Landau:

Den beruflichen Wiedereinstieg erfolgreich gestalten: Gemeinsames Beratungsangebot von Stadt und Agentur für Arbeit Landau am 14. Juni

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadtverwaltung Landau, Evi Julier, und die Wiedereinstiegsberaterin der Agentur für Arbeit Landau, Susanne Wagner, bieten am Freitag, 14. Juni, eine unbürokratische und individuelle Beratung für interessierte Männer und Frauen an, die ihren Weg zurück in den Beruf suchen. Von einer Standortbestimmung bis hin zur Entwicklung einer tragfähigen Zukunftsperspektive können die Inhalte der Beratung reichen. Besonders berücksichtigt wird dabei die Vereinbarbeit von Familie und Beruf.

Die Beratungstermine finden im Rathaus der Stadt Landau, Marktstraße 50, Zimmer 121 und 122, statt. Für Terminvereinbarungen und Informationen über weitere Veranstaltungen für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger steht Susanne Wagner (Agentur für Arbeit Landau) unter 0 63 41 / 95 83 42 bzw. landau.wiedereinstieg@arbeitsagentur.de zur Verfügung.

Lesen Sie hier den Infoflyer als PDF:

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Landau in der Pfalz und der Agentur für Arbeit Landau
10.06.2019

In Würde daheim sterben: Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung (SAPV) mit neuem Stützpunkt in Landau

v.l.: OB Thomas Hirsch, Annette Becker-Annen, Leitung und Koordination des Palliativnetzes Süd- und Vorderpfalz, Dr. Klaus Lander, Ärztlicher Leiter des Palliativnetzes Süd- und Vorderpfalz, und Dr. Dietmar Kauderer, Bevollmächtigter des Vorstands der Diakonissen Speyer.

Bis zuletzt würdevoll und selbstbestimmt zu Hause leben: Das ermöglicht das Palliativnetz Süd- und Vorderpfalz der Diakonissen Speyer schwer kranken und sterbenden Menschen. Seit Ende Mai ergänzt ein speziell ausgebildetes Palliative-Care-Team aus Ärzten und Pflegefachkräften des Palliativnetzes Süd- und Vorderpfalz die Hospiz- und Palliativ-Versorgung in Landau und der Region Der Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch informierte sich im SAPV-Stützpunkt im Med-Zen Landau in der Max-Planck-Straße 1 über die Arbeit des Palliative-Care-Teams.

„Es freut mich sehr, dass nun auch in Landau ein SAPV-Stützpunkt besteht. Wir schließen damit eine weitere Lücke in der Versorgung schwerstkranker Menschen“, sagte Oberbürgermeister Thomas Hirsch. „Auf Grund von Rückmeldungen aus der Bevölkerung weiß ich um die Notwendigkeit dieses besonderen Angebotes. Deswegen war mir die Errichtung eines SAPV-Stützpunktes auch ein großes Anliegen.“

„Die SAPV dient dazu, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, zu fördern und zu verbessern, und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in der häuslichen und vertrauten Umgebung zu ermöglichen“, beschreibt Annette Becker-Annen, Leitung und Koordination des Palliativnetzes Süd- und Vorderpfalz, das Ziel der SAPV.

Das SAPV-Angebot richtet sich an Menschen, die an einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden, die ihre Lebenserwartung begrenzt und eine besonders aufwendige Versorgung erforderlich macht. Erfahrene Palliativmediziner und Palliative-Care-Pflegefachkräfte arbeiten im Rahmen einer 24-Stunden-Versorgung eng mit Haus- und Fachärzten, Pflegediensten, ambulanten Hospizdiensten, Psychologen und Seelsorgern sowie Apotheken und Sanitätshäusern zusammen, um Schwerkranke und Sterbende zuhause optimal zu begleiten.

„Im Mittelpunkt steht die Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Symptomen der lebensbegrenzenden Erkrankung“, betont Dr. Klaus Lander, Ärztlicher Leiter des Palliativnetzes Süd- und Vorderpfalz. „Dank SAPV können wir die palliative Versorgung der Menschen in der Region noch deutlich verbessern und viele Krankenhauseinweisungen vermeiden.“

Das Einsatzgebiet des SAPV-Teams Landau umfasst die Stadt Landau, den Landkreis Südliche Weinstraße sowie die Verbandsgemeinden Hauenstein und Dahner Felsenland.

„Das Angebot ist für die Patienten kostenlos. Die SAPV ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen“, hebt Becker-Annen hervor. Die Verordnung erfolge durch den Haus- oder Facharzt oder durch die Klinik.

Das SAPV-Team Landau, Max-Planck-Straße 1, ist unter Telefon 06341 3807-40 und E-Mail sapv@diakonissen.de erreichbar. Informationen auch unter www.diakonissen.de

Diakonissen Speyer
10.06.2019

Vom Spaghetti-Eis bis zum Grundgesetz: Erste Musikalische Goetheparkplaudereien 2019 zum Thema „Jahrestage der Stadtgeschichte“ mit OB Hirsch und dem Sinfonischen Blasorchester der Stadtkapelle Landau

Ein Klassiker – mit immer neuen Themen: Oberbürgermeister Thomas Hirsch (l.) und der frühere Stadtarchivar Dr. Michael Martin mit „Jahrestage der Stadtgeschichte“ bei den Musikalischen Goetheparkplaudereien.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch eröffnet am Sonntag, 16. Juni, den Veranstaltungsreigen der diesjährigen Musikalischen Goetheparkplaudereien. Das Thema des Stadtchefs lautet „Jahrestage der Stadtgeschichte“ – und reicht vom Spaghetti-Eis über die SüWeGa bis hin zum Grundgesetz. Die musikalische Begleitung der Auftaktveranstaltung übernimmt das Sinfonische Blasorchester der Stadtkapelle Landau unter der Leitung von Bernd Gaudera. Beginn an der Konzertmuschel im Goethepark ist um 11 Uhr.

Als Gast empfängt der OB den früheren Stadtarchivaren Dr. Michael Martin, der gleich mehrere Meilensteine der Stadtgeschichte „im Gepäck“ hat; zudem begrüßt er weitere Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, um verschiedene Jubiläen und Jahrestage näher zu beleuchten. So redet der Stadtchef mit Landrat Dietmar Seefeldt über 50 Jahre Landkreis Südliche Weinstraße und 50 Jahre Kreismusikschule, mit der Europaabgeordneten Christine Schneider über 100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall, mit Franz und Hans Mayer über 100 Jahre Gummi-Mayer, mit Martin Kolb von der Eisdiele Palazzo Sandro über 50 Jahre Spaghetti-Eis und 115 Jahre Familie Zandonella in Landau, mit dem Vereinsvorsitzenden Norbert Plein über 25 Jahre Offener Kanal Landau und mit dem früheren Leiter der städtischen Grünflächenabteilung Frank Hetzer über 70 Jahre SüWeGa.

Der Eintritt ist frei. Für die Bewirtung bei der städtischen Sommerreihe sorgen das Weingut Wambsganß aus Dammheim und die Familie Kulenderarajah; Technik und Beschallung liegen in den Händen von Andreas Folz. Unterstützt wird die Reihe von der Sparkasse Südliche Weinstraße.

Stadt Landau in der Pfalz
10.06.2019

11. Tag der Integration – „Die Südpfalz, unser Zuhause“

„Die Südpfalz, unser Zuhause“ – unter diesem Motto findet am Samstag, 15. Juni 2019, ab 10 Uhr auf dem Landauer Stiftsplatz zum elften Mal der „Tag der Integration“ statt.

Veranstalter sind neben der Stadt Landau der Jugendmigrationsdienst Südliche Weinstraße des CJD Landau, der Beirat für Migration und Integration der Stadt Landau, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die ProfeS Gesellschaft für Bildung und Kommunikation mbH, das Vinzentius-Krankenhaus Landau und das Caritas Zentrum Landau als Mitglieder des Runden Tischs Migration Landau – Südliche Weinstraße.

Zusammen mit zahlreichen weiteren beteiligten Personen, Einrichtungen und Vereinen werden an diesem Tag die Beiträge zur Integration aller Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt und der Region mit vielen Aktivitäten, Angeboten und Darbietungen präsentiert. Die so gesetzten Impulse für Kontakte schaffen zwischen Zugewanderten und Einheimischen zusätzliche Möglichkeiten der Begegnung und fördern das Miteinander. Aufeinander zugehen, sich gegenseitig unterstützen und sich als eine friedlich zusammenlebende Gesellschaft begreifen, das soll die Grundhaltung allen Handelns sein.

Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Hirsch. Neben den Grußworten steht ein religionsübergreifendes Friedensgebet mit Angehörigen der hinduistischen, buddhistischen, muslimischen und christlichen Glaubensrichtungen auf der Bühne am Stiftsplatz auf dem Programm.

Wie auch in den vergangenen Jahren bereichern Darbietungen verschiedener Tanzgruppen, Gesang, Bands und kulinarische Spezialitäten aus unterschiedlichen Ländern die Veranstaltung. Zahlreiche Informationsstände bieten die Möglichkeit sich über die Integrationsarbeit in der Südpfalz zu informieren.

Die geknüpften Kontakte sollen das friedliche und vorurteilsfreie Zusammenleben der Menschen aus über 100 Nationen in und um Landau herum fördern und festigen.

Neu in diesem Jahr ist die Teilnahme der Charta der Vielfalt. Neue Mitgliedsunternehmen werden durch den Oberbürgermeister vorgestellt.

Nur durch das großzügige Spendenverhalten zahlreicher Sponsoren gelingt es eine derart bunte und integrative Veranstaltung kostenneutral zu organisieren. Allen Spendern danken wir hierfür.

Lesen Sie hier den Flyer als PDF:

Text: stellvertretend für alle beteiligten Veranstalter; Siegfried Schmidt, CJD Landau Jugendmigrationsdienst Südliche Weinstraße Foto: Stadt Landau in der Pfalz
10.06.2019

Anne Frank und ihre südpfälzische Verwandtschaft

von Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer

Das Frank-Loebsche Haus in Landau vor der Renovierung in den Jahren 1983 bis 1987.

Am 12. Juni würde sie 90 Jahre alt werden: Die von den Nationalsozialisten ermordete Anne Frank hat als Jugendliche ein Tagebuch geschrieben, das für Generationen zur Pflichtlektüre wurde. Weniger bekannt ist, dass die Vorfahren von Anne Frank aus der Südpfalz stammten und in Landau lebten.

Der Urgroßvater von Anne Frank, Zacharias Frank, wurde im Jahr 1811 in Niederhochstadt in der heutigen Oberkehrgasse 10 geboren. Die Familie war noch nicht lange in der Südpfalz ansässig, die Eltern von Zacharias stammten aus dem bayerischen Fürth. Vater Abraham war Lehrer und Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Hochstadt und hatte wie viele andere seiner Glaubensgenossen die Heimatstadt verlassen, um in der Fremde sein Glück zu finden.

Sohn Zacharias folgte in seiner Berufswahl nicht dem Vater, sondern wurde Bankier. Mit knapp 30 Jahren, im Jahr 1840, verließ er das Dorf und zog in die Festungs- und Garnisonsstadt Landau. Hier hoffte er für sich und seine Familie auf florierende Geschäfte und eine bessere Ausbildung seiner Kinder.

Mittlerweile war er verheiratet, die Beziehungen zum heimatlichen Fürth waren nach wie vor intakt, dort heiratete er auch seine Frau Babette Hammelfett. Deren herabwürdigender Nachname war das Resultat der judenfeindlichen Aktion eines bayerischen Beamten: Eigentlich hieß Babette Hammelburg, der Standesbeamte machte daraus das wenig schmeichelhafte „Hammelfett“.

Das erste Kind starb früh, bis 1855 kamen zehn weitere Kinder zur Welt, von denen acht überlebten. Im Jahr 1870 erwarb Zacharias Frank mit 59 Jahren den mittelalterlichen Vierflügelbau in der Landauer Kaufhausgasse 9, das heutige Frank-Loebsche Haus.

Die Kinder waren mittlerweile aus dem Haus, alle hatten der Pfalz den Rücken gekehrt, es zog sie nach Frankfurt, Paris, Luxemburg und in die USA. Von der Südpfalz in die Welt: Unter diesem Motto kann man zahlreiche jüdische Biografien beschreiben. Gut ausgebildet, suchte die junge jüdische Generation ihr Glück außerhalb der engen Grenzen der pfälzischen „Provinz“. Auch die Kinder von Zacharias Frank waren typische Vertreterinnen und Vertreter des deutschen emanzipierten und assimilierten Judentums, ausgestattet mit guter Ausbildung und der sicheren Hoffnung, durch persönliche Leistungsbereitschaft eine erfolgreiche berufliche Karriere zuwege zu bringen. Voraussetzung dafür war die Bereitschaft zu großer Mobilität, ein zentrales Merkmal, das jüdische Biografien von denen ihrer christlichen Nachbarschaft unterschied.

Zacharias und Babette blieben indes zurück. Zacharias starb am 27. Juli 1884, seine Frau am 10. Oktober 1891 in Landau.

Sohn Michael erbte das Haus in Landau. 1851 wurde er in Landau geboren, er ist der Großvater von Anne Frank. Früh zog es ihn nach Frankfurt, dort baute er ein florierendes Bankhaus auf, das zumindest bis 1929 bestand. Das elterliche Haus in der Kaufhausgasse 9 in Landau überließ er indes seiner Schwester Sophie. Sie heiratete Lion Loeb aus Trier, die Tochter Olga Loeb war die letzte jüdische Besitzerin des Hauses. Von dort wurden am 22. Oktober 1940 23 jüdische Hausbewohnerinnen und -bewohner in das südfranzösische Lager Gurs deportiert. Olga Loeb war zu diesem Zeitpunkt bereits nach Luxemburg geflüchtet. Von dort wurde sie nach Kriegsbeginn in das KZ Theresienstadt deportiert, das sie überlebte. Im September 1946 starb Olga Loeb in Luxemburg.

Als in den 1980er Jahren ein Name für das Haus in der Kaufhausgasse 9 gesucht wurde, stand auch kurz der Name Anne Frank zur Diskussion. Es gibt allerdings keinerlei Belege dafür, dass Anne Frank jemals in Landau war und ihre Großcousine besuchte.

Für die weitverzweigte Familie Frank war und ist Landau aber immer noch ein regelmäßiger Treffpunkt.

Foto: Karlheinz Schmeckenbecher
10.06.2019

Gemeinsam für Toleranz, Respekt und Mitmenschlichkeit: Landauer IGS als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anerkannt

Gemeinsam für Toleranz, Respekt und Mitmenschlichkeit:  Die Landauer IGS wurde jetzt als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anerkannt.

Grenzen überwinden – Vielfalt lieben: Unter diesem Motto wirbt der Verein Aktion Courage für sein bundesweites Schulprojekt „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Nach dem Otto-Hahn-Gymnasium, der Berufsbildenden Schule Jugendwerk St. Josef, dem Eduard-Spranger-Gymnasium, dem Max-Slevogt-Gymnasium und der Maria-Ward-Schule hat mit der Integrieren Gesamtschule jetzt die sechste Landauer Schule den Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ verliehen bekommen. Mit dabei waren neben Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Ingenthron auch der frühere OB Hans-Dieter Schlimmer sowie Jannik Kohlbacher und Bogdan Radivojević von den Rhein-Neckar Löwen, die die Patenschaft für die Schule übernommen haben.

Mit dabei bei der Feierstunde war Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Ingenthron, der den Schülerinnen und Schülern der IGS zur offiziellen Anerkennung gratulierte.

Bürgermeister Dr. Ingenthron gratulierte den Schülerinnen und Schülern zur offiziellen Anerkennung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. „Es ist großartig zu erleben, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler in Landau gemeinsam ein Zeichen für Toleranz, Respekt und Mitmenschlichkeit setzen und sich offen gegen jegliche Form der Diskriminierung und Intoleranz aussprechen“, so der Schuldezernent. „Gerade in Zeiten, in denen Populisten verstärkt versuchen, Ängste und Vorurteile zu schüren, heißt es gegenzuhalten. Dieser Tag und diese Auszeichnung ist ein Höhepunkt in der Geschichte der IGS. Er fügt sich als wichtiger Baustein ein in das Profil der IGS, die die Grundsätze einer demokratischen Schule lebt und umsetzt“, führte Dr. Ingenthron weiter aus.

„Was mich besonders berührt und hoffnungsfroh macht ist die Tatsache, dass die Initiative aus der Mitte der Schulgemeinschaft stammt. Junge Menschen übernehmen Verantwortung dafür, dass unsere Demokratie lebendig und wehrhaft ist und bleibt. Nun heißt es für die Schulgemeinschaft der IGS um Schulleiter Ralf Haug, die Herausforderung weiterhin mit Beharrlichkeit und Engagement anzugehen. Die Schule gibt damit ein Beispiel – und ich hoffe sehr, dass das Beispiel weiter Schule macht. Ich wünsche mir sehr, dass wir bald noch weitere Schulen in unserer Stadt zu diesem Kreis zählen dürfen“, so der Schuldezernent.

Neben dem früheren OB Hans-Dieter Schlimmer haben Jannik Kohlbacher (4.v.r.) und Bogdan Radivojević (4.v.l.) von den Rhein-Neckar Löwen die Patenschaft für die Schule übernommen.

„Die Auszeichnung ist zugleich aber auch eine Verpflichtung“, so Dr. Ingenthron: „Es ist nicht damit getan, den Titel zu erwerben, eine Urkunde entgegenzunehmen und eine Plakette an die Wand zu hängen. Was diese Auszeichnung vor allem ausmacht ist die Tatsache, dass die Schulgemeinschaft aktiv bleiben und Projekte durchführen muss und damit dauerhaft das Bewusstein für dieses so wichtige Thema bei den Schülerinnen und Schülern schärft. Ein bedeutsamer und aktueller Aspekt ist dabei, dass sich die IGS im Rahmen der Pflegepatenschaft für den jüdischen Friedhof in Landau engagiert. Das ist ein weiteres Zeichen für das große gesellschaftliche Engagement der Schule und ein Beitrag zur Stärkung eines verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte und im Zusammenleben in der Gegenwart.“

Stadt Landau in der Pfalz
10.09.2019

Zehn Sonntage, zehn spannende Themen und zehnmal erstklassige Musik: Musikalische Goetheparkplaudereien vom 16. Juni bis 18. August in Landau

Freuen sich auf die Musikalischen Goetheparkplaudereien 2019: Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron und Julia Mayer, zuständige Mitarbeiterin beim städtischen Amt für Schulen, Kultur und Sport.

Sommer, Sonne und, nein, nicht Süden, sondern Goethepark: So lautet auch in diesem Jahr die Devise in der warmen Jahreszeit in Landau. Vom 16. Juni bis zum 18. August finden an zehn Sonntagvormittagen die Musikalischen Goetheparkplaudereien statt. Gemeinsam mit der zuständigen Mitarbeiterin des städtischen Amts für Schulen, Kultur und Sport, Julia Mayer, hat Bürgermeister und Kulturdezernent Dr. Maximilian Ingenthron das Programm der diesjährigen Sommerreihe in der Konzertmuschel im Goethepark jetzt vorgestellt.

„Die Musikalischen Goetheparkplaudereien, die wir in diesem Jahr zum 44. Mal veranstalten, wurden ursprünglich ins Leben gerufen, um das «Sommerloch» im städtischen Kulturkalender zu füllen und haben sich in den zurückliegenden Jahrzehnten zu einem echten Dauerbrenner entwickelt“, ist Dr. Ingenthron überzeugt. Befragt zum Erfolgsgeheimnis der städtischen Sommerreihe sagt der Kulturdezernent: „Die Mischung macht’s! Evergreens und auch manche Neuerung sorgen dafür, dass es bei den Musikalischen Goetheparkplaudereien bunt und abwechslungsreich zugeht. Dank unserer Moderatorinnen und Moderatoren, dank der breiten Palette an Themen, dank erstklassiger Musik in vielfältiger Form und nicht zuletzt auch dank des so stimmigen Ambientes mitten im Grünen begeistert die Veranstaltungsreihe noch immer regelmäßig ein großes Publikum.“ Der Dank des Kulturdezernenten gilt allen, die auf der Bühne der Konzertmuschel stehen und dabei auf eine Gage verzichten. „Nur durch diese großartige Geste aller Moderatorinnen und Moderatoren, Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern sowie Musikerinnen und Musikern können die Musikalischen Goetheparkplaudereien auch weiterhin kostenfrei angeboten werden.“
An den Rahmenbedingungen der Reihe hat sich auch in diesem Jahr nichts geändert: Alle Plaudereien beginnen sonntags um 11 Uhr und es wechseln sich Gespräche mit musikalischen Beiträgen ab. Thematisch reicht die Bandbreite 2019 von Klassikern wie „Jahrestage der Stadtgeschichte“ mit Oberbürgermeister Thomas Hirsch, „Unsterbliche Mundart“ mit Urgestein Wilhelm Hauth und dem Auftritt des Landespolizeiorchesters bis hin zu ganz neuen Themen wie Bürgerbeteiligung, Heinrich Strieffler und „40 Jahre Kleine Bühne Landau“ mit Bürgermeister Dr. Ingenthron. „Die Themenvielfalt reicht von sozialen über geschichtlichen bis hin zu kulturellen Themen – und bleibt dabei immer auf der Höhe der Zeit, wie in diesem Jahr u.a. die Themen «Das Klima und der Wein» und «Soziales Engagement in Landau» deutlich machen“, so Dr. Ingenthron.

Zum Organisationsteam der Musikalischen Goetheparkplaudereien gehören neben Bürgermeister Dr. Ingenthron und Julia Mayer auch Sabine Haas, Leiterin der städtischen Kulturabteilung, Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer, Ralf Müller, Leiter des Amt für Schulen, Kultur und Sport, und der frühere OB Hans-Dieter Schlimmer. Für die Bewirtung sorgen das Weingut Wambsganß aus Dammheim und die Familie Kulenderarajah; Technik und Beschallung liegen in den Händen von Andreas Folz. Unterstützt wird die Reihe von der Sparkasse Südliche Weinstraße.

Die Flyer mit dem kompletten Programm der städtischen Sommerreihe liegen ab sofort unter anderem im Rathaus in der Marktstraße aus.

Die Musikalischen Goetheparkplauderein 2019:

  • 16.Juni „Jahrestage der Stadtgeschichte“ Sinfonisches Blasorchester der Stadtkapelle Landau Moderation: OB Thomas Hirsch
  • 23.Juni „Frieden schafft Zukunft: Landaus Wandel von der Garnisons- zur Schwarmstadt“ Jugendblasorchester der Stadtkapelle Landau Moderation: Hans-Dieter Schlimmer
  • 30.Juni „Das Klima und der Wein“ AcoustiCookies Moderation: Jürgen Mathäß
  • 7.Juli „Seniorinnen und Senioren – Neues Ziel von Kriminellen?“ Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz Moderation: Sandra Diehl
  • 14.Juli „40 Jahre Kleine Bühne – Theaterkunst für den guten Zweck“ Kleine Bühne Landau Moderation: Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron
  • 21.Juli „Heinrich Strieffler, Pfälzer Chronist aus Leidenschaft“ KreisJugendOrchester Südliche Weinstraße Moderation: Sigrid Weyers
  • 28.Juli „Soziales Engagement in Landau“ Martina Gemmar Moderation: Dr. Hans-Jürgen Blinn
  • 4.August „Bürgerbeteiligung in Landau – Die Möglichkeiten, der Beteiligungsrat und die Bürger“ Celtic Dreams Moderation: Michael Niedermeier
  • 11.August „60 Jahre Deutsch-Französische Gesellschaft“ Van de Palz Moderation: Dagmar Linnert
  • 18.August „Unsterbliche Mundart“ Reinig, Braun & Böhm Moderation: Wilhelm Hauth

Stadt Landau in der Pfalz
10.09.2019

Sommerfest der Begegnung: Betreuungsvereine und Betreuungsbehörde Landau–Südliche Weinstraße laden zu gemeinsamer, inklusiver Veranstaltung

v.l.: Laden herzlich zum inklusiven Sommerfest am Freitag, 14. Juni: Johannes Pfeiffer, Leiter des AWO-Betreuungsvereins für den Kreis SÜW, Birthe Kunze-Bergs, Betreuerin beim Betreuungsverein der Lebenshilfe Offenbach, Julian Faber, Leiter der gemeinsamen Betreuungsbehörde der Stadt Landau und des Landkreises SÜW, Michael Wüst, Geschäftsführer des SKFM-Betreuungsvereins für die Stadt Landau und Thomas Myk, Leiter des AWO-Betreuungsvereins für die Stadt Landau

Die Betreuungsvereine des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau sowie die gemeinsame Betreuungsbehörde in Landau laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum diesjährigen Sommerfest der Begegnung. Die Veranstaltung findet am Freitag, 14. Juni, ab 14:30 Uhr auf dem Gelände der Sozialtherapeutischen Kette in der Albert-Einstein-Straße 7 in Landau statt.

Das Fest wird von Landrat Dietmar Seefeld feierlich eröffnet. Ein buntes kulturelles Programm u.a. mit einer Schülergruppe des Gymnasiums Bad Bergzabern, dem Seniorenchor von Pro Seniore Bad Bergzabern, dem Förderzentrum St. Laurentius und Paulus Herxheim und der Katholischen Kultuskapelle Mörlheim erwartet die Gäste ebenso wie ein reiches Angebot an Speisen und Getränken inklusive selbstgebackenen Kuchen. Zudem können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und rechtliche Betreuung sowie die Angebote des Selbsthilfevereins KISS und der Sozialtherapeutischen Kette informieren.

Der Eintritt ist frei.

Bereits zum dritten Mal laden die Betreuungsvereine des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau sowie die (mittlerweile gemeinsame) Betreuungsbehörde von Stadt und Kreis zu einem inklusiven Sommerfest.

Beratungen zu Themen wie rechtliche Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sowie von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern können auch außerhalb des Fests vereinbart werden. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind:

AWO SÜW:
Johannes Pfeiffer 0 63 41/91 82 81

AWO Landau:
Thomas Myk 0 63 41/91 82 71 und Corinna Lauritzen 0 63 41/91 82 73

Lebenshilfe SÜW-Landau:
Margreth Becker-Echternach 0 63 48/3 26 91 09

SKFM Landau und SÜW:
Michael Wüst, 0 63 41/5 51 23

Text: Gemeinsame Pressemitteilung der Stadtverwaltung Landau und der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße Foto: Betreuungsbehörde Landau und Südliche Weinstraße
10.09.2019

Landau feiert 745. Stadtgeburtstag – Festungsbauverein mit städtischem Ehrenamtspreis 2019 ausgezeichnet

Beigeordneter Rudi Klemm, Vereinsvorsitzender Hans-Dieter Hirschfeld, OB Thomas Hirsch und Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron (v.l.n.r.) bei der Verleihung des Ehrenamtspreises der Stadt Landau an den Festungsbauverein.

Das Alter einer Dame soll man ja eigentlich höflich verschweigen – im Fall der Stadt Landau ist eine Ausnahme aber angebracht. Die südpfälzische Metropole feiert in diesem Jahr ihren 745. Geburtstag; die Vorbereitungen für das 750. Stadtjubiläum im Jahr 2024 sind angelaufen. Seit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Thomas Hirsch im Jahr 2016 vergibt die Stadt jedes Jahr einen Ehrenamtspreis, um besonderes Engagement von Vereinen, Verbänden und Organisationen zu würdigen. Diesjähriger Preisträger ist der Festungsbauverein, der im Rahmen einer Feierstunde im Gemeindesaal der Stiftskirche jetzt durch die Stadtspitze geehrt wurde.

Der Festungsbauverein setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2011 dafür ein, die Landauer Festung wieder präsenter zu machen.

„Unseren Stadtgeburtstag feiern wir jedes Jahr am 30. Mai – dem Tag, an dem uns im Jahr 1274 von Rudolf von Habsburg die Rechte einer Stadt verliehen wurden“, so OB Hirsch in seiner Ansprache vor zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Stadtpolitik und von Landauer Vereinen, Verbänden und Organisationen. „In der langen Geschichte unserer Stadt gab es immer wieder Menschen, die sich in besonderer Weise für die Gesellschaft engagiert und sich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben – sie möchten wir mit dem Ehrenamtspreis würdigen.“ Der Festungsbauverein sei ein verdienter Preisträger des diesjährigen übergeordneten Themas „Geschichte und Traditionspflege“, so Landaus Stadtchef – sowohl angesichts des gesellschaftspolitischen Wirkens um die Aufmerksamkeit für die Bedeutung des Kulturerbes der Festung Landau als auch angesichts der unterschiedlichen und vielseitigen Projekte des Vereins, allen voran die Wiederherstellung des Festungswerks Lunette 41 im Savoyenpark.

Austauschen, Netzwerken und Mitgliedergewinnung: Vor der eigentlichen Verleihung des Ehrenamtspreises haben Landauer Vereine, Verbände und Organisationen die Möglichkeit, sich und ihre ehrenamtliche Arbeit bei einer Vereinsmeile zu präsentieren.

Der Festungsbauverein Landau – Les Amis de Vauban wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, die baulichen Reste der Festung zu dokumentieren, zu erforschen und, wenn möglich, zu erhalten. Zudem ist es dem Verein, dem aktuell Hans-Dieter Hirschfeld vorsitzt, ein Anliegen, die Identifikation der Landauerinnen und Landauer mit ihrer Heimatstadt und deren Festungsgeschichte weiter zu verbessern. Sichtbarstes Projekt des Festungsbauvereins ist die Freilegung und Wiederherstellung der Lunette 41 im Savoyenpark, wo der Verein eine sogenannte „Schaustelle“ eingerichtet hat.

Musikalisch begleitet wurde die Verleihung des Ehrenamtspreises der Stadt Landau von der Landauer Bläserkantorei.

Die Verleihung des Ehrenamtspreises der Stadt Landau bietet aber ALLEN Landauer Vereinen, Verbänden und Organisationen eine Plattform. Zu Beginn haben diese die Möglichkeit, sich und ihre ehrenamtliche Arbeit bei einer Vereinsmeile zu präsentieren, die in diesem Jahr auf dem neu gestalteten Johannes-Bader-Platz stattfand. „Mein herzlicher Dank gilt allen, die unsere Stadt mit ihrem besonderen Einsatz bereichern“, bekräftigte OB Hirsch. Der Stadtchef informierte, dass sich der neue Stadtrat mit der Einführung der Ehrenamtskarte in Landau befassen werde. Unabhängig davon, wie diese Beratungen ausgingen, wolle die Stadt mit der Verleihung des Ehrenamtspreises aber für die Menschen, die im Ehrenamt tätig seien, ein öffentliches Dankeszeichen setzen, so Hirsch.

Der Ehrenamtspreis der Stadt Landau wird jedes Jahr an einem anderen Ort verliehen – 2019 im Gemeindehaus der Stiftskirche bzw. auf dem angrenzenden, neu gestalteten Johannes-Bader-Platz.

Die Stadt Landau vergibt den Preis für besonderes ehrenamtliches Engagement in diesem Jahr zum vierten Mal. Bisherige Preisträger waren neben dem Festungsbauverein die Tafel, der Förderverein der Katharinenkapelle und die Kinder- und Jugendfarm. Aufgrund des Feiertags fand die Preisverleihung in diesem Jahr ausnahmsweise einen Tag vor dem eigentlichen Stadtgeburtstag statt. Die Feierstunde im Gemeindehaus der Stiftskirche wurde von der Landauer Bläserkantorei musikalisch begleitet. Für den Preisträger ist die Ehrung mit einer Spende aus Mitteln der Sparkassenstiftung in Höhe von 500 Euro verbunden; zudem erhält er als besonderes Dankeschön eine vom Landauer Künstler Xaver Mayer angefertigte, individuelle Grafik.

Stadt Landau in der Pfalz
10.06.2019

Lebendig, vielfältig, mitreißend: 9. Schulkulturfestival in der Jugendstil-Festhalle ein voller Erfolg

Lebendig, vielfältig, mitreißend: Das 9. Schulkulturfestival in der Jugendstil-Festhalle war ein voller Erfolg.

Schule ist weitaus mehr als nur Mathe, Deutsch und Physik: Das Schulkulturfestival präsentiert alle zwei Jahre ein „Best of“ des musischen und kreativen Schaffens an Landaus Schulen. In diesem Jahr fand die Veranstaltung zum neunten Mal statt; die insgesamt fast 350 Mitwirkenden kamen vom Max-Slevogt-, Eduard-Spranger-und Otto-Hahn-Gymnasium, der Paul-Moor-Schule, der Integrierten Gesamtschule, der Nordringschule, der Grundschule Thomas-Nast, der Maria-Ward-Schule, der Berufsbildenden Schule Landau und der Konrad-Adenauer-Realschule plus. Moderiert wurde das Schulkulturfestival von Carmela Patti (Konrad-Adenauer-Realschule plus) und William Lauth (Integrierte Gesamtschule).

Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron hieß die Gäste in der nahezu ausverkauften Jugendstil-Festhalle willkommen. „Für mich ist es die beglückendste Erfahrung im Amt zu sehen und zu erleben, welche engagierte Arbeit an unseren Schulen in Landau geleistet wird“, so der Schuldezernent. „Unsere Schullandschaft in Landau ist überaus vielgestaltig und jede Schule verfügt über ein eigenständiges und unverwechselbares Profil. Dabei verbindet die Schulen eines: Sie alle zeigen heute beispielhaft, wie viel Engagement und Kreativität in ihnen stecken. Das Programm des Schulkulturfestivals – von Bigband-Musik über afrikanische Trommler bis hin zu Theater- und Musicalstücken – hat es in sich, ist lebendig, vielfältig, mitreißend und kurzweilig. Ein unvergessliches Erlebnis für die jungen Leute auf der Bühne ebenso wie für das Publikum im Saal.“

Sein Dank für einen grandiosen Abend gelte in erster Linie den Schülerinnen und Schülern, die sich intensiv und mit viel Engagement und Esprit auf ihren Auftritt vorbereitet hätten, so der Schuldezernent. Er zolle aber ebenso auch den betreuenden Lehrkräften und den Schulleiterinnen und Schulleitern für deren enormen Einsatz große Anerkennung; ebenso den Eltern, die ihre Kinder mit viel Elan förderten.

Auch danke er Ralf Müller, dem Leiter des Amts für Schulen, Kultur und Sport, der diesen Abend zu seiner Herzensangelegenheit gemacht habe, der Kissel-Stiftung und der Sparkasse Südliche Weinstraße für die finanzielle Unterstützung, dem Medienzentrum SÜW-Landau für die Gestaltung des Flyers und dem Team der Stadtholding, das wieder einmal ein ausgezeichneter Partner sei.

„In zwei Jahren werden wir uns wieder in der Jugendstil-Festhalle treffen, um das 10. Schulkulturfestival gebührend zu feiern“, so Dr. Ingenthron mit Blick auf das anstehende Jubiläum dieser außergewöhnlichen und so begeisternden Veranstaltung.

Stadt Landau in der Pfalz
10.06.2019

Ein besonderer Baustein der Erinnerungskultur in Landau: Schülerinnen und Schüler übernehmen Pflegepatenschaften für Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof

Auf dem Jüdischen Friedhof in Landau fiel jetzt der offizielle Startschuss für das Projekt Pflegepatenschaften.

Dieses außergewöhnliche Engagement verdient großen Respekt: Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums, des Max-Slevogt-Gymnasiums und der Integrierten Gesamtschule übernehmen ab sofort die Pflege von Grabsteinen auf dem Jüdischen Friedhof in Landau. Die Initiative zur Aktion kam von der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz mit ihrem Beauftragten für die jüdischen Friedhöfe, Eberhard Dittus. Auf dem Friedhof, der Teil des Landauer Hauptfriedhofs ist und rund 825 jüdische Grabstätten beheimatet, fiel jetzt der offizielle Startschuss für die Pflegepatenschaften. Mit dabei waren neben den Schülerinnen und Schülern und Initiator Dittus auch Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Ingenthron, Raimund Schneider von der Aufsichts- und Dienstleistungsdiretkion in Trier und die Schulleiter Andreas Doll (OHG), Jochen Flohn (MSG) und Ralf Haug (IGS).

„Wir sind froh und dankbar, dass wir in Landau eine lebendige Erinnerungskultur haben. Um das Gedenken an die reiche Geschichte des Judentums über Jahrhunderte in Landau wach zu halten, aber vor allem auch, um an die rund 600 Landauer Jüdinnen und Juden, die im Nationalsozialismus verfolgt, gedemütigt, vertrieben, eingekerkert und ermordet wurden, zu erinnern, ist diese Initiative so wichtig“, sagt Bürgermeister Dr. Ingenthron. „Das Engagement der Schülerinnen und Schüler von gleich drei Landauer Schulen fügt dieser wichtigen Arbeit einen weiteren, bedeutenden Baustein hinzu und ich freue mich, dass sich so viele Jugendliche bereit erklärt haben, die Pflegepatenschaften für die Grabsteine auf unserem Jüdischen Friedhof zu übernehmen.“ Alle drei Schulen seien auch „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und setzten mit der Übernahme der Pflegepatenschaften nun ein weiteres starkes Zeichen für Toleranz, Mitmenschlichkeit und Solidarität, betont der Schuldezernent, der als Ordnungsdezernent auch für die Friedhöfe in Landau zuständig ist.

Schülerinnen und Schüler des Max-Slevogt-Gymnasiums, des Otto-Hahn-Gymnasiums und der Integrierten Gesamtschule pflegen künftig die Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Landau.

Der Jüdische Friedhof in Landau wurde 1845/46 auf Initiative des damaligen Rabbiners Elias Grünebaum angelegt. Bis 1990 wurden hier Menschen jüdischen Glaubens bestattet. Grünebaum war auch der Initiator und die treibende Kraft beim Bau der Landauer Synagoge, die der Reichspogromnacht 1938 zum Opfer fiel. „Der Ausgangspunkt der Pflegepatenschaften, die die Schülerinnen und Schüler jetzt übernehmen, ist unserer deutschen Geschichte geschuldet, in deren Folge heute fast keine Angehörigen der einst so bedeutenden jüdischen Bevölkerung mehr in unserem Land leben“, erläutert Dr. Ingenthron. Aus diesem Grund könnten die Gräber auf vielen jüdischen Friedhöfen nicht mehr ordnungsgemäß gepflegt werden. „Bei den Pflegepatenschaften geht es aber nicht in erster Linie um die eigentliche Friedhofspflege, sondern darum, den Jugendlichen die jüdische Kultur und Geschichte näherzubringen“, so Landaus Bürgermeister. Zu diesem Zweck beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht u.a. mit den Biografien der verstorbenen Landauer Jüdinnen und Juden. „Die Gräber sind steinerne Zeugen der Vergangenheit. Dies wollen wir mit einer Gedenk- und Hinweistafel illustrieren, die in nächster Zeit gestaltet und auf dem Jüdischen Friedhof aufgestellt werden soll“, so Dr. Ingenthron.

Der Jüdische Friedhof in Landau befindet sich in Trägerschaft der Stadt und im Eigentum der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz. Gemäß des jüdischen Glaubens haben die Verstorbenen, die auf dem Friedhof begraben sind, ewiges Ruherecht.

Stadt Landau in der Pfalz
10.06.2019

Für Bienen, Schmetterlinge und Co.: Stadt Landau und Universität Koblenz-Landau stellen Kooperationsprojekt „Bunte Wiese“ vor

Gemeinsam bei der Vorstellung des Kooperationsprojekts „Bunte Wiese“: Studierende der Universität Koblenz-Landau, Dr. Kai Riess vom Institut für Umweltwissenschaften (3.v.l.), Beigeordneter und Umweltdezernent Rudi Klemm (3.v.r.), Umweltamtsmitarbeiter Dr. David Elsaesser (2.v.r.) und die Leiterin der städtischen Grünflächenabteilung, Sabine Klein (r.).

Schön und nützlich: Um die Artenvielfalt auf öffentlichen Rasen- und Wiesenflächen weiter zu fördern, haben die Stadtverwaltung Landau sowie Studierende und Lehrende der Universität Koblenz-Landau die „Initiative Bunte Wiese Landau“ ins Leben gerufen. Auf ausgewiesenen Parzellen im Goethepark und am Spionskopf werden die Rasenflächen künftig nur noch ein- bis zweimal jährlich gemäht und nicht gedüngt. Aus dem vorhandenen Potential der Rasenflächen und der Samen im Boden sollen sich Wiesenflächen entwickeln und damit ein vielfältiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstehen. Die Entwicklung der Flächen wird von der Universität wissenschaftlich begleitet. Gemeinsam mit Dr. Kai Riess vom Institut für Umweltwissenschaften und der Leiterin der städtischen Grünflächenabteilung, Sabine Klein, hat Beigeordneter und Umweltdezernent Rudi Klemm das Projekt jetzt vorgestellt und entsprechende Hinweisschilder an den Flächen angebracht.

Mit der neuen Initiative möchten Stadt und Universität einen Beitrag zu mehr Artenvielfalt leisten, Vorbild sein und aufzeigen was passiert, wenn selbst verhältnismäßig kleine Flächen wieder der Natur überlassen werden.

„Herkömmliche Rasenflächen werden 20 bis 30 Mal pro Jahr gemäht“, erklärt der Umweltdezernent. „Reduziert man die Mähgänge auf ein- bis zweimal jährlich, haben Kräuter und Blüten länger Zeit, sich zu entwickeln und dienen vielen Insekten und anderen Tieren als Lebensgrundlage“, so Klemm. In der Stadt seien es bereits 24 Hektar, also rund 30 Prozent der innerstädtischen Grünflächen, die auf diese Weise extensiv gepflegt werden, wie etwa im Quartier Vauban, im Westpark oder im Gewerbegebiet am Messegelände. „Gerade vor dem Hintergrund des Bienen- und Insektensterbens und der schrumpfenden Zahl an Singvögeln ist es wichtig, den Tieren Nahrungsquellen und Überwinterungsmöglichkeiten zu bieten. Mit der neuen Initiative möchten wir in Zusammenarbeit mit der Universität einen Beitrag zu mehr Artenvielfalt leisten, Vorbild sein und aufzeigen was passiert, wenn man selbst verhältnismäßig kleine Flächen wieder der Natur überlässt“, betont der Beigeordnete.

Schön und nützlich: Um die Artenvielfalt auf öffentlichen Rasen- und Wiesenflächen weiter zu fördern, haben die Stadtverwaltung Landau sowie Studierende und Lehrende der Universität Koblenz-Landau die „Initiative Bunte Wiese Landau“ ins Leben gerufen.

Landau ist bundesweit die dritte Stadt, neben Tübingen und Stuttgart, in der das Projekt „Bunte Wiese“ umgesetzt wird. Bei regelmäßigen Durchgängen werden Studierende Flora und Fauna der Wiesenflächen untersuchen. Betrachtet werden insbesondere die Entwicklung von Gräsern und Kräutern, aber auch des Bestands an Insekten wie Wanzen, Spinnen und Zikaden. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt; eine Erweiterung der Flächen ist bei Bedarf möglich. Eine erste Vorstellung der Untersuchungsergebnisse ist im Herbst dieses Jahres geplant.

Die „Initiative Bunte Wiese“ trifft sich jeden letzten Dienstag im Monat um 17:30 Uhr zu einem Stammtisch im Bau G am Campus der Universität. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Stadt Landau in der Pfalz
10.06.2019

Für mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung: Stadtverwaltung Landau, Bundes- und Landespolizei sowie Deutsche Bahn AG schließen Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft für Landauer Bahnhöfe und Haltepunkte

v.l.: Für mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung: Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Maximilian Ingenthron, der Leiter der Polizeiinspektion Landau, Marco Weißgerber, Sarah Habermeier, Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern, und der Leiter des Bahnhofsmanagements Kaiserslautern der DB Station&Service AG, Ulrich Demmer, gemeinsam bei der Unterzeichnung der Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft

Attraktive, sichere Bahnhöfe und Haltepunkte mit hoher Aufenthaltsqualität in Landau: Das ist das Ziel der Stadtverwaltung, der Bundes- und Landespolizei sowie der Deutsche Bahn AG. In enger Abstimmung und auf der Grundlage sehr konstruktiver Gespräche haben die Beteiligten beschlossen, eine Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft für die Landauer Bahnhöfe und Haltepunkte zu schließen und die Zusammenarbeit vor Ort zu intensivieren. Die offizielle Vereinbarung wurde jetzt im Namen des Landauer Stadtvorstands von Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Maximilian Ingenthron, dem Leiter des Bahnhofsmanagements Kaiserslautern der DB Station&Service AG, Ulrich Demmer, dem Leiter der Polizeiinspektion Landau, Marco Weißgerber, und Sarah Habermeier, Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern, unterzeichnet.

Ziel der Vereinbarung ist es, die Attraktivität und Aufenthaltsqualität in und um den Hauptbahnhof sowie an den Haltepunkten Landau West und Süd durch ein sicheres Ambiente zu erhöhen sowie Schäden durch Vandalismus und andere Ursachen so schnell wie möglich beseitigen zu können. Darüber hinaus wird durch die Übertragung eines Hausrechts auf die Stadt Landau im Bereich des Hauptbahnhofs und seines Umfelds, einschließlich des Busbahnhofs und des Park&Ride-Parkplatzes, eine Bestreifung durch das städtische Ordnungsamt ermöglicht. Weiterhin vereinbaren die Kooperationspartner eine regelmäßigen Erfahrungsaustausch und gegenseitige Beratung und Unterstützung.

„Der heutige Tag (09.05.2019) ist ein guter Tag für Landau und die Sicherheit im öffentlichen Raum“, betonte Bürgermeister Dr. Ingenthron bei der Vereinbarungsunterzeichnung. „Sei es der neue Gewerbestandort an der Paul-von-Denis-Straße mit dem künftigen Dienstgebäude der Polizei, der Boulevard Ostbahnstraße, die Ansiedlung des Hotels Maximilian und die umliegende Wohnbebauung mit der Queichpromenade, die anstehende Entwicklung des Kaufhof-Areals und die Aufwertung des Ostparks: Das Quartier rund um den Hauptbahnhof entwickelt sich hervorragend. Und der Bahnhof selbst soll eine attraktive Drehscheibe des Öffentlichen Personennahverkehrs sein. Die Vereinbarung passt daher an diesen Ort und in diese Zeit“, erklärte der Bürgermeister. „Dem städtischen Vollzugsdienst ist es nun möglich, den Hauptbahnhof wie auch die beiden Bahnhaltepunkte zu bestreifen und damit vor Ort Präsenz zu zeigen. Wir gehen damit einen weiteren bedeutsamen Schritt in Sachen Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung. Die Partnerschaft ist kein Allheilmittel für alle Probleme, aber doch ein wichtiger Beitrag und Baustein, um den Herausforderungen zu begegnen. Wir wollen und werden diese Chance gemeinsam nutzen“, so Dr. Ingenthron.

Auch der Leiter der DB Station&Service AG, Ulrich Demmer, hob die Bedeutung der neuen Partnerschaft hervor: „Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit in allen Angelegenheiten von Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung mit den Kommunen ist für die Deutsche Bahn extrem wichtig. Nur so ist es möglich, die Bahnhöfe als Visitenkarten der Kommunen und Städte ansprechend zu gestalten und sie und das Umfeld für Kundinnen und Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger attraktiv und sicher zu präsentieren“, so der Leiter des Bahnhofsmanagements Kaiserslautern. Besonders in Landau habe die Zusammenarbeit mit der Stadt eine ausgesprochen kooperative Vergangenheit und damit eine gute Perspektive für die gemeinsame Weiterentwicklung. „Die in den letzten Monaten bereits intensivierte Zusammenarbeit zwischen kommunalen Sicherheitsbehörden, Bundespolizei, Landespolizei und DB Sicherheit hat schon positive Kundenreaktionen bewirkt. Hier muss intensiv und unablässig weiter gehandelt werden, um die subjektive und objektive Sicherheit weiter positiv zu entwickeln“, so Demmer.

Für mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung: Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Maximilian Ingenthron, der Leiter der Polizeiinspektion Landau, Marco Weißgerber, Sarah Habermeier, Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern, und der Leiter des Bahnhofsmanagements Kaiserslautern der DB Station&Service AG, Ulrich Demmer, gemeinsam bei der Unterzeichnung der Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft

Die Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern, Sarah Habermeier, betonte: „Der Hauptbahnhof Landau ist ein Einsatzschwerpunkt innerhalb der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern. Der Bahnhof ist nach wie vor Anlaufpunkt für verschiedene Gruppierungen, welche aus dem Umland nach Landau anreisen. Die Bundespolizei ist deshalb nahezu täglich am Hauptbahnhof Landau präsent und hat die Einsatzmaßnahmen in den letzten Monaten intensiviert“, so Habermeier. „Hierbei verteilen sich sowohl die sachlichen als auch die örtlichen Zuständigkeiten auf verschiedene Akteure mit Sicherheitsauftrag. Die nun schriftlich niedergelegte Sicherheitsvereinbarung bestärkt und verfestigt die bereits gute Zusammenarbeit nochmals“, erklärte die Polizeioberrätin. „Mit der Partnerschaft wird die Sicherheit am Bahnhof Landau und dessen Umfeld und damit auch dessen Attraktivität sichtbar gesteigert. Die Bundespolizei hat ein vitales Interesse, dieses wirksame Sicherheitskonzept weiter auszubauen.“

Auch der Leiter der Polizeiinspektion Landau, Marco Weißgerber, begrüßt die Intensivierung der Zusammenarbeit vor Ort: „Mit der Vertragsunterzeichnung der Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft wird die sehr gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Stellen weiter intensiviert und in die tägliche Arbeit manifestiert. Der Hauptbahnhof Landau ist ein stark frequentierter Bereich, der in der Wahrnehmung der Bevölkerung eine wichtige Rolle spielt. Umso mehr ist es uns ein Anliegen das subjektive Sicherheitsempfinden der Landauer Bevölkerung, der Pendlerinnen und Pendler sowie der Gäste der Stadt zu steigern. Dieses Ziel wird durch das vertraglich abgestimmte Maßnahmenbündel mit allen Netzwerkpartnern im Sinne eines gesamtgesellschaftlichen-kooperativen Ansatzes erreicht.“

Text: Gemeinsame Pressemitteilung der Stadtverwaltung Landau, der Bundespolizei, der Landespolizei Rheinland-Pfalz und der Deutsche Bahn AG Foto: Stadt Landau
10.06.2019

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