Autobahnen.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/PKS_Handout_2019_final_online.pdf\">PKS_Handout_2019_final_online<\/a><a href=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/PKS_Handout_2019_final_online.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p><em>Polizeipr\u00e4sidium Mannheim<br>03.04.2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>(Mannheim \/ Heidelberg \/ Rhein-Neckar-Kreis) &#8211; 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