{"id":30436,"date":"2020-09-29T06:47:04","date_gmt":"2020-09-29T05:47:04","guid":{"rendered":"https:\/\/speyer24news.com\/?p=30436"},"modified":"2020-09-29T06:47:04","modified_gmt":"2020-09-29T05:47:04","slug":"wilhelma-stuttgart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/speyer24news.com\/?p=30436","title":{"rendered":"Wilhelma Stuttgart"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\">\r\n\t.ads_top_disp{}\r\n\t.ads_top_corner_disp{ float:left; margin:0px 10px 10px 0px; }\r\n\t.ads_first_p_disp{}\r\n\t.ads_bottom_disp{}\r\n\t<\/style>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG_20200828_112835.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30180\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG_20200828_112835.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG_20200828_112835-300x225.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG_20200828_112835-768x576.jpg 768w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG_20200828_112835-678x509.jpg 678w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG_20200828_112835-326x245.jpg 326w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/IMG_20200828_112835-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoffnungstr\u00e4ger f\u00fcr stark bedrohte Art<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zuchterfolg im Doppelpack: Jungtiere bei den S\u00e4belantilopen<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30442\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-1.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption> Bereits zum dritten Mal gab es zweifachen Nachwuchs bei den S\u00e4belantilopen. Seit kurzem sind die Jungtiere gemeinsam mit Gr\u00e9vy-Zebras und Dorcas-Gazellen auf der Au\u00dfenanalage unterwegs.<br><em>Foto: Wilhelma Stuttgart <\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Entspannt auf dem warmen Sandboden liegen und gemeinsam im Galopp herumtoben: Seit dieser Woche zeigen sich die beiden kleinen S\u00e4belantilopen, die im Juli und August in der Wilhelma in Stuttgart zur Welt kamen, auf der Au\u00dfenanlage. Gut beh\u00fctet von ihren M\u00fcttern Isis und Mahedi wachsen die jungen K\u00fche im Zoologisch-Botanischen Garten zu stattlichen Horntr\u00e4gern heran. Diese M\u00f6glichkeit war ihren wildlebenden Artgenossen in der Vergangenheit nicht verg\u00f6nnt. Denn die S\u00e4belantilopen gelten seit dem Jahr 2000 in der Natur als ausgestorben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"750\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30443\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-2.jpg 500w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-2-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfen Herden, die einst die Randgebiete der Sahara und die Sahelzone bev\u00f6lkerten, fielen im Lauf des 20. Jahrhunderts nach und nach dem Menschen zum Opfer. Fleisch und Fell dieser Oryx-Antilopen waren begehrt und die beeindruckenden H\u00f6rner als Troph\u00e4en beliebt: Bis zu 1,20 Meter misst der s\u00e4belartig gebogene Stirnschmuck bei ausgewachsenen Tieren. Zu Wilderei kamen au\u00dferdem l\u00e4ngere D\u00fcrreperioden, B\u00fcrgerkrieg und Lebensraumverlust durch die zunehmende Viehhaltung von Schafen und Ziegen. Nur weil es auch einen kleinen Oryx-Bestand in Zoos gab, konnte die Art \u00fcberleben und ihre Population in menschlicher Obhut wieder anwachsen. Einige S\u00e4belantilopen wurden sogar in ihren fr\u00fcheren Heimatgebieten im Tschad wieder angesiedelt. Auch der Zoologisch-Botanische Garten ist mit seiner kleinen Herde Teil des Erhaltungszuchtprogramms der Europ\u00e4ischen Zoos \u2013 und das mit Erfolg. Denn Isis und Mahedi leben erst seit 2016 in der Wilhelma, hatten nun aber bereits zum dritten Mal Nachwuchs.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30444\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-3.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-3-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Zu einer gelungenen Aufzucht geh\u00f6rt dabei auch immer eine gute Planung. Einmal im Jahr steht f\u00fcr die beiden Damen ein Besuch bei S\u00e4belantilopen-Bock Amadi an. Er lebt auf dem Tennhof, der nicht \u00f6ffentlichen Au\u00dfenstelle der Wilhelma. \u201eImmer im Herbst bringen wir die beiden K\u00fche f\u00fcr einige Wochen zu unserem Bock\u201c, berichtet Revierleiter Daniel Wenning. \u201eWenn er erfolgreich deckt, kommt der Nachwuchs nach etwa acht Monaten im Fr\u00fchjahr oder Sommer zur Welt. Dann haben die Weibchen ausreichend frisches Gr\u00fcnfutter und f\u00fcr die Kleinen sind die Temperaturen angenehm.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30445\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-4.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-4-300x200.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39c-Junge-S\u00e4belantilopen-25.09.2020-Bild-4-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die erste Zeit nach der Geburt verbringen die Tiere aber erst einmal im r\u00fcckw\u00e4rtigen Bereich. Denn als Ablieger bleiben die Neugeborenen zun\u00e4chst an einem gesch\u00fctzten Ort und folgen erst nach etwa vier Wochen der Herde. Sobald die Kleinen flink auf den Hufen sind, werden sie schrittweise mit den anderen Savannenbewohnern zusammengef\u00fchrt. \u201eDie Antilopen kommen anfangs alleine ins Au\u00dfengehege, damit die K\u00e4lber die Verstecke kennenlernen\u201c, erz\u00e4hlt Daniel Wenning. \u201eUnsere Gr\u00e9vy-Zebras scheuchen den Nachwuchs schon mal \u00fcber die Anlage. Dann m\u00fcssen die Jungtiere wissen, wohin sie sich zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen.\u201c Die umsichtige Vorbereitung hat sich ausgezahlt, denn wie in den Jahren zuvor lief die Vergesellschaftung mit den erfahrenen Zebrastuten und den DorcasGazellen sehr gut. So k\u00f6nnen die beiden jungen S\u00e4belantilopen nun jeden Tag beim Sonnenbaden und Heranwachsen beobachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Text: Wilhelma \u2013 Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart Foto: Wilhelma Stuttgart<br>28.09.2020<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Elise Berger: \u201eMein Leben mit Alwin Berger\u201c<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Buch \u00fcber den vergessenen Leiter der Wilhelma vorgestellt<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"537\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30439\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-1.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-1-300x201.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-1-768x516.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption> Familie Berger in der Wilhelma: Alwin Berger (rechts) und seine Frau Elise mit ihren beiden Kindern. <br><em>Archivfoto: Alwin-Berger-Archiv M\u00f6schlitz <\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nicht alle Kapitel der langen Wilhelma-Geschichte sind heute so bekannt wie die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Bei genauerer Betrachtung tun sich erstaunliche L\u00fccken auf. So wird der letzte Hofgartendirektor des K\u00f6nigshauses W\u00fcrttemberg mit fast keinem Wort in den Geschichtsb\u00fcchern \u00fcber den ZoologischBotanischen Garten Stuttgart genannt. Obwohl Alwin Berger ein international anerkannter Botaniker und vor allem Experte f\u00fcr Kakteen und Sukkulenten war, taucht er in der Liste der Leiter der Wilhelma bis heute nicht auf. Mit dem Erscheinen der Lebensgeschichte Alwin Bergers im Eugen Ulmer Verlag kann zumindest teilweise eine L\u00fccke in der Wilhelma-Historie geschlossen werden. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"512\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30440\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-2.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-2-300x192.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-2-768x492.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption> Die Buchpr\u00e4sentation \u00fcbernahmen (von links) Wilhelma-Direktor Dr. Thomas K\u00f6lpin, Herausgeber Rainer Redies und Volker H\u00fchn, Programmleiter beim Eugen Ulmer Verlag.<br><em>Foto: Wilhelma Stuttgart <\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Berger, 1871 im th\u00fcringischen M\u00f6schlitz (heute zu Schleiz geh\u00f6rig) geboren, arbeitete sich rasch vom G\u00e4rtner zu einem angesehenen Botaniker auf. Nach Lehr- und Wanderjahren in Botanischen G\u00e4rten zwischen Dresden und Frankfurt, Freiburg und Greifswald folgte die Berufung an den Hanbury-Garten La Mortola in Italien. Seinen Dienst f\u00fcr den K\u00f6nig von W\u00fcrttemberg trat er 1915 an und war ab diesem Zeitpunkt auch f\u00fcr die Geschicke der Wilhelma verantwortlich. Nach dem Ersten Weltkrieg war er es, der die Idee eines Botanischen Gartens in den Mauern der Wilhelma \u00f6ffentlich machte. Leider gab es im damals zust\u00e4ndigen Finanzministerium des Landes W\u00fcrttemberg einen erbitterten Widersacher, der Berger das Leben schwer machte. Der Botaniker wurde degradiert und gab 1922 auf. Er legte sein Amt nieder und arbeitete von nun an in den USA, wo er allerdings nicht gl\u00fccklich wurde. Einem Ruf ans w\u00fcrttembergische Naturalienkabinett, dem heutigen Staatlichen Museum f\u00fcr Naturkunde Stuttgart, folgte er daher und baute dort die botanische Sammlung aus. Hier war er auch bis zu seinem Tod 1931 t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Spuren Alwin Bergers finden sich noch heute in der Wilhelma. Das Kakteenhaus, welches direkt am Haupteingang zu finden ist, wurde von ihm ma\u00dfgeblich gestaltet. Durch seine hervorragenden Kontakte zu vielen Botanischen G\u00e4rten konnte der Pflanzenbestand des K\u00f6nigsgartens durch viele seltene Exemplare erweitert werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"623\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30441\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-3.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-3-300x234.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39b-Buchvorstellung-Alwin-Berger-24.09.2020-Bild-3-768x598.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption> Das Buch \u201eMein Leben mit Alwin Berger\u201c erz\u00e4hlt die Lebensgeschichte des ehemaligen Wilhelma-Leiters. <br><em>Foto: Wilhelma Stuttgart <\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Aufzeichnungen, die seine Frau Elise Berger f\u00fcr ihre Kinder handschriftlich und anekdotenreich festgehalten hat, waren lange Zeit im Familienbesitz. Dank des Entgegenkommens des Alwin-Berger-Archivs und der Recherchen von Rainer Redies gelangten sie an die \u00d6ffentlichkeit. Sie geben Einblick in eine erstaunliche Karriere und zeigen Alwin Berger zudem als Genie freundschaftlicher und kollegialer Beziehungspflege. Von seinem \u00fcberreichen Arbeitsleben zeugen nicht zuletzt weit \u00fcber 700 erst beschriebene Pflanzenarten und rund 300 Publikationen. Elise Berger lebte nach dem Tod ihres Mannes weiterhin in Bad Cannstatt, war aber als J\u00fcdin den Repressalien und Schikanen des Nazi-Regimes ausgesetzt und wurde 1944 nach Theresienstadt deportiert, wo sie kurze Zeit sp\u00e4ter verstarb. Heute erinnert ein Stolperstein vor dem Haus in der Heidelberger Stra\u00dfe 44 an Frau Berger. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Text: Wilhelma \u2013 Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart Foto: Wilhelma Stuttgart<br>28.09.2020<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">10 Jahre Schmetterlingsschutz in Stuttgart <\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">UN-Dekade zur Biologischen Vielfalt: BUND und Wilhelma erhalten Auszeichnung<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"553\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39a-Auszeichnung-UN-Dekade-21.09.2020-Bild-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30437\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39a-Auszeichnung-UN-Dekade-21.09.2020-Bild-1.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39a-Auszeichnung-UN-Dekade-21.09.2020-Bild-1-300x207.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39a-Auszeichnung-UN-Dekade-21.09.2020-Bild-1-768x531.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption> Die Auszeichnung f\u00fcr das Schmetterlingsprojekt \u00fcbergab Insektenkundler Prof. Dr. Lars Krogmann an Jutta Schneider-Rapp und Dr. Thomas K\u00f6lpin. <br><em>Foto: Wilhelma Stuttgart <\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bunte Inseln statt gr\u00fcne W\u00fcsten. Seit zehn Jahren engagieren sich der BUND-Kreisverband Stuttgart und die Wilhelma f\u00fcr den Schmetterlingsschutz. Zusammen schaffen sie auf mittlerweile 13 ausgew\u00e4hlten Wiesen in Stuttgart bunte Oasen f\u00fcr Schmetterlinge. Das Engagement und der Einsatz zahlen sich aus. Passend zum zehnj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um wurden BUND und Wilhelma am Montag (21.9.) im Rahmen der UN-Dekade zur Biologischen Vielfalt ausgezeichnet. Damit bekommt der Schutz von Schmetterlingen und mit ihnen von vielen anderen Tieren und Pflanzen besonderes Gewicht. Zudem wurde der Einsatz von Ehrenamtlichen Schmetterlings-Kartierer*innen und den Wilhelma-G\u00e4rtner*innen gew\u00fcrdigt. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBl\u00fchende Wiesen in Gro\u00dfst\u00e4dten sind wahre Oasen f\u00fcr viele Insekten\u201c, betonte deswegen auch Prof. Dr. Lars Krogmann, Entomologe des Staatlichen Museums f\u00fcr Naturkunde Stuttgart, in seiner Laudatio. \u201eDer Schwund der Vielfalt und vor allem der Anzahl an Insekten hat mittlerweile besorgniserregende Ausma\u00dfe angenommen. Deswegen ist es wichtig, dass Schmetterlinge gezielt unterst\u00fctzt werden.\u201c Im Zentrum der Schutzma\u00dfnahmen steht die besondere Pflege von ausgew\u00e4hlten Fl\u00e4chen. So werden mittlerweile 13 St\u00fccke mit insgesamt fast sechs Hektar insektenfreundlich bewirtschaftet. Dazu geh\u00f6rt, dass sie nur noch maximal zweimal im Jahr gem\u00e4ht werden. Zudem wurden an ausgew\u00e4hlten Stellen Wildkr\u00e4uter gezielt anges\u00e4t. Neben Schwalbenschwanz, Kleinem Fuchs und Admiral profitieren auch viele andere Insekten von diesen Ma\u00dfnahmen. \u201eWir zeichnen verantwortlich f\u00fcr die Gr\u00fcnpflege aller Fl\u00e4chen, die dem Land BadenW\u00fcrttemberg in Stuttgart geh\u00f6ren. An der Grabkappelle, im Rosensteinpark oder in der Wilhelma selbst zeigen wir, was eine insektenfreundliche Pflege auszeichnet\u201c, berichtete Dr. Thomas K\u00f6lpin, Direktor der Wilhelma. \u201eDamit kommen wir unserem Auftrag als Artenschutzinstitution auch bei uns vor der Haust\u00fcr nach. Nicht nur Nashorn und Gorilla sind bedroht, sondern auch den Insekten in unseren Breiten geht es schlecht. Und hier zeigen wir gemeinsam, wie erfolgreicher Naturschutz funktioniert\u201c, so K\u00f6lpin weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTrotz Parks, Gr\u00fcnstreifen oder G\u00e4rten gibt es f\u00fcr Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten viel zu wenig geeignete Lebensr\u00e4ume in der Stadt\u201c, sagte Berthold Frie\u00df, Mitinitiator des Kooperationsprojekts und ehemaliger Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des BUND Baden-W\u00fcrttemberg. \u201eAls vor zehn Jahren der Startschuss f\u00fcr das Kooperationsprojekt fiel, wollten wir L\u00f6sungen anbieten und ganz konkret aufzeigen, wie naturnahe und insektenfreundliche Gr\u00fcnfl\u00e4chenpflege aussehen kann. Inzwischen gibt es 13 Schmetterlingswiesen in Stuttgart. Die Kooperation von Wilhelma und BUND und die Zusammenarbeit zwischen der Parkpflege der Wilhelma und den BUND-Ehrenamtlichen haben sich ausgezahlt. Auf den Wiesen summt und brummt es wieder.\u201c Seit Projektstart vor zehn Jahren haben die ehrenamtlichen BUND-Kartierer*innen 52 verschiedene Falter gez\u00e4hlt. Die Artenvielfalt auf den so gepflegten Fl\u00e4chen ist somit deutlich gr\u00f6\u00dfer als auf Vergleichsfl\u00e4chen, bei denen die Nutzung nicht angepasst wurde. Das zeigt: Die naturnahe Wiesenpflege zahlt sich f\u00fcr die Artenvielfalt auf Stuttgarts Wiesen aus. Mit Himmelblauer-Bl\u00e4uling und MalvenDickkopffalter leben hier auch zwei Falter, die in Baden-W\u00fcrttemberg gef\u00e4hrdet sind. Der Segelfalter ist im S\u00fcdwesten sogar stark gef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDass sich die Zusammenarbeit so gut entwickelt hat, stimmt mich zuversichtlich und freut mich sehr. Es ist gro\u00dfartig, dass immer mehr Wiesen seit Projektstart hinzugekommen sind. Auch, dass sich das Kooperationsprojekt zu einer dauerhaften Zusammenarbeit mit Aktiven und tollen Umweltbildungsprojekten mit Schmetterlingsspazierg\u00e4ngen und Seminaren f\u00fcr alle B\u00fcrger*innen gemausert hat&#8220;, so der ehemalige BUND-Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Berthold Frie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"522\" src=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39a-Auszeichnung-UN-Dekade-21.09.2020-Bild-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30438\" srcset=\"https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39a-Auszeichnung-UN-Dekade-21.09.2020-Bild-2.jpg 800w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39a-Auszeichnung-UN-Dekade-21.09.2020-Bild-2-300x196.jpg 300w, https:\/\/speyer24news.com\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KW-39a-Auszeichnung-UN-Dekade-21.09.2020-Bild-2-768x501.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Herz und Hand des Schmetterlingsprojektes sind der Fachbereich Parkpflege der Wilhelma, der das naturnahe Pflegekonzept umsetzt, und die BUND-Aktiven. Freiwillige Kartierer*innen beobachten alle zwei Wochen im Sommerhalbjahr die Falter auf den Schmetterlingswiesen, so wie Jutta Schneider-Rapp. Mit sieben weiteren Aktiven beobachtet, z\u00e4hlt und dokumentiert sie Schmetterlinge. \u201eWir laufen immer denselben, 200 Meter langen Zickzack-Kurs durch die Wiese und schauen links und rechts nach Faltern. Der BUND Stuttgart freut sich sehr \u00fcber die Auszeichnung. Wir hoffen, dass BUND und Wilhelma ihre fruchtbare Kooperation weiter ausbauen. Au\u00dferdem w\u00fcnschen wir uns mehr Gr\u00fcn in der Stadt und naturnahe Privatg\u00e4rten: viel mehr Bl\u00fcten, wilde Ecken f\u00fcr Schmetterlinge und andere Insekten\u201c, sagte die 56-J\u00e4hrige. \u201eM\u00f6ge uns die UN-Dekade befl\u00fcgeln.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Informationen zur UN-Dekade Biologische Vielfalt<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten R\u00fcckgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft f\u00fcr den gro\u00dfen Wert der Biodiversit\u00e4t ist eine wichtige Voraussetzung. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie uns bietet. Gleichzeitig zeigen diese Modellprojekte, wie konkrete Ma\u00dfnahmen zum Erhalt biologischer Vielfalt, ihrer nachhaltigen Nutzung oder der Vermittlung praktisch aussehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff \u201ebiologische Vielfalt\u201c umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze. Einbezogen wird auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, die sich bei Pflanzen in den verschiedenen Sorten und bei Tieren in den Rassen wiederspiegelt. Aber auch die verschiedenen Lebensr\u00e4ume und komplexen \u00f6kologische Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Die Biodiversit\u00e4t ist Voraussetzung f\u00fcr die Funktion der \u00d6kosysteme mit ihren verschiedenen \u00d6kosystemleistungen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Text: Wilhelma \u2013 Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart Foto: Wilhelma Stuttgart<br>28.09.2020<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Hoffnungstr\u00e4ger f\u00fcr stark bedrohte Art Zuchterfolg im Doppelpack: Jungtiere bei den S\u00e4belantilopen Entspannt auf dem warmen Sandboden liegen und gemeinsam im Galopp herumtoben: Seit dieser Woche zeigen sich die beiden kleinen S\u00e4belantilopen, die im Juli <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/speyer24news.com\/?p=30436\" title=\"Wilhelma Stuttgart\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":3,"featured_media":30171,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[8550,8551,8552,8422,8548,8549,4380,8419,8420,8486,8418],"aioseo_notices":[],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30436"}],"collection":[{"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=30436"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30436\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30446,"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30436\/revisions\/30446"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/30171"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=30436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=30436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/speyer24news.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=30436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}